Beiträge von nicnamejue

    In diesem Punkt (schnelle Mitte) bin ich hin und her gerissen. Einerseits kann ich deine Argumentation nachvollziehen, andererseits: spielt das im Kindesalter tatsächlich schon eine Rolle bei der Sportartwahl? Und später splittet sich das ganze eben: die, die das Tempo mitgehen können und wollen, übrigens nicht nur physisch, sondern auch im Kopf, orientieren sich Richtung Leistungssport, die anderen bleiben bei ihrem Breitensportverein. Letztlich ist das eine Ausdifferenzierung, Optimierung und Professionalisierung wie wir sie in allen Bereichen erleben. Recht hast du natürlich, dass es dadurch an der Spitze noch dünner wird. Aber mir gefällt gerade auch die Dynamik, die mit dieser Spielweise verbunden ist. Und ich habe den Eindruck, dass dadurch kleinere, schmalere, flinke Typen (wieder) Chancen haben, die sie zuvor nicht hatten.

    Hier kann ich dir nun fast durchgehend zustimmen. Auch ich beobachte immer wieder Fälle, wo Spielerinnen den erforderlichen Ernst vermissen lassen und es sich dann früher oder später rächt. Und auch die von alter Sack genannten Fälle, wo Spielerinnen im Landesförderkader Plätze belegen und kurz nach Abschluss der Förderzeit mit Handball aufhören, sind mir bekannt (nebenbei, ein Problem ist nach meiner Beobachtung hier die fehlende Anschlussförderung auf Landesverbandsebene).

    Nur, du und Horst kritisieren ja idR nicht diese Fälle, sondern unsere (Jung)Nationalspielerinnen, die noch im System Handball drinstecken. Bei diesen bin ich mir aber sicher, dass sie im Regelfall außer Handball und Schule noch nicht viel von der Welt gesehen haben. Wenn dann doch jemand aufhört mit Handball, dann ist das zu respektieren, selbst, wenn es irgendwann aufgrund des Wunsches nach mehr Freizeit ist. IdR ist es aber ein komplexes Zusammenspiel vieler Faktoren und spätestens, wenn ich mich fragen muss, ob ich wegen Handball eine Karriere als Arzt, Jurist, Ingenieur oder sonst was riskiere, dann ist es im hohen Maße verantwortungsvoll, hier auch eine finanzielle Güterabwägung mit ins Kalkül zu ziehen. Und da zieht der Handball dann eben den kürzeren.

    Hallo Stifler'sMom,

    ich erkenne an, dass du ein fanatischer Handballfan bist, i.d.R. gut informiert und ständig "am Ball". Gut so, davon braucht der Handballsport mehr.

    Dieses Thema hier hast du allerdings ganz offensichtlich weder als direkt Betroffener noch als Elter erlebt. Vielleicht liegt es daran, dass ich deine Kommentierung hierzu als Vorverurteilung empfinde, die ich als in hohem Maße empathielos bezeichnen möchte.

    Lass dir das gesagt sein von jemandem, der die von dir beschriebene Lebenssituation einer Spielerin hautnah miterlebt und weiss, dass die damit verbundenen Entscheidungskonflikte deutlich komplexer sind, als das schwarz/weiß, auf das du es hier reduzierst.

    Tue ich grundsätzlich ja auch, aber - und vielleicht bin ich da altmodisch - ich finde wenn man etwas macht, dann sollte man es halt auch richtig machen und nicht mit der offensichtlichen Lustlosigkeit, die man gestern und heute schon des öfteren bei der ARD sehen kann.

    für mich hat das was mit Anstand zu tun. Gerade die öffentlich-rechtlichen, die sonst kein anderes Thema wie Gleichberechtigung, Paygap, etc

    kennen, versagen auf voller Linie, wenn es drauf ankommt. Ernst gemeinte Gleichberechtigung zeigt sich für mich in der Umsetzung und nicht bei einem Feigenblatt wie Gendern u.ä.

    Als deutsche Damennationalmannschaft käme ich mir da verschaukelt vor.

    kommt auf den Trainingsstatus der Mädels an. Kann für die eine ok, für die andere zu viel sein. Einmalig ist das aber schon ok, nur mehrere Wochen hintereinander hätte ich Bedenken. Kommt ja auch drauf an, ob 7 Spielerinnen durchspielen oder ein Team aus 14 Spielerinnen munter durchwechselt. Bei uns laufen gerade die Qualis, da sind es in dieser Altersklasse 3 Spiele in 6 Stunden mit je 40min.

    Haftstrafe für Norweger: Ehemaliger Biathlon-Präsident wegen Korruption verurteilt
    Der ehemalige Präsident des Biathlon-Weltverbandes, Anders Besseberg, ist wegen schwerer Korruption zu drei Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden.
    www.sportschau.de

    Für mich die Nachricht des Tages. Es ist schön zu sehen, dass es manchmal doch gelingt, die größten Saboteure eines sauberen und korruptionsfreien Sports dran zu kriegen.

    Es war jahrelang unerträglich, wie offensichtlich dieser Mensch die ehrlichen Sportler der ihm unterstellten Sportart durch seine Machenschaften verhöhnt hat.

    Wobei ich mir nicht so ganz sicher bin, ob es zum Prozess und diesem Ergebnis auch gekommen wäre, wenn Russland nicht mit dem Westen gebrochen hätte.

    Ich hoffe das Urteil hat auch nach der Berufung Bestand.