Mich irritiert und verärgert die (Nicht)-Kommunikation, die DHB und Frauen-Bundesliga seit Anfang an hier treiben. Wenig wirklicher Aufklärungswille, eher Entwicklung einer Wagenburgmentalität zum Schutze der Verbände und handelnder Personen. Bei dpa habe ich gerade das hier gelesen:
"Die beiden Nationalspielerinnen Mia Zschocke und Amelie Berger hatten die Vorwürfe 2022 öffentlich gemacht. Sie warfen dem DHB erst in der vergangenen Woche in einem «Spiegel»-Interview vor, dass das Thema auch innerhalb der Nationalmannschaft «totgeschwiegen» wurde.
Dafür äußerte Michelmann nun Verständnis. «In dem Bestreben, uns nicht einzumischen und in Anbetracht des bevorstehenden nächsten Wettkampfes, ist der Austausch mit den Spielerinnen und der Mannschaft vor den Olympischen Spielen vielleicht aus Sicht der Betroffenen zu kurz gekommen. Im Nachhinein hätten wir das besser lösen können», sagte er."
"Vielleicht", "Im Nachhinein hätten wir...", "In dem Bestreben uns nicht einzumischen" usw.. Der ganze Absatz ist für mich ein einziges Dokument eines präsidialen Selbstverständnisses, das nicht mehr zeitgemäß ist. Michelmann verkörpert für mich nicht mehr die Integrität, die ich vom Präsidenten eines großen Verbandes erwarte.
Bände spricht auch die Überschrift des Internet-Beitrages vom 15.11. auf DhB.de. "Statement Deutscher Handballbund" heisst es dort, ohne einen Bezug zur Sache herzustellen. Sollen möglichst wenig Leute lesen und nichts ist abtörnender für Leser als ein Statement. Das Thema soll klein gehalten werden und damit die juristische Niederlage des DHB nicht groß auffallen. Für mich völlig unsouverän seitens des Verbandes und das ja nicht zum ersten Mal.