Beiträge von Lothar Frohwein

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    Original von Ronaldo
    Stellt sich die Frage, wie Klimek einen Insolvenzantrag stellen kann, wenn er in U-Haft sitzt.

    Auch im Knast gibt es Stifte mit dokumentenechter Tinte und zu verlieren hat er nichts mehr. Besuchszeiten sind in U-Haft auch kein Thema. Jedenfalls kann sich Klimek nicht mehr als Macher des "Projekts" profillieren, so etwas spielt stets eine Rolle bei einem wie auch immer gearteten finanziellen Engagement, das über den normalen Standard hinaus geht.

    Welches Interesse sollte er also noch an der Omni-Sport oder dem HSV haben, zumal er ja öffentlich zunehmend als "Betrüger" von den jetzt Verantwortlichen bezeichnet wird?

    Die Lösung kann nur sein: Deckel bezahlen!

    Wie Ronaldo schon sagte: Seit Bekanntwerden, dass eine positive Fortführungsprognose verweigert wurde, läuft die Dreiwochenfrist zum Stellen des Inso-Antrags. Sie endet so um den 7. Januar! Bis dahin muss Klimek wenn sich nicht eine deutliche Besserung eintritt, Inso-Antrag stellen, wenn er in dieser Sache nicht auch noch Ärger mit dem Staatsanwalt haben will.

    Hannings Äußerungen von "hatten mit weniger Strafe gerechnet, wir haben ja die meisten Auflagen erfüllt", finde ich unverschämt! Hääte er nicht einfach mal ruhig sein oder "ist okay" sagen können?

    Ohne die "Unterschlagung" der Verbindlichkeiten für die Hallenmiete, wäre die Sache schon vor Saisonbeginn vorbei gewesen. Durch den Betrug durfte der HSV überhaupt erst mitmachen! Und dann fehlt noch die Bilanz, aus der das gesamte Debakel ersichtlich würde. Spielergehälter wurden aktuell auch nicht gezahlt. Auflagen erfüllt?

    Wie Olaf schon sagt: Ein mildes Urteil!

    Der HSV sollte dafür dankbar sein, denn man hätte schon jetzt den Hahn zudrehen können und es hätte sich angesichts der Erschleichung der Lizenz niemand beschweren können.

    Man ist dem HSV schon sehr weit entgegen gekommen und das Risiko eingegangen, dass künftig andere Vereine angesichts der milden Strafe ihre Lizenzanträge auch nicht ordnungsgemäß ausfüllen. Man hat das Risiko der Unterwanderung des ganzen Verfahrens auf sich genommen, um den Standort Hamburg zu halten.

    An dieser Stelle wären m.E. kleine Vereine raus gewesen. Wie gesagt, Hanning sollte für das Urteil dankbar sein (einmal Klimek für´s dreiste Betrügen, sonst gäbe es keien HSV mehr und einmal den Ligaauschuss, dass die das Buch nicht zugeschlagen haben) oder einfach mal nichts sagen!


    Am Rande: Die Wechselfrist endet erstmals erst am 15. Februar.

    Unabhängig von der Geschichte um die mögliche Insolvenz heißt das im Klartext für alle Vereine für die Zukunft:

    1. Ihr könnt erhebliche Verbindlichkeiten bis etwa 320.000 € (dürfte bei einigen Klubs 1/4 des Etats sein) im Lizenzantrag verschweigen. Dafür werden aber 4 Punkte abgezogen.

    2. Ihr könnt Unterlagen, die ihr per Auflage zu bestimmten Fristen einreichen müsst nicht einreichen. Das kostet 15000 € und weitere 4 Punkte.

    Vor allen Punkt 1 dürfte massig Nachahmer finden. Ehe man die Lizenz nicht bekommt, nimmt man 4 Strafpunkte in Kauf...

    Die Richtlinien bedürfen dringend einer Änderung!

    Zitat

    HSV Hamburg: Acht Punkte Abzug und 15 000 Euro Geldstrafe
    Handball-Bundesligist HSV Hamburg werden in der laufenden Meisterschaft acht Punkte abgezogen. Zudem musst der finanziell angeschlagenen Verein einen Geldstrafe in Höhe von 15 000 Euro zahlen. Dieses Urteil hat der Vorstand der Handball-Bundesliga GmbH (HBL) nach dpa-Informationen bei einer Krisensitzung am Mittwoch in Hannover gefällt. Dem HSV werden Verstöße gegen die Lizenzauflagen zur Last gelegt. Nach dem Punktabzug ist der bisherige Tabellendritte (25:5 Punkte) mit 17:13 Zählern Tabellen-Neunter.

    handball-world

    Zitat

    Original von Ronaldo
    Letzte Woche wurde ja zunächst die Begründung gewählt, man könne die Bilanz nicht vorlegen, weil Klimek nicht unterschreiben dürfe. Diese Begrüdnung hinkte bereits, denn eine Bilanz kann man grundsätzlich auch ohne UNterschrift vorlegen, dann ist es zwar keine rechtskräftige Bilanz, aber man hätte seinen guten Willen gegenüber der HBL demonstriert und Transparenz gezeigt.

    Ich hatte das auch nur vor dem Hintergrund aufgeworfen, dass der Strafenkatalog als Steigerung zum Punktabzug auch die Verweigerung der Lizenz vorsieht (was merkwürdigerweise nie öffentlich gesagt wurde), wenn wiederholt Nachfristen zur Erfüllung von Auflagen nicht eingehalten werden. Offensichtlich empfindet man die letzte Konsequenz als zu hart.

    Hoffentlich nimmt das künftig kein finanzschwacher Verein zum Anlass, seine Bilanzen zu bunkern und lieber die vier Strafpunkte in Kauf zu nehmen. Es soll ja gleiches Recht für alle gelten!

    Rate mal mit Rosenthal...

    Tor: Holpert (wäre schön), Lichtlein, Ramota
    LA: Jansen, Grimm
    RL: Velyky, FvB, Hens
    RM: Stephan, Hegemann oder Schröder
    RR: Glandorf, Zeitz
    RA: Schöne, Kehrmann
    Kreis: Preiß, Tiedtke

    Man hat bei der Verfassung der Richtlinien (die H.J seinerzeit als Vorsitzender des Ligaauschusses unterzeichnet hat und gegen die er ja jetzt als HSV-Chef eventuell klagen will) schlichweg diese Möglichkeit übersehen oder übersehen wollen.

    Daher müssen die Richtlinien m.E. nach dem Sinn und Zweck (s. Präambel) ausgelegt werden. Das gibt jedenfalls Streit!

    Ich frage mich auch, wie es zusammenhängt, dass ein Inso-Antrag wegen Überschuldung, der ja dem Wortlaut der Richtlinien gemäß auch zum Zwangsabstieg führen würde, nicht gestellt werden kann, weil es noch keine Bilanz gibt. Hier beißt sich doch auch der Hund in den Schwanz!

    Zitat

    § 1 InsO
    Ziele des Insolvenzverfahrens

    Das Insolvenzverfahren dient dazu, die Gläubiger eines Schuldners gemeinschaftlich zu befriedigen, indem das Vermögen des Schuldners verwertet und der Erlös verteilt oder in einem Insolvenzplan eine abweichende Regelung insbesondere zum Erhalt des Unternehmens getroffen wird. Dem redlichen Schuldner wird Gelegenheit gegeben, sich von seinen restlichen Verbindlichkeiten zu befreien.

    Demnach ist es eindeutig alternativer Weg zur Verwertung des Vermögens innerhalb des Insolvenzverfahrens. Wenn das Planverfahren erfolgreich durchgeführt wird, wird das "Verfahren aufgehoben". Es läuft also m.E. ein Inso-Verfahren, nur dass es anders als "klassisch" beendet wird. Scheitert der Insoplan, greifen wieder die normalen Grundsätze. Also alles wieder Auslegungssache...

    Zitat

    Original von Ronaldo
    Danach könnte es hypotethisch folgenden Ausweg geben:
    Ein Gläubiger stellt Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens und der Insolvenzverwalter strebt entweder ein Insolvenzplanverfahren an (mit den diskutierten Schwierigkeiten) oder durch frische Liquidität wird die OmniSport wieder aus der Insolvenz herausgeführt. Nach den oben genannten Punkten hätte das keinen Zwangsabstieg zur Folge!

    Wobei man sich dann fragen müsste, ob das nicht eine planwidrige Regelungslücke ist.

    Warum soll ein Unterschied gemacht werden, wer den Antrag stellt? Nach InsO ist beides möglich. Stellt ein Gläubiger Inso-Antrag, muss er dem Gericht sein Interesse glaubhaft machen, d.h. er muss im Regelfall erfolglos vollstreckt haben. Durch die Vorprüfung des Gerichts sind willkürliche Anträge von Gläubigern ausgeschlossen. Insofern könnte man wohl den Passus dahingehend auslegen, dass auch Anträge von Gläubigern umfasst sind, wenn man Sinn und Zweck das Ganzen (siehe Präambel) betrachtet.

    Jedenfalls kann man gut darüber streiten und Ronaldos Weg würde ddrittbetroffene Vereine auf den Plan bzw. den Rechtsweg bringen. Mit offenem Ausgang!

    Aber warten wir mal ab!

    Vielleicht zahlt ja jemand den kompletten Deckel und die Sache ist aus der Welt!

    Geile Präambel! :D

    Dass als Sanktion für die permanente Nichterfüllung von Auflagen neben Punktabzügen auch die Nichterteiling der Lizenz für die Folgesaison vorgesehen ist, hatte bislang auch keiner erwähnt. Was, wenn die Bilanz nun überhaupt nicht nachgereicht wird?

    Nach Olafs Recherche hat die HBL keinerlei Spielraum, wenn die Omni-Sport Inso-Antrag stellt...

    Mal sehen, wie kreativ die Sitzung heute ist!

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    Original von daabefuggeler
    Wenn ich morgen hergehe, suche mir ne Großstadt und mach ein paar Millionen Euro Schulden, dann schaffe ich es auch innerhalb weniger Jahre eine Spitzenmannschaft in der HBL zu haben, aber das kann einem als Sportfan einfach nicht gefallen - das ist der Punkt und nichts anderes!

    Okay,

    hier die Anleitung:

    1. Jammern über den Ist-Zustand und den Standort Aschaffenburg.
    2. Umzug nach München voran treiben. Die Lizenz des TVG soll auf die Bayern-Handball GmbH übertragen werden.
    3. Vertrag mit Bayern München machen, um für schlappe 500.000 Euro das Logo nutzen zu dürfen. Immer etwas von „Projekt“ faseln und das Kind „Bayern Handball“ nennen
    4. Lizenz beantragen.
    5. Eintrittspreise verdoppeln und mit 15000 Zuschauern in München kalkulieren. 15000 mal 20 Euro netto mal 17 Spiele macht alleine aus Zuschauereinnahmen 5.100.000 Euro.
    6. 100.000 Euro für die Teilnahme am Final-Four dazu rechnen, macht 5.200.000
    7. Die bayerische Industrie unterstützt dein „Projekt“. Du sagst, du könntest die BMW als Hauptsponsor vorstellen und rechnest schon einmal ein: 1.000.000 Euro von BMW fix/Jahr plus Prämie für die Meisterschaft 250.000 Euro! Zwischenstand: 6.450.000 Euro. Das Bankengewerbe unterstützt dich selbstverständlich auch. Welche Bank ist Wurscht, sie gibt 500.000, macht 6.950.000.
    8. Das Merchandising boomt, Trikots gehen für 150.000 Euro bereits vor Saisonbeginn weg. Macht 7.100.000 Euro.
    9. Bei der Zwischensumme verrechnest du dich versehentlich, macht 7.500.000 Euro.
    10. Einnahmen aus dem VIP-Bereich, VIP-Logen etc. 200.000 € = 7.700.000 Euro
    11. Dein Sponsoren-Pool bringt aus dem Stand 1.000.000 = 8.700.000 Euro.
    12. Da die Pool-Mitgliedschaft so begehrt ist, führst du wie im Golf-Klub eine Aufnahmegebühr ein, macht 100.000 Euro, so dass du schon jetzt über Einnahmen von mindestens 8.800.000 Euro verfügst. Du hast ja vorsichtig kalkuliert.
    13. Die Rechnung überzeugt die HBL. Du erhältst die Lizenz ohne Auflage.
    14. Du kauftst durch Spielervermittler die Gille-Brüder, Henning Fritz, Kyung-Shin Yoon, Iker Romero, Marcien Lijewski, Dimitri Torgowanov, Arpad Sterbik und Stefan Lövgren aus ihren Verträgen heraus. Als Argumentationshilfe gibst du jedem Spieler 500.000 Euro bar auf Tatze und jedem betroffenen Verein auch 500.000 Euro. Du füllst den Kader mit zweitklassigen Spielern wie Laszlo Nagy, Jan Filip, Bruno Souza o.ä. auf, die dich zusammen mit der Ablöse nur 500.000 pro Stück kosten. Damit sich die TVG-Fans mit dem Projekt identifizieren können, behältst du „Urgestein“ Lochmann. Er hat einen deutschen Namen. Du hast jetzt 14 Spieler aus 14 Nationen. München ist halt international.
    15. Du bist jetzt bei einer Unterdeckung von etwa 2.100.000 Euro. So genau kann man das bei solchen Summen nicht sagen. Ein unabsichtlicher Zahlendreher hilft dir weiter! 1.200.000 Euro dürften angsichts der Größe des Projekts und der Schlange stehenden Sponsoren kein ernsthaftes Problem darstellen.
    16. Das Projekt ist ein riesiger Imagegewinn für die HBL. Man ist begeistert! Handball kommt in die Städte!
    17. 25. August: Du wirst darauf angesprochen, dass du Gehälter zahlen musst. Dir fällt ein, dass du ja irgendwas vergessen hattest.
    18. Nicht entmutigen lassen, das Finanzamt kann warten. Berufsgenossenschaft? Wer ist das? Ich kaufe nichts an der Haustür! Die sollen sich einen Termingeben lassen! Du erklärst die Kinderkrankheiten des Projekts.
    19. 9. September: Erstes Heimspiel. Es kommen 1735 Zuschauer plus Spielerfrauen und DSF. Eigentlich wolltest du aus den Tageseinnahmen die Gehälter bezahlen. Jetzt fällt dir wieder ein, dass du ja 12000 Freikarten am Bahnhof verteilt hast.
    20. Nicht entmutigen lassen, eine Bank lässt sich überreden, dir einen Kredit von 3.000.000 Euro zu Verfügung zu stellen. Du bezahlst die Spieler. Allerdings maulen die Spielervermittler, der Hallenbetreiber (Scheiße, Hallenmiete vergessen zu berücksichtigen) und die Vereine, die auf ihre Ablöse warten. Das Finanzamt schickt die Briefe nicht mehr mit einfacher Post.
    21. Ein Kumpel, der einen Steuerberater und Wirtschaftsprüfer kennt, erkundigt sich für dich nach kreativen Lösungen.
    22. 31.12. Diene Vielvölker-Kombo schlägt sich unter Trainer Vlado Stenzel recht achtbar. Du bist Tabellenletzter. Der Trainer wird getauscht. Bob Hanning kommt, der ist ja in Hamburg frei geworden.
    23. Hanning gewinnt alle Spieler der Rückrunde und schnappt am letzten Spieltag Wallau den EC-Platz weg.
    24. Du bekommst die Lizenz nur unter der Auflage, demnächst deine Deckel auch zu bezahlen. Man schenkt deinen Visionen weiterhin Glauben und ist begeistert. Den Etat für Weihnachtsgeschenke hast du ausnahmsweise nicht vergessen!
    25. Die Spielergehälter hast du dir von Handball verrückten Gönnern zusammen geschnorrt. Seit Mai zahlt die Bundesanstalt für Arbeit.
    26. Du stellst Bohmann als Vereinspräsidenten ein.
    27. Du kannst zufrieden sein. Das DSF hat in der Rückrunde alle deine Spiele übertragen, um Reisekosten zu sparen.
    28. Du stellst Inso-Antrag oder sowas ähnliches, ist ja auch egal, setzt den Gläubigern die Pistole auf die Brust „10 Euro oder gar nichts“, sie akzeptieren, du bist schuldenfrei unbd appellierst an die Solidarität der Liga. Weil du so schusselig warst, werden dir zwei Punkte abgezogen.
    29. Mittlerweile hast du einige potente Sponsoren gefunden, die Leute freuen sich über die Tabellenführung. Die Halle ist meist voll.
    30. Bayern Handball wird Deutscher Meister!

    Zitat

    Original von Teddy
    :lol::D

    waldorf hat wohl in den letzten Tagen zu viel Freizeit ... oder er braucht einen Gegenpol zu den fachlich-frustrierenden Beiträgen zum Thema HSV :hi:

    Tatsächlich hatte ich Montag frei, weil das Netzwerk im Büro abgekachelt war und nichts mehr lief. Da konnte man nach Hause fahren und Böldsinn posten...

    Das Thema HSV ist wohl noch nicht ausgestanden.

    Wenn man dem Glauben schenkt, soll also der Steuerzahler für die Misswirtschaft den Kopf hinhalten. :wall:;(:nein::pillepalle: