Pressemitteilung 1. FC Nürnberg Handball 123-04/05
1. FC Nürnberg ist gerettet
Die beste Nachricht nach dem Hinspiel im Finale um die Deutsche Meisterschaft, das mit 37:28 bei der DJK/MJC Trier gewonnen wurde, gab es gestern auf der Pressekonferenz zur finanziellen Situation. Der 1. Vorsitzende des Vereins, Dr. Hans-Georg Woertge, gab folgende Erklärung ab:
"In den letzten Wochen waren mehrfach Finanzprobleme in Zusammenhang mit der Frauen-Bundesligamannschaft des 1. FC Nürnberg Gegenstand von Presseveröffentlichungen. Der Verein 1. FC Nürnberg Handball eV stellt klar, dass diese nicht den Verein selbst, sondern ausschließlich die Betreibergesellschaft der Frauen-Bundesligamannschaft betreffen. Die eingetretene Situation war für den Vorstand des Vereins Anlass, die bisherige Konzeption des Spielbetriebes der Frauen-Bundesligamannschaft einer Überprüfung zu unterziehen.
Als Ergebnis der Verhandlungen kann mitgeteilt werden, dass nunmehr im Rahmen eines geänderten Konzeptes die Fortsetzung des Bundesligahandballs auf hohem Niveau durch die Frauen-Bundesligamannschaft des 1. FC Nürnberg gesichert ist. Die für die Lizenzerteilung erforderlichen Unterlagen sind vom Verein fristgerecht bei der Handball-Bundesligavereinigung der Frauen (HBVF) eingereicht worden. Das neue Konzept sieht weitreichendere Einflussrechte des Vereins auf den Spielbetrieb der Bundesligamannschaft als bisher vor und entspricht insoweit bereits den Strukturen, die zukünftig ohnehin von der HBVF allgemein gefordert werden.
Gesellschafter der Betreibergesellschaft mit dem Namen Sportförderung Noris GmbH werden ab der neuen Saison zum einen der Verein 1. FCN Handball eV selbst und daneben weitere Personen mit Erfahrungen im Sportgeschäft sein. Im einzelnen sind die die Rechtsanwälte Dr. Gunther Wagner, selbst ehemaliger Bundesligahandballer der HG Erlangen, und Dr. Martin Pöll. Andreas Michallek als Geschäftsführer der Gesellschaft, der bereits seit vielen Jahren im Bereich der Vermarktung von Leistungssport tätig ist, wird hauptsächlich für den kaufmännischen Bereich der Gesellschaft und die Verbindung zu den Sponsoren zuständig sein. Er war in den vergangenen Jahren als Manager der Regionalliga-Männer in Forchheim, der Leichtathleten vom LAC Quelle Fürth und als Organisator des Leichtathletik-Sportfestes in Nürnberg tätig. Die Verantwortung für den sportlichen Bereich, der Kontakt zum Trainerstab und zu den Verbänden wird der Verein selbst in Person von Kurt-Werner Mäder, zugleich 2. Vorsitzender des Vereins und Torwarttrainer, übernehmen.
Die Verhandlungen über Lösungen für die finanziellen Probleme der bisherigen Betreibergesellschaft, zu denen diese Berater hinzugezogen hat, sind noch im Gange. Der Bundesligaspielbetrieb für die kommende Saison ist aber unabhängig davon in jedem Fall gewährleistet. Das Unternehmen des bisherigen Hauptgesellschafters, die Werbe- und Veranstaltungsagentur AVS, wird im Rahmen der Vermarktung weiterhin mit der Betreibergesellschaft und dem Verein zusammenarbeiten können. Der Verein bringt seine Zufriedenheit zum Ausdruck, dass damit eine Fortführung des leistungsorientierten Frauen-Handball im Rahmen einer gesicherten Haushaltsplanung ermöglicht wird."
Als Grund für den Gesellschafterwechsel gab der Vereinschef an, "dass die bisherigen Betreiber keinen nachvollziehbaren Haushalt für die Saison 2005/06 vorlegen konnten und die Lizenz in letzter Minute durch den Verein gesichert wurde." Er betonte nochmals, dass die Sportförderung Noris GmbH erst ab 1. Juli für die Belange des Bundesligahandballs des 1. FC Nürnberg verantwortlich ist. Der Etat für die kommende Saison sei gesichert und es sei auch möglich, in der Champions League anzutreten. "Das wird zwar finanziell ein großer Posten im Etat, aber wer mich kennt weiß, dass wir nicht absichtlich verlieren werden. Wir werden die ersten Runden überstehen und uns für die Gruppenphase qualifizieren", so Müller.
Hortenzia Szrnka erster Neuzugang für die neue Saison
Mit Hortenzia Szrnka vom Frankfurter HC kann der 1. FC Nürnberg seinen ersten Neuzugang für die kommende Saison vermelden. Die Ungarin unterschrieb für ein Jahr beim DHB-Pokalsieger. In den vergangenen zwei Jahren warf sie in der Bundesliga 237 Tore für die Brandenburger. Zuvor erzielte sie in den fünfeinhalb Jahren in der 1. Ungarischen Liga 490 Tore. Trainer Herbert Müller zu seinem Neuzugang: "Mit ihr haben wir eine weitere taktische Alternative. Sie ist eine Shooterin und ich denke, sie passt gut in unser System."
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