Original von Moose
und zum Zweiten:
HW:
"Zweite Niederlage gegen Slowenien
Die deutschen Handballer gehen mit dem Negativerlebnis von zwei Niederlagen in die abschließende Vorbereitungswoche auf die Weltmeisterschaft in Tunesien. Einen Tag nach der 19:27-Schlappe verlor der Europameister am Samstag in Celje auch die zweite Neuauflage des EM-Finales gegen Gastgeber Slowenien trotz starker Leistung bis eine Viertelstunde vor Schluss noch mit 26:32 (16:12). Vor 3000 Zuschauern waren mit je vier Toren die Hamburger Pascal Hens und Torsten Jansen sowie der Essener Oleg Velyky die besten Werfer.
dpa (15.01.2005)
«Wir haben 45 Minuten eine überragende Leistung gezeigt», lobte Bundestrainer Heiner Brand seine Mannschaft. Trotz einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vortag bleibt für den Gummersbacher bis zum WM-Auftakt am 23. Januar in Sousse gegen Ägypten noch Arbeit. Vor dem Abflug nach Tunesien am 21. Januar trifft die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) noch in zwei weiteren Länderspielen am 19. und 20. Januar jeweils auf Tschechien.
Heftige Kritik übte Brand an der Ansetzung slowenischer Schiedsrichter für die beiden umkämpften Partien, in denen sich beide Mannschaften nichts schenkten. «Ich gratuliere den Slowenen zum Sieg, aber die bessere Mannschaft sind wir gewesen. Ich bedauere sehr, dass es nicht geschafft wurde, Schiedsrichter von internationalem Format einzusetzen», schimpfte der Bundestrainer.
Wie am Vortag begann die deutsche Mannschaft mit einer 6:0-Deckung. Doch stellte Brand dieses Mal statt des Kielers Sebastian Preiß den Essener Oliver Roggisch im Mittelblock neben den routinierten Frank von Behren. Zudem erwies sich der Magdeburger Torhüter Johannes Bitter als sicherer Rückhalt, nachdem im ersten Vergleich am Freitag der Großwallstädter Carsten Lichtlein zwischen den Pfosten gestanden hatte.
Der Start des DHB-Teams in die Partie verlief verheißungsvoll. Der spielfreudige Oleg Velyky übernahm die Initiative, setzte die Akzente und hatte maßgeblichen Anteil an der 3:1-Führung. Jedoch erwiesen sich die Slowenen erneut als der erwartet harte Prüfstein. Der Olympia-Elfte ließ sich nicht abschütteln und ging unter dem Jubel der Fans mit 10:8 (17.) in Führung.
Im Gegensatz zum Vortag ließen sich die Schützlinge von Bundestrainer Brand diesmal nicht beeindrucken. Sie agierten wesentlich wacher und dynamischer und wendeten das Blatt wieder. Nach zwei Treffern von Pascal Hens (Hamburg) führte die DHB-Auswahl beim 15:11 (25.) erstmals mit vier Toren Vorsprung, den sie bis zum 16:12-Pausenstand verteidigte.
Noch bis zur 45. Minute, bis zum 22:20, lag der Gast in Front. Anschließend wurden zwei deutsche Spieler mit Zweiminuten-Strafen von den Referees Dusan Andoljsek und Joze Pangerc vom Feld genommen. Das junge DHB-Team geriet aus dem Konzept und mit 22:28 in Rückstand. Die folgende Aufholjagd wurde mit erneut zwei Herunterstellungen durch die Schiedsrichter ausgebremst.
Slowenien - Deutschland 32:26 (12:16)
Slowenien: Jovicic 7/3, Kozlina 5, Rutenka 5/1, Ostir 3, Spiler 3, Kozomara 2, Brumen 2, Ficko 2, Zorman 2, Natek 1
Deutschland: Bitter (SC Magdeburg), Lichtlein (TV Großwallstadt) - Hens (HSV Hamburg/4), Von Behren (VfL Gummersbach/1), Roggisch (TuSEM Essen/3), Tiedtke (SG Wallau-Massenheim), Glandorf (HSG Nordhorn/1), Weber (SG Kronau/Östringen), Preiß (THW Kiel/3), Hegemann (HSG Düsseldorf), Grafenhorst (SC Magdeburg), Zeitz (THW Kiel/3), Jansen (HSV Hamburg/4), Velyky (TuSEM Essen/4), Kehrmann (TBV Lemgo/3), Schöne (SC Magdeburg)
Schiedsrichter: Andoljsek/Pangerc (Slowenien)
Zuschauer: 3000
Strafminuten: 12 / 14