Ich kann deinen Ausführungen nicht ganz folgen.
Du schreibst „Dann noch Behauptungen der anonymen Zeuginnen, die auch erstmal berichtigt werden muss und dieser Quatsch des Berufsverbotes“.
Wer hat denn diese Äußerungen hier im Forum getätigt und was genau hat das mit dem Zitat des Anwalts Fuhrs zu tun? Bei dem ich im Übrigen montoya52 folge und in den Aussagen des Anwalts inhaltlich keinen Unterschied zu den Ausführungen des OLG Hamm sehen kann. Wie man ein Zitat kenntlich macht, darüber kann man sich gerne unterhalten.
Zu deiner oben zitierten Aussage ist, denke ich, unstrittig, dass Fuhr seit Bekanntwerden der Vorfälle quasi ein Berufsverbot auferlegt bekommen hat. Natürlich ist das eine Folge der medialen Berichterstattung und hier im Forum Sätze zu lesen, dass er ja ohne Weiteres wieder als Lehrer arbeiten könne, selbst wenn er nicht verbeamtet sei, Lehrer würden ja quasi überall gesucht, grenzt ja schon ein wenig an fehlender Vorstellungskraft, was die Berichterstattung für ihn zur Folge hat. Auf sein Interview in der Sport-Bild wurde in diesem Zusammenhang ja bereits verwiesen. Und in einem anderen Artikel stand sinngemäß nach dem Versuch, bei einem Fünftligisten (!) wieder Fuß zu fassen, er solle erstmal die Ergebnisse der Kommission abwarten. Das kommt doch einem Berufsverbot gleich oder irre ich mich?
Und das stelle man sich mal vor: Es gibt Anschuldigungen, eine Welle der medialen Berichterstattung, eine ewig währende Aufarbeitungsphase und am Ende käme auch „nur“ eine Beurteilung einer Kommission (oder auch nicht) und in der ganzen Zeit wird die Meinung vertreten, er könne ja einfach mal abwarten? Was würde jeder Einzelne von uns tun? Stellen wir uns mal vor, rein hypothetisch, viele der Vorwürfe könnten entkräftet werden: Was bleibt einem dann noch? Als ob man dann einfach wieder loslaufen und sein Leben weiter führen kann wie vorher. Das ist doch illusorisch. Da googelt ein potentieller Arbeitgeber einmal den Namen und das war’s doch. Und nochmal, bislang wird offenbar nichts strafrechtlich verfolgt. Weshalb nicht? Es könnte ja sein, dass nichts strafrechtlich verfolgbar ist, oder? Und dann sind wir wieder bei den subjektiven Wahrnehmungen, die man niemandem absprechen kann. Berechtigen die dazu, dass ein Mensch nicht mehr auf die Füße kommen darf? Ich stelle diese Fragen bewusst ganz provokant.
Und nun noch zum ersten Teil des oben zitierten Satzes „Dann noch Behauptungen der anonymen Zeuginnen, die auch erstmal berichtigt werden muss…“. Was genau wurde da von einem Forummitglied falsch wiedergegeben? Fakt ist laut OLG Hamm, dass Fuhr die Namen der Zeuginnen nicht genannt werden (sofern sie nicht in den Medien schon genannt wurden). Das OLG spricht davon, dass der Antragsteller nicht tolerieren müsse, „dass eine […] Kommission im Verborgenen Ermittlungen gegen ihn führt.“ Ich denke, das ist ziemlich deutlich.