Beiträge von Lothar Frohwein

    Einer der Schüler hatte in einem Aufstatz im Deutschkurs seiner Schule in Washington State, dessen Thema der Holcaust war geschrieben, dass der letzte Völkermord der USA, nämlich der an den Indianern, lediglich 60 Jahre länger zurückliege und das man sich ebenso wie die Deutschen der Verantwortung und Geschichte bewusst sein müsse.

    Er ist dafür um ein Haar von der Schule verwiesen worden.

    Es lebe die Meinungsfreiheit!

    Obwohl ich ansonsten alles andere als konservativ bin: Nein!

    Es gibt viele herrliche Flecken auf der Erde, die aber bei genauerem Hinsehen schnell ihren Reiz verlieren können. Immer vorausgesetzt, man ist nicht finanziell unabhängig.

    In Deutschland neigt man dazu, schnell voller Bewunderung auf andere zu schauen. Dabei leben wir hier auf einem verdammt hohen Niveau, auf das nahezu alle anderen Länfer neidisch sind.

    Man muss sicherlich alles kritisch hinterfragen, darf aber nicht immer alles verdammen.

    Dem Durchschnitts-Deutschen geht es besser als dem Durchschnitts-US-Amerikaner, dem Durchschnitts-Australier, -Kanadier.

    Und ob ihr es glaubt oder nicht: Wir haben hier gesetzlich wesentlich mehr Freiheiten als beispielsweise die US-Amerikener. (Es sei denn, man ist Waffenfanatiker ;))

    Die amerikanischen Austauschüler, die bei uns waren, haben uns damals (1990) eine Urkunde geschenkt auf der stand: "Vielen Dank für die Gastfreundschaft in dem wirklichen Land der unbegrenzten Möglichkeiten"

    Zwei der fünf leben noch heute hier. Sie genießen es, nicht wegen ihrer Hautfarbe diskriminiert zu werden und das sagen zu dürfen, was sie meinen.

    Das riecht bis hierher nach Anerkenntnis der Forderung oder einem außergerichtlichen Vergleich. Zumal man auf SG-Seite sicher bedacht ist, eine öffentliche Verhandlung, in der dann alle Zahlen ausgebreitet werden würden, zu vermeiden.

    Ich kann definitiv bestätigen, dass das Image der SG durch die Bengs-Aktion arg gelitten hat, zumal die Sache ja vermeidbar war. Man spricht und hört ja viele Leute. Manche schreiben auch beruflich regelmäßig über Handball...

    Der folgende taz-Artikel kommt dem schon recht nahe, was ich auch empfunden (und teilweise geschrieben) habe:

    Der Artikel

    Früher gab es auch immer eine Nationenliste, in der die Plätze 1 bis 8 eingearbeitet waren (Platz 8 = 1 Punkt, Platz 7 = 2 Punkte...). Eine solche Aufstellung halte ich für wesentlich aussagekräftiger als den offiziellen Medaillenspiegel, der sich nur an Siegen orientiert.

    Bei o.g. Liste spielen auch Finalteilnahmen eine Rolle. Ich bin mir sicher, dass Deutschland bei dieser Wertung recht gut abgeschnitten hat.

    Hat jemand zufällig diese Liste gefunden?

    Zitat

    Original von Jörg aus Basche
    Im übrigen warte ich immer noch auf die Pressekonferenz von Rusty :D

    Habt ihr das verpasst? Rusty auf der Dachterrasse mit Kerner:

    Herr Rusty, Sie schäumen vor Wut. Sind Sie mit der Bewertung nicht zufrieden?

    Pfffrrrr.

    Wie fühlen Sie sich?

    Pffrrr.

    Wie war der Kontakt zu anderen Sportlern? Redet man miteinander? Wie ist das Verhältnis?

    Pffrrr.

    Werden Sie es mit einem anderen Reiter in Peking erneut versuchen?

    Pffrrr.

    Mögen Sie Rossbratwurst?
    Pffrein!!!!

    Seit Jahren sind Sie in der Weltspitze anzutreffen. Woher beziehen Sie Ihre Kraft? Beten Sie?

    Pfrreiiiiiinnnnnn!

    Warum haben Sie mich getreten?

    Hiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiaaaar!

    Na ja, in der Rcükschau ist man immer schlauer.

    Ich habe anderenorts schon die leider nicht beweisbare These aufgestellt: Glandorf für Schöne mitnehmen, FvB zuhause lassen, Immel im Angriff bringen, wenn Daniel zu viel vergeigt und es hätte zum ganz großen Wurf gereicht.

    Silber ist aber auch ein riesiger Erfolg!

    Ich kann den Artikel nur teilweise unterschreiben. Z.B. den Satz: "Braungebrannte Sportmoderations-Dressmen mit Kompetenzfältchen unter den Augen, die trotz mäßiger Vorlaufzeiten erst die Erwartungen aufheizten und dann im Interview vor der Akropolis – persönlich beleidigt – Antje Buschulte den Finger auf die Brust legen..."

    Es war schon unglaublich, wer da im Vorfeld eines Wettkampfes nicht laut ARD und ZDF alles Favorit war. So wurden Druck und Erwartungshaltung doch erst aufgebaut. Jahresbestleistungen fair einzuordnen wussten tatsächlich nur Dirk Thiele und Sigi Heinrich.

    Sensationell war auch die inflationäre Verwendung des Begriffes "sensationell", so dass es da, wo dessen Verwendung angebracht war (z.B. Amis im Basketball) keine Bedeutung mehr hatte.

    Oder das blöde Gequake von Kerner "Woher nehmen Sie die Kraft? Beten Sie?" (die tägliche Standardfrage) bzw. von manchen Fachreportern. Der Pferdefritze Sostmeier kommentierte in meinen Augen Amok. "1,2,3,4,5,6,7,8,9,10,11,12,13,14,15, Jaaah!".
    Um an den legendären Ausspruch von Hans-Heinreich Isenbarth ("Alerich köddelt sehr aufmerksam" heranzukommen, muss er noch üben. Hoffentlich nicht in Peking 2008...

    Oder Sostmeiers Kollege im Ersten: "Deutschland hat Gold. Ich habe mich verrechnet. Die Ritte von Kutscher und Dings (:D) haben gereicht...Ich habe mich schon wieder verrechnet. Er darf sich höchstens 5 Punkte erlauben."

    Als sehr wohltuend habe ich empfunden, dass mit Ausnahme von Rübenbauer die Bayern aussortiert und uns somit diesmal die "zengende Zonneeh über dem Sentaa-Kort von Sidnii" erspart bleib.

    Wegen der "Randsportarten" gucke ich wie geistesgestört Olympia. Hier liegt der Reiz der Veranstaltung und ich bin froh, dass ARD und ZDF diesen Sportarten und den Athleten viel Aufmerksamkeit gewidmet haben. Natürlich ist auch das Schießen auf die laufende Scheibe interessant! Interessanter zumindest als das achte Interview mit Franzi, ob sie denn nun Gold holen will und wie sie sich fühlt...

    Klar, manchmal fand ich Leichtathletik auf Eurosport interessanter. Dann habe ich eben umgeschaltet. Das ist doch der Vorteil einer großen Medienvielfalt. Wo steht denn, dass ich nur Poschmann schauen darf oder soll?

    Insgesamt haben beide Sender gut berichtet. Etwas mehr Hintergrund wäre okay gewesen, allerdings ist es schwer, dort die richtige Dosierung zu finden, damit man die Sachen nicht überfrachtet.

    Das größte Ärgernis aus meiner Sicht: Die stumpfe Komplettübertragung des Straßenrennens der Männer (leider auch auf Eurosport), das nun mit Ausnahme der letzten Runde alles andere als spannend war und das "Eksberden-Düo" Christa Haaß und Stev Theloke (Stichwort: Schemel und schwules Seidenhemd) das es geschafft hat, minutenlang zu quaken, ohne den Ansatz eriner Information zu vermitteln.

    Eine Sternstunde erlebte (danach) die Berichterstattung über den Handball. Sogar das Damenfinale wurde in voller Länge übertragen. Vor vier Jahren hätte das ZDF während dieser Zeit sicher einen "Rückblick" gesendet, einen Funktionär interviewt, den Stalljungen von "Rusty" vorgestellt oder einen Nachbericht des Fußball-Bundesliga-Spieltags gezeigt.

    Insgesamt: Glatt Zwei!