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Zur Saison 1979/80 habe ich noch eine Zuschauerübersicht gefunden:
SC Magdeburg 16600
SC Empor 20000
ASK Vorwärts 9000
SC Leipzig 7000
Post Schwerin 29800
Dynamo Halle-N. 6700
SC Dynamo Berlin 4700
Wismut Aue 9000
Motor Eisenach 4700
Rotation PB Berlin 2400
Das waren Saisonzahlen! Rund 110000 Zuschauer in 90 Männerspielen. Dynamo Berlin konnte zu sieben Heimspielen nicht in ihre Halle, steht leider nicht in welche. Post Schwerin musste zu zwei Spielen nach Ludwigslust ausweichen, sonst wären es noch mehr Zuschauer.
Empor Rostock musste auch zwei Spiele in Marienehe austragen.
Auch wenn ich unter 40 bin und damit im sinne des Themas mich eigentlich nicht beteiligen kann weil keine Erinnerungen will ich mich doch mal erdreisten mich zu beteiligen. ![]()
Der Zuschauerschnitt zu den obigen Zahlen ist übrigens folgender:
SC Magdeburg 1844
SC Empor 2222
ASK Vorwärts 1000
SC Leipzig 778
Post Schwerin 3311
Dynamo Halle-N. 744
SC Dynamo Berlin 522
Wismut Aue 1000
Motor Eisenach 522
Rotation PB Berlin 267
In Magdeburg hätte ich übrigens einen höheren Schnitt erwartet, gerade vor dem Hintergrund das die Stadtverwaltung die Kapazität der Gieseler-Halle heute mit 1800 angibt, wobei vor einigen Jahren an Längsseiten des Spielfelds je eine Sitzreihe entfernt wurde, dabei hat man sicher nicht nur 25 Sitze pro Seite weggenommen. So breit sind die Magdeburger Hintern dann doch nicht.
Um meine Frage mal allgemeiner zu halten: Wie groß waren damals die Kapazität der jeweiligen Hallen (sofern bekannt)? Konkret in der HGH ist ja heute nur hinter einem Tor eine Tribüne. War das damals auch schon so, oder war dort wo heute ein Volleyballfeld ist auch eine Tribüne aufgebaut?
Die Hallen war wohl eine generelle Herausforderung. Piesteritz spielte einer Halle, die hieß "Am tor 2" also auf dem Werksgelände.War die Gieselerhalle auch ein ehemaliger Lokschuppen. In meiner Erinnerung baugleich mit Marienehe.
Die Gieselerhalle war in ihrem führen Leben unter dem Namen "Halle Stadt und Land" als Teil des Schlachthofgeländes eine Markthalle bzw. Mehrzweckhalle. Übrigens: Die Halle wird nächstes Jahr 100 Jahre alt und übernächstes Jahr wird ein Ersatzneubau an anderer Stelle eröffnet, dort sollen dann die SCM-Youngsters und alle SCM-Jugendmannschaften spielen. Wie die Gieseler-Halle in Zukunft genutzt wird ist derzeit offen (eine Sportnutzung ist möglich aber keineswegs sicher), wer also dort noch mal live Handball sehen will, sollte es - sobald es wieder geht - nicht ewig aufschieben.
Was ich vor diesem Thread nicht wusste: Das in der alten Buckauer Sporthalle auch mal Oberligahandball (von den Post-Damen) gespielt wurde. Die Halle wird derzeit zu hochpreisigen Wohnungen umgebaut. Für die Ortsunkundigen: Die alte Buckauer Sporthalle ist die große Halle zwischen Kapellenstraße und Coquistraße.
Ein Bekannter hat mir vor einiger Zeit erzählt, das Lok/Motor Südost regelmäßig in den Genuss kamen, dass aussortierte Spieler des SC Magdeburg dort anheuerten. Die waren dann aber immer noch so gut, dass es in den 80ern Südost 2x in die Oberliga geschafft hat. Gespielt wurde seinerzeit - laut Aussage meines Bekannten bis 1997 - in der Halle der Freundschaft, bzw. wie die Stadt sie auf ihren Internetseiten nennt, die Sporthalle Fermersleben. So richtig kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen, das ehemalige Olympiasieger bzw. aktuelle Nationalspieler in den Jahren 1984/1985 und 1988/1989 dort zu einem Pflichtspiel angetreten sind. Zur Wendezeit wurde die BSG dann in Fermersleber SV von 1895 umbenannt und spielte dann noch mehrere Jahre in der 2. Bundesliga Nord. Meine Handballerische Erinnerung beginnt erst mit dem erneuten Aufstieg Fermerslebens in die 2. BL 1997. Seinerzeit wurden - durch die Fertigstellung der Bördelandhalle, und des Abschiebens des Damenhandballs seitens des SCM in die Vororte - in der Gieselerhalle Hallenzeiten frei und die HGH wurde die Fermersleber Heimstätte. Zuindest Ende der 90er war Fermersleben der Ort an dem Magdeburger Talente zwischengeparkt wurden. Fast schon folgerichtig, ist aus Fermersleben (bzw. Lok/Motor Südost) mit der Fermersleber Insolvenz die zweite Mannschaft des SCM geworden. In der nach dem Abstieg spielte man eine Sasion als Fermersleben/SCM II, bis das Spielrecht ganz auf den SCM überging. Es ist wohl so, dass heute noch ein Teil des Fuktionärsteams der SCM YoungsterS noch aus der Fermersleber bzw. Südoster Zeit ist.
Um die Kurve in die 80er zu bekommen (verzeiht meinen Exkurs in die Späten 90er/frühen 2000er): Hat Lok/Motor Südost tatsächlich - auch in den Oberliga - immer in Fermersleben gespielt?