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THW Kiel startet mit 23:20-Sieg gegen HSV
Hamburg (dpa) Titelverteidiger THW Kiel ist mit einem Sieg beim HSV Hamburg in die Saison der Handball-Bundesliga gestartet.Der elfmalige Meister setzte sich in einer spannenden Partie mit 23:20 (12:12) durch. Für den HSV war es bereits die zweite Niederlage im zweiten Spiel. In der vorgezogenen Partie vom 15. Spieltag war Nationalspieler Pascal Hens mit neun Treffer der beste HSV-Torschütze, für Kiel traf Neuzugang Kim Andersson sieben Mal.
Drei Tage nach der Auswärtsniederlage bei Frisch Auf Göppingen waren die Hanseaten von der ersten Minute an hochmotiviert. Mit einem 4:0-Blitzstart gingen sie taktisch bestens eingestellt in die Partie vor 11 071 Zuschauern in der Color-Line-Arena. Gegen den kompakten Kieler Block kamen zu Beginn nur die Nationalspieler Hens und Torsten Jansen durch. Den Gästen gelang in der sehr aggressiv geführten Partie erst nach neun Minuten der erste Treffer.
Mit 14:13 ging der THW in der 32. Minute erstmals in Führung, nach 56 Minuten führten die Favoriten dann mit 23:20. Zum Ende der Begegnung agierten die Gäste routinierter und waren zudem auf allen Positionen besser besetzt.
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Beiträge von härter_schneller
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trier krankt vom kopf bis zu den füßen...
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TRIER. "Miezen"-Trainer Wolfgang Reckenthäler ist wohl doch schwerer erkrankt, als ursprünglich angenommen. Derzeit lässt sich der 54-Jährige in einem Koblenzer Krankenhaus behandeln. Zum Saisonstart am Mittwoch will er allerdings wieder auf der Bank sitzen.Von unserem Redakteur BJÖRN PAZEN
Wie steht es gesundheitlich um Wolfgang Reckenthäler? Der MJC-Trainer (Foto: Funkbild) befindet sich seit über einer Woche in stationärer Behandlung im Koblenzer Krankenhaus Kemperhof. Nach dem Turnier in Schmelz musste der Vallendarer (54) in die Klinik. "Ich habe aufgrund von Medikamenten Magenblutungen, die ärztlich behandelt werden müssen", sagte Reckenthäler gestern dem TV.
Schon bei der Saisonpräsentation am Mittwoch fehlte Reckenthäler, ebenso beim Turnier am Wochenende in Bad Urach, das die MJC wegen zahlreicher verletzter Spielerinnen abbrechen musste (der TV berichtete). Aber der Coach gibt sich kämpferisch: "Ich kann nach Absprache mit den Ärzten das Krankenhaus verlassen, war am Wochenende schon zu Hause. Am heutigen Dienstag will ich das Abschlusstraining leiten und am Mittwochabend zum Saisonstart wenn möglich gegen Leverkusen in der Arena auf der Bank sitzen."Seit Reckenthäler im Krankenhaus liegt, kümmern sich Co-Trainer Günter Meder und Jörg Kühnhold um das MJC-Training. Kühnhold ist ehemaliger Bundesligaspieler und spielte bei zahlreichen "Rhein-Mannschaften". Da er für seine A-Schein-Prüfung auch im Trainerstab eines Bundesligisten arbeiten muss und er Reckenthäler und Meder kennt, hat er sich den "Miezen" angeschlossen – eine wichtige Unterstützung für Meder, der beruflich enorm eingeschränkt ist. Der MJC-Vorstand hofft auch daher auch eine schnelle Genesung Reckenthälers: "Wir wünschen uns, dass Wolfgang schnell gesund wird. Sollte er am Mittwoch nicht zur Verfügung stehen, trägt Günter Meder die Verantwortung", sagte Vorstandsmitglied Martin Rommel. Reckenthäler, der bis Ende Juli auch Bundes-Co-Trainer war, hatte im Juli bereits krankheitsbedingt den Sommerlehrgang des Nationalteams abbrechen müssen und hatte sich zur stationären Behandlung ins Krankenhaus begeben.
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SOS-Signale schon vor dem ersten AuslaufenTRIER. Schlimmer geht es fast nimmer: Fünf Leistungsträgerinnen sind einen Tag vor dem Saisonstart mehr oder minder schwer verletzt, der Trainer ist erkrankt – und gleich zu Beginn warten drei Hämmer. Die Trierer "Miezen" gehen arg geschwächt in die neue Spielzeit.
DIE AUSGANGSSITUATION: Innenbandanriss im Knie, komplizierte Knie-Operation, Schulter-Operation, Gehirnerschütterung, Sehnenverletzung in der rechten Hand – was sich wie das Tagespensum eines Chirurgen liest, ist der derzeitige Krankenstand bei den Trierer "Miezen". Ausgerechnet kurz vor dem Saisonstart hat das Verletzungspech zugeschlagen. Neuzugang Jana Arnosova (Fingerverletzung), Spielmacherin Maren Baumbach (Schulter), Torfrau Alexandra Gräfer (Innenbandanriss) und Kerstin Reckenthäler (langwierige Pause nach Knie-OP) fallen am Mittwoch gegen Leverkusen (19.30 Uhr) in der Arena definitiv aus, "Dickschädel" Anja Althaus hofft trotz Krankenhausaufenthalts am Wochenende zumindest auf einen Kurzeinsatz. Schlechte Karten im ersten Duell mit einem Mitkonkurrenten um den Titel. Dabei hatte sich der aktuelle Vize-Meister doch so viel vorgenommen: "Wir haben in der Vorsaison an der Schüssel geschnuppert, jetzt wollen wir sie auch haben", hatte Nationalspielerin Baumbach zum Auftakt der Vorbereitung noch optimistisch verkündet. Trainer Wolfgang Reckenthäler blies ins selbe Horn: "Wir können überall ganz vorne mitspielen", sagte er in Bezug auf Liga, Pokal und Europapokal. Momentan aber kann er der Mannschaft gar nichts sagen: Eine Magen-Erkrankung fesselt ihn ans Bett, das Training übernahmen Co-Trainer Günter Meder und Jörg Kühnhold (siehe Seite 17).
DIE ZIELE sind klar definiert worden: In der Liga Einzug ins Halbfinale, im Pokal nach 2003 zum zweiten Mal das Final-Four in Riesa erreichen und im europäischen EHF-Pokal der hochkarätigen Konkurrenz möglichst lange trotzen. Und das Ganze mit attraktivem Tempo-Handball und aus einer gesicherten und teilweise neu formierten Abwehr heraus.
DIE VORBEREITUNG begann eine Woche früher als im Vorjahr, doch stand schon früh fest, dass Trainer Wolfgang Reckenthäler wegen der langfristigen Verletzungen von Baumbach und seiner Tochter Kerstin nie mit seinem kompletten Kader trainieren konnte. Beim ersten Testturnier in Wittlich gelang nur ein Sieg (gegen Leverkusen) und Rang vier. Besser lief es zwei Wochen später in Schmelz, wo die "Miezen" nur knapp das Finale verpassten und sich gegen internationale Klasse-Gegner durchsetzen konnten und am Ende Dritter wurden – und dies, obwohl Neuzugang Jana Arnosova bereits verletzt fehlte. Das Desaster folgte am vergangenen Wochenende: Beim Turnier in Bad Urach musste die MJC nach den schweren Verletzungen der Nationalspielerinnen Alexandra Gräfer und Anja Althaus nach nur zwei Spielen (13:17 gegen den späteren Turniersieger Togliatti und 11:16 gegen den späteren Zweiten Kometal Skopje) das Turnier abbrechen. Obwohl die Neuen Oxana Pal und Laura Steinbach immer besser ins Team fanden, kann von einer geregelten und gelungenen Vorbereitung keine Rede sein.DER SAISONAUFTAKT ist hammerhart: Ausgerechnet jetzt, da fünf Leistungsträgerinnen ausfallen oder auszufallen drohen, warten gleich die Top-Konkurrenten: Erst gegen Leverkusen, dann am dritten Spieltag bei Meister Nürnberg und dann zu Hause gegen Leipzig. "6:2 Punkte wären riesig, 4:4 in Ordnung" hatte Reckenthäler gesagt – allerdings bevor sich das "Miezen"-Lazarett immer weiter füllte. Nun droht angesichts der Personalsituation sogar ein Fehlstart in die neue Saison.
DIE FINANZEN sind ähnlich wie im Vorjahr. Die MJC geht nach Vereinsangaben mit einem sechsstelligen Etat in die Saison. Der Absprung des bisherigen Premiumsponsors Karlsberg Brauerei wurde erwartungsgemäß durch Bitburger kompensiert. Daneben zählen Oddset und die Stadtwerke Trier zu den drei Topsponsoren. "Wir sind weiter auf der Suche nach Geldgebern", sagt Vorstandsmitglied Martin Rommel, der nach dem Verlustgeschäft Champions League im Jahr 2004 nun im ebenfalls attraktiven EHF-Cup zumindest erhofft, in diesem Bereich "null auf null" herauszukommen. "Viel wird in Sachen Finanzen davon abhängen, wie wir sportlich abschneiden", setzt Rommel auf einen ähnlichen Zuschauerzuspruch wie in den Play-offs der Vorsaison, als in drei Spielen (Dortmund, Leipzig und Nürnberg) annähernd 10 000 Zuschauer in die Arena kamen. Erfreulicher Vertrauensvorschuss: es wurden deutlich mehr Dauerkarten als im Vorjahr verkauft.
DIE TV-ANALYSE: Nur wenn sich der Krankenstand schnell wieder reduziert, haben die "Miezen" eine Chance, ansehnlich aus den Startlöchern zu kommen. Viel wird davon abhängen, wann vor allem Torfrau Gräfer und Spielmacherin Maren Baumbach wieder zur Verfügung stehen und wann die Tschechin Jana Arnosova als einzige "echte" Rechtsaußen wieder aufläuft. Wenn Leipzig, Nürnberg und Leverkusen bis zu diesem Zeitpunkt nicht allzu weit enteilt sind, kann das Ziel Halbfinale erreicht werden.
Bis dahin müssen das russische Doppel Mozgowaia/Pal sowie Kapitänin Marielle Bohm die Mannschaft führen. Realistisch betrachtet dürften Leipzig und Nürnberg der MJC enteilen können, dahinter (und vor allem in den Play-offs) ist alles möglich. Schwierig wird es ab Januar, wenn wegen des Europapokals zusätzliche Belastungen auf die "Miezen" zukommen. Eine endgültige Einschätzung wird allerdings erst möglich sein, wenn der Kader wieder komplett ist. Bis dahin muss es heißen: Augen zu, Krallen zeigen – und durch. Allerdings: Ist die erste Sieben fit, zählt sie zum Besten, was in der Liga aufläuft: Nach einer Rückraumreihe Pal/Baumbach/Mozgowaia leckt sich jeder Bundesligist die Finger. Das Ganze gepaart mit den schnellen Außen Meier und Arnosova, der Kämpferin am Kreis, Althaus, und einer Torfrau Gräfer in der Form der EM 2004 – dann ist alles möglich. Der große Vorteil – wieder gilt, dass alle fit sind – ist, dass der Kader an Quantität und Qualität gewann. Pal kann auf allen Rückraumpositionen für Entlastung sorgen, Isabel Henker zeigte in der Vorbereitung aufsteigende Tendenz und kann sich mit Bohm und Steinbach abwechseln. Einzig auf den Außenpositionen ist die MJC noch etwas schwach auf der Brust: Fallen Arnosova und/oder Meier aus oder haben einen schlechten Tag, ist die Lücke zu den nachrückenden Nachwuchsspielerinnen noch zu groß – gleiches gilt für die Kreisläufer-Position.
Und noch eines: Der Modus, der den "Miezen" in der Vorsaison half, weil sie sich jeweils frühzeitig für die nächste Runde qualifiziert hatten und somit angeschlagene Spielerinnen schonen konnten, wurde wieder geändert (siehe Termine). Daher heißt es, in 22 Spielen alles zu gehen. Ab morgen zählt nur noch Vollgas.
naja. neben den verletzungen erscheinen mir da noch einige andere defizite bei den tiererinnen akut zu sein, die hier nicht erwähnt werden.
das programm mit drei turnieren zum ende der vorbereitung war wohl dem körperlichen leistungsstand der spielerinnen nicht angemessen. wenn die trierer einzig auf das comeback ihrer verletzten warten, können ihnen noch ganz andere als die genannten enteilen. -
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Original von Ellob
Also ich bin dafür ein Unterforum des Unterforums für weitere Unterforen einzurichten.
Also ein Unterforum für jeden Spieltag mit Unterforen für die Spiele, dort nocheinmal Unterforen für Treffen, Halle, Vorberichte, Persönliche Berichte, EINZELNE Spieler, ......ES LEBEN DIE UNTERFOREN!!!!!!!!!!!
darüber sollten wir erst mal einen auschuß mit genau umrissenem aufgabengebiet bilden, der dann die faktisch zu klärenden aspekte an entsprechende - zu gründende - unterausschüsse weiterleitet, in denen dann exakte verfahrensweisen zur ausgestaltung der tatsächlichen problemfelder erarbeitet werden, um dann in zu gründenden task-forces umgesetzt zu werden, nachdem die utilities vorher den - zu gründenden ältestenrat - zwecks lösung eventueller meinungsdissonanzen passiert haben.
nee - diese ordnungswut hat bei mir nur dazu geführt, das ich mich mit den ganzen fäden nicht mehr beschäftigt habe. mir fehlt hier die diskussion, wegen der ich doch hier bin. wenn ich isolierte spiel-news lesen will, gehe ich zu hw-de.
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Original von Inside-HSG
Wenn er gepokert hat, hat er sich gründlich verpokert.das interessante beim pokern ist, einen hohen pott mit nix auf der hand zu gewinnen. hier scheint's eher so, das mit nix auf der hand ein "grand ouvert" gespielt werden sollte...

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yep, ist 'n büschen früh in der saison für markige parolen und den tiefen griff in die trickkiste.
wird ein schweres spiel für fitzek mit hanning in der präsiloge.
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Original von härter_schneller
mannschaft in schlechtem zustand, tragende säulen verletzt - das ist keine gute kombination, um in en nächsten wochen etwas zu reißen.das auch?

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mannschaft in schlechtem zustand, tragende säulen verletzt - das ist keine gute kombination, um in en nächsten wochen etwas zu reißen.
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Die HSG Wetzlar feiert den 35:34-Erfolg gegen den SC Magdeburg ausgelassenWie in guten alten Zeiten
06.09.2005
Von Alexander Fischer
Irgendwie war alles wie früher. Wie in den guten alten Zeiten in der Sporthalle Dutenhofen. Nur noch ein wenig ausgelassener, noch lauter, noch verrückter. Die Gegner schlichen gesenkten Hauptes Sekunden nach Spielende in Richtung Kabine. Und die Hausherren lagen sich in den Armen, gaben Autogramme und ließen sich von ihren Anhängern feiern. Emotionen pur! Und dies nach gerade einmal 60 von 2040 langen Saisonminuten in der vermeintlich stärksten Liga der Welt, die noch manche Überraschung - positiv wie negativ - für die Sonntags-Protagonisten bereithalten wird.
"Es ist wie ein Traum, was hier passiert ist", war Trainer Martin Schwalb nach dem 35:34 (18:17)-Erfolg der HSG Wetzlar zum Start in die Runde 2005/2006 der Handball-Bundesliga gegen Titelanwärter SC Magdeburg als einer der Ersten wieder bei Stimme. Und bestätigte bestens gelaunt, was er den Anhängern in den Tagen und Wochen zuvor versprochen hatte: "Die Mannschaft hat gekämpft bis zum Umfallen, meine Jungs haben das Letzte aus sich herausgeholt."
Korrekt! Und zwar bis zur allerletzten Sekunde. Die Uhr zeigte 59 Minuten und 59 Sekunden, die Anzeigetafel den Spielstand 34:34, als sich Alexis Alvanos ein Herz nahm und den Ball fulminant zusammen mit Nationalkeeper Johannes Bitter in die Maschen jagte. Es war Treffer Nummer zwölf des griechischen Linkshänders, der besonders nach der Pause mächtig aufdrehte, achtmal in der zweiten halben Stunde erfolgreich war und damit seinen Landsmann Savas Karipidis, der zehnmal traf, sogar noch in den Schatten stellte.
"Ich bin echt stolz auf diese Truppe. Wie die Männer immer wieder ins Spiel zurückgefunden haben, das hat mich echt beeindruckt", war auch HSG-Manager Rainer Dotzauer voll des Lobes über die von Neu-Trainer Martin Schwalb nach einer völlig verkorksten letzten Saison stark renovierte Mannschaft, die psychisch und physisch voll auf der Höhe war und dem ehemaligen Champions-League-Sieger aus Sachsen-Anhalt schwer zusetzte.Die Führung wechselt ständigBeim 8:4 (12.) durch Nebojsa Golic, beim 17:13 (28.) durch den aus Delitzsch gekommenen Lars Kaufmann sowie beim 18:14 (29.) durch Savas Karipidis von der Siebenmeterlinie wankte der Titelaspirant, fiel aber (noch) nicht. Beim 23:24 (39.) durch Christian Sprenger hatten die Gäste sogar erstmals die Nase vorn und schienen beim 31:29 sieben Minuten vor dem Ende ebenfalls durch den 22-Jährigen die Kräfteverhältnisse endgültig gerade gerückt zu haben.
Doch die HSG bewies Moral. Christian Caillat (2) und Alexis Alvanos warfen die Männer aus der Mittelhessen-Arena bis zur 57. Minute und dem 32:31 wieder ins Match zurück, ehe der im vergangenen Jahr von Panellinios Athen nach Wetzlar gewechselte Alvanos den Sack endgültig zumachte.
"Es macht richtig Spaß, unter Martin Schwalb zu spielen", strahlte Nebojsa Golic nach dem Abpfiff. "Wie wir heute wieder ins Spiel zurückgekommen sind, das war eine echt reife Leistung." Und Christian Caillat, der vorne wie hinten gegen Karol Bielecki mächtig geackert hatte, schmunzelte: "Als wir kurz vor Schluss mit zwei Toren zurücklagen, da wusste ich: Es geht noch was, wir sind noch lange nicht besiegt. Denn irgendwie waren wir ganz schön locker heute."
Lockerer jedenfalls als die hochgehandelten Gäste, die in ihrem Vorhaben, nach neun DDR-Meisterschaften und dem "West-Titel" 2001 endlich wieder einmal am Ende der Saison in der Tabelle ganz oben stehen zu wollen, jäh gebremst wurden. "35 Gegentore sind ein Witz. Wir waren in der Deckung nicht aggressiv genug", schimpfte der aus Essen gekommene Kreisläufer Oliver Roggisch. Und Coach Alfred Gislason, dessen sechste Saison in Magdeburg auf dem Weg zum VfL Gummersbach auch seine letzte sein wird, analysierte: "Unsere Deckungsleistung war nicht in Ordnung. Deshalb war der Sieg für Wetzlar nicht unverdient."Geerken findet Haar in der SuppeEin Erfolg, bei dem HSG-Keeper Axel Geerken dennoch ein Haar in der Suppe fand: "Heute haben wir komplett ohne Torhüter gespielt", wusste der 32-Jährige, dass er und Nikolai Weber kaum Würfe der Renato Vugrinec, Karol Bielecki und Co. zu fassen bekamen. Was ihm Manager Rainer Dotzauer jedoch nicht krumm nahm: "Auf zur Kirmes nach Dutenhofen", wies der 58-Jährige den Seinen im Überschwang der Gefühle den Weg. Es war eben irgendwie alles wie früher.
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Alexis Alvanos über sein Siegtor gegen Magdeburg, den Anruf vom Nationaltrainer und die HSG"Nicht ich bin der Held, sondern das Team"
06.09.2005
Von Volkmar Schäfer
Bei der WM in Tunesien im Frühjahr dieses Jahres erzielte er zwei Sekunden vor dem Ende den 20:19-Siegtreffer für die griechische Nationalmannschaft gegen Frankreich. Am Sonntag ließ sich Alexis Alvanos im Trikot des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar noch eine Sekunde länger Zeit, um zum entscheidenden Wurf auszuholen und die 35:34-Sensation gegen den hohen Favoriten SC Magdeburg perfekt zu machen.
Die Fans der Grün-Weißen feierten den 25-jährigen Linkshänder, der trotz seiner zwölf Treffer und dem Starterfolg seines Clubs im Gespräch mit dieser Zeitung auf dem Boden bleibt.
Alexis Alvanos, das war ja ein Auftakt nach Maß für die HSG und auch für Sie. Wie haben Sie denn die letzten Sekunden des Sonntagskrimis gegen Magdeburg erlebt?
Alexis Alvanos: Ich hatte die Uhr im Blick, als wir zum letzten Anwurf gelaufen sind. Ich wusste genau, dass es noch fünf Sekunden waren. Da gab es nicht mehr viel nachzudenken. Es waren bestimmt zwölf Meter, aus denen ich abgezogen habe. Egal, ich war da und habe das Tor gemacht. Man braucht natürlich etwas Glück dazu, aber das Gefühl danach war schon sensationell, ein Traum wurde wahr. Nicht ich allein bin der Held, sondern das Team.
Aber vor allem die 22 Tore von Savas Karipidis und Ihnen am Sonntag haben die Fans in der Halle verzückt. Gab es denn auch schon Glückwünsche aus Ihrer Heimat?
Alvanos: Ja, außer den vielen Glückwünschen nach dem Spiel in der Halle haben sich am Abend einige Freunde aus Griechenland gemeldet und sich mit Savas und mir gefreut. Eine griechische Tageszeitung hat sogar schon am Montag einen Artikel von unserem Sieg gegen Magdeburg veröffentlicht. Auch unser neuer Nationaltrainer Goran Perkovac hat angerufen und gesagt, dass er sich sehr für uns freue. Übrigens scheint Magdeburg ja ein gutes Pflaster für Savas und mich zu sein, denn vor drei Jahren haben wir mit Panellinios Athen in der Champions League beim SCM zwar mit 28:29 verloren, dabei aber zusammen 20 Tore geworfen.
Der Sieg vom Sonntag soll sicher keine Eintagsfliege werden. Wie geht es mit der HSG weiter?
Alvanos: Das erste Spiel der neuen Saison ist eminent wichtig. Vorher ist man ein bisschen nervös und weiß nicht, wo man steht. Jetzt wissen wir, dass wir eine gute Leistung gezeigt haben und können uns darüber freuen. Aber ein großes Team sind wir erst, wenn wir solche Spiele wie gegen Magdeburg wiederholen. Morgen ist das Ganze schon wieder Schnee von gestern. In Gummersbach müssen wir uns wieder hundertprozentig konzentrieren.
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der tv lützellinden zieht seine wjb zurück.
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Dumme Fehler kosten das Weiterkommen
Handball: TSG Groß-Bieberau scheitert im Pokal beim Regionalligisten Forchheim 23:24
Wieder Aus in Runde eins für TSG Groß-Bieberau: Der südhessische Handball-Zweitligist verlor am Samstagabend zum Auftakt im DHB-Vereinspokal beim Süd-Regionalligisten VfB Forchheim 23:24 (12:12). Trainer Thomas Göttmann kritisierte einseitige Schiedsrichter-Entscheidungen. Doch das Missverhältnis von zehn Zeitstrafen, plus drei rote Karten, gegenüber fünf Hinausstellungen gegen die Gastgeber sowie 11:4 Siebenmeter war nicht der Grund für die Niederlage: „Es wäre egal gewesen, wie die Schiedsrichter gepfiffen hätten, wenn wir nur drei Fehler weniger gemacht hätten.“
Fehler Nummer eins: Mirko Baltic war beim 23:23 auf dem rechten Flügel frei. Statt den Torerfolg zu suchen, spielte er ab. Sekunden später: Alexander Jacobs wollte zu Benedikt Seeger spielen, der Ball aber landete in den Zuschauerrängen. Dann der Gegenzug: Forchheim blieben 40 Sekunden. Die Oberfranken spielten geschickt ihren Außen frei. Alexander Lorenz zog die Notbremse: Disqualifikation für den Kreisspieler und Sekunden vor dem Abpfiff Strafwurf. Diesen verwandelte Patrick Egelseer zum 24:23.Göttmann: „Lorenz hätte überhaupt nicht eingreifen müssen, denn Markus Kredel, der gut gehalten hat, war auf dem Posten. In solch einer spielentscheidenden Situation lässt man die Pfoten weg.“ Das Spiel betrachtet, kosteten sechs, sieben dumme Fehler den Einzug in die zweite Runde. Schon in der ersten Hälfte, als Groß-Bieberau 4:1 und 7:4 (15.) führte, wurden mehrere Bälle vertändelt. Zur Pause hieß es 12:12.
Danach lag Forchheim 17:14 und 21:18 vorn. „Sie haben ihren Stiefel runter gespielt und von unseren Zeitstrafen profitiert“, beschrieb Göttmann. Lob gab es für die Torhüter Markus Kredel, der drei Strafwürfe hielt, sowie Ben Klinger, der zwei parierte.
Selbst zwei rote Karten (Ober und Bauer) warfen die Südhessen nicht aus dem Gleichgewicht. In der 56. Minute glichen sie zum 22:22 aus. Nach dem 23:22 (Siebenmeter) durch Christian Scholz fehlte dann Baltic der Mut.
Göttmann: „Ich habe meinen Spielern immer wieder gepredigt, dass die Fehlerquote gering gehalten werden muss. Wir können nur über das Kollektiv erfolgreich sein.“
Nun wird der Blick auf die Zweitliga-Punktrunde gerichtet, in die die TSG Groß-Bieberau am kommenden Freitag (9./20 Uhr) beim Aufsteiger TSG Münster startet.
Torschützen: Alexander Jacobs (5), Florian Bauer (4), Benedikt Seeger (4), Christian Scholz (4/4), Marc Stallmann (3), Steffen Ober, Mirko Baltic und Dennis Gunst.
Siebenmeter: 11/6 und 4/4. Zeitstrafen: 5/10. Rote Karte: Ober, Bauer. Lorenz.
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In Dormagen nichts zu bestellen
Von Hendrike SpaarDormagen. "Etwas zu hoch, aber letztlich verdient”, so beschrieb Dr. Günter Böttcher, Trainer des Handball-Zweitligisten HSG Gensungen/Felsberg, die 23:34-Niederlage seines Teams beim Ligakonkurrenten TSV Bayer Dormagen in der ersten Runde des DHB-Pokals.
Etwas zu hoch, aber auch nur angesichts einer akzeptablen Leistung in Halbzeit Nummer eins, in der die Nordhessen mit 14:17 wenigstens noch den Anschluss an die Hausherren halten konnten. Denn nach der Pause lief bei den Gästen nicht mehr viel zusammen, während die Chemiestädter in Gestalt von Alexander Koke und Michiel Lochtenbergh immer besser ins Spiel fanden. "Das ist bei uns in Dormagen immer das Gleiche”, resümierte der Gäste-Trainer, "eine Halbzeit spielen wir gut mit und in der zweiten haben wir dann keine Chance mehr, weil die Dormagener einfach ihre Cleverness ausspielen”.
Vor allem in der Abwehr offenbarten die Gensunger in Halbzeit zwei eklatante Schwächen. So kombinierte die TSV-Offensive nach Belieben und kam immer wieder zu leichten Treffern. Besonders Koke und Lochtenbergh liefen zu Hochform auf und erzielten zusammen die Hälfte aller Dormagener Treffer der zweiten Halbzeit "Ich hatte mir besonders in der Abwehr schon mehr erwartet”, gestand Böttcher, "immerhin hatten wir eine gute Vorbereitung. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass meine Jungs etwas daraus lernen.”
Und das am besten bis zum kommenden Samstag, an dem die Spielgemeinschaft zum Saisonauftakt ab 19 Uhr bei TuSpo Obernburg gastieren wird. "Da gilt es für uns, die guten Ansätze aus der Vorbereitung zu bestätigen”, machte der HSG-Trainer die Marschroute deutlich. (BF)
Dormagen: Kurth (ab 46. Reckzeh); Wisotzki (4), Breuer (5), Koke (5), Meyer (3), Duin (3), Wernicke (2), Johannsen (5), Tesch (1), Lochtenbergh (6/1)
Gensungen/Felsberg: Meinl. (ab 40. Stahl); Eidam (2), Ochmann, Schröder (1), Negovan (4), M. Göbel (1), Viehmann (1), Duketis (1), Serfel (6/1), C. Göbel (3), Hütt, Pasaribu (4)
Schiedsrichter: Geipel/Helbig (Steuden/Landsberg)
Zuschauer: 314, Zeitstrafen: 10/10, Siebenmeter: 2/1:2/1
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"Ein komplizierter Sieg"Die MT Melsungen ist in der 1. Handball-Bundesliga angekommen. Mit einem 23:20 (11:7)-Auftaktsieg gegen den VfL Pfullingen-Stuttgart, der angesichts der kommenden, schweren Aufgaben gegen die Spitzenteams von Nordhorn, Hamburg, Magdeburg, Kiel und Gummersbach große Erleichterung im Lager des Aufsteigers auslöste. "Mit diesem wichtigen Erfolg haben wir unsere Pflicht erfüllt und können nun befreiter aufspielen", atmete auch Trainer Rastislav Trtik hörbar durch.
Trotzdem. Aller Anfang vor 1600 Zuschauern in der Meirotels-Halle war schwer. Besonders nach der Pause den Sack mit einer 13:7-Führung (35.) im Rücken zuzubinden. Weil das nicht (sofort) gelang, war bis zum 19:18 (55.) Zittern angesagt, ehe Sanikis, Valo und Hruby mit drei Treffern in Folge den entscheidenden Vorsprung heraus warfen.
Jeweils auf "Vorlage" von Torwart Zoran Djordjic, der gleich in seinem ersten Meistersschaftsspiel für die Bartenwetzer der erhoffte Rückhalt war. Durch einige Täler musste dagegen Melsungens Rückraum gehen. Erst die Neuen Valo und Sanikis, die zu wenig den Abschluss suchten oder am ebenfalls starken Schlussmann Stojanovic scheiterten. Selbst ein 6:3-Vorsprung nach zehn Minuten brachte wenig Sicherheit in die Offensivaktionen der Gastgeber.
Die Folge: eine Torflaute von acht Minuten, die indes angesichts der eigenen hervorragenden Abwehrarbeit folgenlos blieb. Sehr zum Ärger von VfL-Trainer Eckhard Nothdurft: "Wir waren in der ersten Halbzeit überhaupt nicht präsent."
In der zweiten schon. Und so nutzten Blank (2), Baran, Stojkovic (2) und Kust die zweite Schwächeperiode des MT-Angriffs, von der diesmal selbst der bis dahin agile Spielmacher Hazl nicht verschont blieb, um innerhalb von fünf Minuten bis auf 13:14 (40.) heran zu kommen.
Trainer Rastislav Trtik hatte nach der Pause Hock und Kontic eine Chance gegeben, die es jedoch nicht besser als ihre Vorgänger machten. Also mussten die wieder ran - und entschieden in der Schlussphase, gelenkt vom eingewechselten Regisseur Radcenko, die Partie.
"Es war ein komplizierter Sieg", bekannte Daniel Valo, der seine Premieren-Nervösität erst spät ablegen konnte. Letztlich aber dem Druck stand hielt und wie seine Mannschaftskameraden froh darüber war, "dass wir trotz einer schlechten Angriffsleistung gewonnen haben."
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Eine eingespielte Truppe
Melsungen/Nordhorn. Der Auftakt ist mit dem 23:20-Sieg über Pfullingen gelungen, doch jetzt kommt es knüppeldick für den nordhessischen Aufsteiger in die 1. Handball-Bundesliga. Bereits am Mittwoch (19.30 Uhr, Euregiumhalle) muss das Team von Trainer Rastislav Trtik bei der HSG Nordhorn antreten.Die Nordhorner, Dritte der Deutschen Pokalendrunde 200% und Teilnehmer am europäischen Cupsieger-Cup, gehören damit zweifellos zur Erstliga-Elite. Ihren Anspruch auf einen Spitzenplatz untermauerte die Mannschaft von Trainer Ola Lindgren schon am ersten Spieltag durch einen deutlichen 33:26-Erfolg in Düsseldorf.
Die Nordhorner haben vor dieser Serie auf namhafte Neuzugänge verzichtet. Sie können sich allerdings auch so auf eine Truppe von internationalem Format stützen. Im Tor stehen mit den Schweden Peter Gentzel und Jesper Larsson zwei Topleute. Sogar Weltklasseformat weist ihr Landsmann Ljubomir Vranjes als exzellenter Spielmachers auf. Ihm zur Seite steht mit dem polnischen Internationalen Piotr Przybecki ein wurfgewaltiger Schütze, der in Düsseldorf gleich neun Treffer erzielte. Auf die gleiche Torzahl kam zum Auftakt Kreisläufer Robert Arrhenius. Der Schwede teilt sich diesen Posten mit dem Schweizer Iwan Ursic, von dem kaum weniger Gefahr ausgeht.
Über eine eingebaute Torgarantie verfügt auch Rechtsaußen Jan Filip, dem auf der anderen Seite Mathias Franzen kaum nachsteht.
Eine geballte Ladung an Erfahrung, Cleverness und Kampfkraft bietet diese eingespielte Nordhorner Truppe. Sie ist so gut, dass sie selbst den Ausfall des 22-jährigen Nationalspielers Holger Glandorf verkraften kann. Der beste Feldtorschütze der vergangenen Bundesliga-Saison zog sich im April im Spiel beim VfL Pfullingen einen Kreuzbandriss zu. Seine Rückkehr ins Team wird erst für Anfang Oktober erwartet. Bis dahin wird Glandorf vom Niederländer Mark Bult vertreten. Ersetzen kann dieser Glandorf jedenfalls nicht, der in der vergangenen Serie mit durchschnittlich sechs Feldtoren pro Partie glänzte. "Mark ist ein guter Ersatz", sagt Trainer Lindgren, doch er weiß auch: "Holger hat im Angriff einfach mehr Potenzial."
Ob die Melsunger dieses Manko gegen die Klassetruppe nutzen können ist fraglich. Beim Sieg in Düsseldorf taten sich die Nordhorner in der Anfangsphase etwas schwer, lagen 1:3 zurück und konnten sich erst in der zweiten Spielhälfte absetzen. Das allerdings erstklassig, durch eiskalte Konterattacken. Gefahrenpunkt Nummer eins auch für die Melsunger Abwehr am Mittwochabend.
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SG 09 eine Klasse schlechter
Von Björn Mahrmelsungen. Sie hatten im Hallenheft alle auf einen Sieg gehofft. Und ihr Trainer Gernot Weiss war sich auch sicher, dass "alle Spielerinnen dagegenhalten wollten". Doch unterm Strich stand für Frauen-Erstligist SG 09 Kirchhof zum Start der Handball-Saison eine deprimierende 15:37 (8:19)-Heimschlappe gegen den früheren Deutschen Meister FHC Frankfurt/Oder.
"Ich kann mich nicht erinnern, wann ich schon einmal eine solche Klatsche bekommen habe", bemerkte SG-Kapitänin Mandy Kerkossa völlig enttäuscht. "Wir haben als Mannschaft versagt."
Von der Kritik ausgenommen: Kreisläuferin Elena Pana und Torfrau Katja Frommann. Die beiden Akteurinnen konnten noch am ehesten mit dem Klub aus der Oderstadt mithalten und sorgten für die wenigen lichten Momente im Spiel der Nordhessinnen. Frommann, lange Jahre die Nummer eins in Kirchhofs Oberliga-Mannschaft, brachte unter anderem kurz nach ihrer Einwechslung das Kunststück fertig, einen Siebenmeter von Frankfurts polnischem Neuzugang Marzena Kot zu entschärfen (25.).
Zu diesem Zeitpunkt war allerdings schon absehbar, dass der Start für die SG 09 schief gehen würde. 8:15 hieß es da aus Sicht des letztjährigen Aufsteigers. In der Abwehr fehlte den Gastgeberinnen die Aggressivität, im Angriff die spielerischen Mittel. "Wir müssen noch mehr spielen und unsere Chancen suchen", sagte die Rumänin Pana mit Blick auf die Angriffsprobleme ihres Teams. Im Training, ließ Gernot Weiss durchblicken, zeige die Mannschaft ein anderes Gesicht: "Da haben sie sich mehr zugetraut als gegen Frankfurt."
So war der FHC, der technisch sicher kombinierte, auch im zweiten Durchgang mindestens eine Klasse besser und konnte sich sogar den Luxus erlauben, einige Stammkräfte zu schonen. Im Fall von Kot blieb Coach Thomas Horlyk auch gar keine andere Wahl, denn die Polin erlitt in der 34. Minute eine Fußverletzung und schied aus. Was dem Spiel des Favoriten keinen Abbruch tat. "Wir haben die Konzentration gut hochgehalten", stellte Horlyk erfreut fest. Bis zur 50. Minute betrug der Vorsprung der Gäste bereits 17 Treffer (11:28).
Freuen konnte sich der SG-Anhang in der Schlussphase nur noch über das insgesamt siebte Erstliga-Tor von Ukrainerin Vita Mukhina. Nach siebenmonatiger Verletzungspause hielt die Rückraumschützin recht gut durch. SG 09: Grabbert, Frommann (ab 25.) - Berger, Borovic, Miszczyi 1, Jahn 1, Mukhina 1/1, Seeger 2, Heidenreich 2, Pana 7/2, Kerkossa 1. FHC: Klijn, Schülke (26. - 49.) - Büttner 3, Paap 5, Geschke 1, Kot 2, Hering 6, Jochin 3/1, Techert 3, Burde 2, Neuendorf 6/3, Wolska 4, Simonsen 2. SR: Brandt/Veit (Vlotho/Kalletal). - Z: 400. Spielfilm: 0:5 (7.), 6:13 (19.), 8:21 (35.), 11:28 (50.), 14:38 (60.).
04.09.2005
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Frommann zeigt, wie‘s geht
Von Björn MahrMELSUNGEN. Als Katja Frommann nach gut 25 Minuten ins Tor des Erstligisten SG 09 Kirchhof musste, war das Handball-Spiel gegen den FHC Frankfurt/Oder schon praktisch entschieden. Und trotz dieser bescheidenen Aussichten schwang sich die 26-Jährige bei ihrer Premiere im Oberhaus zu einer bärenstarken Leistung auf und zeigte bei der 15:37-Pleite Glanzparaden in Serie.
Ihre größten Taten vollbrachte die langjährige SG-Oberliga-Torfrau zweifellos in der 35. Minute: Erst bewies Frommann nach einem Tempogegenstoß gegen Anne Jochin Reaktionsschnelligkeit, dann parierte sie auch noch den Nachwurf von Josefine Techert bravourös. Donnernder Applaus in der Melsunger Stadtsporthalle für die 1,72 m große Torfrau, die keinerlei Nerven zeigte. "Ich dachte vor dem Beginn der Partie, dass ich aufgeregt sein werde", berichtete Frommann, "aber ich bin dann ins Spiel reingegangen, als wenn es gerade erst angepfiffen worden wäre."
Ihr konnte Trainer Gernot Weiss ("Katja hat hervorragend gehalten") nach dem Schluss die Aggressivität bescheinigen, die er sich von der gesamten Mannschaft erhofft hatte. "Leider", bedauerte die Torsteherin später, "ließen sich meine Vorderleute nicht so richtig mitreißen." Wiederholt klafften in der Abwehr der Heimmannschaft Lücken. Und im Angriff waren zwar Ulrike Jahn, Mandy Kerkossa und Co. um spielerische Linie bemüht. Letztlich blieb es aber beim Bemühen. Ina Seeger erzielte immerhin zwei blitzsaubere Treffer von der Linksaußen-Position. Sehenswert vor allem, wie sich der Neuzugang von Frankfurt/Oder beim 13:28 gegen ihre ehemaligen Kolleginnen durchsetzen konnte
"Es steckt Potenzial in der Mannschaft", ist Frommann davon überzeugt, dass sie und ihre Mitstreiterinnen gegen schwächere Gegner punkten werden. Und Gernot Weiss meint: "Wir müssen versuchen, besseren Handball zu bieten." Wichtig wird sein, dass die ukrainische Rückraumschützin Vita Mukhina nach langer Verletzungspause wieder zu alter Form findet und Mihaela Apostol bald einsatzbereit ist. Weiss rechnet mit der Ex-Fritzlarerin in etwa drei, bis vier Wochen. "Jede Spielerin", sagt Kerkossa, "die jetzt dazu kommt, hilft uns weiter." Neuzugänge sind jedoch nicht in Sicht.
05.09.2005
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judith herr dürfte noch in sachen nachwuchspflege beschäftigt sein, lena voutckik kommt aus der II.
ich sehe das spiel als äußerste wertvoll für die hsg an - schließlich ergaben sich sehr wertvolle erkenntnisse:
Zitat„Als wir in der 34. Minute mit 12:24 ins Hintertreffen gerieten, bedeutete das schon eine kleine Vorentscheidung“, erkannte Bender.
merke: wenn der gegener doppelt so viele tore geworfen hat und der abstand die zehnermarkierung überschritten hat, dann, aber auch erst dann, kann man von einer kleinen vorentscheidung sprechen.

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in der vergangegen saison sind die punktabzüge - nicht die geldstrafen - vom hhv-vorstand kassiert worden:
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Frankfurt, 19.11.04Entscheidung des Erweiterten Präsidiums
Brief an alle Vereine im HHV
Liebe Sportfreunde,
das Erweiterte Präsidium mußte sich in der letzten Sitzung mit der Problematik des Schiedsrichtersolls befassen;
und zwar aus folgenden Gründen:In den Bezirken, denen die Ahndung der Vereine wegen fehlender Schiedsrichter obliegt, wurde nach der Schieds-
richterordnung mit Geldstrafe und/oder mit Punktabzug bestraft. Da der Punktabzug bis zum jeweils ersten Meister-
schaftsspieltag (§ 27 Ziffer 3 SchO) auszusprechen ist, dies in einigen Bezirken aber nicht fristgerecht erfolgte,
haben zahlreiche Vereine gegen den Punktabzug entsprechende Rechtsmittel eingelegt, die im Ergebnis zur Auf-
hebung des Punktabzugs führen.Das bedeutet, daß die Vereine die gegen den Punktabzug fristgerecht angingen, in der laufenden Saison im Erge-
bnis nicht mit Punktabzug belegt werden (können). Demgegenüber träfe der Punktabzug aber die Vereine, die die
Bestrafung rechtskräftig werden ließen.Hierzu kommt, daß den auf Verbandsebene spielenden Mannschaften eine Ungleichbehandlung droht, je nachdem,
ob der Bezirk den Punktabzug zeitgerecht vornahm oder nicht. Dies kann Auswirkungen auf den Auf- und Abstieg in
den Ober- und Landesligen haben, die sportlich nicht vertretbar sind und zu einer ungerechtfertigten Benachteiligung
einzelner Vereine führen würde.Aus Gründen der Gleichbehandlung und wegen der sportlichen Gerechtigkeit hat das Erweiterte Präsidium am
13. November 2004 daher beschlossen, in der Spielsaison 2004/05 im gesamten Verbandsgebiet die Bestrafung
mit Punktabzug nicht zu vollziehen, d.h., alle Vereine werden so behandelt wie wenn kein Punktabzug erfolgt wäre.Die ausgesprochenen Geldstrafen bleiben bestehen und sind wirksam.
Daß es zu dieser Entscheidung im Erweiterten Präsidium kam, mag man gutheißen oder bedauern, sie schien wegen
des Grundsatzes der Gleichbehandlung aller Vereine aber erforderlich und das Kleinere Übel.Mit sportlichen Grüßen
gez. W. Faß, Präsident
quelleansonsten bleibt anzumerken, dass sich geldstrafen im laufe der jahre potenzieren. das heißt, die vereine die jetzt vierstellige strafen zahlen mußten, bereits mehrfach gegen besagtes sr-soll verstoßen haben.
und grundsätzlich sehe ich in besagter regelung nur einen ansatz zur verbesserung ders problems. eine bessere ausbildung, bessere förderung und ein höherer stellenwert für sr sind andere aspekte, die mit entwickelt werden müssen.
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Original von Jever
Das ist ja noch schlimmer als Wallau in der BSH Frankfurt!
das sieht allerdings schlimm aus. und die bsh war um einiges kleiner...
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kirchhof kassiert eine noch derbere niederlage als zumindest von mir erwartet gegen einen vom papier nicht übermächtigen gegner. ketsch wirft gleicht im ersten spiel erinsatz und geschlossenheit in die wagschale. dortmund geht in erfurt unter.
schon am ersten spieltag verdichten sich die anzeichen, wer in der liga ums überleben kämpft. schwache aufsteiger sind in diesem jahr nicht zu erwarten, dagegen sind einige teams deutlich geschwächt.
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BV Borussia Dortmund 2 - HSG Kleenheim 20 : 22
TSG Ketsch 2. - VfL Waiblingen 25 : 27
Reinickendorfer Füchse - HC Leipzig Jun. 27 : 29
TV Jahn Belheim - HSG Albstadt 13 : 33
HSG ART/HSV Düsseldorf - TuS Weibern 23 : 32
ETSV Witten - TV Mainzlar 22 : 25
TuS Müssen/Billinghsn. - HSG Blomberg-Lippe 17 : 33
Hastedter TSV - MTV Wandsbek 23 : 27
TV Weidhausen - DJK Marpingen 16 : 36
TV Nellingen - HSG Bensheim/Auerbach 34 : 23
HSG Sulzbach/Leidersbach - TSG Ober-Eschbach 26 : 24
SV Fortuna 50 Neubrandenburg - SVG Celle 22 : 38damit hat sich der (geheime) titelkandidat der rl sw erstmals ins licht gerückt...
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;)...aha, ein insider!
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tja...manchmal gibt es halt doch arbeitsergebnisse eines trainers zu bestaunen...
ZitatOriginal von zmagoválec
Ich hatte mit solch einem Ergebnis gerechnet - war aber natürlich wieder zu feige zum Wetten
mit dir gehe ich mal roulette spielen...
