Beiträge von herrsunshine

    Wenn man sich anschaut wie amateurhaft teilweise in den Vereinen der "stärksten Liga der Welt" noch gearbeitet wird, dann darf man sich über die Entwicklung des Sports nicht wundern. Da ist noch sehr viel zu tun und der Handball muss wirklich aufpassen. Aus meiner Sicht ist der Basketball schon längst vorbeigezogen. Das mögen die Mitgliederzahlen nicht unterstreichen, wer aber, wie ich früher, auf dem Schulhof oder sonst irgendwo zockt, ist auch nicht zwangsläufig Vereinsmitglied, eben ganz anders als im Handball. Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Verantwortlichen hier ein wenig naiv und zu optimistisch unterwegs sind.

    Das nehme ich auch so wahr, dass gerade bei den Kindern und Jugendlichen der Basketball dem Handball den Rang abläuft. Gerade, weil man es überall spielenkann, die Nati aktuell erfolgreich ist, die NBL bis zu uns austrahlt (Wagner-Brothers…). Momentan macht sich das final in den Mitgliedszahlen noch nicht stark bemerkbar, aber es ist deutlich Bewegung spürbar.

    Wenn mal hie und da punktuell ein Derby in den Dritten Programmen übertragen wird, stellt das für mich keine regelmäßige mediale Präsenz dar.

    An die Erfolge der Nationalmannschaften erinnert man sich, wer wann Meister geworden ist, interessiert keinen. 2007 war Deutschland Weltmeister, weiß jeder, aber wer Meister war, weiß kein Mensch außerhalb des Handballs.

    Skandinavien ist mit Deutschland nicht vergleichbar, dort ist eine ganz andere Sozialstruktur, ein ganz anderes Verständnis von miteinander, deswegen hinken ja auch die ständigen Vergleiche im Schulwesen.

    Ja, Kinder schätzen sich selbst ein und zwar so, wie es ihnen von Trainern und Eltern erzählt wird und wehe der SR erdreistet sich dem nach eigenem Verständnis hochtalentierten Nachwuchs mal einen technischen Fehler abzupfeifen, da kommt direkt die pädagogische Keule, da wird selbst in den Leistungsklassen noch Fingerspitzengefühl gefordert, den 5. Schritt den kann man doch in der Oberliga noch durchgehen lassen, muss man nicht pfeifen. Es sei denn, der Gegner macht das gleiche. Für den gelten dann die Regeln.

    Na, ja, ist natürlich alles eine Frage der Perspektive und der Wahrnehmung, - wie so vieles im Leben.

    Die mediale Präsens ergibt sich ja aus der Summe der Übertragungen im 1. und 2, Programm und den 3. Programmen, bei Pluto und Welt TV, Eurosport. So kann man eigentlich jede Woche mindestens 1- 2 Spiele live verfolgen. Geht übrigens gleich am 09. los.

    Klar hinkt der Vergleich mit Skandinavien, m.E. im wesentlichen deswegen, weil man dort viel mehr Ressourcen in die Förderung von Kindern steckt und deshalb auch in den Studien meist besser abschneidet. Ist auch kein Zufall, dass kleine Länder wie Island, Dänemark (Faröer Inseln) Top-Niveau repräsentieren.

    Bin da voll bei dir, dass man dort auch das soziale Miteinander anders praktiziert.

    Und ja, Kinder brauchen kontinuierliches Feedback von uns Erwachsenen, damit sie ein gesundes und vor allem realistisches Selbstkonzept entwickeln. Hier sind Eltern, Trainer, Lehrer, Schiedsrichter, usw. gefordert, das zu bewerkstelligen. Gerne auch in einer Art und Weise, die dem Entwicklungsalter angemessen ist!

    Da muss ich dir aber heftigst widersprechen.

    Gerade das fehlt ja heutzutage den Kindern und auch den Eltern.

    Die fehlende Selbsteinschätzung...

    Und das wird immer schlimmer ....

    Es liegt ja gerade an uns Trainern/Erwachsenen das zu vermitteln. Klar, auch den Eltern gegenüber. auch die müssen ggf. noch erzogen werden. Mache das als KHT schon seit 35 Jahren :rolleyes:

    Es fängt doch schon bei den Bundesjugendspielen an.

    Die Veränderung dort, dass die Leistung im Prinzip Bananenegal ist, ein absoluter "Totengräber" in jungen Jahren.

    Deinen letzten Absatz unterschreibe ich zu 137,5%

    Ich bin auch nicht glücklich über die jüngste Entwicklung bei den Bundesjugendspielen. Aber sie sind doch im Leben eines Handballsportlers nur ein singuläres Ereignis, das man getrost als marginal bezeichnen kann.

    Wenn ich mir die Fernsehpläne bei Handballworld.news ansehe, steht bei den meisten Spielen was von Bezahlen, der Rest läuft irgendwo auf Pluto oder Welt, Ruckelhandball auf Sportdeutschland guckt kein Mensch und mit gelegentlichen HBF-Spielen bei Eurosport begeistert man auch keine Massen. Es fehlt an einer regelmäßigen medialen Präsenz wie sie eben nur über die großen TV-Sender erreicht werden kann, ohne Bezahlen und ohne Registrieren, nur dann setzt sich eine Sportart auch irgendwann im Bewusstsein fest. Dazu gehören dann auch entsprechende Erfolge der Nationalmannschaften.

    Genauso wichtig wie die Begeisterung der Kinder für Handball zu wecken ist doch sie bei der Stange zu halten. Es nützt ja nichts 4 Mini-Mannschaften zu haben um dann in der C-Jugend eine SG eingehen zu müssen, weil nicht mehr genügend Leute da sind. Bei diesen Alle gewinnen-Turnieren lernen die Kinder nur, hey, egal wie ich spiele, ich krieg auch was, warum sollte ich mich anstrengen? Wenn es dann um Ergebnisse geht, um den Umgang mit Niederlagen fehlt jede Fähigkeit mit negativen Ergebnissen umzugehen, dann sucht man sich halt was anderes. Ich halte das für den falschen Weg, weil er Kindern die Möglichkeit nimmt, aus Fehlern zu lernen und damit auch jede Motivation verloren geht, besser werden zu wollen.

    Es ist leider nur die halbe Wahrheit, was du schreibst. Oder möglicherweise bist du einfach nur schlecht informiert.

    ARD überträgt ziemlich regelmäßig Bundesligaspiele in ihrem Programm, vornehmlich auch in den dritten Programmen. Vor allem dann, wenn beide Teams Mannschaften aus dem Sendegebiet sind. z.B. Magdeburg-Leipzig., Flensburg-Kiel, Stuttgart-FAG, …

    Sportdeutschland schaue ich regelmäßig, natürlich muss man da Abstriche machen, aber ich bin froh, dass ich überhaupt meinen Heimatverein spielen sehen kann.

    Deinen Blick auf den Kinderhandball kann ich auch nicht teilen. Kinder haben bei jedem Training die Möglichkeit, aus ihren Fehlern zu lernen, bei den Turnieren sowieso, denn da geht es gegen neue Gegner. Und Kinder haben von sich aus, eine Motivation besser zu werden. Es geht ja gerade darum, das zu lenken und durch Erfolgserlebnisse zu ermöglichen.

    Genau da ist man auf einem guten Weg. Und hey - glaub mir: Kinder lernen schon sehr früh, ihre Leistung einzuschätzen und erkennen schon früh, dass andere mehr oder weniger erfolgreich sind als sie selbst. Und ja, dazu gehört auch mit Niederlagen umzugehen. Wo können Kinder das besser lernen als bei (Sport-) Spielen?

    Volleyball ist unkomplizierter zu spielen, zur Not reicht ein Seil und ein Ball. Und es ist einer der wenigen Mannschaftssportarten mit Ball, wo man normalerweise keinen (unsanften) Körperkontakt mit dem Gegner hat.

    Es kann im Prinzip jeder ein bisschen spielen, auch die, die sonst Angst haben sich weh zu tun oder es koordinativ nicht drauf haben zu prellen, zu fangen oder zu werfen.

    Prellen, Fangen, Werfen muss man auch beim Fußball nicht. Das ermöglicht es auch motorisch weniger talentierten zu kicken.

    Wenn man sich mal Kreisliga oder Thekenmannschaften anschaut, was da einige so treiben, wenn die Handball spielen würden, müsste man alle 3 Sekunden nen technischen Fehler pfeifen. Selbst Basketball ist da noch einfacher, Schritteregel ist nicht ganz so einschränkend und beim Prellen darf man den Ball führen mit der Hand.

    Und wenn ich an meine Schulzeit denke, wenn wir Fussball, Hockey oder Handball spielten, niemand hat freiwillig Torwart gespielt.

    Da bin ich meist bei dir - mit der Ausnahme aber, dass die Schrittregel beim Basketball durch die Anzahl der Kontakte doch eher eingeschränkt ist als beim Handball.

    Finde nicht, dass sich Handball medial in einem Nischensender versteckt, es sind doch jede Woche Spiele im Free-TV zu sehen, von der anstehenden WM gar nicht erst zu reden. Und der Spartensender DYN ist für Fans an sich eine tolle Ergänzung dazu.

    Deine Einschätzung zum Kinderhandball kann ich ebenso nicht nachvollziehen. Hier ist man wirklich innovativ unterwegs und schaff neue Ansätze, Kindern den Einstieg in diese Sportart zu erleichtern und mit Erfolgserlebnissen für Handball zu begeistern.

    Für mich waren es die zwei Minuten nach Wiederanpfiff, in denen Balingen leicht auf vier davon ziehen konnte und letztendlich einen Punktgewinn für den TVG verhinderte.

    Ansonsten couragierter Auftritt, tolle Stimmung in der Halle.

    Einen Klassenunterschied habe ich auch nicht gesehen. Für 1. Liga ist da bei Balingen noch viel Luft nach oben.

    Nach dem Sieg von Hagen ist es nochmal enger geworden im Tabellenkeller. Vermutlich wird es bis zum letzten Spieltag spannend bleiben, wer mit Konstanz absteigt.

    Vielleicht erwischt es einen Etablierten, den man noch gar nicht auf dem Schirm hat.

    Bin auch der Meinung, dass der TVG sich dringend verstärken muss, um da nicht unnötig rein zu geraten.

    Gelnhausen vor der Rekordkulisse von 1450 Zuschauern erneut Derbysieger und nunmehr schon mit 6 Punkten Vorsprung auf Platz 3 - kein Wunder, dass heute zum ersten Mal das Wort „Aufstiegsrunde“ in der Presse zu lesen war.

    Bei Nieder-Roden heißt es also „Back to the roots“ mit Rhein und Redmann. Mal schauen, ob die HSG aus Rodgau so wieder in die Erfolgsspur findet, zu gönnen wäre es ihr ja!

    Ich will hier gar nichts verniedlichen, gutheissen oder ähnliches!

    Scroll nach oben! Schau dir den entsprechenden Beitrag des Users an, den ich beschrieben habe!

    Mathematisch gesehen ist es extrem unwahrscheinlich erwischt zu werden wenn man in der 2.Liga etwas genommen oder gemacht hat! Insofern bleibt es beim Pech!

    Musst halt auch mal lesen was andere schreiben und evt früher im Verlauf geschrieben haben! Dann hättest es auch nicht völlig falsch interpretiert, du Obergerechter.

    Vielen Dank für den Hinweis: Ich habe gescrollt, aber leider nicht gefunden, worauf du dich beziehst.

    Ich verstehe deine Aussage so, dass du meinst, dass jemand, der dopt Pech hat, wenn er erwischt wird, weil es statistisch sehr unwahrscheinlich ist, dass das passiert.

    Das kann man natürlich so sehen, und ist wahrscheinlich mathematisch zutreffend. Diese Sichtweise ist aber so, wie du das schreibst, eindimensional.

    Es soll ja auch Leute geben, die Pech beim Denken haben.

    Was man nicht alles so macht und nimmt für den Body und damit für die Reichweite .... tz

    Echtes Pech erwischt zu werden!

    Wer solche Mittel einnimmt, nimmt es billigend in Kauf, auch erwischt zu werden. In der Folge ist er auch für den Schaden der ihm oder dem Verein entsteht, verantwortlich zu machen. Natürlich nur, wenn die Beweislage eindeutig ist!

    Hat hier nicht jemand die äusserst geringe Wahrscheinlichkeit ausgerechnet und dargestellt in der zweiten Liga beim dopen erwischt zu werden?! Oder war das ein anderer Thread?

    Auf jeden Fall ist/ war das Ergebnis, dass man es als Pech bezeichnen muss.

    Hier in diesem Zusammenhang von Pech zu sprechen ist leider am Thema völlig vorbei und führt m.E. nur dazu, die Problematik zu verniedlichen.