Beiträge von Fachfremder

    Also ich denke ja auch, dass der Frauenhandball ein immer größer werdendes Problem hat, weil der Nachwuchs fehlt. Die schnelle Mitte hatte ich da bislang noch nicht als Problem gesehen. Ich habe mich da mal mit einem männlichen BWOL-Spieler unterhalten, der unter der Variante "Rennball" geächzt hat und dies auch wenig erbaulich fand. Dort ist das Problem, wie auch die überwiegend sehr torreichen Spiele zeigen, offensichtlich größer.


    Für mich liegen die Probleme bei den Frauen eher darin, dass gerade in den Anfangsjahren die schnellen und technischen versierten Spielerinnen zu wenig geschützt werden und überharte Abwehr mit guter Abwehr verwechselt wird. Und ob man es jetzt gut findet oder nicht: Wenn ich mir Frankreich, Norwegen und auch bedingt die Niederlande anschaue, wird da sehr schnell gespielt und wenn man da auf Dauer mithalten will, wird man wohl oder übel schnelle Spielerinnen hervorbringen müssen.

    Tja, warum können die so Weltreisen machen? Weil die meistens aus einem guten Haus kommen, wo die Eltern gut ausgebildet sind und überdurchschnittlich verdienen. Und da ist eine schlecht bezahlte Bundesligakarriere, bei der man sich dann obendrein noch die Gesundheit ruiniert, nicht so reizvoll. Zumal man bei Papa oder auch Mama sieht, dass man in anderen Berufen viel Geld verdienen kann, und zwar über das 30. Lebensjahr hinaus.


    Ich habe es schon oft gesagt und wiederhole es nochmal: Solange Frauenhandball diesen Stellenwert hat und unter diesen Rahmenbedingungen stattfindet, werden pro Jahrgang nur ein paar "Besessene" eine längere Bundesligakarriere anstreben. Insbesondere Spielerinnen mit guten Schulabschlüssen und anspruchsvollen Studiengängen werden deshalb weiter mit dem Handball aufhören und dieses Talent "verschleudern". Ich spar mir jetzt meine Meinung als Vater kundzutun.

    Da brauchst du wahrscheinlich gar keine Anfechtung - wenn die jahrelange Talentförderung durchlaufen haben, brauchen die wahrscheinlich nur ein ärztliches Attest, das bescheinigt, dass es es besser wäre, nicht Handball zu spielen. Würde auf jeden dann klappen, wenn die schon einen Kreuzbandriss hatten :saint:

    Stifler'sMom: Wer feiert denn hier? Wir haben nun einmal keine anderen Spielerinnen. Sollen die absichtlich verlieren, weil es unwürdig ist, gegen schwächere Gegner zu gewinnen? Wird es besser, wenn man sich nicht für Olympia qualifiziert? Wenn euch wirklich etwas am Frauenhandball in Deutschland liegt, dann freut euch, dass ein erster Schritt Richtung Olympia getan ist und drückt die Daumen, dass es der nächste auch wird.

    Wenn es den Großteil der Kommentatoren hier so quält, sich das anzuschauen, warum macht ihr dann nicht einfach etwas anderes? Ich sehe es wie Benson, was zählt ist der Sieg. Wer in so einer Drucksituation ein technisch herausragendes Spiel erwartet, dem ist irgendwie auch nicht mehr zu helfen.

    § 22 bezieht sich nur auf den Einsatz in verschiedenen Jugendmannschaften, d.h. ein C-Jugendlicher kann nur in der B- und nicht in der A-Jugend eingesetzt werden. Für den Einsatz bei den Erwachsenen gilt § 19 .


    Tatsächlich ist es so, dass der B-Jugendliche zudem auch bei den Aktiven eingesetzt werden kann, wenn die Saison in der A- oder B-Jugend abgeschlossen sein sollte.

    Er darf nach § 19 Spielordnung mit 17 bei den Aktiven eingesetzt werden, wenn eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung und die Einwilligung der Eltern vorliegen:


    "§19 Doppelspielrecht von Jugendspieler*innen
    (1) Jugendspielerinnen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, und Jugendspielern, die das 17.
    Lebensjahr vollendet haben, sowie DHB-Kaderspielerinnen, die das 15. Lebensjahr vollendet haben,
    und DHB-Kaderspielern, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, wird (unabhängig von ihrem
    Altersklasseneinsatz) bei Vorliegen der Voraussetzungen gemäß Abs. 4 auf Antrag durch den
    zuständigen Landesverband die Spielberechtigung für Erwachsenenmannschaften erteilt, ohne
    dass sie ihr Jugendspielrecht verlieren. Für Spieler*innen in Jugendspielgemeinschaften gilt das
    erteilte Doppelspielrecht für den Stammverein, der im Spielausweis einzutragen ist. Dies gilt auch,
    wenn der Stammverein einer Erwachsenenspielgemeinschaft angehört.

    (4) Die Einwilligung der Personensorgeberechtigten und eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung sind Voraussetzung für die erstmalige Erteilung der Spielberechtigung von
    Jugendlichen in Erwachsenenmannschaften."


    Er kann dann aber in der Saison aufgrund von § 22 nicht gleichzeitig A-Jugend spielen. Auch die sonstigen Begrenzungen sind zu beachten (Ausnahme: Quali und Jugendbundesliga).

    alter Sack : Natürlich leben wir in einem Rechtsstaat, Fuhr kann gegen alles klagen, was ihm nicht passt, gegen jede einzelne Äußerung von Spielerinnen. Daneben darf ihn auch jeder Handballverein in Deutschland beschäftigen, er muss dann nur schauen, wie sich Zuschauer und Sponsoren dann verhalten.


    Da so schnell Gras über die Sache wächst: Erinnern sich eigentlich noch alle daran, mit welcher Desinformationskampagne der BVB damals Zschocke und Berger diskreditiert hat, z.B., dass man gar nicht wisse, was los ist, obwohl schon Kündigungen da lagen?


    Dass die Methoden von Fuhr etwas aus der Zeit gefallen waren, sollte jedem auch ohne die Untersuchung klar sein. Davon gab es aber auch keine Distanzierung, lediglich Gequassel von Grenzen und herausfordernder Trainerarbeit. Tut mir leid, wenn er ein Opfer ist, dann für mich eines seines eigenen Handelns.

    Ich finde es auch seltsam, wenn eine nicht übermäßig herausragende Zweitligaspielerin vor einer etablierten Bundesligaspielerin steht. Manchmal hat es den Anschein, dass man auf Teufel kaum raus aus bestimmten Talenten etwas machen will.

    Momentan reicht es für Waiblingen noch, Nellingen ist dagegen meiner Meinung nach schon abgestiegen: Sie haben 6 Punkte und noch 4 Spiele, können somit noch maximal 14 erzielen. Auf Platz 8, der zumindest zur Relegation berechtigt, steht Schutterwald mit bereits 16 Punkten.

    Dass da überwiegend B-Jugendliche gespielt haben, dürfte eher Not als Tugend gewesen sein. Nellingen hat da wohl einige aus dem Stützpunkt mit dem Argument abgezogen, dass sie früh 3. Liga spielen können, mit BWOL holt man da keine hinter dem Ofen hervor. Der Nachbar Stuttgart/Metzingen kann da mit 3. Liga und Anschluss an die Bundesliga punkten; dahin verlieren sie jetzt auch ihr größtes Talent. Um selbst etwas mehr als BWOL bieten zu können, macht man halt wenigstens die Kooperation mit dem Zweitligisten ....

    Ist doch super, in der Faschingswoche finden auch weniger Spiele im Jugend- und Amateurbereich statt :irony: Die Begeisterung für Fasching ist hier zwar weniger groß, die für das Skifahren dafür umso größer und in der Faschingswoche sind Schulferien, die dafür von vielen genutzt werden ... Im Rahmenterminplan sind beide WE daher keine Spieltage:


    https://www.hvw-online.org/fileadmin/hvw/Spielbetrieb/Verband/Saison_23-24/RTP_MF_2023-2024_230405.pdf

    Ich kann das natürlich nicht beurteilen, weil ich das Spiel nicht gesehen habe. Eine Torhüterin spielt ja mit der Abwehr zusammen und die gestern kannte sie nun einmal nicht. Da würde ich also erst einmal abwarten. In den Ausschnitten vom Spiel gegen Bietigheim war Schmitz-Veltin aus der A-Jugend mit ein paar guten Aktionen zu sehen. Dann kann man die ja in der HBF einsetzen und Polackova in der 3. Liga ;)

    Dafür plant Metzingen jetzt wohl tatsächlich schon mit der Spielgemeinschaft in Liga 1 und 2 vertreten zu sein. Artikel ist hinter der Bezahlschranke:


    Handball, dritte Liga: HSG Stuttgart/Metzingen: Das Ziel: Präsenz in Liga eins und zwei
    Die Talente der HSG Stuttgart/Metzingen um Trainerin Edina Rott genießen die Tabellenführung in der dritten Handball-Liga Süd. Der Aufstieg ist aber in dieser…
    www.stuttgarter-zeitung.de


    Wer in die Instagram-Story geht. kann ihn sich aber noch ein paar Stunden ansehen. Möglicherweise plant man hier schon die Spielerinnen aus dem Leistungszentrum ein.

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