Beiträge von Lothar Frohwein

    Zitat

    Original von sonnenschein
    Schade dass ich dieses Interview im Handball-Magazin mit einem Arzt nicht mehr habe, der doch behauptete, diesen Stress mit diesen vielen Spielen würde einem Spieler bei guter medizinischer Betreuung nichts ausmachen. Mensch wann war das, weiss das vielleicht jemand???

    Schon klar!
    Deshalb sind die Lemgoer ja auch so gut in die Saison gestartet. Daniel Stephan war fit wie ein junger Gott, ebenso wie Jon Belaustegui vom HSV und und und.

    Zitat

    Original von bockel
    ich verstehe auch nicht warum der modus noch nicht geändert wurde. das ganze gremium bedarf wohl einer kleinen generalüberholung.

    Mit Ausnahme des DHB befürworten fast alle Verbände diese Regelung. Allerdings gibt es in diesen Ländern auch keine Profiligen, die so belastend sind wie in Deutschland. Wie gesagt, selbst Länder, die niemals auch nur die Vorqualifikation zur Vorqualifikation überstehen würden, stimmen darüber ab.

    Hintergrund: Je mehr Turniere, desto höher die Einnahmen der IHF, von denen mittelbar auch die Kleinstverbände profitieren.

    Demnach besteht die einzige Möglichkeit, die Interessen der Bundesliga durchzudrücken tatsächlich darin, darauf hinzuwirken, dass möglichst viele in der BL spielende Profis einfach nicht zu diesen Turnieren reisen, um das Medieninteresse und damit die Einnahmen zu senken.

    Das Programm sieht bei allen Vereinen in etwa gleich aus, es sei denn die spielen EC, dann ist es noch strapaziöser.

    Da hat es der HSV noch recht gut erwischt, denn die meisten Spiele sind zuhause gegen für eine Spitzenmannschaft recht machbare Gegner.

    Der Dezember ist nun einmal der Handballmonat mit dem größten Zuschauerinteresse. Kein Wunder, dass am 2. Weihnachtstag Spiele angesetzt werden.

    Wo wir dann wieder bei dem alten Thema WM/EM in Januar sind.
    Ich halte es nach wie vor für den größten Schwachsinn und schädlich für den Handball, so kurz nach Olympia erneut ein großes Turnier durchzuführen. Man hätte die WM streichen müssen, dann wäre der Liga-Spielplan auch entzerrter. Von dem erhöhren Verletzungsrisiko der Nationalspieler will ich gar nicht reden.

    Der Verein bezahlt sie und sie sind wochenlang weg und kommen teilweise angeschlagen, verletzt oder ausgemergelt wieder. Das kann es nicht sein. Das gesunde Mittelmaß zwischen Ligabetrieb und Länderspielen ist vollständig aus den Fugen geraten. Mittlerweile ist es so, dass Vereine besser fahren, wenn sie keine Nationalspieler haben. Der Imagegewinn überwiegt schon lange nicht mehr den durch die Überbelastung der Spieler bei unnützen Großereignissen auftretenden "Schaden".

    In meinen Augen hat die WM nach Olympia einen sportlichen Wert, der gegen Null geht. So sehen das übrigens viele andere auch. Das DSF wird es bei den Quoten zu spüren bekommen.

    Aber solange der DHB in den entscheidenden Gremien genau wie Burkina Faso nur eine Stimme hat, wird sich daran nichts ändern.

    Die Spieler sind gefragt darüber nachzudenken, wer ihnen die Kohle auf´s Konto packt und ggf. mal Prioritäten zu setzen.

    Eine WM nach Olympia, in der - sagen wir mal - 2/3 der in der Bundesliga beschäftigten Spieler freiwillig zugunsten des Arbeitgebers absagen würde die IHF mit Sicherheit zum Umdenken zwingen, da das Medieninteresse an einem solchen Turnier nicht mehr vorhanden wäre und dadurch bedingt sie Einnahmen wegbrächen.

    <lokalpatriotismus>

    @ Jenny: Nettelstedt und Dankersen beharken sich mindestens seit den 30er Jahren. Beides sind Gründungsmitglieder der Bundesliga. Die Spielorte liegen 20 km auseinander. Daher ist TuS - GWD das einzig verbliebene wahre Derby im deutschen Spitzenhandball. (Leider macht Dankersen grad den Sittich in Richtung Hannover, so dass Jenny vielleicht schon in der nächsten Saison Recht hat.) Es wird das 48. Bundesliga-Duell beider Mannschaften sein!

    Flensburg kam doch erst viel später dazu und so nahe liegen Kiel und Flensburg nun auch nicht beieinander. Auch wenn diese Begegnungen in den letzten Jahren unter sportlichen Gesichtspunkten herausragten:

    Den Begriff "DAS einzig wahre Derby im deutschen Handball" beansprucht (noch) der Kreis Minden-Lübbecke! :D

    </lokalpatriotismus>

    Zitat

    Original von Meikel

    Allerdings! Die Sticheleien speziell aus den Reihen des Underdogs ( :lol: ) aus Lübbecke verdienen einen eigenen Thread!

    Wo habe ich gegen den TSV GWD Minden-Hannover gestichelt? Das habe ich mir seit Jahren abgewöhnt! ;)

    Hamburg ist da ein anderes Thema...

    13. November 2004, Sa.:
    18.00 HSG Düsseldorf - SV Post Schwerin
    19.30 GWD Minden-Hannover - TuS N-Lübbecke - DAS DERBY

    14. November 2004, So.:
    17.00 HSG Nordhorn - TV Großwallstadt

    23. November 2004, Di.:
    20.00 THW Kiel - SC Magdeburg
    live im DSF

    24. November 2004, Mi.:
    19.30 Wilhelmshavener HV - TUSEM Essen
    20.00 FA Göppingen - HSV Hamburg
    20.00 VfL Gummersbach - VfL Pfullingen
    20.00 SG Flensburg-Handewitt - HSG D/M Wetzlar
    20.00 TBV Lemgo - SG Wallau-Massenheim

    Zitat

    Original von Wieland
    und, kribbelt es immer noch wie beim ersten mal?

    Ehrlich gesagt: Nein! Beide Mannschaften können nicht allzu viel mit der Geschichte des Derbys anfangen. Es wird mehr und mehr ein Spiel wie jedes andere.

    Ich gehe auch von einem spannenden Derby aus.

    Es ist das erste Heimspiel, das Minden-Hannover gewinnen muss. Die 1:19 Punkte lesen sich zwar schlecht, man muss das aber relativieren. Die Gegner waren bislang eben nicht von Pappe bzw. übermächtig.

    GWD ist trotz der Ausgangslage Favorit: In der Kampahalle hat sich GWD bislang achtbar geschlagen. Offensichtlich hat die Mannschaft gestern recht gut gespielt. Klajic bleibt eine Woche Vorbereitungszeit, während der TuS am Mittwoch vor ausverkaufter Halle gegen Lemgo ran muss.

    @ Wieland: Das ist nicht peinlich. Wo gehobelt wird fallen Späne!

    Da ist ein kleiner Fehler drin, denn Minden kann bei einem 29:26-Endergebnis nicht mit 26:27 in Führung gelegen haben.

    Vielen Dank für den Bericht, es sind die ersten Infos von diesem Spiel, die rüberkommen!

    So, hab´s grad nachgeschaut:

    Eine Einwilligung ist grundsätzlich erforderlich, auch wenn es sich bei Profihandballern um Personen der Zeitgeschichte handelt, denn ein Kalender dient nicht der Berichterstattung, was aber Voraussetzung wäre.

    Bei Fußballern hat der BGH mal unter engen Voraussetzungen eine Ausnahme gemacht und das Informationsinteresse der Öffentlichkeit dem Recht am eigenen Bild auch bei wirtschaftlichen Interessen überwiegen lassen. Es handelte sich um Fußball-Sammelbilder (BGH NJW 68, 1091) und interessanterweise um einen Fußball-Kalender (BGH NJW 79, 2203 f).

    Ich glaube aber nicht, dass diese Urteile auf Handaballer übertragbar sind, da zwischen den Bekanntheitsgraden (und auch Einkommen, die für einiges entschädigen) Welten liegen. Außerdem sind diese Urteile schon einige Donnerstage alt. Heute sieht man das möglicherweise (auch vor dem Hintergrund der jüngsten Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte) anders.

    Ich rate jedenfalls von der Veröffentlichung in einem Kalender ohne Zustimmung der Betroffenen ab.

    Allerdings kann ich mir vorstellen, dass alle "ja" sagen, wenn man sie fragt.

    Zitat

    Original von SilverSurfer

    abgehalten haben uns bisher die persönlichkeitsrechte der spieler und deren recht am eigenen Bild, ob man die einfach so für einen Kalender benutzen darf, da das ja keine journalistische Berichterstattung sondern kommerzielle Nutzung ist ...
    vielleicht kann Helge da für Klärung sorgen ...

    Ich kann mich am Wochenende ja mal mit der Frage beschäftigen. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass die Zustimmung der Spieler erforderlich ist.

    In der heutigen Ausgabe des Westfalen-Blatts heißt es unter der Überschrift "Lemgo stellt sich ganz neu auf - Glandorf sicher, Hens an der Angel" u.a.

    [...] Nach Informationen dieser Zeitung (...) sollen sich Holpert und Glandorf einig sein, dass der derzeit talentierteste Linkshänder nach Ablauf seines Vertrages bei der HSG Nordhorn zur Saison 2006/2007 zum TBV Lemgo wechselt. (...) Noch nicht abgeschlossen sein sollen die Verhandlungen mit Pascal Hens. Den HSV Hamburg plagen bekanntlich gewaltige Finanzsorgen. Deshalb wollen die Nordlichter abspecken [...]

    Das Ding ist leider nicht online. Die Kernaussage habe ich abgetippt.

    Übersetzt heißt das für mich: Glandorf wechselt (gegen Ablöse) zur nächsten Saison, Hens, sobald es keine Kohle mehr gibt.