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Gelungene IHF-Premiere für Lars Geipel und Marcus Helbig in UngarnSeit dieser Saison zählen die Schiedsrichter Lars Geipel (30) und Marcus Helbig (33) zum Kader des Weltverbandes IHF. Ihren ersten großen Einsatz brachten der Journalist und der Verwaltungsangestellte bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Ungarn hinter sich. Dort leitete das Duo aus Steuden und Landsberg sechs Partien, darunter auch das letzte Hauptrundenspiel zwischen Gastgeber Ungarn und dem späteren WM-Zweiten Serbien & Montenegro. Während des Finals hielten sich Geipel und Helbig als Reserve-Gespann bereit.
„Das war eine riesige Erfahrung“, sagt Geipel. „Wir hoffen, dass diese WM für uns ein guter Einstand war.“ Geipel und Helbig haben im IHF-Kader den Platz von Jutta Ehrmann (Odenthal) und Susanne Künzig (Karlsruhe) eingenommen. Die weiteren Gespanne auf der Liste des Weltverbandes sind derzeit Frank Lemme und Bernd Ullrich (Magdeburg) sowie Bernd und Reiner Methe (Vellmar).
Geipel und Helbig steigen am Sonntag mit der Partie Düsseldorf gegen Nordhorn wieder in den Bundesliga-Alltag ein. Derweil bereiten sich die Methe-Brüder, die auch für die Frauen-Weltmeisterschaft in St. Petersburg (5. bis 18. Dezember) nominiert sind, auf ihren nächsten internationalen Einsatz vor: Sie werden am 10. September in der Champions-League-Qualifikation der Frauen das Spiel von GAS Anagennisi Artas (Griechenland) gegen Slovan Duslo Sala (Slowakei) leiten.
Als EHF-Delegierte sind an den beiden kommenden Wochenenden drei DHB-Vertreter unterwegs: Uwe Stemberg sorgt in der Champions-League-Qualifikation der Männer zwischen Sandefjord TIF (Norwegen) und Brest HC Meshkov (Weißrussland) am Samstag für einen korrekten Ablauf. Berndt Dugall übernimmt in der ersten Runde des Europapokals der Pokalsieger das Spiel zwischen HB Esch (Luxemburg) und HC Kastrioti Ferizaj (Kosovo). Im EHF-Cup der Frauen besucht Eberhard Gläser am 9. und 10. September die Vergleiche von RK Kale Kicevo (Mazedonien) und HB Dudelange, die beide in Luxemburg ausgetragen werden.
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Beiträge von härter_schneller
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wow...versteckte talente...

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27.08.05 MTV Großenheidorn - SC Markranstädt 15 : 33 (06:15)
31.08.05 ATV Dachau - TuS Metzingen 16 : 27 (09:16)
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als unbedarfter mal eine frage - wer steht denn hinter sis?
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Original von Micha
Gefunden bei sportgericht.de.
schön, das die buli was zum füllen des sommerlochs gefunden hat. tiefergehende auseinandersetzung mit der thematik exklusive.
jede mannschaft kann weiterhin einen käpitän mitsamt diversen stellvertretern sowie einem dutzend anderer -warte haben. nur die regeltechnisch tatsächlich unbedeutende rolle eines 'spielführers' braucht kein mensch. laßt die buben halt weiter seiten wählen, wir wollen ihnen ja diesen spaß gönnen.

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du hast hier schon mal gelesen?
meine eigene bescheidene meinung zum thema "würfe antizipieren" - nimm dir ein langes seil und teste damit mögliche flugbahnen des balles (werfer hält ein ende, das andere ein helfer hinter dir). und dann stell dich so, das eine mögliche wurfbahn durch deinen körper versperrt wird und du mittels einer abwehrbewegung die andere wurfbahn versperren kannst. hilft meiner meinung nach einem anfänger mehr als handstellungen und schulterstellungen zu beobachten...
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Original von jhl
Rentner: Der HR überträgt wirklich mal wieder Handball? Ich kann es gar nicht glauben.hmh...im fernsehprogramm finde ich da nichts zu...
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ich behaupte jetzt mal folgendes: wenn deine mannschaft gewinnt, haben alle gut gespielt, wenn deine mannschaft verliert, bist du verantwortlich.
ich beziehe mich jetzt auf mannschaften allen geschlechts und aller klassen,verein und auswahl...

wenn du einen kompetenten auswahltrainer hast, wird er / sie immer nur behaupten können, dass er / sie auf dem aufbaut, was die spielerInnen mitbringen. alles andere wäre in der deutschen förderstruktur auch sehr einfach zu widerlegen und würde damit nur nachweisen, das besagter auswahltrainer wenig taugt...
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bei solchen sachen kann eigentlich nur ein gravierender verstoß gegen verbands-auflagen vorliegen. vielleicht wurden irgendwelche gebühren nicht bezahlt oder gegen regeln bezüglich der spielberechtigungen einzelner spielerinnen verstoßen.
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Original von Outsider81
Dann müsste aber auch Schiris wie Hernn Merk, der FCK-Mitglied is verbieten inner Buli zu pfeifen weil da ja auch seine Lasuterer sin un dann die Neutralität auch gefährdet sein könnte bzw. er dann auch mit einer besondren Aufmerksamkeit beobachtet werden müsste, oder net?...und jutta ehrmann (+künzig) darf aufgrund ihrer beziehung mit renate wolf keine frauen-erstligaspiele mehr pfeifen...

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trier hat es nicht geschafft, groß-umstadt kämpft (immer) noch:
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Groß-Umstadt zieht vor BundesgerichtHANDBALL. Das Verbandsgericht des Südwestdeutschen Handball-Verbandes (SWHV) wies dieser Tage die Klage des TV Groß-Umstadt zurück. Diese Entscheidung wird der Verein nun in nächster Instanz vor dem Bundesgericht des DHB anfechten. Der Sportliche Leiter Holger Zindt unterstrich gestern: „Dort rechnen wir uns noch eine Chance aus.“ Obwohl die Zeit langsam drängt. Denn am dritten September-Wochenende beginnt die Saison.
Die Südhessen klagten in zweiter Instanz gegen die Eingruppierung der SG Wallau/Massenheim nach deren Lizenzentzug in der Bundesliga in den Regionalverband und den Abstieg. Groß-Umstadt war als Drittletzter der Regionalliga in die Oberliga abgestiegen, da die Zahl der Absteiger auf drei festgelegt war.Das Gericht machte darauf aufmerksam, dass wegen der Sach- und Rechtslage der Beschluss des Präsidiums (vom 27. Juni) rechtmäßig war. Eine Ermessens-Entscheidung sei deshalb nicht möglich. Der SWHV könne nicht gegen die eigenen Regelungen verstoßen. Diese würden nur in Ausnahmen zugelassen, die im Fall des TV Groß-Umstadt nicht vorlagen.
Künftig nach Lizenzentzug werden die Vereine statt in den Regional- in den Landesverband eingestuft.
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Suche nach alter Verbundenheit
Handball-Regionalligist SG Wallau/Massenheim wirbt um Bodo Ströhmann und Harald SchollZurück in die Zukunft: Während Bodo Ströhmann wieder bereit erscheint, sich für die SG Wallau zu engagieren, beobachtet sein Freund Harald Scholl die Entwicklung ganz genau.
Vom 31.08.2005
Von Ulrich SchwaabWIESBADEN Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom kaputten Unternehmen, das erst gerettet wird, wenn die alte Garde wieder Verantwortung übernimmt? Jetzt ist zwar Bodo Ströhmann nicht der "große Bellheim", aber bei Handball-Regionalligist SG Wallau/Massenheim bahnt sich eine Rückkehr der Galionsfigur an. "Mein Herz hängt daran. Ich will losziehen und das Image aufbessern", sagt Bodo Ströhmann. Der SG-Ehrenpräsident hat "viel nachgedacht", darüber, ob und wie er seiner Herzensliebe helfen soll. Jetzt scheint den Ehrenpräsidenten wieder der Ehrgeiz gepackt zu haben: "Ich brauche die Herausforderung. Für mich zählt nur eins: Der Aufstieg in die Zweite Bundesliga." Keine Frage, wer so redet, spürt noch das Feuer in sich, andere für die Sache Wallau/Massenheim zu begeistern.
Vorausgegangen sind der erneuten Willensbekundung von Ströhmann etliche Gespräche des Mannschaftsleiters des Regionalligateams, Bernd Wagenführ. Ihm will Ströhmann im Laufe dieser Woche zusagen. "Ich hoffe, dass es so kommt", sagt Wagenführ. "Bodos Kontakte sind sehr hilfreich." Geld freilich wird der SG-Ehrenpräsident keines locker machen. "Ich habe in den letzten drei Jahrzehnten genug getan", sagt Ströhmann. Ihm ist vielmehr daran gelegen, dass Harald Scholl wieder mit an Bord kommt. Der Hofheimer Unternehmer hält sich aber zurück. Natürlich, beteuert er, werde er Wagenführ "unterstützen, damit die SG den Etat zusammenbekommt". Andererseits lehnt er es ab, bei dem Club, dem er jahrelang als Hauptsponsor das Überleben garantierte, in größerem Umfang einzusteigen. "So lange noch Leute aus der alten Gesellschaft beteiligt sind, mache ich nichts. Ich will morgens immer noch in den Spiegel gucken." Scholl spricht den Namen nicht aus, doch jeder weiß, wen er meint. Hans-Dieter Großkurth fungierte für kurze Zeit in wohlmeinender Absicht als Geschäftsführer der Wallauer Sportbetriebs-GmbH, die im Juni keine Bundesligalizenz mehr erhalten hatte und ist Vorsitzender der SG-Handballabteilung. Als solcher leistet er wertvolle Basisarbeit, die dem Verein nicht verloren gehen darf.
Noch mehr als Ströhmann handelt Scholl aber mit Bedacht. Seine Entscheidungen fällt er nicht impulsiv, sondern er wägt die Folgen sehr genau ab. Und er merkt sich, wenn ihm Unrecht widerfahren ist. Und Scholl ist nach Lage der Dinge jede Menge Unrecht widerfahren. "Diese Wunden sind noch nicht verheilt", sagt auch Bernd Wagenführ. Sollten sich sportliche Erfolge einstellen könnte aber auch Harald Scholl wieder Zutrauen zur SG Wallau/Massenheim finden.
Überhaupt möchte Großkurth, der das Wort Manager im Zusammenhang mit einem Handball-Regionalligisten für unpassend hält, nach vorn blicken. Viele Mitstreiter aus Bundesligazeiten wird er dabei nicht mehr an seiner Seite wissen. Physiotherapeut Mori Azghandi ist beim Bundesligisten VfL Gummersbach untergekommen, SG-Mannschaftsbetreuer Tom Schneider umsorgt ausschließlich die Handball-Nationalmannschaft. "Wir können nicht aus dem Vollen schöpfen", sagt denn auch Großkurth. Der Etat von 225 000 Euro muss für Regional- und Oberligateam ausreichen. 500 Zuschauer sollen im Durchschnitt die Spiele der SG in der Ländcheshalle verfolgen, damit keine Finanzierungslücke entsteht. Die Güte des Kaders sollte ausreichen, um ein Wort bei der Aufstiegsfrage mitreden zu können.
Was die neue SG wirklich zu leisten imstande ist, davon können sich die Fans am Sonntag ein erstes Bild machen. Um 18 Uhr empfängt der Regionalligist in der Ländcheshalle die Nationalmannschaft Chinas. Vielleicht guckt dann ja auch Bodo Ströhmann wieder zu.
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20:41 - und Weiss sieht große Defizite
NÜRNBERG. Eine Woche vor dem Start in die neue Bundesliga-Saison haben die Handballerinnen der SG Kirchhof im letzten Test reichlich Lehrgeld gezahlt. Beim Deutschen Meister und Pokalsieger 1. FC Nürnberg kassierten sie eine empfindliche 20:41 (12:20)-Niederlage."Ich habe in allen Mannschaftsteilen große Defizite gesehen", stellte Kirchhofs Trainer Gernot Weiss nach der Schlappe fest. "Wir wissen jetzt, was auf uns zukommt", sagte Weiss, dessen neu formiertes Team nach 15 Minuten mit 2:9 hinten lag. Erst dann erwachte der Kampfgeist der SG-Spielerinnen, die jetzt die Zweikämpfe besser annahmen und den Rückstand bis zur Pause in Grenzen hielten.
Doch in der zweiten Halbzeit zog Nürnberg noch einmal das Tempo an und führte nach 43 Minuten mit 29:16. Danach erteilte der "Club", der in Ofenböck und den Neuzugängen Engel und Zrnka seine auffälligsten Spielerinnen hatte, seinem Gast weiter Anschauungsunterricht in Sachen moderner Handball. (PPX)
E -Tore für Kirchhof: Miszczyj 6, Kerkossa 4, Pana 4, Jahn 2, Berger 2, Heidenreich 2.
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Eine Lehrstunde vom Meister 1. FCN
NÜRNBERG. Wenn eine missratene Generalprobe eine gelungene Premiere erwarten lässt, dann war der Auftritt der SG Kirchhof beim 1. FC Nürnberg ein gutes Zeichen. Bei der 20:41 (12:20)-Niederlage beim amtierenden Deutschen Meister und Pokalsieger kamen die Handballerinnen des Bundesligisten SG 09 bei einem der ganz heißen Titelanwärter über weite Strecken nicht über die Statistenrolle hinaus."Es ist gut, dass wir unsere Defizite nicht erst beim ersten Heimspiel gegen Frankfurt/Oder, sondern schon hier in Nürnberg gesehen haben", stellte Gernot Weiss nach dem Debakel in Franken fest. Kirchhofs Trainer war weniger über das Ergebnis enttäuscht, als vielmehr über die mangelnde Bereitschaft seiner Schützlinge, dem hohen Favoriten FCN echten Widerstand entgegen zu setzen.
"Nürnberg hat uns gezeigt, wie schnell man Handball spielen kann und wie man in der Abwehr zupacken muss", sagte Weiss, der sich von der Spielweise von Nürnbergs Klasse-Rückraumspielerin Stefanie Ofenböck und von den Neuzugängen Zrnka (Frankfurt/Oder) und Engel (Hypo Niederösterreich) beeindruckt zeigte. Die größte Entschlossenheit, sich gegen einen übermächtigen Gegner zu wehren, bescheinigte Weiss Ulrike Jahn. "Bei ihr sieht man den Willen, alles zu geben", lobte der 38-Jährige die Ex-Magdeburgerin, die vor der Abwehr effektive Störversuche startete und aus dem Rückraum auch zwei Treffer erzielte.
Neben Jahn hob Weiss drei weitere Spielerinnen seines Teams bei der Einzelkritik heraus. Mandy Kerkossa habe auf der Position der Spielmacherin gezeigt, dass sie mit der deutschen Elite mithalten könne. Und im Tor habe Carola Grabbert trotz der vielen Gegentore voll überzeugt und Katja Frommann sich erneut als zweite Torfrau nachhaltig empfohlen.
Vor der Heimpremiere gegen den FHC Frankfurt/Oder (Sonntag, 16 Uhr) sieht Gernot Weiss noch reichlich Arbeit auf Mannschaft und Trainer zukommen. "Frankfurt kann man zwar nicht mit Nürnberg vergleichen, aber sie sind auch sehr stark besetzt", sagt Weiss. Um gegen den Ex-Meister aus Brandenburg bestehen zu können, müssten jetzt die Fehler aus dem Nürnbergspiel genau analysiert werden.
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laut hna hat mt melsungen bislang 1200 dauerkarten für die 2400 zuschauer fassende meirotels - halle verkauft.
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Torleuten hat Konkurrenz gut getan
Von Björn MahrGENSUNGEN. Günter Böttcher hat‘s "richtig Spaß gemacht". Der Zweitliga-Trainer der HSG Gensungen/Felsberg meint damit die Vorbereitung auf die Handball-Saison 2005/06, in der seine Schützlinge noch nie so konsequent und so hart trainiert hätten. "Wir haben dieses Jahr sehr leistungswillige Spieler", betonte Böttcher nach dem letzten Testspiel gegen die HSG Niestetal/Staufenberg, das die Hausherren mit 33:31 zu ihren Gunsten entschieden. Zudem fielen in den vergangenen Wochen bei weitem nicht so viele Akteure aus als noch vor einem Jahr, als teilweise die Hälfte der Mannschaft krankheits- und verletzungsbedingt nur auf der Tribüne gesessen hatte.
Zuletzt mussten Benedikt Hütt und Stephan Untermann noch pausieren. Aber bei den beiden Handballern besteht die Hoffnung, dass sie in Kürze wieder eingesetzt werden können. Mit der Rückkehr von Florian Ochmann und Dino Duketis verfügt die HSG über die erhofften Alternativen. Das wurde vor allem gegen Niestetal deutlich.
"Es geht nach der Schulterverletzung bei mir immer besser. Ich werfe aber noch nicht ganz so hart und platziert", sagte Duketis. Dennoch fiebert er dem Serienstart entgegen: "Es fehlte schon in einigen Begegnungen ein bisschen der Reiz. Nun kann man bald endlich wieder montags in der Zeitung auf die Tabelle schauen." Zunächst findet aber am Samstag der Pokal-Hit bei Bayer Dormagen statt.
Für das HSG-Rückraumtrio kann die Runde beginnen: Roland Serfel, Frank Eidam und Carsten Göbel präsentierten sich mit jedem Testspiel treffsicherer. Komplettiert wird der Angriff durch den wieder erstarkten Dragos Negovan, Jonggi Pasaribu sowie Marco Göbel und Michael Viehmann, die sich auf der Kreis-Position abwechseln. Den beiden Torstehern Timo Meinl und Michael Stahl hat es gut getan, dass sie mit Markus Podsendek Konkurrenz bekommen haben. Sie steigerten sich von Woche zu Woche und harmonierten immer besser mit der 3:2:1-Deckung.
Einziges Manko der Edertaler in den Vorbereitungsspielen: Die Mannschaft verschlief den Beginn. Die Abwehr leistet sich Stellungsfehler und ist nicht aggressiv genug. "Erst als wir sauer auf uns selbst waren", erklärt Duketis, "fanden wir unserem Rhythmus". Dann drehten sie aufgrund ihrer großen läuDas war auch ein Grund, weshalb Böttcher die Vorbereitung so viel Spaß gemacht hatte.
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"Das ist wie ein Feiertag für mich"Melsungen. Der Countdown läuft. Noch drei Tage, dann bestreitet die MT Melsungen ihr Bundesliga-Debüt gegen den VfL Pfullingen (Sa. 18 Uhr). Dafür hat sie in der Vorbereitung unter der Leitung von Rastislav Trtik so hart gearbeitet wie noch nie. Im Interview sprach Redakteur Ralf Ohm mit dem MT-Trainer über die Verfassung der Mannschaft und ihre Chancen in der stärksten Liga der Welt.
Rastislav Trtik, seit dem 18. Juni haben Sie den kompletten Kader unter Ihren Fittichen gehabt. Ist er jetzt fit für die Bundesliga ?
Rastislav Trtik: Die konditionelle Grundlage ist da. Die Mannschaft ist gut drauf und kann 60 Minuten volles Tempo gehen.
Ist sie auch psychisch gewappnet ?
Trtik: Ja. In der Bundesliga zu bestehen, ist zu einem beträchtlichen Teil Kopfsache, das heißt wir dürfen keine Angst und nicht zuviel Respekt vor dieser großen Herausforderung haben. Unser Remis gegen den TBV Lemgo, gegen den wir vor einem Jahr klar verloren, zeigt, dass wir schon einen Teil dieses Lernprozesses hinter uns haben.
Wie ist der Stand der Integration der neuen Spieler ?
Trtik: Natürlich ist dieser Prozess noch nicht abgeschlossen, dazu war die Zeit der Vorbereitung zu kurz. Ich sehe Fortschritte, aber noch mehr Reserven. Es gibt noch sprachliche Barrieren und auch eine unterschiedliche Mentalität der neuen Spieler. Daniel Valo etwa ist schon sehr weit, während sich Grigorios Sanikis, der über viel Talent verfügt, noch an die konditionellen wie auch spieltaktischen Anforderungen gewöhnen muss.
In der Liga ist man gespannt darauf, ob Sie ihre Spielphilosophie, den Tempohandball, dem in der 2. Liga keine Mannschaft gewachsen war, auch im Oberhaus durchsetzen können.
Trtik: Viele Gegner werden auch in der 1. Liga große Probleme mit unserem Handball bekommen, denn er lässt ihnen keine Zeit zum Nachdenken. Er stellt sie vor eine völlig neue Situation, und ich bin neugierig, wie sie darauf reagieren. Das wird eine interessante Konfrontation.
Trotzdem: Haben Sie keine Angst, mit ihrer offensiven Abwehr gegen Klassemannschaften wie Kiel, Flensburg oder Magdeburg ins offene Messer zu laufen ?
Trtik: Das kann durchaus mal passieren, doch aus diesen Fehlern werden wir lernen, das gehört zu meinem Konzept. Einen Einbruch befürchte ich nicht, denn wir sind variabel, wir müssen nicht immer 4:2 spielen. Trotzdem: Wir müssen uns immer nach unseren Möglichkeiten richten. Und mit der in der Bundesliga üblichen 6:0-Deckung könnten wir gleich für die 2. Liga buchen, denn für dieses System fehlen uns die Leute.
Was ist Ihr Saisonziel ?
Trtik: Zunächst einmal attraktiven Handball spielen. Wenn uns das gelingt, brauchen wir keine Angst zu haben. Man kann die Liga leistungsmäßig in drei Drittel einteilen und ich möchte im unteren Drittel oben mitspielen.
Gibt es eine Stammbesetzung, das heißt: Sind einige Spieler gesetzt, oder werden Sie wie in der Vorbereitung auf jeder Position mit zwei Spielern operieren ?
Trtik: Diese ständigen Wechsel sind Teil unsere Strategie. Zum einen sind wir auf jeder Position doppelt besetzt, zum andern kann keiner dieses verrückte Tempo 60 Minuten durchhalten. Darüber hinaus gibt es natürlich eine Hierarchie in der Mannschaft, die auf meinen Analysen der Vorbereitungsspiele beruht.
Ein Umzug in eine neues Zuhause birgt im Handball, wo der Heimvorteil eminent wichtig ist, gewisse Risiken. Kann die Meirotels-Halle zu einem gefürchteten Pflaster für die Konkurrenz werden ?
Trtik: Ich hoffe darauf, doch dazu brauchen wir wie zuvor in der Melsunger Stadtsporthalle die Unterstützung der Fans. Mit ihnen sind wir aufgestiegen und nur mit ihnen können wir auch in der Bundesliga bestehen. Der Funke muss überspringen, schon am Samstag gegen Pfullingen.
Der Bundesliga-Spielplan beschert Ihnen nach dem Auftakt gegen den VfL Pfullingen fünf Spitzenteams in Folge und dazu gleich drei englische Wochen. Ein Nachteil für einen Aufsteiger?
Trtik: Ich freue mich auf diese Spiele gegen die besten Mannschaften der Welt, das ist wie ein Feiertag für mich. Außerdem: Wer wäre besser geeignet, uns zu überprüfen und unsere Defizite aufzudecken als diese Klasse-Teams? Danach bleibt uns noch genug Zeit, daran zu arbeiten. Und wir haben das Schlimmste hinter uns. Wichtig ist nur, dass die Fans Geduld haben, auch wenn wir nach sechs Spielen möglicherweise nur zwei Punkte auf dem Konto haben.
Sehen Sie ihre Mannschaft gegen Pfullingen angesichts der nachfolgenden dicken Brocken unter besonderem Druck ?
Trtik: Es geht um wichtige Punkte, keine Frage. Doch Druck haben wir vor jedem Spiel. Und im ersten überwiegt die Freude, dass es endlich losgeht. Wir sind hungrig auf die Bundesliga-Premiere und darauf, sie erfolgreich zu gestalten.
30.08.2005
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Wohl kein Ersatz für Gölzenleuchter
Münster. Der Handball-Zweitligist TSG Münster wird wohl nicht mit einer Neuverpflichtung auf den langfristigen Ausfall von Thomas Gölzenleuchter reagieren. «Es werden Gespräche mit Sponsoren stattfinden, ob sie uns zusätzlich Geld zur Verfügung stellen», berichtet Pressesprecher Andreas Jacobi, «denn für uns sind Alternativen derzeit nicht finanzierbar. Wir müssen kleine Brötchen backen, wollen uns nicht auf finanzielles Glatteis begeben, wie es andere getan haben, und werden nur das Geld ausgeben, das wir haben». Der Vorstand des Vereins glaubt nicht daran, einen Spieler verpflichten zu können, der zu bezahlen ist. «Priorität muss haben, nach einer internen Möglichkeit zu suchen», erklärte Jacobi nach einer Vorstandssitzung. Der Kader sei mit 18 Spielern besetzt.Diesem wichtigen finanziellen Aspekt steht aber die kritische personelle Lage der Mannschaft gegenüber. Für Trainer Hans-Josef Embs bedeutet die Vorstandsentscheidung, dass er seine Abwehr, die sich beim Turnier in Nußloch in der vergangenen Woche gerade eingespielt hatte, komplett umstellen muss. Auf die Stamm-Sechs kommt eine höhere Belastung zu, dies trifft besonders die Spieler im zentralen Deckungsbereich. Damit wird die Ausgangslage für den Aufsteiger in der II. Bundesliga Süd noch schwerer, als sie es ohnehin schon war. (vho)
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naja. wenn das so gelten würde, dann gäbe es weder in liga zwei noch drei spielerInnen aus dem nicht-eu-ausland. und wir alle wissen, dass dem doch so ist. in den miesten fällen wird diese regelung dann mit hilfe von sponsoren umgangen, die die betreffenden spielerInnen einstellen, ob rein pro forma oder verbunden mit einer tatsächlichen arbeitsleistung. nebenbei wird dann noch handball gespielt.
da scheint es also eher das problem zu geben, das erst mal die spielerinnen an die bergstraße geholt wurden und man sich erst dann an die arbeit gemacht hat, wie das zu realisieren ist.