Dass ist sportartenübergreifend auch immer wieder zu sehen, dass Trainer komplett an bestimmten Vorstellungen festhalten, an die sie glauben. Sei es taktischer Natur oder auch bestimmte Spieler. Oft natürlich, weil es erfolgreich war in der Vergangenheit. Selbst, wenn die Ergebnisse dann (mehr) nicht stimmen, schaffen sie es nicht, sich von diesen Vorstellungen zu lösen bis zur fast folgerichtigen Ablösung.
Beiträge von brodie79
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Mich hat Pabst in Aalborg überrascht. Das war nun kein Spiel, was der THW einfach runterspielen wollte und dort hat er sich in der 1. HZ zwei Aktionen genommen (und dabei getroffen), bei denen ich überrascht war, dass er mit (damals) 18 die Traute hatte in der CL mit gestandenen Spielern um ihn herum. Das waren jetzt keine Dinger, wo er dem Wurf nicht mehr ausweichen konnte. Eigentlich schade, dass er dann verletzt war. Hätte gehofft, dass er weiter sporadische Möglichkeiten bekommt.
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Da die gewünschte Entwicklung der meisten Sportarten hin zu schneller und aktionsreicher ist, wird man nicht sehen, dass es große Bestrebungen geben wird, so etwas wie Schrittfehler kritischer zu betrachten. Man wird immer Interpretationen finden, dass bestimmte Bewegungen kein Schrittfehler sind. Im Basketball gab es dieselbe Entwicklung ohne jede Regeländerung, was u.a. zur Folge hatte, dass die Durchschnittsgröße der Spieler immer weiter fällt.
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Für ein Halbfinale ein Spiel, was relativ geräuschlos dahinlief und entsprechend einfach für die Schiedsrichter war. Ich hatte nie den Eindruck, dass es in dem Spiel um viel ging. Einzig Søgård mal bisschen giftig zwischendrin. Wenn Machulla sagt, man habe keinen Zugriff bekommen (auf Knorr), dann muss ich sagen, dass ich auch nicht gesehen habe, wie man den bekommen wollte. Eigentlich hat man die Löwen machen lassen und die hatten den Tag, dass sie das voll ausnutzen konnten. Auf der anderen Seite waren es auch eher die Fehler von Flensburg selbst, die eine höhere Effektivität verhindert haben. So war es ein Spiel von zwei Mannschaften, die sich nicht wehtun wollten und kaum Torhüterleistung hatten, mit dem verdienten Sieger, der weniger (einfache) Fehler gemacht hat.
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Offensiv hat keines der beiden Teams einen richtigen Plan B gebraucht. Wie auch schon zuvor in einem Kommentar erwähnt, gelingt es beiden Mannschaften eher wenig bis gar nicht, das jeweilig andere Team effektiv über ein Spiel zu stoppen. Im Pokal war zumindest 29:29 nach 60 Minuten, wobei es da auch nicht unbedingt an den Torhütern lag. Im Hinspiel 11 Paraden beim THW, 8 bei Magdeburg. Gestern fast dasselbe, nur eine mehr beim THW. Im Pokal auch 12:8 für THW.
Spiel war spannend und Handball ist ein Fehlersport, klar. Aber die Anzahl der einfachen Fehler, vor allen dann am Ende haben den Eindruck etwas getrübt. Beide können gewinnen und auf der einen Seite ein völlig uninspririertes Offensivfoul und was MD am Ende insgesamt vor hatte, habe ich nicht verstanden. Drei der möglichlichen vier Pässe geben sie direkt her durch einfaches Hin- und Herpassen, sodass sie eine Situation kreeieren, wo die Abwehr weiß, dass sie den Pass nicht mehr verteidigen müssen. So wie Gisli reagiert hat, wusste er nicht, dass er keinen Pass mehr hat. Das sind dann doch zwei Fehler auf beiden Seiten, die nicht gut aussehen.
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Dass man beim THW nicht wirklich traurig über den Abgang von Sagosen sein muss, konnte man auch wieder sehen. Es ist ihm durchaus anzurechnen, dass er Verantwortung übernehmen will, aber ein so plumpes Offensivfoul in so einer Spielsituation ist irgendwie ein klassischer Sagosen.

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Kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Nationalspieler und Kapitän seines Teams in der HBL in einer Ehrig-Rolle zum THW geht. Ich bezweifle, dass man in der Rolle auch finanziell mehr verdient als in seiner jetzigen. Insofern wird er zum einen mehr Geld verdienen, wodurch dann auch seine Rolle größer sein muss, weil Geld drucken wird man bei THW auch nicht können und zum anderen wäre es doch ein nicht nachvollziehbarer Karriere-Schritt für jemanden, der jetzt nicht vor dem unmittelbaren Ende seiner Laufbahn steht. Grundsätzlich macht der THW den Eindruck, dass sie viel auf Kader-Breite setzen. Insofern kann man sich auch vorstellen, dass man ähnlich wie auf LA eher auf ein Duo setzen wird, wo vlt. nicht der absolut gesetzte Top-Spieler dabei sein wird.
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Seifert hat in den Interviews sehr viel davon erzählt, dass generell Medien oder Content Creators, wie es so schön heutzutage heißt, kein Bild- und Video-Material haben, um über die Sportarten zu berichten, weil die bisherigen Rechteinhaber das exklusiv haben wollen. Das will er mit Dyn anders machen. Wie genau wird man dann sehen müssen. Das hat man in den anderen Sportarten und Ligen auch schon so erprobt, wo man daraufbaut, dass über freien Content mehr Interesse generiert wird, was dann wieder zu höherem Interesse mit höheren Zugriffszahlen für zahlungspflichtige Angebote wie Live-Spiele führt. Seine Argumentation ist die, dass zwischen den Spielen die Sportarten quasi nicht stattfinden und das will er ändern. Es geht nicht darum, dass mal ein Spiel auch frei empfänglich kommt, sondern er möchte, dass am besten über jeden Verein jede Woche jeden Tag Content entsteht. Es gibt natürlich, gerade im US-Sport, entsprechende Vorbilder, wo man die Verwendung von Video-Material aus Spielen erlaubt hat und so Kanäle entstanden sind, die wiederum der Sportart zu mehr Popularität, inbesondere bei der Jugend, verholfen haben. Und über dieses mehr an Interesse will er dann Abo-Kunden gewinnen. Ob das ein Konzept ist, was aufgeht, glaube ich persönlich nicht.
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DYN ist ein Experiment von Seifert, der Bock auf neues hatte und Springer, die hoffen, dass sie irgendwie auf Gold stoßen.
Das einzige "Konzept" ist, dass sie sie Sportarten aus der Bezahlschranke rausholen und Leuten, die zu diesen Sportarten Content erstellen wollen , vor allem zwischen Spielen, Material zur Verfügung stellen. Heißt sie bauen darauf, dass wiederum andere außerhalb von DYN quasi die Arbeit machen und Reichweite produzieren. Für die Sportarten ist das wiederum ein Versuch zu wachsen, weil die Sportart hinter der Bezahlschranke einfach da bleibt, wo sie ist. Ob das nun gelingen wird, wird man sehen. Da darf man skeptisch sein. Es gibt aber eben auch Entwicklungen, die hat man sich so nicht vorstellen in der Vergangenheit.
Was man bei anderen Sportarten, die ihre Vermarktung ausgebaut bekommen haben, sehen konnte, ist die Fokusierung auf Einzelpersonen. Das geht dann soweit, dass die Regeln oder besser deren Auslegung immer weiter in die Richtung gehen, möglichst spektakuläre Einzelaktionen zu fördern, die dann die Fokusierung auf die Einzelperson noch stärker machen können.
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Der größte Unterschied bei Knorr ist für mich nicht bei den (spielerischen) Fähigkeiten, sondern bei der Mentalität. Er macht einfach weiter. Was man häufig bei den Unterschiedsspielern in der Liga sieht ist die Fähigkeit einfach zu Probieren bis es funktioniert und sich durch Rückschläge, die alle haben, nicht verunsichern zu lassen. Das scheint Knorr zu haben und viele andere, die gute körperliche Voraussetzungen haben, wiederum nicht. Man sieht leider viel zu selten junge Spieler, die wirklich das notwendige Selbstvertrauen haben, selbst den Ton anzugeben, auch wenn drumherum alles etablierte Spieler sind. Auf den Außen funktioniert das meist besser, weil offene Würfe möglich sind, wo es dann 100%ig klar ist, dass man den selbst nehmen kann und keiner meckern wird, dass man sich vlt. einen dummen Wurf genommen hat, wenn er nicht reingeht. Knorr scheint die Fähigkeit zu haben, dass ihm das egal ist und das bringt ihn weiter.
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Ganz so einfach ist die Materie nicht. Im Basketball und Eishockey hat man in den letzten 20 Jahren diese Kanabilisierung eingefürt, weil man international nicht mehr richtig konkurrenzfähig war. Vor allem in der Breite das hat dazu geführt, dass in beiden Sportarten die indidividuelle Qualität der Spieler enorm nach oben gegangen ist. Nicht nur die Anzahl der Spieler in den Top-Ligen NBA und NHL, sondern es sind auch wirkliche Topspieler dabei. Heißt aber natürlich nicht zwangsweise auch Erfolg in der Nationalmannschaft. Im Fußball hatte man in den 90ern auch geguckt, warum Deutschland vor allem in der individuellen Qualität so zurückfiel und die Einführung der NLZs beschlossen, was dann auch einen enormen Aufschwung in der Qualität der Spieler brachte. Selbiges erlebte man auch in Einzelsportarten, z.B. im Wintersport, wobei die Talente sehr bewusst an die Stützpunkte gehen, um bereits im Training jeden Tag den Vergleich mit anderen Top-Talenten zu haben. Im Schwimmen gab es aufgrund der ausbleibenden Erfolge vom ehemaligen Bundestrainer den Versucht diese Zentralisierung von Talenten zu erreichen am Vorbild anderer Nationen, aber das scheiterte am Widerstand der Athleten ihren Standort zu wechseln.
Für mich ist eher der Faktor Trainer bei den Profi-Teams der entscheidende. Bis zum Sprung in den Männerhandball ist Deutschland auch nicht so unerfolgreich, aber dann stagniert viel. Hast du Trainer und Verantwortliche die junge Spieler fördern und fordern wollen und das auch können, dann entwickeln sich die jungen Spieler auch in den Profibereich hinein. Für mich ein schönes Beispiel Alba Berlin im Basketball. Die hatten immer eine exzellente Jugendarbeit, aber es kam nie was bei rum. Sie versuchten immer den Erfolg zu erkaufen, den sie mal hatten. Aber so richtig gelang das nicht. Dann holten sie einen alten spanischen Trainer Aíto García Reneses, der als Entwickler von Talenten bekannt und sehr erfolgreich war und der ließ plötzlich selbst 16-jährige Talente einfach spielen, vertraute ihnen, ließ sie auch mal Fehler machen. Das gab es im deutschen Basketball vorher einfach nicht. Er hatte die Reputation und das Vertrauen im Verein und siehe da, es ging was angeblich nicht gehen konnte. Er war auch mit dem Einsatz von Talenten erfolgreich und es folgten ein paar deutsche Meisterschaften. Für ihn war das selbstverständlich, die Talente auch einzusetzen und zu fördern. Der hat gar nicht verstanden, warum das in Deutschland nicht normal war.
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Die Wahl von Gislason ist doch eine Wahl für einen Trainer, bei dem man geglaubt oder mindestens gehofft hat, dass der Name und Reputation dafür sorgt, dass die Dinge wieder geordnet laufen und nicht so disfunktional wie unter Prokop. Eine spielerische Entwicklung war eigentlich nicht zu erwarten. Wenn man sich ansieht, dass der THW nach dem Wechsel zu Jicha spielerisch klar besser wurde ohne dass der THW spielerisch überzeugt, dann wäre es schon irgendwie verwunderlich, wenn Deutschland dort jetzt überzeugen würde. Ich bin ehrlicherweise nicht sicher, ob man beim DHB wirklich an dem Punkt ist, wo man klar sieht, wo die Spielerqualität wirklich ist. Irgendwie habe ich immer den Eindruck, dass man dort glaubt bei den Top-Nationen zu sein, durchaus die Spieler für Turniersiege zu haben, wenn nur alle mitziehen, was man glaubt mit Gislason zu bekommen.
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Leipzig hatte auch im gebundenen Spiel sehr wenige Schwierigkeiten. Als der THW dann mal die Intenstität mitten der zweiten Halbzeit erhöht hat, wie sie 60 Minuten sein müsste, mussten sie auch richtig Arbeiten. Ansonsten waren sie ab und an übermüdig und haben sich so hier und da einen Ballverlust erlaubt, aber sie haben fast alle Würfe sehr unbedrängt und offen bekommen. Sie haben vor allem Reinkind bzw. den Raum davor und dahinter sehr konsequent attackiert, weil Reinkind nur sehr selten den Überblick in der Abwehr behält. Im Normalfall spielt dann entsprechend auch Weinhold. Weil Leipzig gar nicht so viel körperlich ackern musste, waren sie dann am Ende auch nicht so platt, wie sie es mit dem kleinen Kader eigentlich sein müssten, was dann wiederum Kiel hätte ausnutzen können. Dass der THW es kann, zeigen sie immer wieder. Aber sie zeigen sie es in dieser Saison in fast jedem Spiel nur phasenweise oder gar nicht.
Kiel ist bereits seit einiger Zeit darauf angewiesen, dass der Torhüter jede Menge völlig offene und freie Bälle hält, weil die Abwehr es so gut wie nie schafft den Gegner in schlechte Würfe zu zwingen, wo dann der Torhüter gut aussehen kann. Das musste Saeveraas heute auch. Da waren viele Paraden von ihm dabei, die er nicht jede Woche macht, wo die Abwehr von Leipzig nicht gut aussah. Mit einem weniger guten Tag von ihm gewinnt der THW das möglicherweise recht souverän. Dass ist aber für die Möglichkeiten, die Leipzig hat, völlig in Ordnung und stark.
An der Stelle des THW muss man sich aber schon fragen, ob der Kader so strukturiert ist, dass er den Anforderungen wirklich gerecht wird. Mir fehlt beim THW häufig, dass sie konsequent richtig giftig und gallig sind an den Stellen, wo es sinnvoll ist. So ein wiederholter Ausraster von Sagosen ist die falsche Stelle. Das ist nicht das erste Mal, dass er seiner Mannschaft mit so einer Undisziplinierheit massiv geschadet hat. Für mich verwaltet der THW viele Spiele im Vertrauen, dass sich am Ende die Qualität schon durchsetzt. Grundsätzlich sind sie die letzten Jahren damit nicht unerfolgreich gewesen, aber eigentlich sollten die finanziellen Möglichkeiten des THW zulassen, dass der Kader breit genug ist, dass man in jedem Spiel mehr Gas geben kann, als man das häufig sieht. Ist zumindest so mein Eindruck.
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Fun Fact des heutigen Spieltags: DIe Kieler Torhüter halten in Kombi drei Bälle mehr als die Magdeburger. Aber die Magdeburger spielen halt mit Intensität und Leidenschaft Abwehr, der THW nicht. Die Offensive ist nicht das Kieler Problem, egal wie eindimensional sie aussieht.
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Inhaltlich aber völlig richtig. Wenn bei -2 eine machbare Parade kommt und dann nicht der Ballverlust direkt nach dem Anwurf, dann geht es vlt. sogar anders aus und man hätte vlt. wieder mal den Kopf aus der Schlinge gezogen, wie so häufig. Wäre völlig unverdient gewesen, aber da fragt hinterher auch keiner danach. Solche Spiele muss man irgendwie ziehen. Man muss sich nur ansehen, wieviele Duselsiege die jeweiligen Meister in den letzten Jahren immer hatten. Das ist dann auch eine Qualität.
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Die Option müsste aber normal im deutschen Arbeitsrecht für beide Seiten gelten, d.h. wenn Gerard den Vertrag um ein verlängern will, dann kann er das machen. Soweit ich weiß müssen beide Partein bei Optionen dieselben Rechte haben. Insofern dürfte der THW nicht ohne Abfindung den Vertrag nach einem Jahr beenden, wenn Gerard nicht will.
In dem Sportschau-Beitrag über Wolff hat dieser gesagt, dass er in der Zeit beim THW gemerkt hat, dass die permanente Dauerbelastung von Spielen alle paar Tage ihn in seiner Leistungsfähigkeit geschadet hat, weil er unbedingt immer spielen wollte und auch immer den Leistungsdruck gespürrt hat, den er sich wahrscheinlich selbst am meisten gemacht hat. Ich schätze mal, dass in der Theorie auch in Kielce nicht viel weniger Spiele sind, aber entsprechend klar ist, dass er in vielen Ligaspielen nicht spielen muss und entsprechend mental auch anders an solche Spiele geht. Inwieweit sowas in der Bundesliga, egal wo, möglich ist, ist dann natürlich auch die Frage. Normal würde man sicher auch in den meisten Ligaspielen von einem Wolff Topleistung erwarten, wenn der 2. Torhüter vlt. nicht funktioniert und die Niederlage droht. Da wird man eher nicht entspannt in die meisten Ligaspiele gehen können.
Aber vlt. lässt er den Druck mittlerweile wirklich nicht mehr so an sich ran und dann sollten die Spiele auch nicht mehr so eine (mentale) Dauerbelastung sein, was ihn offenbar in seiner Leistungsfähigkeit schon eingeschränkt hat.
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Wobei das Spiel eher wegen der Magdeburger in die Verlängerung ging. So wirklich ein Mittel, einen Fluss hat der THW eigentlich nie gefunden. Es war selbst beim Aufholen nur Stückwerk. Und dann hat sie noch Portner lange im Spiel gehalten. Da waren schon Tore beim THW dabei, die hat man sonst nur mit Quenstedt im Tor beim Gegner vom Kiel gesehen.
Immer wenn man versuchen will zu spielen, steigt die Fehlerquote derart an, dass man den Eindruck hat, dass sich Leute fürs Spiel getroffen haben, die noch nie zusammengespielt haben. Klar, der THW hat seinen Weg zu spielen und die individuelle Qualität reicht dann selbst gestern für ne Verlängerung, aber ob man wirklich mit so wenig Mannschaftsspiel noch um Titel mitspielen kann, sehe ich irgendwie nicht. Das betrifft vor allem auch die Defensive. Wie man gestern die ersten 15 Minuten mit so wenig Intensität, so wenig Biss in ein solches Spiel gehen kann, verstehe ich nicht. Wenn es am Ende dann nicht reicht, weil Kräfte alle, WM, usw., aber doch nicht zu Beginn.
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Aus einem solche Grunde war Weber auch schon mal raus unter Gislason. Jetzt ist er wieder dabei, und wenn er jetzt nicht völlig blufft, kann er weiterhin keine Abwehr. Insofern wäre ein konsequenter Verzicht auf Weber dann auch nachvollziehbar und konsequent. Aber mal so und mal so macht da keinen Sinn.
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Duvnjak (34), kam 2014 mit 26
Dissinger (30/31) kam 2015 mit 23
Nilsson (25/26), kam 2016 mit 21
Bilyk (25/26) kam 2016 mit 21
Zarabec (30/31) kam 2017 mit 25
Kristjansson (23) kam 2018 mit 19
Sagosen (27) kam 2020 mit 25
Schon alleine, wenn es mit Dissinger und Nilsson so funktioniert hätte, wie erhofft, würde es doch heute ganz anders aussehen. Mit Gisli dasselbe. Gleichzeitig sieht man, dass es kein Automatismus ist. Bei Gisli kann man aus heutiger Sicht sagen, dass es nach dem THW richtig nach oben ging, aber sowohl Dissinger als auch Nilsson haben doch nicht ansatzweise (bisher) die Karriere machen können, die man ihnen gewünscht hätte.
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Als Jicha übernommen hat, wollte er vor allem das Spiel schneller machen, konsequent zweite Welle laufen, usw. Nach der Corona-Meisterschaft in seiner ersten Saison ist er gefühlt davon weit abgerückt. Mittlerweile redet er viel von Kräfte schonen und verteilen. Die Argumentation für das 7:6 war auch immer, dass man damit mit weniger Aufwand zu Toren kommt. Das scheint bei ihm mittlerweile das allbeherschende Thema zu sein. Prinzipiell scheint vieles darauf ausgerichtet zu sein, dass man am Ende der Saison oder auch in Finalwochenenden zum Schluss mehr zusetzen kann als der Gegner. So ganz unerfolgreich ist es rein von den Titeln betrachtet auch nicht, aber ob das immer so klappt ist natürlich die Frage.
Es fällt aber schon in den letzten Jahren auf, dass in Spielen wo nichts geht, diese dann auch recht konsequent abgeschenkt werden. Vor allem natürlich in der Champions League Gruppenphase. Ob das wirklich nur am Trainer liegt, ist schwer zu sagen, aber in den Auszeiten dieser Spiele hat man nicht das Gefühl, dass Jicha nicht damit leben kann, dass es auch mal gar nicht läuft. Er sagt eigentlich nur konsequent Spielzüge an und sonst wenig. Danach spricht er dann viel über Belastung, usw. Er scheint da schon die Überzeugung zu haben, dass solche Spiele einfach passieren aufgrund hoher Belastung ohne große sicht- oder hörbare Konsequenzen. So wirklich überzeugend ist das für mich nicht, aber wie gesagt: Unerfolgreich ist er nun nicht.
Vom Spielstil kann auch wenig anderes passieren. Immer, wenn der THW versucht schnell zu spielen oder kreativ zu werden, handeln sie sich enorm viele Ballverluste ein. Das ist sicher auch ne Frage der Abstimmung und Trainings, aber man hat schon das Gefühl, dass ein Großteil der Spieler für so eine Art Handball nicht gemacht ist. Da ist dann wirklich die Frage, welchen Typen von Spielern man in Zukunft holen will. Für mich z.B. eine spannende Frage, ob man einen Sagosen geholt hat, weil er genau die Art von Handball verkörpert, die man sich vorstellt oder ob die Aussicht einen Sagosen zu bekommen, dafür gesorgt hat, dass diese Art von Handball gespielt wird.