„Inzwischen ist mir ganz klar, dass das meine letzten Wochen hier sind. Aber so richtig verstanden habe ich es trotzdem noch nicht. Die Planungen für die nächste Saison laufen an, und es ist schwer zu begreifen, dass ich nicht Teil davon sein werde… Der Meistertitel würde für den Verein, für die Stadt und für mich viel bedeuten“, so Landin. Dennoch ist er lange genug im Geschäft, um am alten Erfolgsrezept festzuhalten: Nicht zu viele Gedanken an die fernere Zukunft verwenden, immer den nächsten Schritt im Fokus haben.
Wer oder was die Kieler auf dem Weg zur 23. Meisterschaft noch stoppen kann? Landin lacht kurz. „Der HSV.“
Die Hamburger empfangen den THW Kiel vor ausverkauftem Haus.
„Das wird geil“, freut sich Nikola Bilyk, der gegen Erlangen nach Verletzungspause sein Comeback gab. „In Paris nicht spielen zu können, war hart. Aber jetzt geht es mir gut. „Ich habe ihm im letzten Training gesagt, dass er anfängt, wenn er sich gut fühlt“, sagte Trainer Filip Jicha. „Es freut mich, dass er sich so lange so gut gefühlt hat.“
„Wir wollen den Meistertitel. Wir wollen zeigen, dass wir den verdient haben.
Ich glaube, das hat uns gegen Erlangen jeder angesehen.“ Laut Bilyk ist der Schlüssel dazu die Abwehr. „Wenn die steht wie heute, kommen wir besser in die Zweite Welle, können einfache Tore machen.“ Und auch das Torverhältnis, spielt im Hinterkopf der Zebras eine Rolle. „Deshalb ist es schön, solche Spiele auch klar zu gewinnen.“ Die Vorzeichen stehen gut in diesen Tagen zwischen Endspurt-Euphorie und Abschieds-Schmerz. „Man merkt das schon ein bisschen, dass uns einige verlassen werden, mit denen man gerne Handball gespielt und Zeit verbracht hat. Aber unser Ziel ist, alles reinzuhauen und am Ende eine großartige Saison feiern zu können“, sagt Bilyk.
Und Domagoj Duvnjak lässt auch keine Zweifel an seiner Extra-Motivation für die kommenden Wochen aufkommen: „Ich hoffe, dass wir diese drei tollen Jungs mit einem Titel verabschieden können.“
Quelle KN