Beiträge von Nordischbynature

    Das ist für mich emotional schwerer zu verdauen als ein Abgang von Pytlick. Den Lukas fanden wir schon gut, bevor er so bekannt wurde. Und ich hätte ihn immer bodenständig eingeschätzt, hat ja auch erst als Teenager mit dem Handball angefangen, meinte mal im Interview, es wäre surreal was er erreicht hat.

    Von daher hätte ich gedacht, der wird eine Legende in FL. Die Halle liebt ihn, die weiblichen Fans auch zahlreich.

    Dass man dann ausgerechnet nach Ungarn gehen muss…aber Geld sticht Gewissen.

    Emil und Lasse werden dann wohl die letzten Dänen sein für die nächsten Jahre.

    Es gab bis vor einigen Jahren eine Spielgemeinschaft, aber die Egos der Erwachsenen haben es kaputt gemacht.

    Ob das Wort „Talentschmiede“ berechtigt ist, wird sich zeigen wenn die in der Jugend erfolgreichen Mädchen sich irgendwo im hochklassigen Frauenbereich etablieren. Was bringt es den jungen Frauen, wenn sie mit 6 Einheiten Training in der Woche in die Meisterrunde oder ins Final 4 kommen, aber sie danach mit Handball aufhören oder in der 4. Liga spielen? Wozu der Aufwand und die Opfer? Was hat der DHB davon?

    Aber wie gesagt, da spielen auch Eltern und Betreuer eine große Rolle.

    Man kann davon ausgehen, dass es sich auch auf die Jugendarbeit auswirken wird.

    Wer schickt denn seine guten!! Kinder in Vereine, in denen es keine höherklassige Möglichkeit später im Erwachsenenbereich gibt ?

    Ist hier oben so mit dem Handewitter SV.

    Da versucht man jetzt die Mädcheb in Liga 4 in Tarp unterzubringen (sieht aber gerade eher nach Abstieg aus). Die benachbarten „Nordfrauen“ in Harrislee gehören ja zum Feind, bis jetzt sind die Gräben zwischen den Vereinen so tief dass noch keine Weite Zusammenarbeit stattgefunden hat. Der Vater des Trainers in Handewitt versucht jetzt, beim dänischen Handballklub in Flensburg (DHK) so weit wie möglich aufzusteigen, mit vielen erfahrenen Spielerinnen, die er aus Harrislee und seiner Zeit als Meistertrainer in Oeversee kennt.

    Für eine Laufbahn beim DHB ist das wahrscheinlich nicht sonderlich attraktiv.

    Finde ich gut und richtig. Er wäre fast am rasanten Ruhm zerbrochen.

    Man konnte während der WM auf und neben dem Feld sehen, wie er den Rummel genossen hat - allerdings eben mit der Gewissheit, dass er danach seine Ruhe in der Anonymität der Stadt findet.

    Sehr gute Selbstpflege (physisch ist da allerdings noch Luft nach oben).

    Kaum zu glauben, dass ich sowas mal schreibe, aber:

    Die dänischen Weltmeister (Reminder, ich bin auch mit rot-weißen Genen ausgestattet) können stolz auf ihren Titel sein, aber sollten jetzt mal zum Business zurückkehren und das nicht as usual, sondern mit Kampfgeist, Leidenschaft und dicken Hosen.

    Dem Trainer weiter nachzutrauern, bei dem sie so gerne trainiert haben( nur leider 17 Monate reihenweise unter ihren Möglichkeiten geblieben sind), ist jetzt nicht mehr angebracht. Sie sind Profis und müssen damit umgehen können. Will man die CL erreichen und gewinnen, dann kann man nicht alles hygge haben, hat in Aalborg auch noch nicht hingehauen.

    Tatsächlich muss ich als jahrzehntelanger Fan sagen, dass jetzt auch die Spieler mal in der Bringschuld sind! Habe immer alles irgendwie erklärt und entschuldigt, aber jetzt muss mal seriös abgeliefert werden.

    Will jetzt Nix mehr über Machulla oder Krickau hören oder über die GF, will Konzentration, Kampfgeist und Temperament sehen.

    Habe fertig 😌

    Gott bewahre uns vor einem „starken Mann“ der wie z.B. in Erlangen alles entscheidet.

    Prinzipiell ist es gut, wenn man zusammen bespricht und die jeweiligen Fachleute ihre Meinung zu sportlichen, finanziellen und strukturellen Aspekten einbringen. Ist natürlich anstrengend manchmal, aber für das Geschäftskonstrukt SG nicht anders möglich.

    Glaubt man wirklich, dass ich so etwas alleine entscheiden kann und will? Es sitzen acht Leute im Beirat, dazu kommen Holger, Dierk (Präsident Dierk Schmäschke, Red.) und ich. Wir beraten uns, diskutieren und treffen Entscheidungen gemeinsam.

    Aus dem von mir weiter oben verlinkten Interview mit Vranjes.

    Gidsel ist offensichtlich ein äußerst robuster Typ mit einem sonnigen Gemüt, und er strotzt vor Selbstbewusstsein. Er hatte keine gravierenden Verletzungen, keine Infekte oder ansonsten irgend etwas, was seine körperliche und/oder mentale Gesundheit beeinträchtigen konnte. Jedenfalls wurde darüber nichts berichtet. Kleinere Blessuren, die bei seiner Spielweise obligatorisch sind, steckt er ebenfalls locker weg. Es gibt solche Typen. Für mich ist es eigentlich nur die Frage, wie lange geht das gut? Gegenbeispiel: Warum ist plötzlich aus dem "Sunnyboy" Sander Sagosen fast eine tragische Figur geworden?

    Er hatte mental und körperlich zu kämpfen und nahm sich eine Auszeit bei gleichzeitigen Erschöpfungssymptomen(ich meine, das war September 2021 nach Tokio), in der gleichen Saison bei der EM dann die Kreuzbandverletzung. Aber er ist sehr offensiv damit umgegangen, dass das plötzliche Aufsehen um seine Person ihn gestresst hat und er einen Sportpsychologen aufgesucht hat.

    Das war hier in Deutschland nicht so in der Presse, weil der Fokus so richtig erst auf ihn gerichtet wurde, als sein Wechsel in die HBL verkündet wurde. In DK war es aber ein großes Thema.

    Seine Verletzung des hinteren Kreuzbandes hatte ihn eigentlich seiner Abschiedsspiele bei GOG beraubt, er spielte dann aber sensationellerweise doch noch im Saisonfinale mit.

    Kleine Zusammenfassung:

    LV zeigt sich betroffen, dass man ihm in Kommentaren Kontrollzwang und Trainerambitionen vorwirft, ebenso Krickaus Rauswurf.

    Der Rauswurf wurde vom Beirat, Schmäschke, Glandorf und ihm beschlossen.

    Sein Intermezzo auf der Bank: Der A-Lizenz geschuldet. Sein Verhalten zum Ende seiner Trainerzeit sieht er als eventuellen Auslöser für das Misstrauen. Damals sei er sehr fokussiert auf die Meisterschaft gewesen und habe darüber die Empathie für die Mannschaft verloren. Seitdem an sich gearbeitet.

    Nach Minne, Smits und Jørgensen gefragt, will er nichts sagen.

    Aus dem Interview:

    Angeblich ist Pajovic ein guter Bekannter von Ihnen und wurde geholt, weil er weniger widerspricht als Krickau.

    Diese Behauptungen sind falsch. Wenn es reicht, gegeneinander gespielt zu haben, sind wir gute Bekannte. Im Ernst: Wir haben vor diesem Januar noch nie einen Kaffee zusammen getrunken und länger miteinander geredet. Pajo wird seinen eigenen Weg mit der Mannschaft gehen, wie Nico es in den letzten anderthalb Jahren getan hat. Wir als SG werden ihn dabei unterstützen und ihm mit Rat und Tat zu Seite stehen. Aber genau wie bei allen Trainern in der Vergangenheit, wird Pajo die sportlichen Entscheidungen treffen.

    Also, dieses Gerücht habe ich weder irgendwo gelesen noch hier in den Hallen gehört. Im Moment scheint der shz in Gestalt von Schappert eher ein Förderer Machullas und seines Rufes und übertreibt es etwas mit dem kritischen Nachfragen.

    Shz.de:


    „Aus Sicht der SG-Verantwortlichen habe der Slowene die beste Analyse der Flensburger Probleme und die konkretesten Lösungsansätze geliefert, etwa was die Ausstrahlung auf dem Feld und die Stabilität in der Abwehr angeht. Pajovic dürfte wieder mehr Disziplin einfordern. „Ales entspricht unseren Kriterien. Er spricht Deutsch, hat eine gute Kommunikation mit seinen Spielern und kann sie weiterentwickeln“, sagt Vranjes.“

    All das habe dazu beigetragen, dass die SG von einigen der ursprünglich angestrebten Eigenschaften des neuen Trainers – skandinavisch oder deutsch, Bundesliga-Erfahrung als Coach – Abstand nahm und sich für einen Trainer mit Balkan-Einschlag entschied. Man sei sich bewusst, so Vranjes, dass „der Übergang vom National- zum Vereinstrainer eine Herausforderung ist und ein Punkt, bei dem sich Ales entwickeln muss und wird“.

    Dass Jacobsen in Flensburg angefangen hätte, stand doch nie ernsthaft zur Debatte. Der ist Zebra und Löwe, aber keine Möwe.

    Und wie man so gerüchteweise hört, hat der Aufsichtsrat die Nase voll von Hygge-Handball. Wenn hier Spieler spielen, dann als Profis und nicht als Kumpels.

    Mal sehen, ob das sich wirklich so entwickelt und wie die Fanbase das findet. Und potentielle Spieler.

    Bis 2027 ist optimistisch, aber wegen der 2026 auslaufenden Verträge einiger Spieler muss natürlich den Nachfolgern oder den Ansässigen bei Verhandlungen eine stabile Trainersituation geboten werden.

    Toitoitoi, ich bin gespannt und finde dass er von der Erfahrung ja schon mehr aufweist als Krickau, hat halt nicht den Glamour-Faktor (aber der hat ja auch nix gebracht).