Beiträge von Andi.Waffen57

    Da der Einstiegspost zur vergangenen Saison schon im Juni geschrieben wurde und wir bereits Juli haben, hier nun also der Auftakt zur kommenden Zweitligasaison, der vierten in Folge für den TuS Ferndorf.


    Die Kaderplanungen sind bereits abgeschlossen, einzig die Personalie Weber ist meines Wissens nach noch fraglich. Hier ein Überblick über die Zusammensetzung in der neuen Saison:

    TW: Puhl, Hottgenroth

    LA: J. Schneider, ten Velde

    RL: Faulenbach, Diebel, Siegler, (Weber?)

    RM: Strakeljahn, Persson

    RR: L. Schneider, Bornemann, Voss-Fels

    RA: Eres, Rüdiger
    KM: Michel, Koloper, Duvancic

    Auf dem Papier ist das in der Breite ein stärkerer Kader als zu Beginn der letzten Saison. Besonders die Doppelbesetzung auf Mitte und die 3 Spieler pro Halbposition sind eine deutliche Weiterentwicklung.


    Bester Sportkommentator: Florian Schmidt-Sommerfeld

    Meinen aufrechtigen Glückwunsch an alle Gewinner, aber die zitierte Wahl ist im Vergleich des internationalen (besonders englischsprachigen) Sportjournalismus ein bitteres Zeugnis für die Qualität dieser Disziplin hier in Deutschland.

    Wie schätzen "die Flensburger" hier die (finanziellen) Möglichkeiten der SG ein, im Sommer die Rückraumpositionen noch zu verbreitern? Diese Saison dürfte eindrucksvoll bewiesen haben, dass auch mit Semper und Möller der Kader im Rückraum noch zu dünn besetzt war.

    Ganz großer Glückwunsch an alle Beteiligten für den früh eingetüteten Klassenerhalt. Die Leistungssteigerung nach der letzten Corona-Zwangspause kommt einem Vulkanausbruch gleich und hatte für die Zuschauer quasi jedes Spiel eine weitere Steigerung parat. Es ist unverkennbar, wie Andersson einzelne Spieler aber auch die Mannschaft als Kollektiv Schritt für Schritt weiterentwickelt hat - völlig ohne Rücksicht auf (die zahlreichen..) Rückschläge. Das ist professionelle Mentalität. Ihm persönlich gebürt mein größter Respekt, er hatte vermutlich die widrigsten Umstände zu bewältigen, die man in einem Premierejahr vor der Brust haben kann. Der frühe Klassenerhalt ist eine Referenz dafür, wie souverän Andersson das hingekriegt hat. Für mich der Trainer dieser Zweitliga-Saison.

    Das sagt alles über die Nachwuchsarbeit und über die Wertschätzung des Nachwuchses aus. Dieser ganze JBLH-Quatsch ist doch für den Eimer, genauso wie dieses Pseudo-Siegel Exzellente Jugendarbeit. In der HBL spielen mittlerweile nur noch ausländische Fachkräfte, gelegentlich darf mal ein Nachwuchs-Außen ran. Selbst in der 2.BL sind zumindest bei den besseren Teams deutsche Spieler rar. Armer Alfred.


    Hier hat es doch schon jemand gesagt, Holpert war seit März 2020 der einzige Flensburger A-Jugendspieler der Mannschaftstraining und Spielbetrieb gesehen hat. Dem kompletten, weltweiten A-Jugend-Jahrgang wird dieses Jahr (für immer) fehlen. Da ist in der Nicht-Berücksichtigung des A-Jugend-Keepers einfach keine Aussagekräftigkeit für das Ausbildungssystem als solches gegeben. Wobei man sicherlich jemand tauglicheres (2. Liga) gefunden hätte als Opa Fritz, aber das ist nochmal eine ganz andere Sache.

    Danke, auch wenn dies eine schlechte Nachricht ist.


    Sehe ich genauso! Die Preiserhöhung von 10 auf 12€ fand ich schon fragwürdig, da (für meinen Geschmack) die Angebotspalette parallel keine qualitative Weiterentwicklung genommen hat. Außer der Handball-CL und den Finalspielen der Pokale im englischen Fußball (und wie oft kommen diese beiden Sachen schon...) reizt mich an DAZNs Angebot gar nichts, daher werde ich bei einer neuerlichen Preissteigerung definitiv meine Segel dort streichen. Früher hatte man für 10€ dort die gesamte Premier League, heute hat man auf dem billigsten Sky Sport-Ticket die PL und die Handball-BuLi für einen 10er. Da stinkt DAZN (wieder: aus meiner Sicht!) gewaltig gegen ab für 12€.

    Ich habe noch keinen Thread zum folgenden Thema gefunden: "Die Qualität und Unterschiede in der Übertragung auf Sportdeutschland.tv in den 19 Hallen der 2. Handball-Bundesliga". Daher mache ich nun einen auf. In vielen Hallen wird sehr unterschiedlich in der Übertragung verfahren. Wenn man live beim Spiel vor Ort ist, bekommt man davon ja meist nicht soviel mit. Aber im Laufe der Corona-Saison schaut man als Fan ja quasi bei jedem Kommentatorenteam einmal vorbei. Ich denke es wäre zum allgemeinen Interesse des Forums, wenn ein Austausch darüber entstünde, in welchen Hallen die Technik- und Kommentatorenteams besonders gute Arbeit machen, und von welchen Vereinen vielleicht qualitative Fortschritte vielleicht zukünftig in der Breite standardisiert werden könnten. Gibt es hier einzelne Elemente, die euch besonders gut/schlecht gefallen? Mir persönlich ist beispielsweise in Rimpar dieser völlig trashige Wolfs-Animationsfilm bei der Spielerpräsentation irgendwie trotzdem in positiver Erinnerung geblieben aber in Lübeck heute haben wir ein heilloses Gewechsel zwischen Kameraperspektiven erlebt. Was haltet ihr von den Interviews? Zugeschalteten Expertenmeinungen? Spielern, die kommentieren? Wie ist für euch das ideale Kommentatorenteam besetzt, mit 1,2 oder sogar 3 Personen? Wie sind eure Erfahrungen mit Rucklern, Übertragungsschwierigkeiten etc.?

    Ich denke, dieser Thread ist vielleicht auch für die Kommentatorenteams selbst von Interesse, da ja vielleicht so etwas wie eine kollektive Perspektive auf ihr Werk aka die bebilderte Begleitung des Geschehens auf der Platte entsteht. So tragen wir Fans vielleicht auch ein bisschen dazu bei, die Entwicklung des Themas zu gestalten. Um das gleich vorweg klarzustellen: NO HATE! Dass es überhaupt eine Live-Übertragung gibt, ist schon eine Sache, für die ich der Installation und den Fördermitteln des Sportdeutschland.tv-Projektes sehr dankbar bin. Egal bei welcher Qualität. Allerdings sieht speziell den letzten Satz wohl ein Gummersbacher Fan, der Sky-Übertragung gewöhnt war, anders als jemand, der mit dem TuS Ferndorf bis vor 5-6 Jahren die nicht-existente technische Begleitung der Oberliga und Regionalliga für unveränderbar gehalten hat.

    Wohl denn, schreibts was euch einfällt.

    In diesem Westfalenpost-Artikel (301 Moved Permanently) klingt es ganz so, als würde Gummersbach mit der Anfechtung Erfolgschancen haben. Zwar weiß ich nicht, warum man Janson überhaupt dazu befragt, aber ich kopiere den entsprechenden Absatz einfach mal hinter der Paywall hervor, versehen mit dem Hinweis, dass ich keine Rechte an dem Text habe:

    „Die Mannschaftsverantwortlichen müssen diesen Spielbericht ja vorher
    gegenzeichnen. Danach ist er offiziell. Dann darf auch nur der spielen,
    dessen Name drauf steht“, verdeutlicht Roland Janson, erfahrener
    Lehrwart des Kreises Lenne-Sieg. In den Profiligen sei ein
    Spieler-Nachtrag – so wie in den Klassen darunter – nicht möglich. „Ich
    kann mir vorstellen, dass Gummersbach mit einem Einspruch Erfolg hat“,
    meint der Altenaer, der je nach Rechtslage auch ein Wiederholungsspiel
    für möglich hält."

    Angesichts der Tatsache, dass nun auch sogar die HBL den "Fall Pechy" untersuchen will, hätte man zwecks Übersichtlichkeit einen eigenen Thread im Regelforum anlegen sollen. Jedenfalls soll am morgigen Freitag die Entscheidung feststehen.

    Kompliment an Trainer und Mannschaft, das war aller Ehren wert. Heute haben viele Schlüsselspieler, und auch die, die in die Bresche gesprungen sind, (M.Sorg!) ein guten Tag erwischt. Der Einbruch ist entsprechend ausgeblieben, auch weil der Coach taktisch nach der Halbzeit clever agiert hat. Dass es am Ende nicht gereicht hat ist, trotz der Tatsache, dass man durch den Sieg von FFB nun Letzter ist, heute nebensächlich. Das war ein Lebenszeichen der Mannschaft, dass Hoffnung für die nächsten Wochen macht!
    PS: Kompliment auch an Broszinski. Starke Partie.

    Da ich weiß, dass auch Fans anderer Zweitligisten angesichts der skurrilen Konstellation interessiert, wie es mit dem TuS weitergeht, hier der ausführliche Vorbericht der SZ zum Hamm-Spiel am Sonntag: 301 Moved Permanently (Danke fürs Nicht hinter eine Paywall packen)
    Darin stehen Dinge, die man vor ein paar Jahren nicht für im Jahr 2021 "In-einer-Zeitung-steh-bar" gehalten hätte: Der TuS fährt mit 9 Feldspielern nach Hamm, davon sind 2 aus der Oberliga-Mannschaft, man fährt also mit 7 (!) etatmäßigen Feldspielern zum Auswärtsspiel. Laut Trainer zum "Spaß haben" - und die Einschätzung ist auch noch 100% richtig. Und obendrein steht im Tor steht nach wie vor der ewige Kai Rottschäfer ;)
    Spaß beiseite, unter solchen Umständen verkommt ein realistischer Wettbewerb um die Klassenerhaltsplätze zur Farce. Da hat der TuS einen glasklaren, unverschuldeten Nachteil. Auch ohne die Infektionen und die Quarantäne wäre der Klassenerhalt eine schwierige Aufgabe gewesen - aber jetzt scheint sie fast nicht mehr lösbar. Denn es sind nicht nur die Ligaspiele, auch das Training leidet enorm unter so wenigen verfügbaren Spielern. Und genau das wäre es aber, was es jetzt am allerdringendsten bräuchte um den Rückstand zu den "im Saft" stehenden Teams zu verringern.

    Das Sportsystem in der DDR dient der politischen Außendarstellung eines Unrechtsstaates. Die erfolgreichen Sportler waren Botschafter des totalitären Bauern- und Arbeiterstaates.


    Ich erstaune jedes Mal wieder über die Vielzahl an mit Expertise ausgestatteten Politikwissenschaftlern in diesem Forum. Wenn du irgendwann mal das Konzept "Nationalismus" aus einer staatstheoretischen Perspektive belesen kannst, wird dir auffallen, dass so ziemlich jede Sport-Nationalmannschaft die von staatlicher Seite gewünschte Parteilichkeit für den eigenen Nationalstaat impliziert und implizieren soll. Ist die türkische oder ungarische Nationalmannschaft auch die eines Unrechtsstaates? Dort gelten ja auch immerhin in zentralen Bereichen des Lebens keine rechtsstaatliche Prinzipien einer liberal-demokratischen Verfassung mehr (Die ist ja auch wohl das einzige, was man weltweit als legitimen Staat bezeichnen kann!!!111einself). Jedenfalls ist es ein Populismus, den Spielern die durch Zufall in Land XY geboren werden und aus sportlichen Gründen ihre Karriereleiter beschreiten, Lakeienschaft für "das Grauen in Staatsform" oderso vorzuwerfen. In solchen Aussagen schwingt immer auch anteilsmäßig ein politisches Motiv mit - meist unterbewusst. Reflektier das doch mal ;)


    Achja, ich bin übrigens weder in der DDR geboren (Westdeutschland!), noch hege ich Sympathien für sie. Dieser Thread ist dennoch in meinen Augen lesenswert - denn der Handball war wohl einer der wenigen Bereiche des DDR-Spitzensports, in dem Doping nicht in dem Maße stattgefunden hat wie in den anderen.

    PS: Deinem "Im gleichen Atemzug nennen" von DDR und 3. Reich liegt eine antisemitische Denkstruktur zugrunde, das ist untragbar. Ob du dir dessen bewusst bist, oder nicht.

    Arbeitsrecht ! Ein sehr interessanter Aspekt
    Gibt es denn wohl für Profisportler dort Schutz in der Gesetzeslage?
    Wer kennt sich aus? Wäre echt mal interessant


    Ich fände es interessant, grundsätzlich mal zu klären, wie die (meines Wissens nach einzige?) dt. Spielergewerkschaft GOAL zur aktuellen Situation rund um die durch Covid und Nachholspiele massiv verschärfte Überbelastung steht. Wenn in den Medien und bei sportlichem Fachpersonal von "karriereverkürzenden" Verletzungsketten gesprochen wird, die gegenwärtig als Damoklesschwert über den Spielern hängen, ist, um es im entsprechenden Jargon zu sagen, die Reproduktion von Lebenskraft als Voraussetzung für die Leistung von Arbeitskraft auf kontinuierlich-bleibendem Niveau bedroht - historisch betrachtet war spätestens dieser Punkt für die dt. Sozialdemokratie immer ein Grund zum Einschreiten. Bleibt die Frage: Ist GOAL SPD- und DGB-nah? ;)

    Nein, ernsthaft: (und um den Bogen zurück zum TuS zu schlagen): Zwischen dem 9.4. (Hamm-Spiel) und dem 26.6. (letzter Spieltag) verbleiben gerade einmal 78 Tage, in denen 19 Spiele mit Zweitliga-Intensität in ganz Deutschland nachgeholt werden sollen. Das ist eine unfassbare Belastung und sportmedizinisch fragwürdig. Und vergleichbare Konstellationen (im Spitzenniveau noch mit den internationalen Reisestrapazen) werden weitere Vereine ereilen, nicht nur den TuS. Vor ein paar Jahren gab es mal die eher als PR-Aktion denn als Arbeitskampf geplante Spieler-Initiative "Dont play the players". Lag dieser Umstand am Ende auch an den geringen Aussichten auf Besserung angesichts einer arbeitsrechtlich anspruchsvollen Situation im Leistungshandball? Man weiß es nicht. Mich würde in jedem Fall interessieren, was die damaligen Protagonisten zur heutigen Situation sagen. Aber mich würd allgemein mal interessieren was die Spieler so sagen. Und besonders bei denen interessiert es mich, die vielleicht schon 1 oder 2 aufwendigere Verletzungen hatten und durch die aktuelle Situation ernsthaft in ihrer Karriere bedroht sind. Leider gibt es nicht so wirklich einen Stimmenfang.

    Der TuS Ferndorf gesucht, seine Strukturen zu professionalisieren: 301 Moved Permanently Herbei soll ein hauptamtlicher Geschäftsführer für die Spielbetriebs GmbH. Das ist ein begrüßenswerter weil nachhaltiger Vorstoß. Hoffentlich hat der neue Geschäftsführer auch ein Auge auf die schon vor Corona stark angeschlagene Jugendausbildung. Es wäre umsichtig, wenn man zur neuen Saison wieder eine eigene A-Jugend melden könnte, um nicht ein weiteres Jahr der Entwicklung zu verlieren. Wobei die Corona-Krise da schon einen massiven und zufälligen Ausgleich darstellt, da ja auch in keinem anderen Verein eine A-Jugend trainieren und spielen kann.

    Ich halte das Szenario, dass Ferndorf den juristischen Weg beschreiten wird und damit den sportlichen Saisonabbruch herbeiführt für nicht unwahrscheinlich. Das hätte dann ja wieder massive Auswirkungen auf Auf- und Abstiege von Liga 1 bis 3.

    In dem Artikel ging es weiterhin um einen möglichen Saisonabbruch und eine dann greifende Quotientenregel. Im Prinzip also weiß man also nur, dass man aktuell noch gar nichts weiß. Und das gilt eben nicht nur bezogen auf den TuS, sondern die gesamte Liga. Da kommen spannende Wochen auf die Entscheidungsträger der Ligen und Verbände zu, ich wünsche ihnen, dass sie die nötige geistige Flexibilität in den Momenten vorweisen können, in denen sie benötigt werden wird.