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Rückraum und Kampfgeist
Frauen-Handball: Regionalligist SV Crumstadt feiert mit beherzter Leistung ersten Saisonerfolg – 28:24-Heimsieg gegen SV Zweibrücken
Nach den beiden Auftaktniederlagen gelang den Regionalliga-Handballerinnen des SV Crumstadt am Samstag vor 100 Zuschauern ein 28:24 (13:10)-Erfolg über Aufsteiger SV Zweibrücken. Mit dem ersten Saisonerfolg konnte sich der SV zunächst von den Abstiegsrängen entfernen.
Die Gastgeberinnen bekamen nach der Begegnung Lob für den kämpferischen Einsatz. „Wir haben einen großen Fight geboten. Das war für mich das wichtigste an dem Spiel“, so Rotter. Obwohl der Sieg gegen die stark spielenden Gäste ungefährdet war, sah der Coach noch genug Verbesserungsmöglichkeiten.So leisteten sich die Crumstädterinnen zu viele leichte Fehler, was einen höheren Erfolg verhinderte. „Wir haben uns zu viele balltechnische Fehler geleistet“, kritisierte Rotter. Besonders zu Beginn war sichtbar, dass die ersten beiden Niederlagen beim SV für Verunsicherung gesorgt hatten. Stark agierte das Team allerdings im Rückraum, wo es zu zahlreichen Treffern kam. Hier konnten die Gäste den Elan der Gastgeberinnen nur selten entscheidend einschränken.
Immerhin gaben die Zweibrückerinnen die Partie nie auf und kamen nach Rückständen immer wieder näher ran. Dadurch blieb das Spiel lange Zeit spannend. Crumstadt war allerdings nach den Ausgleichstreffern immer wieder in der Lage, das Spiel zu bestimmen. In der zweiten Halbzeit setzte Jürgen Rotter erstmals Nachwuchstorhüterin Lena Belting ein. Ähnlich wie Stammtorfrau Petra Schütz zeigte sie eine gute Leistung und war mitentscheidend für den Sieg.
Die Zweibrückener zeigten eine aggressive Abwehrarbeit und forderten die Riedstädterinnen zu einer starken Offensivleistung heraus. Trainer Rotter macht die gute Leistung mit Blick auf die kommenden schweren Spielen zuversichtlich, doch: „Wir müssen uns balltechnisch verbessern“.
Spielfilm: 1:2, 3:4, 6:6, 9:7, 12:8, (13:10), 13:13, 17:14, 17:17, 21:18, 23:20, 26:22, 28:24.
Tore für Crumstadt: Alexandra Erbs (8/3), Kathrin Steinhagen (5), Petra Krämer (4), Judith Wenner (4), Rebecca Merx (4/2), Stephanie Pietsch (2), Nadja Feldmann.step
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Für die HSG brechen schwere Zeiten an
Von Claudia StehrLohfelden. Die Handballerinnen der HSG Lohfelden/Vollmarshausen gehen nicht nur schweren Zeiten entgegen, sie stecken schon mittendrin. Mit 25:26 (13:12) unterlag die HSG gegen den TV Idstein und wartet damit nach dem dritten Regionalliga-Spieltag weiter auf den ersten Punktgewinn.
Besonders ärgerlich für die Lohfeldenerinnen ist dabei die Tatsache, dass sie erneut keinesfalls schwächer waren als ihr Gegner. "Dieses Spiel hätten wir gewinnen müssen", machte HSG-Trainer Andreas Rau nach dem Abpfiff dann auch deutlich. "Wir haben in der ersten Halbzeit mit drei Toren geführt, doch dann leisten wir uns immer wieder Phasen, in denen wir den Ball einfach wegschenken." Was Rau damit meinte, waren die vielen technischen Fehler seiner Spielerinnen durch ungenaue Zuspiele und überhastet Aktionen.
Bezeichnend dafür auch die letzte Szene vor dem Abpfiff: Die Lohfeldenerinnen erobern den Ball und haben noch 20 Sekunden Zeit, in eine gute Wurfposition zu gelangen und den Ausgleich zu erzielen. Statt eines kontrollierten Spielaufbaus spielt Nicole Westram einen langen Pass, den die Idsteinerinnen abfangen. "Ich will Nicole gar keinen Vorwurf machen", nimmt Rau seine Spielerin in Schutz "sie war während der gesamten Partie eine der Stärksten."
Besonders direkt nach dem Seitenwechsel: Vor der Pause hatte sich die HSG phasenweise einen Drei-Tore-Vorsprung erspielt, doch in den ersten 15 Minuten der zweiten Spielhälfte lief nichts mehr zusammen. In der Abwehr zu zaghaft und im Angriff zu ungenau agierend, gab das Rau-Team seine Führung ab und geriet sogar mit fünf Treffern in Rückstand. Die Belohnung für die von einer treffsicheren Siebenmeterschützin Anika Müller angeführte Aufholjagd verspielten es dann in den letzten Sekunden selbst.
E HSG: Peter, Gronemann; Simon (2), Walz (4), Mankel, Westram (6), Rybnicek (1), Ußler (5/1), Müller (7/6), Leise, Martinec.
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