Prominente Gesichter, die hier regelmäßig präsent sind, wären eine tolle Geschichte und würden helfen. Auf der Platte und auch daneben. Eine BundestrainerIN zum Beispiel. Oder auch eine oder mehrere Frauen, die in Verbänden und Vereinen wiedererkennbar, regelmäßig und lautstark für Frauenhandball eintreten. Die das am besten aus einem wichtigen und einflußreichen Amt heraus tun. Oder Supporterinnen aus Politik, Medien und Wirtschaft! Wir brauchen dringend weibliches Denken, weibliches Sprechen, weibliches Handeln, weibliche Sichtbarkeit, um diese Sportart für Mädchen und Frauen interessanter zu machen. Fernsehen reicht da nicht. Aber noch ist der Handball eindeutig Männersache!!
Allein der Umstand, dass die Frauen-Bundesliga von einem 65jährigen Mann geführt wird, den keiner unter 40 Jahren kennt und von dem ich z.B. noch nie etwas Zukunftsgewandtes gehört habe, ist ein Trauerspiel!! (Obwohl, passt ja zur TV-Zuschauergruppe...). Selbst die Geschäftsführung ist männlich. Die emotions- und sinnentleerte Kampagne "Hands up for more" ist wohl auch von Männern gemacht worden. Da gabs wohl nicht mal eine eigene Internetseite, sondern nur unter dem DHB-Dach. Im Fussball, voila: https://fussballkannmehr.de/. Läuft die eigentlich weiter? Ich will es nicht hoffen.
Hier und da tut sich mal was - im Schneckentempo! Mehr Frauen in Führungspositionen würden die Sportart nicht sofort aus Ihrer Problemlage katapultieren. Aber das Tempo der Veränderung würde sich deutlich erhöhen.