Beiträge von Fachfremder

    Aus den Dfb:

    "Ein eventueller Unterschuss
    geht zu gleichen Teilen zu Lasten der beiden beteiligten Vereine. Der Anteil des Gastvereins
    wird mit den Fahrtkosten verrechnet (d.h. der Gastverein erhält seine Fahrtkosten abzüglich
    seines Anteils am Unterschuss)."

    1625237244-DurchfhrungsbestimmungenPokal.pdf

    Liest sich so als würde Metzingen maximal auf seinen Fahrtkosten sitzen bleiben. Sonst wäre das ja ein super Instrument: Wirtschaftliche Schwächung der "Konkurrenz" durch Anmietung unangemessener Spielstätten.

    Göppingen kannst da auch noch dazunehmen, die haben dieses Jahr auch keine BWOL-fähige Mannschaft. Nachdem sie alle 2005 rausgezogen haben

    Göppingen ist aber kein Bundesligist :verbot: Und über die Zweitligisten wollte ich mich jetzt nicht auch noch auslassen, aber der Vollständigkeit halber: Herrenberg hat weder in der A noch in der B BWOL gemeldet, Waiblingen bei beiden, wobei die für die B auf Instagram nach Spielerinnen gesucht haben. Damit soll es aber gut sein, sonst müssen wir einen neuen Thread über die Nachwuchsarbeit der Bundes- und Zweitligisten in Württemberg machen, da gäbe es genug Stoff :wall:

    Durchführungsbestimmungen BWOL, A. 10

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    "Vereine, die in diesem Spieljahr an der Jugend-BWOL teilnehmen und gemäß § 49 SpO DHB aus der Meisterschaftsrunde ausscheiden, verlieren ihren Anspruch in der darauffolgenden Spielzeit an Spielen der BWOL der
    Jugend A und B teilzunehmen. Sie werden mit einer Geldstrafe, bis zur dreifachen Höhe des Meldegeldes, belegt."

    § 49 SpO DHB betrifft das Ausscheiden wegen dreimaligem Nichtantreten, das gar nicht erst Antreten dürfte da keinen anderen Fall darstellen. Und die Dfb regeln in meinen Augen deutlich, dass der Rückzug dann für die nächste Saison beide Jugenden und sogar beide Geschlechter beträfe, was bei Metzingen ja nicht relevant wird.

    Ich finde so einen Rückzug auch eine Sauerei gegenüber den anderen Mannschaften, zumal es ja vor der Runde schon Zweifel gab, ob die überhaupt eine B-Jugend melden. Metzingen wird das Ganze aber wohl nicht sonderlich stören: Die spielen dann nächstes Jahr mit allen A+B-Jugendlichen, die dann noch haben mit den Frauen 2 in der BWOL :lol:

    Dass der ältere A-Jugend-Jahrgang entfällt, dürfte wohl der Not geschuldet sein: Bereits jetzt kriegen viele Vereine kaum noch eine A-Jugend zusammen und die wird dann vielfach mit einigen B-Jugendlichen aufgestockt. Bei der B-Jugend-Bundesliga bin ich gespannt, ob man da automatische Startrechte für die Bundesligisten geben soll. Anderenfalls könnte es hier in Württemberg für die Bundes- und Zweitligisten knapp werden. Metzingen hat seine B-Jugend aus der BWOL abgemeldet, dürfte nach den Durchführungsbestimmungen nächstes Jahr also weder mit der B- noch mit der A-Jugend BWOL spielen. Neckarsulm ist bei der B-Jugend gar nicht auf der höchsten Ebene dabei und Bietigheim hat keine Mannschaft, die in BaWü vorne mitspielen kann. Möglicherweise versuchen die dann aber, die Mädels noch früher mit der Aussicht auf "Bundesliga" zu ködern. Wie die das mit den Jugendzertifikaten geregelt bekommen wollen, frage ich mich auch: Momentan haben die teilweise Probleme, überhaupt Trainer zu finden.

    @nsu`ler: Es läge doch an der Spielerin, einfach nein zu sagen und auf ihren laufenden Vertrag zu verweisen. Wenn der BVB so vorgeht, wird er davon ausgehen, damit auch einen gewissen Erfolg haben zu können, was darauf hindeutet, dass es üblich ist, wie der capitano sagt.

    Die wenigen Vollprofis dürften wenig Sinn für Romantik haben und man kann es ihnen eigentlich bei den Verhältnissen nicht verdenken, wenn sie Chancen nutzen, etwas mehr zu verdienen und sich in der CL zu präsentieren. Jeder ist sich selbst der Nächste.

    Zahlreiche Bundesligisten erziehen die Spielerinnen doch gerade zu einem solchen Verhalten. Wie viele junge Spielerinnen werden mit zweifelhaften Versprechen in die eigenen Jugendmannschaften geholt, weil sie da Jugendbundesliga und 3. Liga spielen und bei der ersten Mannschaft mit trainieren können blabla. Damit bildet sich doch eine Kultur, wo jede abhaut, wenn sie meint, irgendwo anders könne sie für sich etwas mehr herausholen.

    Herz darf man vielleicht bei einer solchen Arbeitsbeziehung nicht unbedingt erwarten, Stil allerdings schon und stillos ist es allemal. Aber das würde ja auch zum Umgang mit kaum oder wenige eingesetzten Spielerinnen passen. Vielleicht hatte man sich erhofft, dass sie als von der BG finanzierte Rückfalllösung bleibt, um im Falle eines entsprechenden Bedarfs eine Spontanheilung zu durchlaufen.

    Die Vertragsverlängerung ist aus Neckarsulmer Sicht absolut sinnvoll, weil man in der Buli außer mit viel Geld nur durch ein zumindest mittelfristiges Konzept überhaupt überlebensfähig ist, an dem sich auch die Zusammenstellung der Mannschaft orientiert. Und da ist die Trainerposition nun einmal entscheidend. Zudem laufen ja überhaupt nicht reihenweise Inhaber mit der geeigneten Lizenz rum. Gaugisch ist ja auch aus dem Schuldienst reaktiviert worden.

    juliscka: Es ist doch völlig wumpe, in welche Relation man die Paraden von ten Holte setzt. Tatsache ist doch, dass sie die Bälle gehalten und dem BVB damit geholfen hat. Außerdem bist du damit im falschen Thread. Und die Distanz sagt überhaupt nichts aus. Eine richtige Fackel aus dem Rückraum kann wesentlich schwerer zu halten sein als ein Wurf vom Kreis direkt auf den Leib.

    TCLIP: Dass Spielerinnen bei den Sponsoren beschäftigt sind und eine Ausbildung machen, trifft man eigentlich sehr häufig, sogar bei (angehenden) Nationalspielerinnen:

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    Wenn ich richtig informiert bin, sind in Bietigheim aber bis auf Lauenroth, die in Teilzeit Polizistin ist, alle aus dem Buli-Kader Vollprofis. Bei Olymp arbeitet da keine.

    Wolfsburg im Frauenfußball beschäftigt die Spielerinnen auch bei VW, was für diese den Vorteil hat, bei Karriereende nicht als Berufsanfänger dazustehen.

    Bienzle: Es sagt auch keiner etwas gegen das Engagement von Herrn Bezner. Dem Vernehmen nach soll wohl auch bereits in Aussicht stehen, dass es nach seinem Ableben von Olymp überhaupt kein Geld mehr für Handball gibt. Die Frage ist aber, was auf Dauer für den Frauenhandball gewonnen ist, wenn Mäzene auftreten, die letztlich eine Mannschaft und nicht einen Verein unterstützen. Wenn sich die Mannschaft dann vom Verein entfernt und die Vereinsarbeit leidet, weil alles auf die Bundesligamannschaft fokussiert wird, bleibt am Ende vielleicht gar nichts. Und ohne dir mit deinem Verein zu nahe treten zu wollen: Wenn eine Mannschaft aus der Bundesliga mit einem Haufen Nieder- und überwiegend anderen Ausländerinnen Champions-League spielt (und das auch noch leidlich erfolgreich), hat der deutsche Frauenhandball davon herzlich wenig. Und ich sehe auch nicht, dass deutsche Spitzenmannschaften in absehbarer Zeit in der CL konkurrenzfähig werden. Da fehlt aber auch vom DHB ein Konzept, wo es hingehen soll.

    @NSU`ler - so wie hier

    https://www.esslinger-zeitung.de/inhalt.der-auf…718c429d8a.html

    Die Nellinger haben wohl jahrelang vom Engagement von Dietmar Hantke gelebt und nachdem der sich zurückgezogen hat, war halt nichts mehr los. Aus der BL ging es dann direkt in die 3. Liga und da hat man wahrscheinlich Corona als Glücksfall gehabt, weil es sonst direkt noch eins weiter runter gegangen wäre.

    Problematisch wird es insbesondere dann noch werden, wenn hinter der Bundesligamannschaft kein vitaler Verein mehr steht, der noch eine selbständige Jugendarbeit leistet.

    Bietigheim hat aber die MHP-Arena und bekommt von da auch wieder Geld, ist halt so ein Zirkelsystem. Daneben gibt es die EGE-Trans Arena, so dass ich an der Stelle der Bietigheimer Stadtverantwortlichen auch gründlich prüfen würde, ob da noch Bedarf für eine weitere Halle da ist.

    Es kann aber durchaus die Pflicht geben, sich bei der Reha von denen begleiten zu lassen, die für den Verein tätig sind. Daneben befinden sich verletzte Spielerinnen sich nicht selten für taktische Angelegenheiten etc. weiter bei der Mannschaft. Wie es in Rumänien aussieht, wissen wir ohnehin nicht.

    Welche Ticketeinnahmen sollen denn verloren gehen und wie viele Zuschauer wollen für einen Stream zahlen? Ganz ehrlich, warum soll ich für 2. BL was zahlen, wenn ich auf EHFTV die CL für Umme bekomme ? Und wie viel soll denn bei Bezahlschranke reinkommen? Wenn man die Gelegenheit nicht nutzt, sich zu präsentieren, bitte.

    Ketsch setzte dabei aber doch darauf, dass die schon in der Jugend für Ketsch spielen. Das Göppinger Konzept könnte hingegen auch erlauben, Spielerinnen von anderen Vereinen zurückzuholen, die "aus der Gegend" kommen, z.B. Patorra, Scheib oder auch Kynast.