Ich bin da bei Stifler‘sMom.
Subjektive Wahrnehmungen kann man eben nicht in Frage stellen. Aber auch ein André Fuhr hat das Recht auf eine faire Aufarbeitung.
Und genau so gibt es auch gegenteilige subjektive Wahrnehmungen von (ehemaligen) Spielerinnen. Diese wurden in der Berichterstattung aber kaum bis gar nicht berücksichtigt. Und wenn doch, dann wurde gleich mit der „Lieblingsspielerin“-Keule draufgehauen.
Genauso gibt es - auch hier im Forum - Leute, die kritisieren wie beispielsweise Personen aus dem engeren Umfeld der Vereine/Verbände immer noch in Amt und Würden sind und diese ganzen angeblichen „Machenschaften“ Fuhrs decken bzw gedeckt haben. Auch hier findet eine Vorverurteilung statt. In der Vorstellungskraft Einzelner scheint nicht zu existieren, dass diese Vorwürfe eventuell auch einfach so nicht stattgefunden haben oder eben anders wahrgenommen wurden.
Auch hierfür braucht es einfach eine faire Aufklärung bzw. Aufarbeitung.
Die hat diese Kommission aber augenscheinlich nicht hinbekommen. Bekannt geworden ist ja auch nie, weshalb es zu Zerwürfnissen der ersten Kommissionskonstellation kam. Das wäre ja auch mal interessant zu wissen - wird aber vermutlich auch nie geschehen.
Und wenn man sich die Begründung des OLG Hamm einmal durchliest, ist dessen Entscheidung nur folgerichtig. Wie soll man sich gegen Vorwürfe äußern, die anonym oder aus der Presse zu entnehmen sind. Und was soll das Ergebnis einer „fairen“ Aufarbeitung sein, in der man schon als Tatperson bezeichnet wird? Und wie kann man als „Angeklagter“ erst etwa ein Jahr nach Aufnahme der Arbeit zu einem Gespräch eingeladen werden?
Ein strafrechtlicher Prozess wäre für Fuhr mit Sicherheit „einfacher“ als dieses dilettantische Arbeiten der Kommission. Aber strafrechtlich scheint ja nichts angezeigt worden zu sein.
Allen Beteiligten dieses unsäglichen Prozesses kann man nur wünschen, dass das endlich mal ein Ende nimmt.