Beiträge von HansRichard

    Also, ich habe nach 20 Minuten abgeschaltet. Für Menschen, die nicht den südwestdeutschen Heimatkolorit ins sich tragen und 150%ige Handballfans sind, ist das nur schwer zu ertragen. Meine kritische Meinung über Herrn Kromer ist in dieser Zeit nicht bestärkt aber auch nicht entkräftet worden.

    Was ich verstanden habe: der Mann sitzt ziemlich viel im Auto, fliegt zudem am Mittwoch nach Dänemark und am Freitag wieder zurück. Da ist es mit Klimaschutz und Nachhaltigkeit nicht weit her. Aber da ist er ja in schlechter Gesellschaft vieler anderer Sportfunktionäre!!

    Machtmissbrauch im Tennis: Schleppende Aufarbeitung sorgt für Unmut | sportschau.de

    Es ist nicht eins-zu-eins vergleichbar, aber es gibt sicherlich Parallelen in den Fallen Hordorff/Fuhr und dem Handling durch die betroffenen Verbände. Interessant, dass man im Tennis mit sechs Monaten Ermittlungszeit plant, im Handball soll es ja erstaunlicherweise deren 18 dauern. Ok, es gibt im Handball mutmaßlich mehr "Fälle", dafür ist die Untersuchungskommission auch doppelt so groß.

    Weil ich weiß, wie Sportverbände und deren Spitzenfunktionäre ticken, wenn sie unter Druck geraten, bin ich nicht sonderlich vertrauensvoll in deren Krisenbewältigung. Auch bei der jetzt laufenden Untersuchung durch eine sog. unabhängige Kommission vermisse ich eine gewisse Form von Transparenz: Das haben wir bislang gemacht, mit so vielen Menschen haben wir gesprochen, so viele Gespräche stehen noch aus, es gibt neue Erkenntnisse (oder nicht) usw.. All das kann man diskret verpacken, ohne dass Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind. Stattdessen nehme ich nur Schweigen im Walde wahr, mutmaßlich um den vaterländischen Blick auf die EM und Olympia nicht zu stören. Oder hat jemand mal was Offizielles gelesen oder gehört? Dann leiste ich gerne Abbitte!

    Hoffentlich lese ich eines Tages diesen Satz aus dem Sportschau-Text nicht mit den Wörtern Fuhr und Handball statt Hordorff und Tenns: "Aus vielen Gesprächen entsteht der Eindruck, dass der Deutsche Tennis Bund es mit der Aufarbeitung des Falles Hordorff nie ernst gemeint hat. Häufig fällt das Wort Lippenbekenntnis".

    Ich habe das SportBild-Interview erst heute gelesen und fand es mäßig erhellend. Beispielsweise hätte ich mir konkretere Fragen zu einzelnen bekannten Vorwürfen gewünscht. Da es ja meines Wissens keine Strafverfolgung gegen Herrn Fuhr gibt, hätte er sich möglicherweise etwas offener geäußert. So war das Interview für mich zu lang und zu lieb!

    Die Äußerung der Professorin zur möglichen Befragung von Andre Fuhr hat nur eine Selbstverständlichkeit formuliert. Für mich kein Grund zur Aufregung.

    Ich habe weiter Zweifel und Kritik am Verfahren, wie der DHB es führt. Zunächst hätte ich mir eine klarere Aufklärung gewünscht, warum die zunächst berufene Kommission gescheitert ist. Das war doch sehr oberflächlich.

    Grundsätzlich halte ich es für kritisch, dass ein Verband eine Kommission zusammenstellt (und bezahlt??!!), die mögliches Fehlverhalten dieses Verbandes bzw. seiner Spitzenleute untersuchen soll. Da wünsche ich mir mehr nach außen dokumentierte Unabhängigkeit. Beispielsweise, dass ein Dachverband wie der DOSB da aktiv wird und eine solche Kommission beruft oder andere sportjuristische Organisationen, die über keinerlei Beziehungen zum DHB verfügen.

    Und 18 Monate für diese Untersuchung?? Natürlich soll gründlich gearbeitet werden, aber das halte ich dennoch für entschieden zu lang. Insofern wäre etwas mehr Transparenz über den Ablauf des Verfahrens sinnvoll: wie oft wird seitens der Kommission getagt? Analog/digital? Gibt es Einzelbefragungen oder befragt das komplette Gremium? Welche externe Zeugen werden neben betroffenen Spielerinnen hinzugezogen? Natürlich geht es dabei nicht um Inhalte einzelner Aussagen, aber allein Kenntnisse darüber, wie konkret gearbeitet wird, würden mein Vertrauen in dieses Verfahren erheblich erhöhen!!

    Ich bin der Meinung, dass der DHB versuchen muss, die 3. Liga kostenlos anzubieten.
    Für 5€ schauen sich wohl noch weniger ein Spiel an,
    "Ihr müsst mal schauen, dass mehr Leuete euren Stream aus eurer Halle gucken..." (DHB)
    Antwort Verein: "Bei uns sind halt 400-500 Fans in der Halle..."

    Sehe ich auch so. Der Handball muss sich dri gend neue und jüngere Zielgruppen erschliessen. Für PayTV nehmen nur Hardcore-Fans Geld in die Hand, bei denen muss kein Interesse am Handball mehr geweckt werden.

    Aber wie bekomme ich so eher mäßig Interessierte, nur Neugierige, klassisches Schnupperpublikum zum Handball gucken? Wie kann ich dieses leichte Interesse aufnehmen und sie dem Handball erhalten? Sicher nicht durch Paywalls.

    Für die 1. Ligen Männer/Frauen kann ich das verstehen, alles darunter sollte als Appetizer für den Handball frei zugänglich sein@

    Die abnehmende Bereitschaft fürs Ehrenamt hat sicherlich viele gesellschaftliche Gründe, von denen etliche hier ja auch genannt wurden. Für mich ist immer nur die Frage, ob, wie und durch wen da versucht wird, gegenzusteuern. Wird in Sportverbänden und -vereinen so etwas wie strategische Personalakquise betrieben? Also wird gezielt und über einen längeren Zeitraum geschaut, wer für welche Aufgaben in Frage kommen könnte? Werden diese Menschen angesprochen, gefördert ausgebildet und werden ihnen Hindernisse aus dem Weg geräumt? Gibt es in Vorständen so etwas wie Personalleitungen, die das machen können?

    Ein aufwändiger Job, klar, für den es wieder MA braucht. Aber nur so kann es meiner Meinung nach gehen. Unternehmen wird heute auch nicht mehr die Bude von BewerberInnen eingerannt, sie müssen selbst aktiv werden und sich ihre Leute suchen. Für den Sport, gerade im Amateurbereich gilt das auch. Nach meinem zugegeben nicht kompletten Überblick passiert das seeeehr selten, auch im Handball - nur ein Stichwort: Frauenförderung. Viele Sportverbände sind da nicht auf Höhe der Zeit.

    Ich weiß, dass es z.B. durch den DOSB ein umfangreiches Ausbildungsangebot auch für Ehrenamtler gibt. Über die Qualität und die Sinnhaftigkeit habe ich sehr unterschiedliche Sachen gehört. Manchen ist es auch zu lang und zu teuer. Man könnte da nach meinem Eindruck mal über ein niedrigschwelliges Angebot nachdenken. Wäre aus meiner Sicht durchaus mal eine Aufgabe für die Handball-Landesverbände.

    Im übrigen, werter scheidender Moderator Ronaldo, unbekannterweise auch ein herzliches Danke von mir, einem erst seit kurzem aktiven Gelegenheitsnutzer, für Dein langes Engagement hier. Über 11 000 Beiträge hier in 19 Jahren, also fast 600 im Jahr, dazu noch etliche Stunden das ganze Moderatoren-Drumherum, wow! Respekt! Wünsche Dir einen eleganten Übergang ins "Privatleben"!

    Hallo zusammen,

    habe gerade versucht, hier ein paar aktuelle Infos/Diskussionsbeiträge zum Leistungs-Jugendhandball zu bekommen, besonders zum weiblichen. Zwei Enkelinnen spielen hochklassig, da will der Opa sich gelegentlich mal schlau machen. Nur gefunden habe ich nix. Kann aber an mir und meiner nicht perfekten Suchweise liegen. Deshalb wären entsprechende Hinweise prima!

    Vielen Dank vorab !

    Auch die TSG-Homepage schafft es, den Aufstieg zu vermelden, nachdem an gleicher Stelle im letzten Jahr der Abstieg aus der 3. Liga gar nicht aufgefallen war. 😁

    Die Homepage ist insgesamt ein Witz und weder der Liga noch den Ansprüchen angemessen. Keine gute Visitenkarte! Möglicherweise investiert man nur in Social Media? Das kann ich nicht beurteilen, weil ich mich da nicht aufhalte.

    Das war vorher schon bekannt, und auch im Sport gibt es nicht nur positive Erlebnisse, dann dürfte ja auch keiner mehr verlieren. Erinnert mich irgendwie an die Online-Petition zur Abschaffung der Bundesjugendspiele um Kindern den Frust zu ersparen, keine Urkunde zu bekommen. Es können nicht immer alle gewinnen.

    Ich erkläre es gerne noch einmal:

    Ja, es war vorher bekannt, das macht es in keinster Weise besser!

    Ja, im Sport gibt es nicht nur positive Erlebnisse und ich weiß durchaus, dass Sport in der Regel aus Sieg und Niederlage besteht. Aber darum geht es nicht. Es geht um das Installieren massenhafter Negativ-Erlebnisse. Wenn als Sechster in einer 10er-Staffel Gefahr läuft, mit einem positiven Punktekonto abzusteigen, dann kann man (muss nicht...) sich fragen, was das für ein bescheuerter Sport ist, der so etwas zulässt. Und die Antwort ist: Handball und zwar nur Handball!

    Wie häufiger geschrieben: ich habe ein anderes Sportverständnis! Mein Fehler?!

    Und nun ist alles vorgetragen von allen Seiten, ich würde es gerne beenden. Von mir aus können die Mods das hier zumachen. Danke fürs Mitmachen in die Runde!

    Ob das wohl beides zusammenhängt ?

    Sicherlich für Menschen, die Handball zunächst in Statuten, Durchführungsbestimmungen, bürokratischen Abläufen, Staffeleinteilungen etc. denken. Und nach meinem Eindruck ist das hier durchaus die große Mehrheit hier. Insofern verstehe ich diesen Gedanken.

    Ich versuche mittlerweile, Handball in Erfolgen, positiven Gefühlen/Umgang mit negativen Gefühlen, Spaß und Freude zu denken. Ich erlebe bei meinen Handball-affinen Kindern und Enkelinnen, dass das durchaus gut ankommt und motivieren kann.

    Und ich bin immer dafür, die Rahmenbedingungen den Menschen anzupassen und nicht umgekehrt!

    Aber der künstliche Massenaufstieg wegen Corona war dagegen in Ordnung ?

    Alles klar 👍

    Ich nehme mal an, das soll irgendwie satirisch oder gar zynisch gemeint sein?! Ok, tut mir leid, steige ich nicht drauf ein.

    Mich interessiert nicht, was früher war und ob das richtig oder vielleicht falsch war. Mich interessiert nur das, was heute ist und inwieweit man daraus etwas Gutes in die Zukunft mitnehmen kann.

    Ein Trainer in der Badenliga (5. Spielebene) hat es zuletzt so für sein Team ausgedrückt und er wird sein Team auch nächstes Jahr dabei begleiten (wurde also nicht vorab gefeuert): „Vielleicht es nach vier, fünf Jahren Abstiegskampf besser so, einen Neuanfang in der Verbandsliga zu starten. In erster Linie geht es für die Jungs darum, mal wieder mehr Spiele zu gewinnen und frisch gestärkt vielleicht in zwei, drei Jahren die Badenliga-Rückkehr anzustreben.“

    Ja, kluger Mann, da würde ich nicht widersprechen. Aber darum geht es mir gar nicht. Ich bin keinesfalls gegen Abstieg, ich bin nur gegen diesen künstlichen Massenabstieg von bis zu 50 Prozent der Mannschaften.

    Kucke auf Hamm in der HBL oder Waiblingen in der HBF, Konstanz, Rostock und Würzburg in der HBL2, Schozach-Bottwartal in der HBF2. Über den (wahrscheinlichen) Abstieg wird man sich überall ärgern - und sich gleichzeitig schon darauf freuen in der kommenden Saison wieder (wesentlich) mehr Spiele zu gewinnen. Das gilt, nach meiner Überzeugung, so auch für alle Spielklassen weiter unten.

    Nee, ich gucke nicht auf den Profibereich. Ich gucke auf den Sechsten in einer 10er Staffel des mittleren bis unteren Leistungsbereichs, der ggfs. absteigen muss, vielleicht sogar noch mit einem positiven Punktekonto!! Das halte ich für absurd. Der freut sich gerade garantiert auch nicht darauf, in der nächsten Saison - vielleicht - wieder mehr Spiele zu gewinnen.....

    Hier wird insgesamt sehr stark von der Spielplan-Gestaltung und der Bürokratie her argumentiert. Das kann man machen, aber auch ohne Experte zu sein, glaube ich, dass es bessere Lösungen gibt als diese!!

    Mir ging und geht es um was anderes: diese Lösung produziert einen Aufsteiger, der sich freut und fünf Absteiger, die sich ärgern. Ca. 15 glückliche Spieler, ca. 75 unglückliche plus Umfeld. Ein krasses Mißverhältnis!! Amateur-Sport soll doch mehr glücklich als unglücklich machen, mehr positive als negative Reaktionen und Meldungen produzieren. Davon profitieren doch alle!

    Und ich frage mich: warum kriegen andere Sportarten das besser hin und damit meine ich keineswegs nur den Fußball?

    Abstiege gehören zum Sportlerleben dazu. unten sogar häufiger als Aufstiege. Reine Mathematik.

    Ich denke nicht, dass hier irgendein junger Spieler nachhaltigen psychischen Schaden erleidet. Sollte das so sein, hätte er auch unabhängig vim Sport ein psychisches Problem.

    Also reine Mathematik ist mir zu wenig als Argument. Und von nachhaltigen psychischen Schäden habe ich nix geschrieben. Es reicht schon, keinen Bock mehr auf diesen Sport zu haben.

    Du weißt aber schon, dass damals wegen Corona etliche Mannschaften "aufgestiegen " sind , die unter normalen Umständen niemals zusätzlich aufgestiegen wären ?

    Ich könnte dir da einige Beispiele nennen im unteren Bereich ....

    Ja, das weiß ich, ändert aber nix an dem Argument, dass negative Erlebnisse aus pädagogischer und meinetwegen auch psychologischer Sicht weitgehend vermieden werden sollten!