Beiträge von Lothar Frohwein

    Zitat

    Original von HSG-Wetzlar-Fan
    Aber warum sollte er nach Nettelstedt gehen, wenn er in Großwallstadt weiter in der ersten Liga spielen kann?

    Noch sind wir ja nicht abgestiegen. Auch wenn es derzeit nicht so pralle aussieht, gehe ich mal davon aus, dass wir es spätestens über den Umweg der Religation schaffen werden.

    Der Verein hat die Lizenz und gibt sie an die GmbH weiter, um selber aus dem Schneider zu sein.

    Theoretisch könnte der Verein sagen: Nee, die Lizenz geben wir nicht an eine GmbH, die in Hannover spielt. Oder der Verein könnte die Lizenz "zurück geben".

    Die Einzelheiten sind im Regelfall vertraglich zwischen der Spielbetriebs GmbH und dem Verein geregelt. Meist erhält der Verein als Gegernleistung eine "Lizenzgebühr" von der GmbH.

    Insofern wäre das juristisch gesehen ein Umzug, faktisch aber eine Neugründung.

    Zitat

    Original von HSG-Wetzlar-Fan

    Wie sieht das denn eigentlich jetzt juristisch genau aus?

    Kann die HSG Nordhorn ihre Lizenz an einen neugegründeten Retortenklub aus Hannover verkaufen?

    Oder wäre es zumindest juristisch doch ein Umzug, also "nur" ein Wechsel von Spielstätte und Namen?

    Das kann ich aus dem Stehgreif nicht sagen. Es müsste eigentlich gehen, zumal der Handball-Landesverband der selbe wäre.

    Eine GmbH kann ihren Firmensitz ja beliebig verlegen. Der Grundverein müsste wahrscheinlich zustimmen...

    Ich werde mir das Euregium heute Abend auch noch einmal gönnen. Wer weiß, wie lange das noch möglich ist...

    Selbst wenn Toto und Gilde in H voll bezahlen, muss man bedenken, dass alle regionalen Grafschafter Klein- und Mittelsponsoren, die normalerweise eine gesunde Basis im Etat bilden, wegfielen und dass diese Lücke in H durch neu zu aquirierende Sponsoren gestopft werden müsste.

    Die Zeit läuft weg. So etwas kann man nicht innerhalb einiger Wochen durchziehen.

    Nach einem Bericht des Hamburger Abendblattes hat Nationalspieler Pascal Hens Offerten von vier Bundesligaclubs vorliegen. Neben dem THW Kiel, TBV Lemgo und HSV Hamburg soll nun auch Champions-League-Sieger SC Magdeburg den noch für Wallau-Massenheim spielenden 23-Jährigen verpflichten wollen. Demnach habe ihm der SCM einen Drei-Jahres-Vertrag angeboten. HSV-Trainer Bob Hannning erklärte gegenüber dem Blatt: "Wir werden in den nächsten Tagen persönlichen Kontakt zu Pascal aufnehmen

    http://www.handball-world.com


    Ich tippe mal ins Blaue: Herzlich willkommen in Ostwestfalen, Pommes! ;) :D

    Meiner Meinung nach ist es falsch, von "Umzug" zu sprechen.

    Würde der Plan durchgesetzt, wäre der Nordhorner Bundesligahandball (leider) für unbestimmte Zeit tot.

    In Hannover entstünde ein neuer Retortenklub, der mit der HSG anfangs noch den einen oder anderen Spieler gemeinsam hätte.

    Außerdem muss man sich fragen, ob ausschließlich der neue Spielort hinreichend Knete in die Kasse bringen würde...

    Bin ich!

    Es geht dem Vorstand des ThSv nicht darum, irgendein handballspielendes Rechtskonstrukt mit irgendeinem Namen irgendwo aufrecht zu erhalten. Denen geht es um Spitzenhandball in Eisenach bzw. Thüringen. Mit erfurt könnte man dort zur Not leben. Das ist dann aber schon an der Grenze des Vertretbaren!

    Zitat

    Original von HSG-Wetzlar-Fan
    Denn wenn der "Versuch" schief geht, zählen alle gegen Eisenach erzielten Siege nichts mehr, und auch Niederlagen schlagen sich nicht mehr negativ aufs Punktekonte nieder. Das könnte im unteren Bereich die Tabelle noch mal durcheinander wirbeln... :wall:

    Zunächst würde ja alle unteren Mannschaften profitieren: Sie rutschten um 1 Platz nach oben!

    Der Rest ist dann ja mehr mathematischer Natur:

    Für Wetzlar wäre das sicherlich gut, schließlich würde 1 Heimniederlage gestrichen und eine Auswärtsfahrt fiele weg. Es würden keine Pluspunkte, sondern nur 2 Miese abgezogen.

    Für Pfullingen brächte das was für´s Torverhältnis (13 Tore Klatsche in EA), aber gleichzeitig auch den Abzug von zwei Pluspunkten.

    Für uns wäre es relativ Wurscht. In EA mit 3 verloren, zuhause mit 1 gewonnen. Da tut sich nichts.

    Schlecht wäre es für GWD, da zwei Pluspunkte vom Auswärtssieg abgezogen würden und die Möglichkeit, im Heimspiel einen Sieg einzufahren, wegfiele.

    Bei Willstätt ist es wiederum ohne Bedeutung.

    Am meisten würde natürlich der TBV Lemgo von einem Rückzug aus der laufenden Serie profitieren. Der Vorsprung auf Flensburg wüchse um weitere 2 Punkte auf 8 und damit wäre der TBV sieben Spieltag vor Schluss so gut wie durch!

    Ich denke mal, der ThSV wird von der HBVM nicht anders behandelt werden als z.B. Nordhorn im letzten Jahr. Man wird alles versuchen, den Imageschaden eines pleitebedingten Rückzugs von der Liga abzuwenden.

    Und was juristisch geht oder nicht, können wir hier ohne Kenntnis der Details eh nicht beurteilen. Theoretische Möglichkeiten gibt es jedoch trotz des gestellten Inso-Antrags. Ob die dann allerdings praktisch umsetzbar sind, wird der Insovenzverwalter entscheiden müssen, der dann ja alle Zahlen auf den Tisch bekommt.

    Noch sind die Lichter nicht aus in Eisenach! In drei Wochen kann viel bewegt werden und wenn es am 1. Mai gute Signale geben sollte, wird es sicherlich noch einen Fristnachschlag bis zum Saisonende geben!

    Ich denke mal, die Verantwortlichen weren jede sich bietende Möglichkeit prüfen. Den einen oder anderen fähigen Anwalt sollte es in der Region auch geben. Immerhin ist RW Erfurt auch durch eine Inso gelaufen und noch immer da. Zumal der Hauptsponsor identisch ist. Es gibt da bestimmt Erfahrungswerte und Lösungsmöglichkeiten, die sich auf den ThSV übertragen lassen.

    Aber eins bleibt: Es muss dringend viel Geld herangeschafft werden. So oder so!

    Im übrigen habe ich als Außenstehender so meine Zweifel mit der Höhe des Lochs von angeblich 300.000 Euro. M.E. wäre eine solche, für Profisport relativ kleine Summe, bestimmt aufgetrieben bzw. aus Landesmitteln finanziert worden. Wenn da mal nicht noch (viel) mehr fehlt...