Dirk Leun: „Hammerharte Aufgabe“
Frauen-Handball: Zweitliga-Aufsteiger TGS Walldorf setzt auf gutes Startprogramm – 30:17-Sieg bei der Generalprobe
Mit einer wachsenden Zuversicht können die Zweitligahandballerinnen der TGS am kommenden Samstag um 17 Uhr beim BSV Sachsen Zwickau ins Unternehmen Zweite Liga starten. Nach dem eher zähen Beginn der Vorbereitung und der kurzfristigen Absage von zwei Neuzugängen blickt Walldorfs Dirk Leun zu Beginn seiner zweiten Saison als TGS-Trainer nun doch wieder erheblich optimistischer gegenüber dem Stand vor noch etwa vier Wochen in die Zukunft.
„Wir sind viele Schritte vorwärts gekommen, sind aber nicht so weit, wie wir uns das selbst gewünscht haben“, so Leun, der aber der Überzeugung ist, dass noch keine Mannschaft der Liga zum jetzigen Zeitpunkt bereits perfekt eingespielt sei. Das Erreichen des Klassenerhalts werde dennoch „bei vier Absteigern eine hammerharte Aufgabe“, glaubt der Trainer, der davon überzeugt ist, dass die Mannschaft in jeder Partie an ihr Limit gehen muss, will sie die Chance auf eine zweite Saison in Deutschlands zweithöchster Kasse haben.
Allerdings misst er auch Faktoren wie Glück oder auch Verletzungspech eine entscheidende Bedeutung bei. „Wir haben nicht wie manche andere Mannschaften jede Position doppelt besetzt und würden bei drei oder vier verletzten Spielerinnen ernste Probleme bekommen“. Vor allem Herzblut, Engagement und Leidenschaft fordert er von seiner Mannschaft, soll die Saison auf einem Nichtabstiegsplatz beendet werden.
Derzeit weise die Mannschaft noch eine Fülle an Defiziten auf, vor allem im technischen Bereich und im Zweikampfverhalten sind Verbesserungen notwendig. Dazu muss die Mannschaft noch variabler spielen, damit das Spiel nicht so leicht auszurechnen ist.
In der Vorbereitung haben die Walldorferinnen jeden Regionalligisten sicher im Griff gehabt, gegen die Spitzenmannschaften der zweiten Liga wurden die Probleme allerdings deutlich.
Zuletzt steigerte sich die TGS aber erheblich, dennoch wird es etwa fünf bis sechs Teams geben, gegen die man nicht den Hauch einer Chance haben werde, mutmaßt Leun. Von der Leistungsfähigkeit seiner Mannschaft ist er aber trotzdem überzeugt und sieht die mit einem halben Dutzend weiterer Mannschaft auf dem gleichen Niveau. Die Punkte für den Klassenerhalt sollen vor allem in den Heimspielen geholt werden, dazu bietet sich gleich zu Beginn eine Vielzahl an Gelegenheiten, denn nach dem Auftakt am Samstag beim BSV Sachsen Zwickau haben die Doppelstädter gleich vier Heimpartien in Folge.
Hier soll gleich eifrig gepunktet werden. „Wir müssen es ausnutzen, dass uns zu Beginn viele Mannschaften noch nicht richtig kennen und einschätzen können“, sagt Dirk Leun.
Von den Neuzugängen hat vor allem Johanna Holstein auf Linksaußen einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Noch etwas Abstimmungsprobleme hat unterdessen Spielmacherin Madeleine Gieseler, zumal sie auch urlaubsbedingt nicht die ganze Vorbereitung dabei war.
Sehr stabil sind die Torfrauen Marion Fenn und Eva-Maria Kraft, die sehr vom Torwarttraining mit Co-Trainerin Yvonne Thon profitieren. Die größte Überraschung der Vorbereitung ist jedoch Judith Kirschig, die nach den vielen Verletzungen in der Vorsaison auf dem besten Weg ist, eine echte Leistungsträgerin zu werden.
Die so genannte Generalprobe auf den Ernstfall am Samstag jedenfalls wurde mit Bravour gemeistert. Gegen den Süd-Regionalligisten TS Ottersweier ließ die Leun-Truppe zu keiner Zeit Zweifel am deutlichen Sieg aufkommen und entschied die einseitige Partie klar mit 30:17 (16:8) für sich.
Bereits nach 17 Minuten lag die TGS mit 11:3 vorne, erfolgreichste Torschützin war Johanna Holstein, die acht Treffer erzielte. Sehr auffällig spielten überdies die beiden Torfrauen.
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