So, jetzt mal ein kleiner Beitrag zum vergangenen Spiel und der vergangenen Saison. Zunächst einmal zur Überraschung, die vielleicht gar nicht so überraschend war: Stefan Neff bleibt bis 2025 Cheftrainer der Eintracht. Eine Entscheidung mit der ich sehr zufrieden bin. Er hat damals mit dem finanziell nicht so üppig aufgestellten TuS Volmetal den Doppelaufstieg von Verbandsliga in die dritte Liga geschafft, dann mehrfach die Klasse gehalten, später dann die SGSH von der Mannschaft am Tabellenende zur Topadresse in der 3. Liga gemacht und dann letztendlich mit dem VfL Eintracht Hagen den Aufstieg in die 2. Liga klargemacht und nun diesen spektakulären 7. Platz geholt. Das wichtigste ist allerdings, dass er nicht nur irgendein Trainer für den Verein und der Verein nicht nur irgendein Verein für ihn ist. Das ist einfach pure Identifikation beiderseits. Einen passenderen Trainer kann man sich eigentlich nicht wünschen.
Zum Spiel gestern muss man sagen, dass die Dresdner Vereinsführung anscheinend kein großes Interesse an einem Sieg hatte. Die paar angereisten Dresdner Spieler allerdings schon und so war es am Ende doch ein nettes Spiel, auch wenn Elbflorenz nach der 15. Minute nicht mehr näher als auf 3 Tore herangekommen ist und im ganzen Spiel nie geführt hat. Die außergewöhnliche Leistung des Gastkeepers Mohs (18 Paraden; 38,3%) konnte durch die Leistungen von Mahncke (13; 40,63) und Grzesinski (3; 50) konterkariert werden. Besonders an diesem Tag war aber auch die Leistung von Pouya Norouzi, der sich gleich 12 mal in die Torschützenliste eintragen konnte. Und wo wir gerade bei Statistiken und außergewöhnlichen Torschützenleistungen sind, kann man ja mal einen Blick auf die Liste der besten Feldtorschützen werfen, wo auf Platz 2 Philipp Vorlicek mit 188 Feldtoren steht, direkt vor Pouya Norouzi mit 182 Feldtoren auf Platz 3. Letzterer schafft es mit noch ein paar 7-Meter-Toren sogar insgesamt auf Platz 6 der Toptorjäger. Zum Thema 7-Meter muss man allerdings sagen, dass da die Quote diese Saison nicht so berauschend war, allerdings kommt da ja mit Pierre Busch nächste Saison jemand, der das sehr gut kann. Apropos Neuzugänge: Neben Pierre Busch, der mit Damian Toromanovic zusammen nächste Saison das Duo auf Rechtsaußen bilden wird und Julian Athanassoglou ersetzt, der nächste Saison in die 3. Liga nach Krefeld geht, um dort mehr Spielzeit zu sammeln, kommt ja auch Valentin Spohn im Linken Rückraum, ein Spieler der letzte Saison in der 1. Liga gezeigt hat, wozu er fähig ist, wenn auch nicht mit voller Konstanz, aber auch das wird sich hinkriegen lassen. Gehen werden allerdings auch ein paar Spieler, wobei jetzt kein großer Umbruch bevorsteht. Athanassoglou hatte ich ja schon erwähnt, aus ähnlichen Gründen geht Niko Bratzke zum ASV Hamm als Ergänzungsspieler für die 1. und Topspieler für die 2. Mannschaft in der 3. Liga. Aus untereinander ähnlichen Gründen werden auch Kreisläufer Daniel Andrejew und Rückraumspieler Carsten Ridder gehen, denn beide beenden ihre Profikarriere, letzterer, da er wegen seiner Rückenprobleme keinen Profihandball mehr spielen kann und deswegen auch in dieser Saison keinmal zu einem Einsatz kam. Als fünften Spieler wird man Lukas Kister nicht mehr (so oft) in der Halle sehen, denn dieser möchte sich zukünftig mehr auf den beruflichen Werdegang außerhalb des Handballs konzentrieren und wird daher für die zweite Mannschaft auflaufen. Grundsätzlich wäre der Kader so schon in Ordnung, es sollen aber wohl noch weitere Verpflichtungen getätigt werden. Die nächste Saison wird auf jeden Fall interessant. Leider werden viele besondere Gegner in der nächsten Saison nicht mehr dabei sein. Das sind einmal die beiden Aufsteiger Gummersbach und Hamm, die zusammen mit Essen so ziemlich die geringsten Entfernungen von Hagen aus bieten, sowie auf der anderen Seite der Tabelle die Mitwestfalen des TV Emsdetten und natürlich unseren Lieblings-Nichtlieblingsgegner, den TuS Ferndorf (auch wenn ich nicht leugnen möchte, dass gestern bei uns in der Halle ein Banner hing, das TVG und TSV viel Glück wünschte, so viel Stichelei muss sein). Viele Verluste auf jeden Fall für die Zweite Liga. Zum Schluss noch ein bemerkenswerter Fakt: Der VfL Eintracht Hagen hat in dieser Saison gegen jede Mannschaft mindestens einen Punkt geholt.