Ein Spiel dauert 60 min und nicht nur 30.
Insofern ist es eine Schwäche, sogar eine sehr kuriose, wenn man bedenkt, dass wir das in praktisch jedem Spiel durchgezogen haben, aber es war nicht turnierentscheidend.
Die Spiele, die wir gewinnen mussten, haben wir auch noch gewonnen.
Aber da gehört dann zur Ehrlichkeit auch dazu, dass jeweils auch starke bis überragende Torwartleistungen dazukommen mussten, sonst hätte es gegen die Schweiz schon nicht gereicht und gegen Portugal hätte es eine Klatsche gegeben.
Das ist insgesamt ein Zeugnis erschreckender Schwäche.
Entweder waren Spieler gar nicht in einer vernünftigen WM-Form oder sie hatten starke Schwankungen drin. Auf Grund von Krankheiten und kleinerer Blessuren oder Vorverletzungen kann man die Einzelspieler schwer beurteilen, auf jeden Fall war es in Summe, als Team, viel zu wenig.
Einige kamen auch so selten zum Einsatz, dass eine Bewertung ebenfalls schwerfällt.
Fischer, Grgic, Lichtlein. Da fehlte es mir aber an Versuchen, zumal eben Uscins oder Golla auch nicht überzeugten. Auch wenn Lichtlein nicht mehr als RR zählt, aber er ist wenigstens Linkshänder oder man muss es mit einem Rechtshänder versuchen. Wäre für mich immer noch verständlicher gewesen als sich Uscins anzugucken, der gar nix gebacken kriegt.
Spieler wie Köster, Golla und Uscins kamen schon ausgelutscht zur Nationalmannschaft.
Köster hat sich insgesamt noch ganz gut geschlagen, aber Uscins Turnier wurde vom Highflyer zum Geiersturzflug.
Der Bengel muss es irgendwie wegstecken.
Was ich also dem Trainer ankreiden muss, ist, dass das ganze Turnier von vorne bis hinten gleich schlecht abgespult wurde, keine Steigerung, keine sichtbaren Versuche des Trainers irgendwas zu verbessern oder pos. Einfluss auszuüben.
Nun kam auch noch der Tod von Alfreds Vater dazu. Kein normaler Mensch kann das komplett ausblenden.
Habe ich auch im Hinterkopf, aber das der Trainer danach auch noch ein rundum positives Fazit zieht, kann ich dann beim besten Willen nicht mehr verstehen und das wiegt bei mir auch am schwersten.
Wer gar keine Probleme sieht oder sie sieht und trotzdem abstreitet, dem kann ich auch nicht zutrauen etwas zu verbessern.
Was auch, ist ja alles bueno. 