Beiträge von Quietsche

    Nur mal eine kurze Verständnisfrage:

    Warum wurde denn da überhaupt Freiwurf gepfiffen? Der Melsunger wirft, der Torwart hält, der Ball springt zurück in den Kreis. Müsste das Spiel nicht einfach weiterlaufen? Und pfeifen sie dann das Abstützen des nachsetzenden Melsungers im Kreis? Sie zeigen Tor-Ab an...

    Der Löwen-Spieler, der im Kreis liegt, spielt den Ball mit dem Fuß aus dem Kreis. Müsste man nicht Siebenmeter für Melsungen pfeifen?

    "Fakt: Meine Aussage ist immerhin so gut, dass sie bisher noch nicht widerlegt wurde" - nein, sie ist so offensichtlich falsch, dass sich niemand hier die Mühe macht eine Statistik zu erstellen bzw. zu suchen, um sie zu widerlegen. Solange du deine Meinung nicht fundiert belegen kannst, ist und bleibt sie eben Geschwätz.

    Ach, weißt Du, ich brauche gar keine Statistik, mir würde ja schon ein einfaches Gegenbeispiel reichen. Das sollte bei Scheißhausparolen, Geschwätz, dummem Zeug, hirnlosen Thesen und wie auch immer Du meine Aussagen nennst, ja sehr einfach sein. Aber Du lieferst einfach nicht.

    hirnlose Thesen

    Stattdessen versuchst Du, immer beleidigender zu werden. Aber zum Thema trägst Du auch nichts bei. Ziehst Dich immer an den gleichen 99% hoch, bei denen wir uns sogar einig sind, dass wir die unterschiedlich verstehen. Wo sind Deine Argumente zu der Studie zu den Deals? Wo sind Deine Argumente zu den hanebüchenen Begründungen im Fall Heinevetter?

    Merkst du's jetzt auch endlich?

    Nein, ich habe immer noch nicht gemerkt/verstanden, was ich nun mit Berlusconi zu tun haben soll. Und ich finde, dass das die persönliche und nicht die sachliche Schiene ist.

    Eigentlich ist dieser Thread Heinevetter und seinem Verfahren beim Bundessportgericht des DHB gewidmet und hier arbeiten einige hartnäckig mehr oder weniger persönliche Erfahrungen ab, die sie oder ihre Nachbarn mit der deutschen Justiz gemacht haben.

    Ich möchte mal festhalten: Auch wenn ich offtopic begonnen habe, der Letzte, der hier ontopic geschrieben hat, war ICH. Aber anscheinend hat niemand mehr Gesprächsbedarf beim Thema Heinevetter.

    Vielleicht findet sich ja ein Moderator, der die Justizdiskussion abtrennt und in einen passenden Bereich verschiebt.

    Und da behaupte einer, Diskussionen würden nichts bringen. Da ist ja schon die Lösung:
    wenn du 99% schreibst, meinst du gar 99% sondern irgendwas und es war mein Fehler zu glauben, dass du mit 99% wirklich eine konkrete Aussage machen wolltest.

    Ich finde das mittlerweile mühselig und möchte es daher abschließen. Ich trage mal zusammen:

    Fakt: Meine Aussage 99% meinte nicht, dass in genau 99 von 100 Fällen das so kommt.

    Meine Aussage meinte, dass eine sehr große Wahrscheinlichkeit besteht. Da mir keine Studie bekannt ist, weiß ich auch keine absolut genaue Zahl. Meiner Meinung nach ist es auch allgemein üblich, für sehr große Wahrscheinlichkeiten lapidar "zu 99%" zu sagen, genauso wie man bei ungefähr gleichstarken Mannschaften von 50% redet.

    Fakt: Meine Aussage bezieht sich auf meine Erfahrung.

    Das muss man nicht glauben. Man kann auch weiter an den wundervollen Rechtsstaat Deutschland glauben (der er von der Struktur her sogar größtenteils ist). Das ist auch absolut okay. Ich glaube auch nicht alles, was so in Foren steht, insbesondere nicht alle persönlichen Meinungen. Und ich verstehe auch die Tendenz, Sachen, die einem nicht gefallen, nicht so zu glauben. DAS ist übrigens schon ein bisschen wissenschaftlich untersucht und ist auch bei Richtern anwendbar. Der Mensch tendiert dazu, Beweise/Aussagen für seine eigene Meinung überzubewerten und Beweise/Aussagen gegen seine eigene Meinung unterzubewerten.

    Fakt: Meine Aussage ist immerhin so gut, dass sie bisher noch nicht widerlegt wurde.

    Zumindest Dir unterstelle ich den Ehrgeiz, dass zu tun, um mich zu "ertappen".

    Fakt: Du hast bisher noch kein Sachargument gebracht, sondern ziehst Dich nur an den 99% hoch, die wir offensichtlich unterschiedlich verstehen.

    Ich habe tatsächlich eine Weile gebraucht, zu verstehen, dass Du das als ultimative Wahrheit siehst, die aussagt, dass in GENAU 99 von 100 Fällen das eintrifft und dass es als Quelle eine höhere Macht im Sinne eines Prof. jur. braucht.

    Wenn ein Richter einen Vergleich vorschlägt und eine Seite lehnt ab (und verursacht dem Richter damit Arbeit für die Urteilsausfertigung), wird diese Seite zu 99% verlieren. Vollkommen unabhängig von der eigentlichen Sachlage.

    Das ist meine persönliche Quote und hat mit einem Scheißhaus überhaupt nichts zu tun.

    Ohje, jetzt hat er auch noch Amnesie!

    Zuerst hast DU von EINER Quote gesprochen, erst als ich nach Belegen gefragt habe, wurde sie zu "deiner" Quote, womit der Wahrheitsgrad der ursprünglichen Behauptung von "unbewiesen" nach "dummes Zeug" wechselte. Komm mir jetzt nicht mit "ich habe doch dann geschrieben", wenn man dich dabei ertappt hat, dass du einfach versucht hast durch eine unrichtige Behauptung Fakten zu schaffen, auf denen du dann mit deinen Argumente aufbauen kannst.

    Ganz ehrlich, es fällt mir mittlerweile sehr schwer, mit Dir zu diskutieren, weil wir das anscheinend auf einem unterschiedlichen Niveau tun. Ich fühle mich nicht "ertappt". Meine 99% sind eine Behauptung, eine bisher zumindest nicht widerlegte. Diese Behauptung stammt von mir! Ich habe auch nirgendwo was anderes behauptet. Sie wurde von keiner höheren Macht abgesegnet. Insbesondere nicht von einer Studie, einem Presseartikel oder einem Juristen oder was auch immer Du als höhere Macht (als Quelle) akzeptieren würdest. Ich genüge mir mit meiner Erfahrung als Quelle! Dass Dir das nicht reicht, ist absolut okay. Du solltest aber aufhören, immer in Bezug darauf persönlich zu werden. Es ist nicht jeder so tolerant wie der Richter im Heinevetter-Fall.

    Ich fange aber langsam an, Dein Problem mit der Zahl zu verstehen. Sobald einer eine Prozentzahl schreibt, klingt das wie die ultimative Wahrheit und muss ja wissenschaftlich hinterlegt sein. Ich verrate Dir mal ein Geheimnis: "Selbst wenn ein Sportler oder Trainer sagt: 'Wir haben eine 50%-Chance, das Spiel zu gewinnen'", kann es trotzdem sein, dass die Chance eigentlich 46,44% oder 52,1743% beträgt. Es ist verdammt egal, ob von 10.000 Fällen 83 oder 221 noch gewonnen haben, nachdem sie den Vergleich abgelehnt haben. Die Chance ist zumindest verdammt klein.

    Und meines Wissens gibt es da auch noch keine Studie zu. Die Wissenschaft fängt gerade erst an, (unbewusste) Voreingenommenheit von Juristen (und Schiedsrichtern) psychologisch zu untersuchen.

    Zumindest zum Strafrecht gibt es eine ähnliche Studie (Deals statt Vergleich) ja schon. Aber darauf bist Du ja leider auch nicht eingegangen.

    Und auch wenn Du vermutlich nicht liefern wirst: Ein gegenteiliger Fall würde mich echt interessieren. Er würde mir wieder ein bisschen Hoffnung geben. Unser Justizsystem hat nämlich wirklich eine hervorragende Struktur. Sie wird nur total unterminiert durch die Menschen darin, weil sie eben menschlich sind, bequem, nicht über den Dingen stehend.

    Und ich finde es auch schade, dass niemand seine Meinung zur Begründung im Heinevetter-Fall schreibt. Da würde mich die Meinung anderer nämlich auch sehr interessieren. Die Meinung, dass Heinevetter Glück hat, dass er keinen geraden Satz sprechen kann, fand ich da schon sehr treffend.

    Also kurz gefasst: bzgl. der 99% keine Fakten sondern nur Gelaber. Und dann noch die Aufforderung Gegenbeispiele für deine abstruse und nicht belegte Aussage zu suchen. Was für ein Käse!

    Ich habe doch geschrieben, es ist "meine" Quote. Woher willst Du eigentlich wissen, wie MEINE Erfahrung aussieht? Das finde ich anmaßend.

    Eine Aussage ist wahr, wenn man bewiesen hat, dass sie wahr ist - nicht wenn (noch) keiner bewiesen hat, dass sie falsch ist!

    Beweistheorie? Eine Aussage kann auch wahr sein, ohne dass man sie bewiesen hat. Das ist auch manchmal nicht so einfach. Sie kann aber unter Umständen mit dem Gegenteil viel einfacher widerlegt werden. Das sollte bei einer Scheißhausparole ja sehr einfach sein.

    Also, ich drehe das mal um. Du unterstellst, dass das eine Scheißhausparole ist, findest aber nicht mal ein Beispiel, geschweige denn einen Beweis dafür, hast nicht mal Sach-Argumente. In dieser Faktenlage finde ich Deine Begrifflichkeiten "Scheißhaus-Parole", "abstrus", "Käse", "dummes Zeug" schon ein bisschen schwach unterlegt. Aber ich halte Dir zu Gute, dass Dir da vermutlich Erfahrung fehlt. Früher hätte ich mir das auch nicht vorstellen können.

    99% der Foren-User die Quietsche heißen, schreiben dummes Zeug ...

    Siehst Du, das zum Beispiel ist eine Aussage, die sehr einfach widerlegbar ist.

    Selbst wenn das alles so sein mag, was hat das eigentlcih noch mit dem Fall Heinevetter zu tun???

    Über den Maulkorberlass kann man streiten (ich persönlich finde ihn bescheuert), aber die Begründung im vorliegenden Fall ist auch wieder hanebüchen:

    Zitat aus dem Urteil: "Das Wort „verarscht“ steht zusammenhanglos im Raum. Insbesondere fehlt ein direkter Bezug in Richtung auf die Schiedsrichter."

    Na klar, es waren nicht die Schiedsrichter, die verarscht haben, denn die hatten mit dem Tor-geben ja auch überhaupt nichts zu tun. Es lässt sich auch überhaupt nicht erkennen, von wem sich Heinevetter verarscht fühlen könnte, weil das ja absolut zusammenhanglos im Raum steht. Da spielt auch keine Rolle, dass im gleichen Satz zweimal das Wort Schieris fällt. "Respekt den Schiris gegenüber, aber..." Wer soll das eigentlich glauben?

    Zitat aus dem Urteil: "Es handelt sich erkennbar um Sätze, die in großer Aufregung gesprochen wurden und deshalb lässt sich auch fast kein einziger vernünftig durchstrukturierter Satz erkennen."

    Also eigentlich schützt Affekt nicht vor einer möglichen Bestrafung wegen Beleidigung.

    Ich finde das Urteil gut, aber die Begründung ist einfach Blödsinn.

    Genauso gut hätte da rauskommen können, dass er den Schiedsrichtern mit "verarscht" Betrug unterstellt und die Unterstellung einer Straftat mindestens eine Beleidigung darstellt. Das ist genau das, was ich mit "Würfeln" meine. Man kann für jede Meinung eine Begründung finden...


    Ich gehe davon aus, dass du diese Quote auch irgendwie belegen kannst - oder ist es nur eine Scheißhaus-Parole?

    Das ist meine persönliche Quote und hat mit einem Scheißhaus überhaupt nichts zu tun. Wenn Du anderer Meinung bist, würde ich mich freuen, wenn Du mir mal ein oder zwei gegenteilige Fälle nachweisen könntest (also Fälle, in denen wirklich nur eine Seite den Vergleich ablehnte und nicht beide, und diese dann tatsächlich gewonnen hat). Ich streite nicht ab, dass es sie gibt, aber man muss ganz schön lange danach suchen.

    Auch wenn wir jetzt vom Zivilrecht reden, im Strafrecht ist es so ähnlich. Da gab es vor nicht so langer Zeit eine schöne Studie zum Thema "erzwungene" Geständnisse vor Gericht. Und das ist erst recht weit weg von Scheißhausparolen.

    Ich zitiere mal einen Artikel vom Fokus zu der Studie (die Studie selbst finde ich auf die Schnelle nicht):

    "Demnach treffen fast 60 Prozent der Richter die Mehrzahl ihrer Absprachen – sogenannte Deals – ohne die vorgeschriebene Protokollierung, also informell. [...]

    55 Prozent der Verteidiger hatten der Studie zufolge angegeben, dass ihre Mandanten schon mutmaßlich falsche Geständnisse abgegeben hätten, um die Zusage einer milden Strafe zu erlangen. [...]

    Mehrere Vorsitzende Richter von Strafkammern berichteten zum Teil über eine „exzessive Praxis“ der Absprachen vor Gericht, die sogar dazu führe, „dass man die Akten nicht mehr liest“."

    Jetzt rechne die Dunkelziffer dazu (auch bei anonymen Befragungen gibt nicht jeder alles zu). Und so ähnlich, aber eigentlich noch schlimmer, läuft es vor Zivilgerichten.

    Das ist mir zu pauschal - sicher gibt es auch diese Fälle vor ordentlichen Gerichten.

    Aber du verunglimpfst damit einen ganzen Berufsstand, obwohl die große Mehrheit ordentliche Arbeit abliefert.

    Meiner Erfahrung nach ist es eine Minderheit, und dafür wird schon im Studium die Grundlage gelegt. Vor deutschen Gerichten wird selten mit dem Gesetz begründet, in manchen Fällen mit alten Urteilen und in den meisten Fällen mit Kommentierungen, die sich auf alte Urteile beziehen, deren Inhalt und Anwendbarkeit im speziellen Fall niemanden interessiert. Und begründet und im Studium gelehrt wird das Ganze dann mit "Das Recht muss praktikabel bleiben". Außerdem gilt in der deutschen Justiz der Grundsatz der Rechtsfortbildung, was geschönt bedeutet, dass Richter Gesetze komplett frei auslegen. Vor Gericht ist nur noch "Würfeln", ganz viel entscheidet sich über Symphatie zu den Prozessparteien. Nicht umsonst wird empfohlen, sich den Anwalt danach auszusuchen, ob er mit dem Richter gut kann. Und der BGH hat die Rechtsbeugung total abgeschwächt, indem sie nun vorsätzlich und schwerwiegend sein muss. Ein Vorsatz ist sehr schwer nachweisbar, egal wie absurd falsch ein Urteil ist.

    Wenn ein Richter einen Vergleich vorschlägt und eine Seite lehnt ab (und verursacht dem Richter damit Arbeit für die Urteilsausfertigung), wird diese Seite zu 99% verlieren. Vollkommen unabhängig von der eigentlichen Sachlage.

    Aber ich bewundere Deine Blauäugigkeit und wünschte, ich hätte meine von früher auch noch.

    Ach so, und ich verunglimpfe auch nicht den gesamten Berufsstand. Ich habe schon sehr fähige und fleißige Richter erlebt. Leider wird das viel zu wenig honoriert und damit ist sehr wenig Leistungsanreiz vorhanden.

    Ach, mir fällt da gerade ein sehr prominenter Fall ein: Der Richter im Fall Mollath hat zugegeben, nicht mal die Verteidigungsschrift gelesen zu haben. Und das ist leider keine Ausnahme.

    Aber das ist nun langsam wirklich off-topic.

    vor keinem anderen Gericht als vor einem "Verbandsgericht" - ein ordentliches Gericht unser Justiz würde deswegen ganz sicher kein negatives Urteil fällen.

    Auch wenn das ein bisschen offtopic ist: Dir ist anscheinend wirklich nicht bewusst, was für hanebüchener Unsinn tagtäglich in deutschen Gerichten geurteilt wird. Deutsche Richter sind unabhängig, was eigentlich nur bedeutet, dass ihnen keiner was kann, egal wie schlecht sie ihre Arbeit machen, insbesondere, seit der BGH die Rechtsbeugung zum zahnlosen Tiger gemacht hat. Und es macht viel mehr Aufwand, seine Arbeit gut zu machen, als sie schlecht zu machen, und es wird im Öffentlichen Dienst leider viel zu wenig honoriert, seine Arbeit gut zu machen. Entsprechend fallen Urteile vor "ordentlichen Gerichten", wie Du sie so schön nennst, aus. Aber ich bewundere Deine Blauäugigkeit und wünschte, ich hätte meine von früher auch noch.

    Glaubst du ernsthaft das Sport1 die Auslosung manipuliert? Das halte ich nicht mal mehr für gewagt sondern für reinen Humbug.

    Nein. Das war Ironie. Die richten sich doch nicht danach, was sich so ein Spieler wünscht... ;) Aber schön ist der Satz trotzdem, in Anbetracht von 16 Auswärtsspielen in Folge für die gestrige Gastmannschaft.

    Verletzungen hin oder her war das doch die Mannschaft die Kiel niedergerrungen hat und diesen Einsatz hat man nie gesehen gestern.

    Nein, da fehlte mit Jurecki ein entscheidendes Detail. Nicht mal, dass er selbst Tore macht, sondern vor allem, dass er für den Rückraum freiblockt. Was da gestern in den Block geballert wurde... Außerdem kann man sich auswärts sicherlich nicht so in den Rausch spielen wie in der eigenen Halle.

    Ok, Flensburg gewinnt mit 12 Toren gegen Magdeburg und es war eine "mittelmässige leistung"..wie hoch hätte man dann mit guter Leistung gewonnen? 30 Tore? :D

    Na, Mathe ist wohl nicht so Deins (26 minus 16). Vielleicht wäre es ja schon mit 12 Toren eine gute Leistung gewesen...

    Schön fand ich die Kleine von Sport 1: "Wer ist denn ihr Wunschgegner? Vielleicht können wir da ja was machen." Du darfst das doch nicht so einfach ausplappern, Mädchen.

    Wir kommen da wohl nicht auf einen Nenner


    Da stimme ich Dir zu.

    Mir geht einfach auf die Nerven, dass den Schiedsrichtern so schnell Absicht unterstellt wird und wenn Du von zweierlei Maß sprichst, ist das nichts anderes als Absicht zu unterstellen.


    Das stimmt einfach nicht. Es reichen schon Sympathie-Unterschiede, der sogenannte Nasenfaktor, um unbewusst zweierlei Maß anzuwenden. Das passiert nicht mit Absicht. Reflektiere mal das reale Leben. Das geht schon in der Schule los bei der Notenvergabe in "Kür"-Fächern (also nicht rein objektiv bewertbaren) wie Musik oder bei Deutsch-Aufsätzen. Wenn Du auf Arbeit einen unsympathischen Kollegen hast, bewertest Du seine Arbeit ganz anders als die eines Freundes. Unterbewusst. Ich habe das hier schon geschrieben, aber es ist niemand darauf eingegangen.

    Beim SCM habe ich immer das Gefühl, das ist eine selbsterfüllende Prophezeihung. Er gilt als hart verteidigend, darum wird schnell mit 2min und Siebenmetern durchgegriffen. Am Ende des Spiels hat der SCM dann viele 2min-Strafen, also muss er ja hart verteidigt haben. Was dagegen ein Jurecki immer auf die Fresse kriegt beim Spiel, das wird fast nie geahndet. Und bei Fouls gegen die Außen gibt es irgendwie auch zweierlei Maß... Dazu gilt die Bördelandhalle als Hexenkessel, da sind Schiedsrichter sehr darauf bedacht, bloß keinen Heimvorteil zu pfeifen.

    Das ist objektiv belegbar. Der SCM hatte die letzten zwei Jahre keinen echten Rückraum, fast alles ging über den Kreis und Außen... Und trotzdem erhält der SCM die wenigsten Siebenmeter aller Mannschaften... (leider finde ich die Statistik nicht mehr).

    Woran das liegt - keine Ahnung. 23 Jahre nach der Wende dürfte die Himmelsrichtung ja keine Rolle mehr spielen. Und bewusst verpfeift kein Schiedsrichter ein Spiel, da sind wir uns wohl alle einig.

    Ich habe noch keine solche Diskussion erlebt, wenn ein Spieler den entscheidenden Ball im Tempogegenstoß oder Siebenmeter über oder neben das Tor geworfen hat. Da wird, wie ich schrieb, eher verziehen. Liegt wohl dran, dass es dann der eigene Spieler war, der seiner eigenen Mannschaft geschadet hat.


    Also ich kann mich an die Diskussion z.B. beim Kretzschmar-Wurf im EC-Finale erinnern. Er hatte einfach zu früh geworfen. Aber prinzipiell hast Du recht. Das ist nämlich genau die Psychologie, die ich oben erklärt habe, die dabei wirkt.

    Den geballten Zorn des Magdeburger Heimpublikums auf sich zu ziehen und Hohn und Spot in Internetforen und Tagespresse über sich ergehen zu lassen? Also, ich glaube das nicht.


    Also in der Bördelandhalle habe ich schon das Gefühl, dass Schiedsrichter denken, wenn das Publikum pfeift, haben sie alles richtig gemacht, weil sie unter keinen Umständen einen Heimvorteil pfeifen wollen. Das ist wie wenn unter einem der eigene Sohn arbeitet, der wird dann auch besonders scharf bewertet.

    Aber vielleicht würde es auch helfen, wenn Schiedsrichter auch mal öffentlich, eben in der Tagespresse, sagen würden: "Ja, wir haben uns das Spiel noch mal angesehen, wir hatten einen ganz schlechten Tag." Das erfordert natürlich sehr viel Größe, aber dann gäbe es auch kaum noch einen SCM-Fan, der das nicht verzeihen würde. DAS erwartet man von Spielern und Trainern nämlich auch.

    Mit deinem Beispiel vom Autodieb unterstellst Du dem Schiedsrichter also Absicht! Das würde ich, wie gesagt nicht tun. Und die Schiedsrichter haben so entschieden, weil der Abwehrspieler Groetzki ja hätte unfair (für deinen Vergleich mit dem Erschießen eigentlich eine zu schwache Wortwahl) stoppen können? Das ist schon sehr schräg.


    Aber der Polizist hat doch unter anderem genau die Aufgabe, dieses Auto zu überwachen. Er ist extrem pingelig, hat Deinen Führerschein, die TÜV-Plakette und den Sani-Kasten bei Dir genau überprüft, aber den anderen lässt er trotzdem mit Deinem Auto davonfahren. Ich habe ihm keine Absicht unterstellt, er hat schlicht seine Aufgabe nicht erfüllt. Gründe lassen sich finden, er musste halt schon eine lange Zeit Autos bewachen, die hübsche Frau am Fahrbahnrand hat ihn abgelenkt, er hat gerade einen beobachtet, der unerlaubterweise Nebelscheinwerfer anhatte...

    Anscheinend wurde das Spiel angepfiffen, ohne dass die Schiedsrichter die Anwurfsituation im Blick hatten.

    Deine Kritik an an meinem Vergleich kann ich nachvollziehen. Lass ihn mich daher verfeinern. Der Polizist hat nicht hingesehen, obwohl das seine Aufgabe gewesen wäre. Der Richter (Staat/DHB) sagt dann: "Das ist halt so. Dumm gelaufen." Die Verwandten des Bestohlenen regen sich auf. Das unbeteiligte Publikum des Diebstahls (Forenschreiber/Fans anderer Vereine) sagen: "Selbst schuld, Du hättest ihn ja aus dem Auto zerren können, wenn Du schnell genug reagiert hättet. Außerdem gleicht sich alles im Leben aus. Vielleicht gewinnst Du morgen ein neues Auto im Lotto. Außerdem hat der Polizist vorhin auch übersehen, dass Du bei Rot über die Ampel gegangen bist. Und Du musst Dich gar nicht aufregen, dass er Deinen abgelaufenen Personalausweis bemängelt, da hat er schließlich Recht mit."

    Btw. Den Spielrn, die das hauptberuflich machen und auch mal ihre Auszeiten bekommen, werden Fehler viel eher verziehen als den Schiedsrichtern, die das gegen eine Aufwandsentschädigung nebenberuflich machen und die vollen 60 Minuten hochkonzentriert sein sollen. Ist das fair?


    Nein. Wobei auch Spieler für einzelne Situationen teils sehr zerissen werden. Nochmal: Auch Schiedsrichter dürfen Fehler machen und sie machen ihren Job oft sehr gut. Wenn aber mit zweierlei Maß gemessen wird und dadurch eine Mannschaft benachteiligt wird, kommt eben Kritik auf.

    Er soll also am besten noch zweimal hin- und her gucken, ob nicht doch schon ein Angreifer in der gegnerischen Hälfte ist.


    Nein, aber er soll halt auch nicht weniger als einmal gucken. Wenn das nicht im selben Spiel mehrfach gepfiffen worden wäre, zusätzlich zu extrem pingelig bemängelten Freiwurfausführungen, würde diese Szene vermutlich nicht ganz so stark polarisieren.

    Ich rege mich auch schon mal über Schiedsrichterentscheidungen auf, aber ich hüte mich vor so deutlicher Schelte bzw. solchen Unterstellungen, da ich 1. den Job nicht machen wollte und 2. es sicher auch nicht besser könnte, als diejenigen, die sich das jede Woche antun.


    Sehr löblich. Du gehst sicher durchs Leben, ohne auf irgendwen zu schimpfen. Finde ich gut. Ich dagegen rege mich viel zu sehr auf, über Politiker, Journalisten, Juristen, Schiedsrichter... Ich könnte allerdings auch einiges besser, aber ich kann auch nicht ALLES machen. Weiß nicht, ob das für Dich als Argument zählen würde. Es würde oft schon reichen, wenn man sich hinterfragt und bemüht.

    Groetzki ist, egal ob er nun ´ne halbe Sekunde zu früh losgelaufen ist oder nicht, was ich bisher aus keinem Video sicher erkennen konnte, denn ein Sprinter braucht für 5m eben nur eine halbe Sekunde, aber auch kaum am Torwurf gehindert worden, obwohl ein Abwehrspieler schon weit genug zurückgelaufen war. Bei 7 Sekunden Restspielzeit muss ich als verteidigende Mannschaft aber damit rechnen, dass der Gegner eine schnelle Mitte ausführen wird.


    Das gibt ja auch ziemlich sicher Rot mit Spielsperre, bei Verletzungsrisiko für beide Seiten. Man kann nicht schneller rückwärts laufen als Groetzki vorwärts. Man kann natürlich anführen, dass der Torwart den hätte halten sollen. Aber man kann natürlich auch sagen, hier verstößt eine Seite gegen die Regeln und die unparteiliche Seite sanktioniert das nicht. Als ob Dir jemand Dein Auto stiehlt und der Polizist sieht zu und sagt, es ist jetzt seins - Du hättest ihn ja erschießen können.

    Ich amüsiere mich köstlich darüber wie dei Magdeburger sich hier seitenlang echauffieren...man könnte meinen , man sei gerade wegen dieser "dramatischen Fehlentscheidung" der Schiedsrichter abgestiegen.....was ist hingegen tatsächlich passiert? es gab ein Unentschieden gegen eines der Spitzenteams der HBL...statt nun nach vorne zu schauen wird seitenweise nachgekartet, und aribisch aufgelistet wie die bösen Schiedsrichter denn die armen Magdeburgerangeblich benachteiligt haben....aber in Verschwörungstheorien aufbauen ist man auf seiten von Magdeburg ja immer gut, man wird aja auch jahrelang im DHB Pokal absichtlich auswärts gelost

    handball ist halt ein schneller Sport, und da gibt es immer diskutable Entscheidungen....die halten sich aber letztlcih die Waage so dass im Ergebnis keiner "benachteiligt" wird...alles andere ist immer nur das subjektive Empfinden des jeweiligen Fanlagers...

    man sollte aus Magdeburger Sicht das Spiel einfach abhaken und den Punktgewinn als positiven Aspekt ansehen und nach vorne schauen..alles andere ist wenig produktiv


    Ich habe wirklich überlegt, ob ich den Troll füttere, dachte mir dann aber, dass jemand mit über 1000 Posts vermutlich kein Troll ist.

    Dass sich andere köstlich (!) amüsieren, wenn jemand sich über Ungerechtigkeiten aufregt, ist halt der Lauf der Welt. Es sei Dir gegönnt. Du darfst der Reihe mit den bösen Schiedsrichtern und dem 16. Auswärtsspiel in Folge auch gerne noch den Punktverlust am grünen Tisch bei ausgerufenem Notstand hinzufügen, dann hast Du gleich ein bisschen mehr zu lachen.

    Dass im Ergebnis keiner benachteiligt wird, ist eine nicht beweisbare Aussage. Im Gegenteil. Aber auf meinen Post mit der selbsterfüllenden Prophezeiung ist auch niemand eingegangen.

    Und was man aus Magdeburger Sicht tun sollte - das kannst Du getrost den Magdeburgern überlassen.

    Generell scheint allerdings die Zufriedenheit mit den Schiedsrichterleistungen je nach Fanlager auch recht unterschiedlich zu sein - das betrifft keineswegs nur den SCM.


    Meinst du das Ding kurz vor der Halbzeit?

    Falls ja: die Schiedsrichter hatten Stürmerfoul gepfiffen.
    Dann muss der Freiwurf außerhalb des Wurfkreises ausgeführt werden - und das wurde er eben nicht.

    Falls nein: hast du einen Link zu der Situation, dass man es sich nochmal ansehen kann?


    Ja, ich meine das Ding direkt vor der Halbzeit. Ich habe mir das jetzt noch mal angesehen. Es wird Stürmerfoul gepfiffen, kurz vor der 7m-Linie, der Ball landet hinter dem Tor. Quenstedt wirft ihn zu Van Olphen, der den Freiwurf auf der 9m-Linie ausführen will, also ca. 2m zu weit vorn. Entsprechend der hier geposteten Regelauslegung also nicht zurückzupfeifen im Sinne des Spielflusses, in Anbetracht der großen Entfernung vom gegnerischen Tor. Van Olphen wird vor der Ausführung zurückgepfiffen, fälschlich also. Wirft den Ball zu Quenstedt, der dann noch im Wurfkreis ausführt. Das wurde laufengelassen. Also zwei Fehlentscheidungen hintereinander. Erst wird unnötigerweise zurückgepfiffen, dann wird der falsch wiederholte Freiwurf laufengelassen. Auf jeden Fall extrem kleinliche Entscheidung und gegen den SCM gerichtet. Ende der zweiten Halbzeit wurde dann nicht so kleinlich gepfiffen, auf Seiten von Kronau...

    Live Sport im Internet | SPORT1- Live Stream

    Und man hört im Video sehr wohl den Pfiff und es sind bestimmt 3m bei Beginn des Pfiffes, 5m beim Ende des Pfiffes und noch mehr bei der Ausführung des Anwurfes. Was zählt denn...? ;) Also Groetzki ist schon echt schnell, hat bei Pfiffbeginn schon die halbe Wernesgrüner-Flasche passiert.

    YouTube

    Ist zwar ärgerlich für Magedeburg, aber beim 30:30 hatten sie ja auch mehr Glück als Verstand, insofern muss man hier nicht von einem gestohlenem Sieg sprechen. Das ist nämlich etwas was mich mittlerweile bei all der Schiedsrichterkritik aufregt. Bei einem Spiel über 60 Minuten in dem 62 Tore fallen ist es wie so oft EINE EINZIGE Aktion die das Spiel angeblich entscheiden soll. Das ist doch schlicht Unfug. Der einzige entscheidende Aspekt des letzten Mannheimer Tors ist eben das es das letzte Tor war. Rein objektiv betrachtet ist jedes einzelne Mannheimer Tor genauso entscheidend gewesen und jede mögliche Fehlentscheidung im gesamten Spiel der Schiedsrichter ist genauso entscheidend wie die letzte. Aber nein...es ist natürlich genau diese Aktion, die ist natürlich entscheidend....entwertet für mich irgendwie den Sport. Ein Handballspiel besteht nicht nur aus der Schlussphase.


    Du hast ja sowas von Recht. Wenn eine Mannschaft das ganze Spiel über verpfiffen wird, hier aber alle nur über die letzte Szene diskutieren, so dass man den Eindruck bekommt, wenn er dann vielleicht doch nur zwei Meter über der Mittellinie war ("Schwamm drüber, ist ja Alltag"), dann ist ja eigentlich alles korrekt abgelaufen - dann regt mich das auch auf.

    Es ist keine einzelne Fehlentscheidung, die die SCM-Fans aufregt, es sind die vielen Kleinigkeiten, die gegen den SCM gepfiffen werden. Schiedsrichter müssen 100 Entscheidungen pro Spiel fällen, machen davon über 80% richtig - ich muss mich oft nach der Zeitlupe zugunsten der Schiedsrichter revidieren. Wenn von den Fehlentscheidungen dann aber 10 zugunsten des Gegners gefällt werden und 6 zugunsten des SCM - dann behauptet hier im Forum jeder, guck auf die und die Entscheidung, es gleicht sich doch alles aus... Aber ein falsch gegebener Einwurf, ein abgepfiffener Konter, eine 2min-Strafe MEHR als beim Gegner, das sind DIE Kleinigkeiten, die enge Spiele entscheiden. Das macht zwei, drei Tore im Spielverlauf aus, mehr nicht. Und dabei haben die Schieris eine immer noch sehr gute Quote richtiger Entscheidungen.

    Beim SCM habe ich immer das Gefühl, das ist eine selbsterfüllende Prophezeihung. Er gilt als hart verteidigend, darum wird schnell mit 2min und Siebenmetern durchgegriffen. Am Ende des Spiels hat der SCM dann viele 2min-Strafen, also muss er ja hart verteidigt haben. Was dagegen ein Jurecki immer auf die Fresse kriegt beim Spiel, das wird fast nie geahndet. Und bei Fouls gegen die Außen gibt es irgendwie auch zweierlei Maß... Dazu gilt die Bördelandhalle als Hexenkessel, da sind Schiedsrichter sehr darauf bedacht, bloß keinen Heimvorteil zu pfeifen.

    Das ist objektiv belegbar. Der SCM hatte die letzten zwei Jahre keinen echten Rückraum, fast alles ging über den Kreis und Außen... Und trotzdem erhält der SCM die wenigsten Siebenmeter aller Mannschaften... (leider finde ich die Statistik nicht mehr).

    Woran das liegt - keine Ahnung. 23 Jahre nach der Wende dürfte die Himmelsrichtung ja keine Rolle mehr spielen. Und bewusst verpfeift kein Schiedsrichter ein Spiel, da sind wir uns wohl alle einig.

    Noch ein Punkt: 2 Magdeburger Tore wurden in der 2.HZ vollkommen zu Recht nicht gegeben, weil sie nach mehr als 4 Schritten erzielt wurden. Bei letzten Fall waren es sogar ganze 6 Schritte. Und trotzdem ging ein Aufschrei durch die Halle und die SR wurden ausgepfiffen.


    Und ein Tor von Kronau wurde gegeben, obwohl der Spieler mehrere Schritte IM Magdeburger Kreis gemacht hat, VOR dem Wurf. Das gehört zur neutralen Betrachtung ja dann auch irgendwie dazu.

    Was die Fans aufbringt, ist ja nicht die reine Fehlentscheidung an sich, sondern das gefühlte und vermutlich mindestens in diesem Spiel objektiv nachweisbare Zweierlei Maß. Ein Magdeburger Konter (Weber allein vorm Torwart, zu mehr als 80% ein Tor) wird abgepfiffen, obwohl der Freiwurf an der mMn exakt richtigen Stelle ausgeführt wurde. Im SCM-Forum spricht man von einem halben Meter - so genau habe ich allerdings nicht nachgemessen. Das widerspricht aber auch Deiner obigen Auslegung. Mehrfach wird die Magdeburger schnelle Mitte abgepfiffen, so in einer der diskutierten Szene sehr ähnlichen Situation am Ende der ersten Halbzeit. Das wäre genauso der Ausgleich für Magdeburg gewesen wie der für Kronau in der zweiten Halbzeit. Als Musche dann doch noch traf, kam beim Wurf die Sirene.

    Ich unterstelle keinem Schiedsrichter Parteilichkeit. Aber dass SR-Verhalten hier als teils arrogant bezeichnet wird, kann ich gut nachvollziehen.