Beiträge von härter_schneller
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Original von Wieland
so wie das mit klage und gegenklage aussieht, wird man wohl maximal einen vergleich abschliessen, der sicher weniger als die ausstehenden 300000 + X bringt. Ich drücke mal ganz fest die Daumen, dass der finanzielle Atem für GWD reicht. Will ja noch ein Rückspiel in wetzlar sehen
genau. das wäre wirklich schade - aber nicht das erste mal, das ein verein in schieflage gerät, weil sponsoren ihre verpflichtungen nicht einhalten.
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super.
das hilft beim angesprochenen thema bestimmt.
erzählst du diese 'geschichte' (deren wahrheitsgehalt zweifelsfrei jeder kompetente jugendtrainer bestätigen kann) dann auch 'größer-kalli' wenn er vor dir steht? -
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Zum Kellerduell nach Dortmund
DORTMUND. Zum Wehklagen bleibt keine Zeit. Die Handballerinnen des Bundesligisten SG Kirchhof müssen nach der 21:32-Pleite gegen Buxtehude morgen schon wieder auswärts ran. Um 19.30 Uhr wird in der Sporthalle Wellinghofen die Partie zwischen dem Schlusslicht SG 09 und dem Vorletzten Borussia Dortmund angepfiffen. Dortmund hat zuletzt in Leverkusen 22:32 verloren, und nicht - wie irrtümlich berichtet - gewonnen."Irgendwann muss es mit dem ersten Sieg klappen. Vielleicht ja schon morgen", macht Kirchhofs Linksaußen Ina Seeger sich und ihren Mitstreiterinnen vor dem Duell der Kellerkinder Mut.
Die 20-jährige Ex-Frankfurterin wird mangels Alternativen wohl auch in Dortmund fast eine Stunde durchspielen müssen.
Dass der Kirchhofer Kader sehr klein ist, liegt auch Trainer Gernot Weiss auf der Seele. "Wir können im Training oft nur vier gegen vier spielen. Das ist natürlich nicht optimal", sagt der 38-Jährige, der sich über die eine oder andere Verstärkung freuen würde. Gerade auch für den Rückraum.
Während sich Kirchhofs 6:0-Abwehr beim 20:23 in Trier und sogar phasenweise gegen Buxtehude schon als gewachsene Einheit präsentierte, steckt im Sturm der Wurm: Magere 56 Tore brachte die SG bisher zu Stande. "Im Angriffspiel die Ruhe bewahren" gibt Gernot Weiss für die Partie in Dortmund als Devise aus. "Die Hälfte der Gegentore gegen Buxtehude waren Tempogegenstöße. Damit kann man nicht zufrieden sein", sagt der SG-Coach.
Mut machen könnte der SG 09 vor dem Auftritt in Westfalen die Erinnerung an die letzte Partie gegen den BVB. Doch beim unglücklichen 24:25 im September 2004 waren ja nur Nikolina Borovic, Carina Heidenreich und Anna Miszczyj auf Kirchhofer Seite schon dabei. (PPX)
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Original von Wieland
ging die welle?um gottes willen...überflutung in kiel?

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obiger artikel hängt mit dem größeren essay über arenen allgemein zusammen, den ich hier eingestellt habe. ansonsten ist die fr in sachen hintergrundberichte immer gut aufgestellt. nicht viel, aber meist gehaltvoll.
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TVP holt zum Auftakt einen PunktNieder-Olm. Eine schwache Torausbeute hat den Handballern des TV Petterweil in der Auftaktpartie der Regionalliga Südwest beim 26:26 in Nieder-Olm einen Punkt gekostet. «In Endeffekt sind wir mit dem Remis zufrieden, aber wenn wir unsere Chancen besser genutzt und keine drei Siebenmeter verworfen hätten», meinte Petterweils Teammanager Reinhard Kreft später, «wäre durchaus ein Sieg drin gewesen.»
Aber auch eine Niederlage, denn die Mannschaft des neuen Trainerduos mit Gebhard Fink/Thomas Jäth lag zeitweise mit fünf Toren in Rückstand. «Beim 10:15 hatte jeder in der Halle gedacht, das Spiel sei entschieden», beleuchtete Kreft jene kritische Phase direkt nach Wiederbeginn. Schon zur Pause hatte der TVP mit 10:13 zurücklegen, nachdem die Begegnung vor 300 Zuschauern zunächst nach dem Geschmack der Wetterauer begonnen hatte. Neuzugang Andreas Rastner und Dennis Baier münzten mit ihren Toren die anfängliche Petterweiler Überlegenheit in ein 6:4 (15.) um. Danach jedoch gerieten die Petterweiler in dreifacher Unterzahl mit 8:10 ins Hintertreffen.
Im zweiten Abschnitt zeigte der TVP dann kämpferische Qualitäten und wurde dafür mit dem 20:20-Ausgleich belohnt. Fünf Minuten vor Schluss beim Stande von 23:23 war Petterweil in Überzahl, wusste aber aus dem Vorteil kein Kapital zu schlagen. Am Ende mussten die Gäste noch froh sein, dass ihnen Andrej Shimonjenko, der zu den besten Spielern am gestrigen Vormittag gehörte, mit seinen Toren zum 25:25 und 26:26, wenigstens einen Punkt sicherte. Für Petterweil trafen: Rastner (9/1), Baier (6/1), Shimonjenko (5/3), Heiko Trinczek, Jörn Olbrich (je 2), Björn Ehmer und Jens Petzold, der in der 42. Minute noch die Rote Karte (dritte Zeitstrafe) sah. Ein Sonderlob verdiente sich Torhüter Martin Malik als sicherer Rückhalt. (rm)
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Wallau/Massenheim setzt eine Duftmarke
Die Angst vor dem Fehlstart ist vertriebenVom 19.09.2005
möx. SAARLOUIS Vertrieben. Sie ist vertrieben. Die Angst vor einem ähnlichen Fehlstart wie in den vergangenen Jahren. Nach dem 37:33-Heimsieg über den TV Offenbach hat Handball-Regionalligist SG Wallau/Massenheim auch die erste Auswärtshürde genommen. 28:27 (13:15) bei der HG Saarlouis. Zugegeben, mit ein wenig Glück. Man hätte auch durchaus mit einem Tor verlieren können, gestand SG-Trainer Jörg Schulze. Aber wen interessiert das in einigen Tagen noch. Was zählt, sind 4:0 Punkte nach zwei Spielen.Und nun mit Irmenach/Kleinich/Horbruch eine vermeintliche Pflichtaufgabe vor der Brust. Das gibt Anlass zum Träumen. Doch davon will Schulze nichts wissen. Es überwiege die Erleichterung über den gelungenen Saisoneinstieg. "Der Sieg ist hoch einzuschätzen. In Saarlouis werden noch einige Mannschaften Federn lassen", ist der 39-Jährige überzeugt. Auch Sprecher Armin Luft sang wahre Lobeshymnen auf seine Mannen: "Das war eine echte Duftmarke, die wir gesetzt haben."
Schließlich ging die Truppe von Trainer Murat Pohara nicht gerade zimperlich zu Werke. Doch am Ende zahlten die Gäste mit gleicher Münze zurück. "Zum Schluss gab es eine Situation, in der es Siebenmeter gegen uns hätte geben können", weiß Schulze, dass der Sieg im Saarland am seidenen Faden hing. "Aber wir hatten 50 Minuten lang desöfteren vergeblich auf einen Siebenmeterpfiff gewartet." Der Schlüssel zum Erfolg sei die Umstellung auf ein System mit zwei Kreisläufern gewesen. Jens Ehrmann und Fabian Bohnert schufen immer wieder Freiräume. 21 der 28 Tore fielen so über den Kreis oder die Außenpositionen.
Nach Sebastian Eisenhauer zum Auftakt warf Schulze nun mit Christopher Prinz erneut einen Youngster der Wallauer A-Jugend, die im Mai Deutscher Meister geworden war, ins kalte Wasser. Und der 19-Jährige schwamm sich auf Anhieb frei. Nach seiner Einwechslung in der 22. Minute führte sich Prinz gleich königlich ein. Spektakulär sein erfolgreicher Hüftwurf um den Mann herum. Gut habe er gespielt, befand Schulze, und wenig Fehler gemacht. "Er ist sehr lernbereit. Meine Aufgabe ist es ihn zu bremsen." Christopher Prinz selbst war nach seinem 20-minütigen Debüt "ganz zufrieden". "Körperlich geht es da schon anders zur Sache. Daran muss man sich erst gewöhnen", weiß der Youngster, dass er vor allem Geduld aufbringen muss. "Gut, dass wir die Oberliga-Mannschaft haben. Da kann ich Spielpraxis sammeln."
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"Dieser klare Erfolg macht Lust auf mehr"
Paukenschlag der Idsteinerinnen in CrumstadtVom 19.09.2005
möx. CRUMSTADT Die Handballerinnen des TV Idstein sind mit einem Paukenschlag in die Regionalliga-Saison gestartet. 29:21 (14:10) beim SV Crumstadt, in der vergangenen Saison immerhin Vierter. "Das macht Lust auf mehr", strahlte denn auch Trainer Rainer Seith. Vor allem die Deutlichkeit des Sieges überrascht. Auch wenn der Vorsprung erst in der Schlussviertelstunde herausgeworfen wurde. Nach 45 Minuten führten die Gäste gerade mal 20:19. Doch er habe nie das Gefühl gehabt, dieses Spiel verlieren zu können, erklärte Seith.Trotz gerade mal neun Feldspielerinnen, mit einer Sonja Best, die nach einer Grippe nur sporadisch ihre Mitspielerinnen entlasten konnte. Trotz einer Anfangsviertelstunde, in der es der TVI versäumte wegzuziehen, drei Bälle in der Vorwärtsbewegung verschenkte. Trotz fehlender Ordnung im Abwehrverhalten bei den erweiterten Gegenstößen der Riedstädterinnen. "Da sind wir den Gegenspielerinnen nur hinterher gelaufen", gestand Seith. Im Angriff rieben sich seine Schützlinge oft in Zweikämpfen auf. Und so blieb die Partie lange eng, zumal Crumstadts Rebecca Merx (9) ihre Gegenspielerinnen ein ums andere Mal narrte. Dafür habe man den Rest gut im Griff gehabt, konterte Seith.
Dass die Sieben vom Hexenturm die Führung nicht mehr abgab, verdankte sie Deborah Simon. Die vom rheinhessischen Oberligisten FSV Mainz 05 gekommene Torhüterin parierte nach dem 20:19 mehrfach glänzend, leitete blitzschnell Überlaufangriffe ein. "Das war ein Klasse-Einstand. Auch wenn ihr in manchen Situationen noch die fehlende Erfahrung anzumerken war", lobte Seith die 20-Jährige. Ebenfalls stark: Der zweite Neuzugang Diana Hollerbach, die im rechten Rückraum ran musste. "Es ist sehr gut gelaufen. Jetzt kann ich nicht mehr argumentieren, dass ich auf der linken Seite wirkungsvoller bin", muss sich die 22-Jährige nach ihren fünf Volltreffern wohl mit der ungeliebten Position anfreunden.
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Ehe auf Zeit vor GerichtDer Umzug von Handball-Bundesligist GWD Minden in die TUI-Arena Hannover erweist sich als Eigentor
VON CHRISTIAN OTTO (HANNOVER)
Die Sprechchöre und Buhrufe waren unangenehm laut. Wenn sich 1444 Handballfans in einer 10 500 Zuschauer fassenden Halle wie der TUI-Arena verlieren, so wie bei der jüngsten Heimpleite (22:29) von GWD Minden-Hannover gegen den VfL Gummersbach, lässt sich der Ärger im weiten Rund einfach nicht mehr verstecken. "Nie wieder Hannover", skandierte der harte Kern der GWD-Anhänger. "Pfui-Arena" nennen sie jene Wahlheimat, in der der gegen den Abstieg kämpfende Erstligist nicht glücklich wird. "So wie die spielen", findet Arena-Eigentümer Günter Papenburg, "hat da keiner Spaß dran. Für die Leistung braucht GWD nicht nach Hannover zu kommen." Der millionenschwere Bauunternehmer hat seine Zahlungen an GWD eingestellt und sucht nach einem Schlupfloch in jenem Vertrag, der den westfälischen Verein noch bis 2007 an seine Arena bindet. Es wird gestritten und über eine Abfindung verhandelt. Am 4. Oktober nimmt sich das Landgericht Hannover der kriselnden Ehe auf Zeit zwischen Arena und GWD an, die nach nur einer Saison schon wieder bricht.
Den Alltag in der kleinen Kampa-Halle in Minden, die Bonbons in der großen TUI-Arena - GWD-Geschäftsführer Horst Bredemeier hatte zu dem Schritt, der seinem Verein mit einer Million Euro pro Saison versüßt werden sollte, nicht Nein sagen können. Weil seine Mannschaft aber erneut nur Punktelieferant ist und vom hannoverschen Publikum missachtet wird, hat die Arena-Geschäftsführung ihren Dauerauftrag unterbrochen. "Wir sind enttäuscht und fühlen uns getäuscht", sagt Bredemeier. Er verweist auf einen gültigen Vertrag, wartet seit drei Monaten auf die Überweisung von rund 250 000 Euro und lässt nun die Anwälte des Vereins um eine Entschädigung kämpfen.
Die Gegenseite begründet den Einbehalt des Geldes mit einem Streit um die Einnahmen aus der Bandenwerbung, der vorgeschoben wirkt. "Wenn wir gewusst hätten, dass GWD nur gegen den Abstieg spielt, hätten wir den Vertrag nicht geschlossen", sagt Rafael Voigt, der Geschäftsführer der TUI-Arena, in der in diesem Jahr unter anderem noch Nena, Marius Müller-Westernhagen und die Backstreet Boys Heimspiele haben.
Das Thema Sport hat der Immobilie, die 2000 zur Expo aus dem Boden gestampft wurde, bisher ungewöhnlich viele Eigentore beschert. Die Eishockeyprofis der Hannover Scorpions wurden nach einem langen Streit schon einmal aus der Halle geekelt, ehe der Verein von Kanzler-Freund Papenburg ganz gekauft und zurück nach Hannover geholt wurde. Die Eishockey-WM 2001, daraus wird kein Geheimnis gemacht, soll der TUI-Arena, die damals noch Preussag Arena hieß, einen Verlust in Höhe von einer Million Euro beschert haben. "Wir brauchen das Thema Sport, am besten mit zwei Standbeinen. Aber GWD Minden, das beschert uns nur ein negatives Image", sagt Voigt. Die Arena-Macher werfen Bredemeier sogar vor, er würde ihr Geld dazu benutzen, seinen dahinkriselnden Verein zu entschulden. Der bauernschlaue Manager bestreitet das, glaubt dank des Etats von 2,4 Millionen Euro fest an den Klassenerhalt, wird der Gegenseite aber bald eine testierte Bilanz vorlegen müssen, um Licht ins Dunkel zu bringen.
Wahrscheinlich musste das Vorhaben, einen Handballverein für besondere Momente in eine 75 Kilometer entfernte Halle zu verpflanzen, in Hannover scheitern. Denn die TUI-Arena, die sich zuvor schon vergeblich um die Übernahme der HSG Nordhorn bemüht hatte, begreift ihre sportlichen Untermieter nicht als Partner, sondern als Kunden. Anstatt so viel Geld in die Mannschaft zu investieren, dass sie vor großen Kulissen große Siege erringen kann, wird geknausert. Plakate in Hannover, auf denen für GWD-Partien geworben wird, sind Mangelware. "Bei so wenig Zuschauern haben wir überhaupt keinen Heimvorteil in Hannover", sagt Trainer Richard Ratka, der keine Lust auf weitere Geisterspiele hat.
Die Mindener hatten sich auf den Pakt mit dem Teufel aus Hannover eingelassen, weil Bredemeier wusste, dass er Erstliga-Sport in Minden nicht mehr finanzieren konnte. Der frühere Briefzusteller riet GWD deshalb zur Landflucht nach Hannover, ohne jedoch die Identität des Klubs ganz aufzugeben. "Heute tut mir das alles sehr weh. Die Mehrheit der Zuschauer hat das Projekt leider schon vorher abgelehnt", sagt der 53-Jährige, dessen Heimatverein in diesen Tagen zum Spielball der Juristen geworden ist.
"Wir hätten uns für die Handball-WM 2007 auch Spiele in die Arena holen können. Aber dann hätte ich wie beim Eishockey die Halle wieder mit Hilfe von Freikarten für Schüler auffüllen müssen, damit es fürs Fernsehen nett aussieht", sagt Arena-Geschäftsführer Voigt. Im Fall von GWD Minden-Hannover hilft nicht mal mehr dieser Trick. Für die peinliche Partie gegen Gummersbach waren 1400 Freikarten verteilt worden. Wer genau nachrechnet, wird erahnen, dass am Ende sogar mehr Ordner als zahlende Kunden in der gigantischen TUI-Arena waren.
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Spaßtempel oder GeldgräberDie Arena-Manie rechnet sich nicht immer / Neue Multifunktions-Hallen nehmen sich gegenseitig potenzielle Nutzer weg
Die Amerikanisierung des deutschen Sports schreitet voran. Es entstehen viele neue Großhallen, die praktisch nur mit ein bis zwei Erstligateams rentabel zu betreiben sind. Doch die Moderne hat nicht nur finanziell ihren Preis - Traditionen und Emotionen gehen verloren.
VON REINHARD SOGL
Stuttgart stellte auf stur. Fünf Millionen Euro mehr? Nicht mit Schwaben. 12,5 Millionen städtischer Zuschuss hatte der finnische Sportstätteninvestor Harry Harkimo für den Bau einer 13 000-Zuschauer-Arena am Cannstatter Wasen erwartet, nicht mehr als 7,5 Millionen war die Kommune bereit zu spendieren. Ein zu großes Loch - das Projekt war gestorben, aber gebaut wird trotzdem. Die so genannte Kleine Arena statt der großen Lösung, die aber auch keine billige ist. Für 21 Millionen wird derzeit die Kapazität der Schleyerhalle, die bei der Eröffnung 1983 als das Nonplusultra einer Sport- und Veranstaltungsarena galt, um mehr als 4000 auf nun rund 10 000 feste Plätze gesteigert. Und etwa die gleiche Summe lässt die Kommune für die nebenan derzeit in Bau befindliche zweite Halle für 6500 Zuschauer springen, die von der kommenden Saison an dem Handball-Bundesligisten TSV Pfullingen-Stuttgart ständige Heimat sein wird. In dieser Saison begnügt sich der Dorfklub aus der schwäbischen Provinz noch mit sechs Gastspielen in der runderneuerten Schleyerhalle.Ein Trend der Zeit. Handball goes City. Acht Handball-Bundesligisten ohne ausreichend komfortable Halle vor Ort zieht es zumindest temporär in moderne Spielhöllen nahe gelegener Städte. Zehn Vereine, darunter Krösus Kiel mit der stets von 10 000 Zuschauern besuchten Ostseehalle oder Magdeburg mit der Bördelandhalle für 8500 Zuschauer, halten ihrer Heimatbasis die Treue, weil sie selbst über ordentliche Infrastruktur verfügen.
Noch früher als bei den Werfern auf Tore und Körbe hat die Landflucht im Eishockey eingesetzt. Das ehedem vor allem in der bayerischen Provinz praktizierte Spiel mit dem Puck findet erstklassig fast nur noch in mittelgroßen Städten bis Metropolen statt mit möglichst modernen Multifunktionsarenen. Iserlohn wird bald die einzige Ausnahme von der Regel sein, die da lautet: Masse und Klasse. Mehr Bequemlichkeit für mehr Besucher. Neue Zuschauerrekorde geben den Bossen der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) recht.
Die nächsten Bestzahlen sind schon programmiert. Mit der Eröffnung der supermodernen SAP-Arena für 13 500 Zuschauer bei Eishockey-Bestuhlung, von Multimillionär Dietmar Hopp für 100 Millionen Euro vorfinanziert und von der Stadt Mannheim über 30 Jahre zinsfrei zurückzuzahlen, werden die Adler ihren Schnitt von bislang 5138 Zuschauern im Falle sportlichen Erfolgs annähernd verdoppeln. In der nächsten Saison wird der dann für 72 Millionen Euro fertig gestellte "Dome" im Stadtteil Rath als Nachfolger des baufälligen Eishockeytempels an der Düsseldorfer Brehmstraße für verstärkten Publikumsandrang sorgen, und danach werden auch die Berliner Eisbären eine repräsentative Bleibe haben. Für das 100-Millionen-Euro-Projekt am Ostbahnhof mit einer Kapazität von 16 200 Zuschauern ist dann Baubeginn, wenn US-Investor Philipp Anschutz die Namensrechte verkauft hat. Soll Ende 2005 endlich soweit sein.
Deutsche Grosshallen
Die zehn größten Sport- beziehungsweise Multifunktionshallen Deutschlands1. Kölnarena Köln
19.000 Zuschauer
Baukosten: 150 Millionen Euro
Ligenspiele: Kölner Haie/Eishockey, VfL Gummersbach/Handball, RheinEnergy Köln/Basketball2. SAP-Arena Mannheim
14.500 Zuschauer
100 Millionen Euro
Adler Mannheim/Eishockey, TV Kronau-Östringen/Handball3. Stadthalle/AWD-Dome Bremen
demnächst 14.000 Zuschauer
Umbau: 43 Millionen Euro4. Westfalenhalle Dortmund
13.500 Zuschauer
1950: 9 Millionen Mark5. Color Line Arena Hamburg
13.300 Zuschauer
83 Millionen Euro
Hamburg Freezers/Eishockey, HSV Hamburg/Handball6. TUI-Arena Hannover
10.500 Zuschauer
70 Millionen Euro
Hannover Scorpions/Eishockey, GWD Minden-Hannover/Handball7. Ostseehalle Kiel
10.250 Zuschauer
Umbau: 18 Millionen Euro
THW Kiel/Handball8. König-Pilsner-Arena Oberhausen
10.200 Zuschauer
50 Millionen Euro9. Schleyerhalle Stuttgart
demnächst 10.000 Zuschauer
Umbau: 21 Millionen Euro
VfL Pfullendorf-Stuttgart/Handball10. Olympiahalle München
9.900 ZuschauerMultifunktionshallen in Bau
Dome Düsseldorf
12.500 Zuschauer
73 Millionen Euro
2006 fertig
Metro Stars Düsseldorf/EishockeyAnschutz-Arena Berlin
16.300 Zuschauer
100 Millionen Euro
2007 fertig
Eisbären Berlin/EishockeyFreiluftstadien mit komplett verschließbarem Dach
Arena Auf Schalke Gelsenkirchen
52.000 Zuschauer
192 Millionen EuroLTU-Arena Düsseldorf
42.000 Zuschauer
218 Millionen EuroGerry-Weber-Stadion Halle
12.300 Zuschauer
Umbau für Handball-WM: 3,4 Millionen Euro
Tennisstadion 1992 erbaut für geschätzte 30 Millionen Euro) rs
Schon seit Jahren ist die Anschutz-Arena im Berliner Osten eine Hängepartie. Denn im Gegensatz zu Hobby-Hopp will der reiche Onkel aus Amiland, dem neben dem Staples Centre in Los Angeles einschließlich der dort beheimateten Basketball- und Eishockeyklubs auch die DEL-Teams Berliner Eisbären und Hamburg Freezers gehören, mit seinen Unternehmen möglichst Gewinne erzielen. Wie schwer das ist in deutschen Landen, spürt Anschutz in der eigenen (Porto-)Kasse, hat er doch zusammen mit Harkimo die Color Line Arena in Hamburg gestemmt. Vier Millionen Miese im ersten, die Hälfte noch im zweiten Jahr seit Eröffnung weist die Bilanz aus - für das dritte Geschäftsjahr rechnet Hallen-Chef Uwe Frommhold, der vor allem dank der gut besuchten Heimspiele der Freezers und des freilich oft vor Gespensterkulissen antretenden Handball-Bundesligisten HSV Hamburg auf 125 Veranstaltungen kommt, mit einer "schwarzen Null".Ein durchaus erstaunliches Ergebnis. In einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung im März 2003 hatte Klaus-Dieter Heldmann als Geschäftsführer der Stuttgarter Messe- und Kongressgesellschaft noch gesagt: "Es gibt nach meiner Kenntnis in Deutschland keine Halle, die bei der Berücksichtigung aller Kosten ein positives Betriebsergebnis erzielt. Konkret: Ohne städtischen Finanzierungsbeitrag ist eine Großhalle nicht kostendeckend zu führen."
Unternehmensberater setzen 120 bis 140 Veranstaltungen als notwendig an, um Hallen in der Größenordnung der SAP-Arena profitabel betreiben zu können. Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Lage und der größeren Konkurrenz durch den Bau neuer oder die Renovierung alter Spaßtempel wie beispielsweise die Vergrößerung der Bremer Stadthalle auf ein Sitzplatzangebot von 14 000 Zuschauer dürfte das Geschäft in Zukunft nicht einfacher werden. Hinzu kommt, dass auch Fußballstadien mit verschließbarem Dach wie die Arena Auf Schalke oder das für schlappe 218 Millionen Euro gebaute Geldgrab LTU-Arena Düsseldorf um originäre Hallenveranstaltungen buhlen. Angesichts dieser Arena-Manie - frühere Stadien werden komfortabler und kleiner, frühere Hallen ebenfalls komfortabler und größer - ist längst von "Kannibalismus" die Rede. Nur weil die Schalker nicht für ausreichend warme Temperaturen im Februar sorgen können, wird das Endspiel der Handball-Weltmeisterschaft 2007 statt in Gelsenkirchen in der Kölnarena ausgetragen. Sich gegen solche mächtige Konkurrenz durchsetzen zu müssen, hätten sich die Betreiber des 20 000-Menschen-Gebäudes, dessen immense Kosten mit zur Pleite des Holzmann-Konzerns beitrugen, wohl kaum vorstellen können.
Wie in Hamburg und neuerdings auch in Mannheim und Hannover - in der TUI-Arena aber ohne Erfolg, siehe Bericht unten - kann die Kölnarena auf einen Eishockey-Erstligisten bauen und zudem immer häufiger auf "Heimspiele" der Handballer aus Gummersbach setzen. Zudem geben sich die Basketballer von RheinEnergy regelmäßig die Ehre in dem Prachtbau, der in Deutschland die altehrwürdige Dortmunder Westfalenhalle als größtes Stadion mit permanentem Dach abgelöst hat. Doch es ist längst nicht alles Gold, was glänzt in der schönen neuen Welt, die wir der Neuen Welt zu verdanken haben. Nicht alle sind glücklich über die Amerikanisierung des Sports, bei der zum Leidwesen vieler ein Fans so manche Emotionen auf der Strecke bleiben - und nicht zuletzt auch der eine oder andere Punkt. Außer dem überraschenden Gewinn der Deutschen Eishockey-Meisterschaft in der Saison 2001/02, als die Haie in den Playoffs alle Favoriten aus dem Weg räumten, lässt der Erfolg zu wünschen übrig. Damals führte Aushilfstrainer Rich Chernomaz das Durchschnittsteam zum Happyend. Jener Kanadier, der seit drei Jahren in Frankfurt exzellente Arbeit verrichtet, wo Lions-Besitzer Gerd Schröder trotz Eissporthalle, Festhalle und Ballsporthalle ebenfalls eine Multifunktionsarena für eine fünfstellige Besucherzahl bauen möchte. Nicht dass Chernomaz etwas gegen eine moderne Spielstätte mit ihren vielfältigen Vermarktungsmöglichkeiten hätte, doch er sieht auch das Positive der nunmehr 25 Jahre alten Eissporthalle. "Frankfurt", sagt Chernomaz, "hat eine der letzten moderneren Hallen, die wegen der Nähe des Publikums einen echten Heimvorteil bieten." Die Meister nach Köln hießen übrigens Krefelder Pinguine, damals noch nicht im Neubau König-Palast residierend, Frankfurt Lions und Eisbären Berlin mit ihrem ostalgischen Wellblechpalast. Vielleicht sollte auch Frankfurt weiter auf stur stellen.
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frag mich was leichteres. hatten die ein konzept? sah eher nach dem versuch aus, der abteilung 'jugend-forscht' aus leipzig nette anreize zum stellen von zweikämpfen und durchbrüchen zu geben.
großzügig betrachtet, könnte es tatsächlich die 'hessische variante' einer defensiven 3:2:1 gewesen sein. allerdings mit interessanten improvisationen zum thema übergabe-übernahme, stellung zur gegnerin sowie verteidigen der kreismitte...

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Turbulente Nervenprobe zum Auftakt
Frauen-Handball: Zweitliga-Aufsteiger TGS Walldorf holt 28:28-Remis gegen Mainzlar – Aus 19:24 wird 27:25-Führung
Das war nichts für schwache Nerven. Mit 27:25 haben die Handballerinnen der TGS Walldorf in ihrem ersten Zweitliga-Heimspiel gegen den TV Mainzlar 80 Sekunden vor Schluss vorne legen. Dann schlossen sie zu überhastet ab, mussten eine halbe Minute vor dem Abpfiff den Ausgleich hinnehmen. Linkshänderin Alexandra Pieper brachte ihre Mannschaft mit 28:27 wieder in Führung. Die Gäste egalisierten aber postwendend und kamen kurz vor dem Abpfiff sogar noch einmal in Ballbesitz und tauchten freistehend vor dem Walldorfer Tor auf. Das Leder aber verfehlte um Zentimeter den Kasten.
So lagen Sieg und Niederlage bei der TGS nahe beieinander. Dass es am Ende 28:28 (12:13) unentschieden hieß, war für Trainer Dirk Leun aber „ein gerechtes Ergebnis“. Als seine Mannschaft nach 45 Minuten mit 19:24 und nach drei weiteren Minuten mit 20:24 im Hintertreffen lag, schien die Partie gegen den Ex-Bundesligisten schon verloren.Durch eine erfolgreiche Umstellung der Abwehr auf eine 5:1-Formation mit Kerstin Tschotschek als Vorgezogener fanden die Gastgeberinnen aber ins Spiel zurück und eroberten sich mit sieben Toren in Folge eine 27:25-Führung. Da waren noch anderthalb Minuten zu spielen. Anderthalb Minuten, in der jede Mannschaft noch mehrmals den Sieg vor Augen hatte.
Den rund 300 lautstarken Zuschauern wurde nicht nur eine spannende, sondern auch eine kampfbetonte und schnelle Begegnung geboten. Beide Seiten hatten allerdings Probleme in der Chancenverwertung. Gerade den TGS-Frauen war der Druck in der ersten Halbzeit deutlich anzumerken. „Wir haben nur schwer ins Spiel gefunden“, meinte Dirk Leun. Im Angriff zu harmlos, in der Abwehr mit Abstimmungsschwierigkeiten, hatte seine Mannschaft eine mögliche Führung zur Pause vertan. Misslungene Angriffsaktionen und zahlreiche technische Fehler wurden von Mainzlar immer wieder bestraft. Leun: „Da haben wir kopflos gespielt und dem Gegner eine Pausenführung ermöglicht“.
Nach dem Seitenwechsel lag Walldorf lange hinten, zeitweise mit drei Toren. Beim 18:19 war die TGS wieder dran, um dann über 18:21 mit 19:24 und 20:25 scheinbar aussichtslos in Rückstand zu geraten. Viele der Zuschauer schrieben ihre Mannschaft zu diesem Zeitpunkt schon ab, da leiteten die Gastgeberinnen nach der Umstellung der Abwehr noch eine furiose Aufholjagd ein.
Unterstützt von vergebenen Konterchancen des Gegners, gelangen ihnen sieben Tore in Folge und am Ende noch ein Unentschieden. Dank einer guten Mannschaftsleistung und großer Willensstärke (Leun: „Die Spielerinnen haben immer an sich geglaubt“) ein verdienter Punktgewinn - wenn auch mit bitterem Beigeschmack, denn in der Schlussphase wäre leicht auch ein Sieg drin gewesen.
Spielfilm: 7:5, 7:9, 12:11, (12:13), 13:16, 18:19, 18:21, 19:24, 20:25, 27:25, 27:27, 28:27, 28:28.
TGS-Tore: Madeleine Gieseler (8/5), Judith Kirschig (4), Steffi Brunner (3), Silke Jung (3), Teresa Schill (3), Larissa Arnold (2), Alexandra Pieper (2), Sandra Bambuch, Kerstin Tschotschek, Johanna Holtstein.abi
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2. Handball-Bundesliga: TSG Ober-Eschbach unterliegt beim SC Markranstädt 32:36
In Schlussphase fehlt „der nötige Dampf“
Von Felix DernbachMarkranstädt. Auch im vierten Jahr ihrer Zugehörigkeit zur Zweiten Bundesliga Süd sind die Handballfrauen der TSG Ober-Eschbach von ihrem Gastspiel beim SC Markranstädt mit leeren Händen zurückgekehrt. Allerdings standen sie noch nie so dicht vor einem Punktgewinn wie bei der 32:36 (13:20)-Niederlage am Samstagabend. Sie rangieren damit im Mittelfeld der Tabelle, zu dem auch Neuling HC Sachsen Neustadt/Sebnitz (nach seinem ersten Saisonsieg mit 27:20 bei der zum zweiten Mal geschlagenen HSG Albstadt), Ex-Bundesligist TuS Weibern (27:26 gegen Aufsteiger TV Nellingen) gehören. Im Hessenderby trennten sich TGS Walldorf und TV Mainzlar 28:28 und verhalfen sich damit gegenseitig zum ersten Punktgewinn.
«Wir haben zwar verloren, aber ich bin mit der Leistung unserer Mannschaft zufrieden, die vor allem mit ihrer kämpferischen Einstellung imponierte», zog TSG-Ober-Eschbachs Trainer Eberhard Lang ein ermutigendes Fazit nach der Partie vor den Toren Leipzigs, «uns fehlte zuletzt der nötige Dampf, weil wir einfach zu schwach besetzt sind. Dieser Gegner kann eine ganz andere Truppe aufs Parkett schicken und hat erheblich mehr Wechselpotenzial, während unsere Kräfte praktisch 60 Minuten durchspielen müssen.»
Dass die TSG-Frauen in den letzten acht Minuten nach knappen 30:31- und 31:32-Rückständen die verletzten Steffi Haitsch und Victoria Wriedt nicht mehr einsetzen konnten, schmälerte ihre Möglichkeiten beträchtlich. Die Gastgeberinnen hingegen hatten dank ihres umfangreicheren Kaders mehr Reserven und setzten sich im Endspurt doch noch auf 36:31 ab, ehe Ober-Eschbachs 32. Treffer für den Schlusspunkt sorgte.
Markranstädt lag von Anfang an in Führung und erhöhte nach dem 2:1 bald auf 4:1 und 6:2. Bei diesem Vier-Tore-Abstand blieb es bis zum 11:7 in der 20. Minute. Doch das letzte Drittel der ersten Halbzeit gehörte eindeutig den Sächsinnen, die ihren Vorsprung bis zur Pause auf 20:13 ausbauten.
Trotzdem kamen die Gäste voller Elan aus der Kabine, um binnen vier Minuten auf 17:20 zu verkürzen. Diese Differenz behauptete Markranstädt bis zum 29:25, ehe ein Zwischenspurt die TSG bis auf 30:31 heranbrachte. Infolge der geschrumpften personellen Ressourcen war dann jedoch niemand mehr in der Lage, die Initiative zu ergreifen und das Spiel zu gestalten. So hatten die Hausherrinnen das bessere Ende für sich.
Ober-Eschbachs Hoffnungen beruhen jetzt darauf, dass die Blessuren der beiden Stammspielerinnen rasch kuriert werden können, damit sie für das nächste Heimspiel am kommenden Sonntag (16 Uhr) gegen SV Union Halle-Neustadt, einen weiteren Mitfavoriten, wieder fit sind. 32 Treffer haben die TSG-Frauen bislang noch nie in Markranstädt erzielt, und auch mit der Abwehrarbeit war Trainer Lang durchaus einverstanden, dessen Team als geschlossene Einheit aufgetreten war.
Spielausschuss-Vorsitzender Norbert Blöser stellte ebenfalls fest, dass die Ober-Eschbacherinnen einem Anwärter auf den Bundesliga-Aufstieg «alles abverlangt», sie aber weiterhin über Defizite in punkto Cleverness und Routine zu klagen hätten. «Und an der Qualität müssen wir auch noch arbeiten», forderte der Manager während der langen Heimreise.
TSG Ober-Eschbach: Otto, Klaßen; Wriedt, Wittmann (1), Wünscher, Grebe (6), Haitsch (2), Holdovanska (6/6), Neuheiser (7), Duketis (4), Volk (2), Jensen (4).
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So mancher Fan geht früherFrauen-Handball: Regionalligist SV Crumstadt liefert zum Auftakt bei 21:29-Heimniederlage gegen den TV Idstein eine desolate Vorstellung ab
Mit einem herben Dämpfer begann für die Handballerinnen des SV Crumstadt ihre dritte Saison in der Regionalliga. Im Heimspiel gegen den TV Idstein, in den vergangenen beiden Jahren ein Abstiegskandidat, musste der SV eine klare 21:29 (10:14)-Niederlage hinnehmen.
Das Team von Trainer Jürgen Rotter bot dabei eine desolate Leistung und unterlag auch in der Höhe verdient. Keine Spielerin konnte ihre Normalform zeigen. Dadurch kamen die ebenfalls schwachen Idsteiner zu einem ungefährdeten Sieg. Weitere Enttäuschung war, dass lediglich 130 Zuschauer den Weg in die Fritz-Strauch-Halle fanden.Abteilungsleiterin Beate Habich sah hier das zeitgleiche erste Heimspiel des neuen Zweitligisten TSG Walldorf als Grund an. Allerdings versäumte es Crumstadt auch in der Vorbereitung, in eigener Halle Werbung für den Saisonauftakt zu betreiben. Auch eine offizielle Saisoneröffnung mit Vorstellung des Teams mit Trainer fiel aus. Lediglich beim 2:1 (5.) führte Crumstadt einmal kurz. Trainer Rotter sah es danach realistisch: „Der Abstiegskampf hat begonnen“.
Dem gesamten Team fehlte das Selbstvertrauen. Dies war unverständlich, da der SV eine gute Vorbereitung mit vielen Testspielen und regelmäßigen Trainingseinheiten durchgezogen hatte.
Es fiel auch auf, dass einigen Riedstädterinnen die richtige Einstellung fehlte. Durch den kleinen Kader besitzt der Trainer zudem kaum Alternativen. Beständig waren am Samstag einzig die zahlreichen einfachen Fehler, die sich der SV leistete. Trotzdem fand zumindest Annette Knodt während der Begegnung noch Zeit, mit den Zuschauern zu diskutieren. Einige der sonst treuen Crumstädter Anhänger verließen dann auch schon vor dem Spielende enttäuscht die Halle.
Gegen die starke Idsteiner Deckung konnte sich der SV nur selten durchsetzen. Dazu hatten die Gäste die wesentlich stärkere Torfrau. Die Abwehr des Gastgebers war praktisch nicht anwesend. Ohne große Mühe kamen die Gäste zu ihren 29 Treffern. Die Crumstädterin Rebecca Merx war mit neun Treffern erfolgreichste Schützin. Dafür ging sie in der Deckung nahezu jedem Zweikampf aus dem Weg.
Bedauernswerteste Spielerin beim SV war Torfrau Petra Schütz. Sie bot zwar keine gute Leistung, wurde aber auch meist von ihren Mitspielerinnen im Stich gelassen. „Es geht besser“, ist sich Rotter sicher. Allerdings müsste der SV in den nächsten Wochen dann auch kämpfen.
Bei dem klaren Spielausgang fiel es auch nicht stark ins Gewicht, dass die Schiedsrichter bei Siebenmetern einseitig entschieden. Fouls der Gäste am Kreis wurden praktisch überhaupt nicht geahndet. Positiv war zumindest, dass ein Hallensprecher die Zuschauer über den Spielstand informierte. Allerdings waren die Durchsagen nur mäßig zu verstehen.
Spielfilm: 0:1, 2:1, 2:4, 4:4, 6:6, 7:10, 9:12, (10:14), 10:15, 13:15, 13:17, 16:19, 19:20, 20:22, 20:25, 21:29.
Tore für Crumstadt: Rebecca Merx (9), Petra Krämer (4), Kathrin Steinhagen (2), Judith Wenner (2), Annette Knodt (2/1), Simone Crößmann, Nadja Feldmann.
Zeitstrafen: 3:3; Siebenmeter: 1/1 – 5/4.
Zuschauer: 130.
quelle -
gefühltes alter: 11
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anscheinend sind die urlauberinnen zurück....
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4th Memorial of Vinko Kandija - turnierInna Dolgun SVIS - Buducnost 21:34 (9:15)
Zrnec 6, Gros 4, Sotler 4; Tanase 10KRIM MERCATOR - Hypo 30:26 (17:11)
Nyberg 10, Hrnjic 5, Bodnieva 5; Logvin 10Kometal - Buducnost 22:20 (14:10)
Todorovska 5; Dmitrieva 5Podravka - Hypo 28:27 (14:13)
Pasicnik 11; Logvin 13Kometal - Inna Dolgun SVIS 32:24 (15:11)
Partijanko in Pecevska po 6; Zrnec 6KRIM MERCATOR - Podravka 33:25 (16:16)
Yatsenko 7, Derepasko in Vergelyuk po 6; Naukovich 11For 5th place:
Hypo : Inna Dolgun SVIS 31:25 (14:14)
Logvin 9; Zrnec 10, Gros 4For 3rd place:
Podravka : Buducnost 24:26 (13:10)
Naukovich 9; Tanase 8For 1st place:
KRIM MERCATOR : Kometal 28:26 (15:10)
Vergelyuk 6, Bodnieva 5; Ozel 12Best player: Liudmila Bodnieva (Krim Mercator)
Best goalkeeper: Tatiana Alizar (Krim Mercator)
Best scorer (32 goals): Tanja Logvin (Hypo)
Miss tournament: Kristina Franic (Podravka) -
aue hat die erste hz vollkommen verpennt. groß-bieberau im rahmen iher möglichkeiten ordentlich gespielt. wie gesagt - 14-11.
dann neustart aue. nach dem spiel verkündet aues trainer seelenruhig, dass er besagte manndeckung nur habe spielen lassen, um sein team wach zu bekommen. entweder untergehen (wenn man so weiterspielt wie in der 1.hz) oder eben neustarten. ob er denn diese formation geändert hätte, wenn zu beginn der hz einige gegentore gefallen wären? nein, natürlich nicht, das sei eine charakterfrage seines teams gewesen...
klasse einstellung - die sich auf seine spieler übertragen hat. -
bensheim/auerbach verliert gegen leipzig:
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Schwache Deckung verpatzt HeimspielpremiereMit Ausnahme der verletzte Juniorennationalspielerin Claudia Schückler spielte die HSG in Bestbesetzung gegen die aus Sachsen angereisten Gäste des HC Leipzig Juniorteams. Die ersten Minuten 5 Minuten verliefen für die am Nachmittag des Wahltages in der Weststadthalle versammelten ca. 300 Fans der HSG noch planmäßig: Edina Rott und Melani Marcantonio legten eine 2:0 Führung vor. Doch schon 4 Minuten später lag man mit 2:5 im Rückstand. Maßgeblichen Anteil hatte dabei Janine Urbannek, die in dieser Phase für die Gäste 3 Tore am Kreis erzielte. Die recht offen agierende Deckung der HSG, die vor allem im 1:1 Spiel zu oft den kürzeren zog, öffnete den Leipzigerinnen Tür und Tor. Auf 5:10 in der 17. Minute konnte das Team von Trainer Tim Humpel davonziehen. Durch 2 Tore von Olga Svanyu - größter Lichtblick bei der HSG an diesem Nachmittag - kamen die Bergsträßer nochmals auf 10:11 heran, doch 2 Gegentore in den letzten beiden Minuten brachten Leipzig die 15:12 Halbzeitführung. Die HSG verzeichnete gerade in der ersten Halbzeit einmal mehr ausgesprochen viele Latten und Pfostentreffer.
Nach der Pause konnten die Gäste ihre Führung bis auf 7 Tore zum 16:23 (39.) ausbauen. Als es dann in der 50. Spielminute 23:28 stand, schien das Spiel bereits entschieden. Doch mit großem Kampfgeist kam die HSG wieder besser ins Spiel. Vom Publikum, das die Chance witterte, angetrieben erzielte Mara Friton (Foto) in der 55. Minute das 28:29. Das Spiel war am Kippen und die Gäste waren zu diesem Zeitpunkt sichtlich nervös. Dennoch konterten sie in den letzten Minuten kaltschnäuzig die HSG aus und erzielten den verdienten 33:30 Sieg.
Beide HSG Torhüterinnen hatten bei diesem Spiel leider nicht den besten Tag erwischt, wie auch Zeitnehmer und Sekretär. An deren Tisch gab es einige Verwirrung um Zeitnahme und Zeitstrafen. Die beiden Unparteiischen Kern und Kuschel hingegen leiteten die Partie unauffällig, souverän und gut.
Für die HSG ist jetzt eine ungünstige Ausgangssituation entstanden:
mit 0:4 Punkten ist man im Moment Vorletzter der Tabelle
mit Leipzig gewann eine Mannschaft in Bensheim, die man zum Saisonschluss eigentlich hinter sich lassen möchte
es folgen 3 Auswärtsspiele (Metzingen, Zwickau, Mainzlar) gegen starke Gegner und
beim nächsten Heimspiel hat man gar den letztjährigen Meister in der Halle
Eine andere Situation als in der letzten Saison. Damals lag man nach 3 Spieltagen überraschenderweise noch an der Tabellenspitze. Doch nach dem Weggang einiger Leistungsträger, lassen sich einige der Schwierigkeiten gerade im Abwehrverhalten durch Abstimmungsprobleme erklären. Hier liegt noch viel Potenzial und das Team wird im Verlauf der Saison durch zunehmende Spielpraxis sicherlich viel Boden gutmachen können.Es spielten für die HSG:
Eva Giron Timmler, Susanne Schulz im Tor
Stefanie Egger 1, Mara Friton 2, Sandra Kleinjung 2, Katja Lehmann 1, Melani Marcantonio 2, Isabell Nagel 4, Edina Rott 9/3, Olga Savanyu 8, Petra Streb 1
Für den HC Leipzig:
Sarah Hanisch, Juliane Nagel im Tor
Franziska Ramirez 7/2, Janine Urbannek 6, Susann Müller 6/2, Frances Günthel 5, Katharina Henkel 4, Sabrina Cichy 2, Ina Schaarschmidt 1, Anja Flödl 1, Maria Kietrowski 1, Anne Winter, Ulrike Mittag, Franziska Zeise
Zeitstrafen: Isabell Nagel und Katja Lehmann für die HSG, Anne Winter, Janine Urbannek und Franziska Ramirez (alle jeweils 1x2 min)
quelle'abstimmungsprobleme' in der abwehr - das ist eine nette umschreibung für eine defence, die im spiel 1-1 anfängerhafte fehler macht und wiederholt einfache übergabe-übernahme aufgaben nicht gelöst bekommt.
frau savanyou ist übrigens tatsächlich eine verstärkung für die hsg. zumindest hat sie schon mal davon gehört, wie sinnvolle stoßbewegungen aussehen. -
groß-bieberau verliert gegen aue.
in der ersten hz 14-11 danach spielt aue manndeckung in der eigenen hälfte und bei den odenwäldern geht nichts mehr. sehr souveräner auftritt des gästetrainers nach dem spiel...

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wJA:
17.09.2005 TV Hüttenberg - HSG Bad Wildungen-Frt.-B. 20 : 25 17.09.2005 JSG Böddiger-Melgersh. - HSG Dutenh.-Münchh. 16 : 16
17.09.2005 TV Lützellinden - JSG Groß-Umstadt-H heim 41 : 13
18.09.2005 HSG Aschaffenburg - TuS Dotzheim 18 : 16
18.09.2005 16:10 VfL Goldstein - TGS Walldorf 17 : 34 -
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Original von meteokoebes
Naja, also 33/53 = 62 % und 25/54 = 46 % Angriffseffektivität. Ist eigentlich noch im normalen Rahmen, wenn ich das so mit den üblichen Statistiken vergleiche. Interessant ist auch die Anzahl der Würfe, die auch aufs Tor kamen.Nürnberg = 46/53 = 87 %
Trier = 37/54 = 69 %also wenn du die nürnberger zahlen als 'im normalen rahmen' ansiehst, hut ab. das ist eine ganz starke quote - auch wenn solche zahlen immer mit vorsicht zu genießen sind. da für trier der rückraum - trotz des derzeitigen ausfalls von baumbach - als überdurchschnittlich in der buli angesehen wird, ist die quote interessant. denn entweder haben die außen (ausgewechselt ;)) eine schlechte quote gehabt oder sie wurden schlecht bedient - oder der rückraum mit mozgovaya, pal steinach und wie sie alle heißen, hat eine verheerende streuung gehabt.