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Sieg in Buxtehude bringt dem HCL Europacup-Platz03.05.2005
Quelle: "Leipziger Volkszeitung" von Uwe Köster
Erfolg soll sich lohnen - für alle. Getreu dieser Devise spendierten die HCL-Mächtigen nach dem Sieg in Buxtehude (30:29) den rund 150 mitgereisten Fans Freibier (Hähner ironisch: "So viel Geld ist noch in der Kasse") und der Mannschaft ein stilvolles Essen im noblen Restaurant Seeblick in Neukloster. Der Grund der Geberlaune lag auf der Hand. Das Weiterkommen war ja sooooo wichtig.Wer Präsident und Manager während des Spiels bangen, jubeln, zittern und triumphieren sah, bekam eine Ahnung, welche Steine ihnen nach dem Schlusspfiff vom Herzen gefallen sind. Es müssen Felsbrocken gewesen sein. Denn mit dem Erreichen des Halbfinals um die deutsche Meisterschaft sieht die HCL-Welt plötzlich viel rosiger aus als noch vor einer Woche, als Pokal-Fiasko, W¿lner-Suspendierung und Verletzungspech die Nachrichtenlage bestimmten.
Noch wichtiger: Mit dem Erfolg überBuxtehude ist der HCLeipzig auch in der kommenden Saison für den Europacup qualifiziert."Das ist ganz wichtig. Wir haben dann eine klar verstärkte Mannschaft, und mit der wollen wir unbedingt international spielen", meinte Präsident Axel Ehrhardt und spielt auf die Zugänge von Katrine Fruelund - unlängst Zweite bei der Wahl zur Welthandballerin des Jahres -, Camilla Thorsen und Chana Masson an. Unausgesprochen bleibt:Der HCL wäre blamiert, wenn er mit dieser Mannschaft nur national spielen würde. Nun aber winkt im ungünstigsten Fall der Challenge-, im wahrscheinlichen der EHF-Cup und im besten die Champions League. Für Letzteres muss Leipzig allerdings Meister werden - ausgeschlossen hält das nach den Spielen gegen Buxtehude mittlerweile niemand mehr. Zur Erinnerung:Der BSVging als Tabellenzweiter und in Bestbesetzung in die Playoffs.Ein personell stark angeschlagener HC Leipzig, dazu zunächst im Stimmungstief, war dennoch eine Nummer zu groß.
In den Halbfinals gegen Trier hofft Trainer Martin Albertsen wieder auf das Mitwirken vonNikola Pietzsch. Nur auf der linken Außenbahn werden die "Notanker" Maria Kiedrowski und Steffi Klausing die Saison für die verletzte Katja Langkeit (wurde gestern am Knie operiert) zu Ende spielen müssen. Bisher funktionierte das sehr gut, in Buxtehude auch spektakulär.Denn dort erzielte Steffi Klausing, die Physiotherapeutin des Teams, mit einem "Dreher" a la Stefan Kretzschmar das gefeierte Tor des Tages. "Ich hab das früher bei meinen Spielen für Markranstädt ab und zu mal gemacht", erzählte die 26-Jährige. "Aber so ein Dreher ist nicht ohne Risiko, gleich danach hat mich der Trainer auch ganz entsetzt angeschaut.Oh je, wenn das schiefgegangen wäre."
Passierte aber nicht, und nun darf auch Frau Klausing vom ganz großen Wurf, der Meisterschaft, träumen. "Wer mir zu Saisonbeginn prophezeit hätte, dass ich im Meisterschafts-Halbfinale spielen werde, den hätte ich in die Klinik geschickt", sagte die Medizin-Studentin kopfschüttelnd. Dazu kommt es nun nicht, stattdessen winken Belohnungen. Allerdings nur im Erfolgsfall.
Die Anwurfzeiten der Halbfinals gegen Trier stehen nun fest. Das Hinspiel am Donnerstag in Trier wird 17.30 Uhr angepfiffen, das Rückspiel in Leipzig am Sonntag um 15.20 Uhr.
so ein bißchen was in sachen team-motivation hat albertsen ja schon raus.
die story 'mit der physio zur deutschen meisterschaft' hat was. ![]()