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16:25 – ein Offenbarungseid
Handball, Zweite Liga: TSG Groß-Bieberau tritt zum Saisonstart beim Aufsteiger TSG Münster erschreckend schwach auf
Aller Anfang ist schwer. Dass der Saisonstart dem Handball-Zweitligisten TSG Groß-Bieberau jedoch so schwer fallen würde, dürfte nachdenklich stimmen. Die Odenwälder kamen am Freitagabend bei Neuling TSG Münster vor 600 Zuschauern 16:25 (6:11) unter die Räder. Der schwache Auftritt glich einem Offenbarungseid. Nichts war zu erkennen von den positiven Signalen in der Vorbereitung. Der Aufsteiger ließ den harmlosen Gästen nicht den Hauch einer Chance.
Viele Ungenauigkeiten im Angriffsspiel waren nicht allein eine Sache der Nerven. Im Rückraum, der eine desolate Leistung bot, fehlten die Ideen. Erschreckend auch die Wurfschwächen. Zahlreiche unplatzierte Bälle wurden leichte Beute von Münsters Torhüter Konrad Bansa. Dessen Stärke bei flachen Würfen hätten Groß-Bieberaus Angreifer eigentlich noch aus Regionalliga-Zeiten kennen können. Sein Gegenüber Markus Kredel stand Bansa in nichts nach. Mit über einem Dutzend gehaltener Bälle – davon zwei Siebenmeter – verhinderte er eine noch empfindlichere Schlappe. Schon in der ersten Halbzeit verriet das Ballgeschiebe im Rückraum nichts Gutes. Lediglich die Außen Mirko Baltic (4) und Dennis Gunst (2) erzielten Treffer. Für Trainer Thomas Göttmann gab es nichts zu beschönigen: „Was wir im Angriff gezeigt haben, war ideenlos. So habe ich mir den Punktspielauftakt nicht vorgestellt.“Beim 4:5 zeichnete sich ab, dass es für die Südhessen nichts zu holen geben würde. Bis dahin hielt Torhüter Kredel die Mannschaft im Spiel. Dann aber stach auch dieser Trumpf nicht mehr so oft. Zwischen der 14. und 27. Minute gelang den Gästen kein Treffer – damit wurde die Hilflosigkeit offenkundig.
Jetzt ist guter Rat teuer, denn Münster zählt nicht zum Richtmaß der Liga. Obwohl der Neuling die Tabellenspitze dank der besten Tordifferenz erklomm. Wie Groß-Bieberau orientiert er sich am Klassenerhalt. Letzte Woche verpflichteten die Gastgeber kurzfristig den Ex-Wallauer Jens Häussler, nachdem mit Thomas Gölzenleuchter (Kreuzbandriss) ein zentraler Abwehrspieler verletzt ist. Häussler, der zuletzt in Schwetzingen spielte, bot nach nur einmal Training im Abwehrzentrum ein starkes Spiel. Groß-Bieberau hingegen wirkte orientierungslos: Viele der mitgereisten Schlachtenbummler schüttelten den Kopf. Und Trainer Göttmann geriet in Erklärungsnot: „So etwas habe ich nicht erwartet. Die letzten Spiele sind wir immer kreativer geworden – nun das.“
Erst in der 46. Minute warf Alexander Jacobs den ersten Rückraumtreffer. Münster führte 19:11. Göttmann zeigte sich mit der Abwehrleistung einigermaßen zufrieden: „25 Treffer in einem Auswärtsspiel sind eigentlich einegute Quote.“ Das war aber auch schon alles.
TSG Groß-Bieberau: Markus Kredel, Ben Klinger, Mirko Baltic (7), Christian Scholz (2/2), Benedikt Seeger (2), Dennis Gunst (2), Marc Stallmann (1), Alexander Jacobs (1), Bauer (1), Tim Beckmann, Steffen Ober, Alexander Lorenz.
Siebenmeter: 2/0 und 2/2. Zeitstrafen: 4/3. Zuschauer: 600.
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Sieg zu knapp ausgefallenobernburg. Mit einem mulmigen Gefühl, so Torjäger Carsten Göbel, waren sie angereist, erleichtert und mit dem ersten Auswärtssieg im Gepäck kehrten sie zurück. Kein Zweifel, Obernburg war für die Zweitliga-Handballer der HSG Gensungen/Felsberg eine Reise wert. Mit 28:26 nahmen sie zum Saisonauftakt die Hürde bei den Mainfranken, und haben damit bereits so viele Spiele in fremden Hallen gewonnen wie in der ganzen letzten Saison.
Diesen Auswärtskomplex abzuschütteln gelang ihnen nach erheblicher Anfangsnervösität zum ersten mal nach 20 Minuten, als Torwart Hacko erstmals seinen Schrecken verlor und die HSG mit sieben Treffern in Folge auf 9:4 davonzog. "Indianer" Duketis nervte Spielmacher Heiko Karrer, der nach seiner langen Pause kaum zum Abschluss kam. Ohne Jozsef Toth war damit der TuSpo-Rückraum fast ausgeschaltet. Etwas defensiver agierend bekam die Edertaler Abwehr nun auch Kreisläufer Lützelberger sowie die Außen Beppler und Schüssler immer besser in den Griff.
Es blieb allein das Problem Milos Hacko, TuSpo-Neuzugang der SG Werratal. "Er allein hat Obernburg im Spiel gehalten", bekannte Carsten Göbel, mit acht Treffern bester HSG-Schütze und dennoch mit seiner Angriffsleistung nicht zufrieden, weil er mindestens genauso oft am Slowaken gescheitert war.
Die aus seinen Paraden resutlierenden Tempogegenstöße brachten die Gastgeber wieder heran, ohne dass die Böttcher-Schützlinge die Nerven verloren. Der ersehnte Erfolg fiel angesichts der spielerischen Überlegenheit "viel zu niedrig aus" (C. Göbel), was aber dem Edertaler Jubel keinen Abbruch tat.
Nun kann die TSG Friesenheim zum ersten Heimspiel der Saison (Sa. 19.30 Uhr Kreissporthalle Gensungen) kommen. "Mit dem Sieg in Obernburg können wir sicherlich befreiter aufspielen", kündigt Carsten Göbel eine moralisch gestärkte HSG an.(OHM) Foto: hahn
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