TuS bietet GWD Doppelspielrecht für "Pohlmänner" an
Am Rande des Pressegespräches zum Merkur Spielothek-Cup am Dienstagvormittag trafen sich die Verantwortlichen des TuS N-Lübbecke und GWD Minden, um Bewegung in die verfahrene Situation um Jan und Mark Pohlmann zu bekommen.
Der TuS vertritt die Rechtsaufassung, die beiden "Pohlmänner" hätten einen gültigen Vertrag beim TuS unterschrieben, der auch nicht rechtswirksam gekündigt worden sei.
GWD ist der Ansicht, dass die Zwillinge, die einige Wochen später bei den Grün-Weißen ebenfalls einen Vertrag unterzeichnet hatten, von einer Ausstiegsklausel im Lübbecker Vertrag Gebrauch gemacht hätten. Diese räumte den 19-Jährigen Talenten ein Rücktrittsrecht ein, falls Jörn-Uwe Lommel nicht Trainer in der neuen Saison sei.
Allerdings wurde dieser Vertrag mit samt der Klausel erst unterzeichnet, als bereits öffentlich bekannt war, dass Jörn-Uwe Lommels Vertrag nicht verlängert wird. Darüber hinaus waren Jan und Mark Pohlmann darüber informiert, dass der neue Coach Jens Pfänder sein wird.
In der Unterschrift in sicherer Kenntnis der Trainersituation sieht man in Lübbecke einen ausdrücklichen Verzicht der "Pohlmänner" auf die in der Klausel ursprünglich niedergelegte Bedingung. Durch die Unterschrift habe sich die Klausel erledigt und sei faktisch unwirksam, so die Rechtsauffassung des TuS.
"Wir wollen ja keinen Streit. Der nutzt niemandem. Deshalb haben wir GWD angeboten, für Jan und Mark ein Doppelspielrecht zu vereinbaren. Sie könnten dann sowohl für uns als auch für GWD spielen", so Manager Sigi Roch, der damit ausdrücklich anders lautenden Meldungen, der TuS bewege sich in dieser Frage keinen Millimeter, entgegentritt.
"GWD möchte über diesen Vorschlag, den wir im übrigen schon einmal unterbreitet hatten und der seinerzeit abgelehnt wurde, nachdenken und sich wieder melden. Jetzt scheint man in Minden nicht mehr generell abgeneigt zu sein. Ich würde ein solches Doppelspielrecht begrüßen. Die genauen Modalitäten müssen wir klären, sobald Einigkeit erzielt wurde. Ich meine aber, die Spielplanüberschneidungen sind relativ gering", so Roch weiter.
Quelle: Pressemitteilung des Vereins auf http://www.tus-n-luebbecke.de