Die Gelnhäuser Neue Zeitung berichtet heute darüber, dass Hanau wohl einen Verzicht auf eine mögliche Teilnahme an der Aufstiegsrunde erwägt. Der Verein wollte sich auf Nachfrage nicht äußern, kündigte aber eine zeitnahe Stellungnahme an. Wäre das tatsächlich der Fall, stünden die beiden jetzt schon wahrscheinlichen Teilnehmer aus dem Südwesten auch final fest.
Beiträge von Barbarossastaedter
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Eine Gegentribüne ist in der 2. Liga nicht vorgeschrieben.
Die Gelnhäuser Neue Zeitung schreibt etwas anderes: „Das schwerwiegende Kernproblem des TVGist allerdings das folgende: Die Handball-Bundesliga (HBL) fordert in ihren Statuten für Zweitliga-Spielstätten das Vorhandensein einer Haupt- und einer Gegentribüne.“ siehe hier: https://www.gnz.de/sport/regional…JCQ3Y56UPY.html
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Da bin ich aber mal sehr auf die Antwort gespannt.
Im Beitrag #238 schreibt Barbarossastaedter , dass die Halle bei einem Umbau MEHRERE JAHRE nicht zur Verfügung stünde. Wow, machen die aus einer Sporthalle dann eine Multifunktionsarena ?? Die Schwalbe Arena in Gummersbach bspw. wurde in weniger als einem Jahr gebaut - Neubau wohlgemerkt. Ich denke bei einem Umbau in eine zweitligataugliche Halle sollte man mit "ein paar Monaten" sicherlich hinkommen !
Der springende Punkt ist eigentlich die Gegentribüne als Anforderung in der zweiten Liga. Das wäre in der jetzigen Halle so nicht machbar, auch bei vielen anderen Forderungen wie Mindestabständen zu Trainerbänken, Zeitnehmertisch und zusätzlichen Platz für Kamerateams würde es ziemlich eng. Abgesehen davon sind die sanitären Anlagen jetzt schon für 1.000 Zuschauer sehr limitiert. Wie Rotbart schreibt, bekäme man wahrscheinlich übergangsweise eine Genehmigung für die jetzige Halle, aber eben nicht, um dauerhaft in der zweiten Liga zu spielen. Die Gelnhäuser Neue Zeitung hat das im vergangenen Jahr im Vorfeld der Aufstiegsspiele mal ganz schön aufgedröselt, in welchen Bereichen der TVG Nachholbedarf hätte. Ich schaue mal, ob ich den Beitrag noch finde.
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So ist es gut zusammen gefasst. Mit der aktuellen sportlichen Entwicklung ist zumindest ein wenig Bewegung in die Infrastruktur der Halle gekommen.
Die politisch Verantwortlichen sind hier mehr aktiv - kann natürlich auch an den kommenden Kommunalwahlen liegen 😜Bewegung ja, aber bis zur Umsetzung wäre es noch ein sehr weiter Weg. Die grundsätzliche Frage wäre ja erst einmal: Will man die in die Jahre gekommene Großsporthalle á la Rudi-Lechleidner-Halle umbauen/modernisieren oder eine neue Halle bauen? Würde die Halle umgebaut, stünde sie über Jahre weder für den Schulsport noch für den TVG zur Verfügung. Eine neue, moderne, zweitligataugliche Halle hätte sicherlich einen Reiz. Doch auch da stellt sich die Frage: Wo soll sie stehen? Und wer soll sie finanzieren? Immerhin stellt sich der TVG mit Blick auf den Sponsorenpool inzwischen deutlich breiter auf. Das könnte die Basis sein, um auch mit Blick auf die Infrastruktur irgendwann den nächsten Schritt zu machen.
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Hat man den in Gelnhausen Ambitionen aufzusteigen und sich in der 2 HBL zu etablieren?
Ist ja sehr oft für 3 Liga Vereine ein gewaltiger Schritt.
Einmal etwas ketzerisch gesprochen: Das Beste, was dem TVG aktuell passieren kann, ist, um den Aufstieg mitzuspielen und ihn wie im Vorjahr knapp zu verpassen. Denn natürlich wäre ein Aufstieg – der dritte in der Vereinsgeschichte – ein riesiger Erfolg für die gesamte Region, aber ich bezweifle, dass der TVG reif genug dafür wäre, sowohl sportlich und erst recht mit Blick auf die Infrastruktur. Die Halle in Gelnhausen wäre absolut nicht zweitligatauglich. Ich befürchte auch, dass der Zuschauerschnitt leiden könnte, weil die Derbys gegen Nieder-Roden, Hanau oder Kirchzell wegfielen. Auch wären Spieltermine an einem Montag oder Donnerstag wenig attraktiv. Aber klar würde man den Aufstieg auch mitnehmen wollen, wenn er sportlich gelänge. Die Zielsetzung, „irgendwann noch mal zweite Liga zu spielen“, verfolgt man beim TVG schon sehr lange.
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Abseits der wirklich erfreulichen Entwicklung im Bereich der ersten Mannschaft, hat der TV Gelnhausen den Nachwuchsbereich, aber auch die zweite Mannschaft in der Vergangenheit leider sehr stiefmütterlich behandelt. So bleibt diesbezüglich kurzfristig wohl der Griff zur Hand des großen TVG aus der näheren Umgebung. Insbesondere der ehemalige Zweitliga Trainer, dennoch immer im Verein sein Unwesen treiben darf, scheint hierbei eine sehr unrühmliche Rolle zu spielen. So spielen in der näheren Umgebung bei anderen Vereinen sehr viele ehemalige Spieler aus Gelnhausen, um die man sich vielleicht auch ein wenig besser und empathischer gekümmert hätte.
Dass Spieler, die den avisierten Sprung in die erste Mannschaft nicht schaffen, sich in der Umgebung (Langenselbold, Altenhaßlau, Wächtersbach) anderweitig neu orientieren, finde ich nicht verwerflich. Im Gegenteil: Letztlich hilft es dem TVG, wenn die genannten Vereine in unmittelbarer Nachbarschaft weiter existieren können. Spieler, die „zu gut“ für die genannten Vereine sind, kommen zum TVG wie die Bechert-Brüder aus Selbold oder Yannik Mocken aus Altenhaßlau, davor die Marquardt-Brüder. Spieler, die den Durchbruch beim TVG nicht schaffen, gehen den umgekehrten Weg.
Die aktuellen Probleme im Nachwuchsbereich sind aus meiner Sicht vielschichter. Denn lange Zeit lag der Nachwuchsbereich beim TVG auf wenigen Schultern: Deinet, Jambor, Geiger, Budanow. Sie haben es geschafft, über viele Jahre was aufzubauen und so das Gerüst für die aktuelle Mannschaft zu stellen. Die Vision, in Gelnhausen wieder größtenteils mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs zu spielen, ist aufgegangen. Allerdings gab es zeitweise ein doppeltes Vakuum: Zum einen sind Deinet, Geiger und Budanow dann für die erste Mannschaft verantwortlich gewesen, zum anderen kam nach den starken Jahrgängen, die den TVG in die A-Jugend-Bundesliga gebracht haben, nicht mehr viel nach. Inzwischen ist der TVG im gesamten Verein und auch im Nachwuchsbereich breiter aufgestellt. Was allerdings fehlt, ist die qualitative Breite. Denn langfristig wäre es wichtig, auch mal wieder in der A-Jugend-Bundesliga zu spielen. Denn nur so war der TVG damals attraktiv für einen Spieler wie Malolepszy, der damals aus Osthessen 100 Kilometer zu jedem Training gefahren wurde und jetzt schon seit vielen Jahren Kapitän ist.
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Bei Leon David finde ich es auch sehr schade. Bin aber auch der Überzeugung, dass bei einem fitten Leon David ein Torben Fehl vor ihm gesetzt wäre.
Übrigens hat der TV Hüttenberg bekanntgegeben, den Vertrag von Moritz Zörb nicht mehr zu verlängern. Er bringt die Erfahrung von mehr als 200 Zweitligaspielen mit und hat bereits eine TVG-Vergangenheit...
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Von außen wirkt das alles als ob man in Gelnhausen einen echten Plan verfolgt. Minerva ist eine ziemlich spannende Personalie, Auf der Grosswallstadt Homepage steht, dass Minerva weiter als Jugendkoordinator in Groswallstadt bleibt und es wird angedeutet, dass beide TVGs künftig zusammenarbeiten wollen. Man darf gespannt sein, was da noch alles kommt. Die Entwicklung des TV Gelnhausen in den letzten Jahren ist jedenfalls – zumindest aus der Ferne betrachtet - bemerkenswert. Chapeu!

Eine engere Kooperation im Nachwuchsbereich könnte für beide Vereine zu einer Win-Win-Situation werden, wenn Talente des TV Großwallstadt an der Schwelle zur 2. Liga Spielpraxis sammeln können. Der TV Gelnhausen gleicht so aus, dass der eigene Nachwuchsbereich zumindest auf Spitzenniveau aktuell brach liegt. Das war übrigens vor zehn Jahren mal anders. Da trennte beide Vereine im Nachwuchsbereich zumindest von den Leistungen her gar nicht so viel.
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Bei Leon David finde ich es auch sehr schade. Bin aber auch der Überzeugung, dass bei einem fitten Leon David ein Torben Fehl vor ihm gesetzt wäre.
Daniel Drozdz und sein Berater wollen unbedingt in die zweite Liga. Probetrainings bei Zweitligisten haben meines Wissens schon stattgefunden. Ich bin mir unsicher, ob der Sprung nicht jetzt zu groß ist. Alex Bechert ist die Nr. 1 beim TVG mit dem deutlich ausgereifteren Torwartspiel. Daniel Drozdz lebt von seiner Explosivität und Athletik. Dadurch hat er natürlich spektakuläre Paraden. Er braucht auf jeden Fall Spielzeit.Mindestens ein weiteres Jahr in der 3. Liga hätte ihm auf jeden Fall gut getan. Selbst danach bin ich mir nicht sicher, ob er den Sprung in die 2. Liga schafft. In jedem Fall bin ich gespannt, ob sich sein Berater nicht verzockt hat und wen der TVG als Ersatz verpflichten wird.
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Der TV Gelnhausen hat angekündigt, sich im Sommer von Kreisläufer Leon David und Torhüter Daniel Drozdz zu trennen. Während David verletzungsbedingt immer wieder Rückschläge hinnehmen musste, konnte man sich bei Drozdz nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen. Das ist aus meiner Sicht schon ein herber Rückschlag, weil Drozdz für die 3. Liga ein herausragender Torhüter ist, aber vermutlich erhofft er sich auch Angebote von höherklassigen Vereinen.
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Ist natürlich kein Zufall, dass die Mannschaft in der Crunchtime oft die Nase vorn hat. Gestern Abend aber eher anders herum, zwar hat der TVG den letzten Treffer noch markieren können, aber über den gesamten Spielverlauf hat man einen komfortablen 6 Tore Vorsprung Anfang der 2. HZ. noch abgegeben. Das spricht eindeutig für die Klasse der Kölner und fehlende Coolness auf Seiten der Hessen!
Longerich bleibt der Angstgegner des TVG. In vier Spielen gab es bislang noch keinen Sieg gegen die Kölner.
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Das wird Samstag ein ganz schwieriges Spiel. Ich habe den Eindruck, dass die Mannschaft auf Zahnfleisch geht. Gerade die Jungs im Rückraum wirken teilweise müde.
Einerseits ja, andererseits hat man es jetzt mehrfach geschafft, trotz größerer Rückstände im Spielverlauf in den letzten zehn Minuten die Partien noch zu seinen Gunsten zu entscheiden. Das dürfte gegen die „Baggerseepiraten“ (nennen sie sich eigentlich noch so?) wieder eine ganz enge Kiste werden. Unabhängig davon glaube ich, dass der Kampf um die ersten beiden Plätze in dieser Saison spannender wird als in der vorigen. Hanau ist nach mäßigem Saisonstart aktuell sehr stabil, auch mit Longerich ist zu rechnen, dagegen verliert Wetzlar langsam an Boden.
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Das stimmt zwar, ändert aber nichts daran, dass die talentierten Hanauer Jugendspieler wie Csaba unsd Trinczek aktuell in Gelnhausen angeheuert haben und das vermutlich aus gutem Grund: Ist halt attraktiver vor 800-1000 Zuschauern zu spielen als vor 250, verbunden mit der besseren sportlichen und mutmaßlich auch finanziellen Perspektive.
Marketing Stratege Tamberg hatte es vor Jahren schon kommen sehen, dass man in Hanau bald nur noch die Rücklichter vom TVG sehen würde…
Dazu trägt er ja jetzt auch an entscheidender Stelle in Gelnhausen bei. Trotzdem muss der TVG in den nächsten Jahren schauen, in der Jugendarbeit wieder stärker auf die Beine zu kommen. Die Zeiten, in denen die A-Jugend in der Bundesliga gut mithielt, und die B- und C-Jugend jeweils in der Oberliga um die Hessenmeisterschaft mitspielten, sind inzwischen schon ein paar Jahre vorbei.
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Der TVG leiht sein Rückraumtalent Lasse Georgi an den Ligakonkurrenten nach Nieder-Roden aus. Das wäre vor ein paar Jahren auch noch undenkbar gewesen: https://www.tvgelnhausen-handball.de/wechsel-auf-ze…ixp59WA4gPxPa4g
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Wobei der Ausfall von Altwein für mich für dieses Spiel nicht so relevant war. So hat man auch ohne ihn deutlich in Leutershausen gewonnen.
In diesem Spiel lag das Problem eher in der Abwehr inkl. Torhüterleistung. Da wog der Ausfall von Alex Bechert schwerer.
Das Statement von Trainer Geiger nach dem Spiel war absolut treffend. Sinngemäß…kommen viele Spieler nicht an 100%, wird es gegen jeden Gegner schwer…
Das wird in der Hinsicht auch am Wochenende interessant, wenn mit Bechert und Drozdz gleich beide Torhüter ausfallen. Nicht ganz ernst gemeinter Gedanke: Muss Uli Schaus mit 73 womöglich doch noch mal ran?
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Zumal der TVG jetzt personell geschwächt in die Schlussphase der Saison geht. Vize-Kapitän und Kreisläufer Max Bechert fällt mit einem Meniskusriss für den Rest der Saison aus, mit Leon David fehlt ein weiterer Kreisläufer noch mindestens fünf Wochen.
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Laut DHB haben aus der Staffel nur Krefeld und Gelnhausen für die Aufstiegsrunde gemeldet.
Hier der Gesamtüberblick.
https://www.handball-world.news/artikel/neun-d…gsrunde-1096416
Damit ist zumindest Krefeld auch rechnerisch schon sicher in der Aufstiegsrunde, dem TVG fehlt theoretisch noch ein Sieg, um auch rechnerisch nicht mehr auf Platz fünf abrutschen zu können.
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Nachdem Derbysieg in Nieder Roden (tolles Handballspiel) und der gleichzeitigen Niederlage von Longerich hat der TV Gelnhausen die Tür zur Aufstiegsrunde ein Stück geöffnet.
Bis zum vergangenen Wochenende hatte ich auch noch Restzweifel, jetzt nicht mehr. Geht man davon aus, dass sowohl Longerich als auch der TVG gegen Krefeld verlieren, wären es immer noch neun Punkte Rückstand, bei nur acht Partien. Selbst mit einem weiteren Sieg im direkten Duell, müsste Gelnhausen noch viermal verlieren und Longerich alles gewinnen, also insgesamt sechs Niederlagen in den noch ausstehenden neun Spielen, nachdem die Mannschaft in der gesamten bisherigen Saison nur einmal verloren hat. Das halte ich für vollkommen illusorisch. Dass es letztlich mit dem Aufstieg klappt, glaube ich nicht. Das wäre auch viel zu früh, aber zumindest in der ersten Partie wäre der TVG nach den bislang gezeigten Leistungen auch nicht chancenlos.
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Wenn das mit der Euphorie so weitergeht, wird man dann bei diesem Spiel spätestens neue Kapazitäten auf der Tribüne - etwa hinter dem Tor - schaffen müssen.
Gegen Korschenbroich war es insofern eine bessere Situation, da der TVG speziell für dieses Spiel Vereinen aus der Region Tickets zum halben Preis angeboten hat. Die Zuschauerzahl von 1.100 zeigt aber, dass die Aktion voll aufgegangen ist. Spannend werden aus meiner Sicht die Duelle gegen Krefeld, Hanau und Nieder-Roden. Da wird sich zeigen, ob die Mannschaft stark genug ist, bis zum Ende um Platz zwei mitzuspielen.