Beiträge von Valter

    Bei richtigem Einsatz kann es auch schnell wieder in die andere Richtung gehen. Vor 5 Jahren hat auch niemand Magdeburg da gesehen wo sie jetzt stehen. Es gehört natürlich auch ein Quäntchen Glück dazu, was den Löwen aktuell bei den Neuverpfluchtungen fehlt. Aber ja, das meine ich mit Potenzial. Es ist alles im Umfeld vorhanden was ein Spitzenclub normalerweise braucht.

    Natürlich könnte es auch in die richtige Richtung gehen, und ich wünsche es den Löwen auch. Aber der Vergleich mit dem SCM hinkt. Die hatten einen überragenden Trainer mit einer Spielidee und einer Risikobereitschaft, etwas Neues aufzubauen. Für den geborenen Magdeburger ist der SCM zudem sein Herzensvereins. Bei den RNL hingegen wird hier der Trainer sogar in Frage gestellt. Der große Hoffnungsträger ist Gensheimer. Der soll oder wird lediglich die richtigen Spieler holen. Eine Spielidee entwickeln und eine Mannschaft daraus formen, muss der Trainer.

    Wieso haben die RNL ein Riesenpotential?

    Man sollte sich endlich von alten Glanzzeiten lösen und die Realität annnehmen.

    Und die Realität bedeutet hinteres Mittelfeld ( bzw mittlerweile sogar zweitschlechteste Mannschaft der Liga ) + der wichtigste Mann geht von Bord und es kommen bis auf Martinovic ( der sowieso nur 1 max 2 Jahre bleiben wird ) wenn überhaupt durchschnittliche Spieler.

    Die RNL werden in den nächsten 5 Jahren nichts mit den vorderen Plätzen zu tun haben.

    Hart formuliert, aber der Realität ins Auge geblickt. Die Löwen müssen aufpassen, dass durch einen möglichen Abgang ihres Spielmachers nicht noch eine Kettenreaktion ausgelöst wird und weitere Leistungsträger das Weite suchen. Sollten mehrere Jahre ohne Chance auf vordere Tabellenplätze folgen, könnte auch Späth umfallen.

    Diese mögliche Abwärtsentwicklung zu stoppen und möglicht schnell umzukehren, wird keine leichte Aufgabe für Uwe Gensheimer. Und das als Neuling in dem Geschäft.

    In diesem Zusammenhang erwähne ich mal den Kollegen Pregler, der gerade eine gute Entwicklung nimmt.

    Der könnte in 10 Jahren mal was für Onkel Alfred werden.

    Ob Onkel Alfred in 10 Jahren noch BT ist? Ich denke, spätestens zum 28. Februar 2027 wird Schluss sein. Sollte Pregler sich weiter gut entwickeln, könnte er unter Onkel Alfred mit einer Nominierung rechnen, wenn auch nur als Bankdrücker.

    Freundschaft!

    Das Problem dabei: in Kiel hat man noch gar keinen Umbruch gemacht. Der kommt erst noch. Was wir im Moment sehen, sind keine Folgen eines bewussten Umbruchs, sondern eine Folge sowohl von Überalterung, als auch ungewollter Qualitätsabgänge. Flensburg hat die Basis für die nächsten Jahre gelegt. Der THW hat das noch vor sich.

    Der Umbruch wurde eingeleitet. Eric und Skippy sind Wunschspieler, sicher nicht Ersatz für ungewollte Qualitätsabgänge (Sagosen, Zarabec), sondern Teil des natürlichen Generationswechsels. Auf die Verpflichtung von Wallinius könnte die These zutreffen.

    Das Problem des THW ist nicht nur, dass er jeden Wunschspieler nicht mehr bekommt, sondern auch nicht zum gewünschten Zeitpunkt. So ergeben sich halt Verzögerungen im Umbruch. Deutlich wird dies beim Generationswechsel auf KM/IB. Hier sind nicht nur perspektivisch 2 KM neu zu verpflichten, ich hoffe auch noch auf einen Spieler wie Köster, einen RL bzw. RR, der auch im IB decken kann.

    Ob der THW in der nächsten Spielzeit um die DM mitspielen wird, hängt entscheidend mit der Weiterentwicklung der beiden Hoffnungsträger zusammen. Was Eric kann, hat er oft genug bewiesen, leider nicht konstant, da fehlt es derzeit vermutlich am Selbstvertrauen. Dazu passt, dass er bereits ein Jahr früher zum THW kommen sollte, hatte sich diesen Schritt aber damals noch nicht zugetraut. So gesehen war es wichtig, dass Jicha gestern nach einer schlechten 1. HZ an ihm festgehalten hat.

    Während Eric ohne größere Probleme ins Spielsystem hinein passt, ist die Integration von Skippy m.E. ungeklärt. Derzeit spielt er wie gefesselt und mit angezogener Handbremse (so gut wie keine Einzelaktionen, keine Risikopässe). So wird er von Dauer dem THW wenig nützen. Es braucht aber auch Mitspieler, die auf seine Spielweise eingestellt sind. Dies braucht einfach Zeit. Laut Pekeler nutzen sie derzeit die spielfreien Tage. Zu sehen ist in ihren Spielen davon allerdings noch nichts bzw. sehr wenig.

    Die KN hält dagegen:

    Gutes Omen für die Zebras: Bisher ist der THW Kiel noch nie gegen Montpellier aus einem Wettbewerb ausgeschieden.

    Die Teams trafen bis dato nur in der Gruppenphase der Champions League aufeinander, zuletzt in der Saison 2021/22. Damals unterlagen die Zebras in Montpellier mit 30:37, revanchierten sich im Rückspiel aber mit einem 35:26-Sieg. Die einzige Heimniederlage gegen die Franzosen setzte es 2022 denkbar knapp mit 23:24.

    Es ist die Aufgabe der KN, für positive Stimmung zu sorgen. Wie siehst du die Chancen des THW?

    Sicher sind sie nicht Favorit auf den Titel. Aber aktuell sehe ich beim THW größere Chancen als bei Grün-Rot.

    Sehe ich genau umgekehrt. Grün-Rot wird es im VF schaffen, falls der böse Wolff nicht sein Tor vernagelt. Aber so stark wie einst war er zuletzt auch nicht mehr. Für den THW wird es echt schwer. Montpellier ist ja nun leider keine Mannschaft wie Zagreb, der in den letzten 20 min. die Luft ausgeht, weil ihre Bank zu schwach ist.

    „Drei Halbzeiten lang haben sich beide Teams neutralisiert, aber wir haben die mentale Stärke gehabt, immer weiterzumachen und so das Spiel zu gewinnen. Diese Stärke in Phasen, in denen wir nicht gut gespielt haben, war heute das wichtigste“, zog Canayer eine Bilanz der Play-off-Partien. (Quelle: "THW Kiel trifft im Viertelfinale der Königsklasse auf den französischen Topclub Montpellier HB" auf THW online)

    Dein Erklärungsansatz klingt plausibel, auf jeden Fall richtiger als der von Kretzsche. Aber richtig überzeugend finde ich ihn auch nicht. Ich habe noch Hoffnung, dass sich etwas zum positiven wendet. Die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt.

    Gegen die Füchse stand ein überragender Dule auf der Platte, der nicht nur in der Abwehr stand, sondern auch den Angriff getragen hat, und mit 9 Buden Vollstrecker war. So eine Leistung bringt er leider nur noch max. zweimal in der Saison.

    Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass einer oder gar mehrere insbesondere der Jungen eine überragende Leistung abliefert (dies haben sie bereits in dieser Saison). Wenn dann auch noch ein TW performt, dann kann es wieder zu einer positiven Überraschung kommen. Da es in der CL von Anfang an ganz gut lief (Höhepunkt für mich der Auswärtssieg in Paris), hatten sie dort weniger Druck (da waren sie im Flow), während sie in der BL von Beginn an unter Druck standen.

    Insgesamt gesehen stelle ich aber eine inkonstante Performance bei den Leistungsträgern, insbesondere auf den Halbpositionen, fest. Die können ihr Potential leider nur teilweise abrufen und selten im Kollektiv. Zudem hat die Abwehr im Vergleich zu früher altersbedingt deutlich nachgelassen (zudem kam die Verletzung von Pekeler).

    Für ein endgültiges Urteil würde ich das Abschneiden in der CL abwarten. In der BL würde ich nicht mehr viel erwarten, da ist jetzt wirklich für sie die Luft raus.

    Es hat ja jeder gesehen, dass Smarason im Zusammenspiel (besonders mit dem Claaren) den SCM auch ein noch höheres Level gehoben hat. Auch wenn er nur als Ersatz für Gisli gedacht war. So wie er hier einschlug und wie der SCM mit ihm in der Offensive spielt, ist dies nach meiner Wahrnehmung halt noch ein Gang höher, als letzte Saison

    100 %ige Zustimmung. Smarason wird in der nächsten Saison fehlen, soviel ist gewiss, egal ob und wie er ersetzt wird. Dass wird der Konkurrenz Mut machen, den spielerischen Abstand zum SCM wieder zu verkürzen.

    TSV/SGF im VF hätte den positiven Nebeneffekt, dass mind. ein deutscher Teilnehmer beim F4 in Hamburg garantiert wäre. Was anderes möchte ich mir nicht vorstellen und wünsche ich auch nicht den Ausrichtern. =O

    So oder so, die SG wird sich durchsetzen, sie ist einfach besser besetzt. Das vorzeitige Aus in der letzten Saison dürfte Warnung genug sein, voll konzentriert zu sein.