Das Programm sieht bei allen Vereinen in etwa gleich aus, es sei denn die spielen EC, dann ist es noch strapaziöser.
Da hat es der HSV noch recht gut erwischt, denn die meisten Spiele sind zuhause gegen für eine Spitzenmannschaft recht machbare Gegner.
Der Dezember ist nun einmal der Handballmonat mit dem größten Zuschauerinteresse. Kein Wunder, dass am 2. Weihnachtstag Spiele angesetzt werden.
Wo wir dann wieder bei dem alten Thema WM/EM in Januar sind.
Ich halte es nach wie vor für den größten Schwachsinn und schädlich für den Handball, so kurz nach Olympia erneut ein großes Turnier durchzuführen. Man hätte die WM streichen müssen, dann wäre der Liga-Spielplan auch entzerrter. Von dem erhöhren Verletzungsrisiko der Nationalspieler will ich gar nicht reden.
Der Verein bezahlt sie und sie sind wochenlang weg und kommen teilweise angeschlagen, verletzt oder ausgemergelt wieder. Das kann es nicht sein. Das gesunde Mittelmaß zwischen Ligabetrieb und Länderspielen ist vollständig aus den Fugen geraten. Mittlerweile ist es so, dass Vereine besser fahren, wenn sie keine Nationalspieler haben. Der Imagegewinn überwiegt schon lange nicht mehr den durch die Überbelastung der Spieler bei unnützen Großereignissen auftretenden "Schaden".
In meinen Augen hat die WM nach Olympia einen sportlichen Wert, der gegen Null geht. So sehen das übrigens viele andere auch. Das DSF wird es bei den Quoten zu spüren bekommen.
Aber solange der DHB in den entscheidenden Gremien genau wie Burkina Faso nur eine Stimme hat, wird sich daran nichts ändern.
Die Spieler sind gefragt darüber nachzudenken, wer ihnen die Kohle auf´s Konto packt und ggf. mal Prioritäten zu setzen.
Eine WM nach Olympia, in der - sagen wir mal - 2/3 der in der Bundesliga beschäftigten Spieler freiwillig zugunsten des Arbeitgebers absagen würde die IHF mit Sicherheit zum Umdenken zwingen, da das Medieninteresse an einem solchen Turnier nicht mehr vorhanden wäre und dadurch bedingt sie Einnahmen wegbrächen.