Jetzt sind seitens des Trainers auch noch die Schiedsrichter an der Niederlage Schuld. Dazu Jicha in der PK nach dem gestrigen Spiel (Auszug aus dem Spielbericht des THW):
"Wir tun uns alle aber unglaublich schwer mit dieser Schiedsrichter-Ansetzung, zum dritten Mal gegen die Füchse Berlin wird zum dritten Mal das gleiche Gespann angesetzt. Da sind zwei Mannschaften auf dem Feld, die sich den Allerwertesten aufreißen, die mit Leidenschaft und Hingabe sich auseinandersetzen wollen. Die Füchse haben eine unglaublich gute Qualität, und Gidsel ist ein unglaublicher Spieler, der beste von uns. Ich war selbst Welthandballer und weiß, dass du dann einen Bonus bekommst und du damit auch spielst."
Ich finde es ziemlich daneben, auf diese Weise vom eigenen Versagen abzulenken. Der THW sollte lieber endlich mal zur Kenntnis nehmen, dass sie nur noch erweiterte Spitze in der HBL sind, und Vereine wie der SCM und die Füchse längst an ihnen vorbeigezogen sind. Die spielen einen deutlich besseren Handball mit vielen Automatismen und einer großen Abgeklärtheit. Die SG ist aktuell individuell deutlich besser besetzt und daher vom THW kaum zu bezwingen, egal ob auswärts oder Zuhause. Und mit Lemgo ist aktuell sogar eine Mannschaft an Ihnen vorbeigezogen, die einfach auf einer Erfolgswelle schwimmt. solange sie diese Realität verweigern, werden sie immer wieder an sich selber scheitern und nach einer Niederlage in ein Loch fallen, was sie mental weiter runterziehen könnte.
Gestern ging im Angriff genau von 3 Spielern (Elias, Eric und Lukas Z.) Torgefahr aus. Veron kann man mit Abstrichen noch dazu nehmen. Reinkind (mit wenig Einsatzzeiten) und Bilyk (fast keine Einsatzzeiten) waren Totalausfälle, Landin hatte im Angriff zudem einen rabenschwarzen Tag. So kann man kein Topspiel gegen einen auch aufgrund der Verletzungen angeschlagenen Konkurrenten wie die Füchse gewinnen. Wenn dann im Zusammenspiel keine Automatismen greifen und die verbliebenen Leistungsträger nahezu durchspielen und am Ende kräftemäßig einfach abbauen, kann man bei aller berechtigten Kritik auch einmal anerkennen, dass sie aufgrund ihrer kämpferischen Leistung bis zum Schluß drangeblieben sind.