Alles anzeigenWir werden fast einen neuen Thread brauchen, dieser könnte in einem Jahr veraltet sein. Ich habe freundlicherweise Einblick in die Reform der Spielordnung bekommen, die sich mit dem Spielrecht/den Spielrechten befasst. Es wird zukünftig (25/26) im Erwachsenen- und Jugendbereich unterschieden:
- Erwachsene
Festspielen an sich wie bisher. Freiwerden 2. Alternative: 8 statt 6 Wochen Pause in der oberen Mannschaft (ohne dass dort zwei Spiele ausgeführt/ausgesetzt werden). Das Paradoxon vom Freiwerden erster und zweiter Klasse bleibt in der Theorie (s.o.), verschwindet aber zum Glück fast in der Bedeutungslosigkeit. Elegant gelöst.
- Jugend
Und darauf werde ich wohl einen Whisky brauchen:
"Für Vereine mit mehreren Mannschaften in derselben Altersklasse im Jugendbereich ist das Spielrecht der Jugendspieler*innen derart eingeschränkt, dass nach dem Mitwirken in einer höheren Mannschaft das Spielrecht in unteren Spielklassen erst wieder wahrgenommen werden kann, wenn 50 Stunden verstrichen sind."
Das war's... Nicht mehr der bewusste Einsatz einer Spielerin bestimmt primär über die Teilnahmeberechtigung (vielleicht ist der Begriff dann veraltet), sondern der... Spielplan.
Samstag: Die Bundesliga B-Jugend spielt Landesliga.
Sonntag: Die Bundesliga B-Jugend spielt Bundesliga.
Edith: Nächstes Wochenende
Samstag: Die Bundesliga B-Jugend spielt Landesliga.
Sonntag: Die Bundesliga B-Jugend spielt Bundesliga.
Edith: Übernächstes Wochenende
Samstag: Die Bundesliga B-Jugend spielt Landesliga.
Sonntag: Die Bundesliga B-Jugend spielt Bundesliga.
Ich kann mich mit dieser Konsequenz noch nicht richtig anfreunden. Ein klitzekleines Korrektiv kommt an anderer Stelle, die Spielerinnen dürfen pro Saison nur noch in maximal drei Mannschaften eingesetzt werden. Im obigen Beispiel würde man quasi ein Spielrecht auf die Landesliga "verbrennen", das an anderer Stelle vielleicht nützlich wäre (also als Drittes Spielrecht nur noch A I ODER A II, nicht mehr beide Teams).
Wir rotieren viel. Meine C II und D-Jugend Spielerinnen helfen unter Beachtung der bisherigen Festspielregeln in der C I aus. Gäbe dann Vor- und Nachteile:
Pro:
- Wir werden personell flexibler, ich kann meine Mädels auch mal an zwei aufeinander folgenden Wochenenden in der C I einsetzen. Sie sind nicht per se festgespielt.
- Der C I Stammkader kann folglich kleiner angelegt sein. Mehr Rotation als nur zwei, drei Spielerinnen pro Spiel.
Edith: - Ich kann selbst Wettbewerbsverzerrung praktizieren und mir ständig Regionalligaspielerinnen ausleihen, wenn mir danach wäre. Falls der Spielplan passt.
Contra:
- Wir müssen schon bei der Spielplanerstellung / bei allen Spielverlegungen penibel darauf achten, dass die D/C II am Wochenende immer zeitlich vor der C I spielt. Also am einfachsten, wenn die C I immer sonntags und die C II/D immer samstags spielt.
- Die 48h-Stunden-Regelung (neu: 50h-Regelung), dass Kinder und Jugendliche maximal zwei Spiele an einem Wochenende/binnen 48/50 Stunden spielen dürfen, wird ausgehöhlt. Denn ist das erste Spiel in der höheren Altersklasse, ist das Wochenende verbrannt.
Contra unabhängig von meiner Rotationspraxis:
- Es wird erfahrungsgemäß überall Wettbewerbsverzerrungen geben. DAS dürfte ja die Stoßrichtung des Festspielens gewesen sein. Jeder Dorfverein holt sich nun mit der Zweiten die Kreisklassenmeisterschaft mit Spielerinnen, die in der Liga nichts verloren haben.
Es wird sich vielleicht unter den Vereinen ein Konsens bilden. Jugendregionalligaspiele später am Wochenende, Oberliga und Landesliga früher. Das wäre die Lösung innerhalb einer Altersklasse. C I Spielerinnen spielen ggf. in der B II oder B I. B I Spiele möglichst spät am Wochenende, B II Spiele wiederum möglichst früh. Die Spielwarte werden vorher kapitulieren oder sich reihenweise in ihr Schwert stürzen, wenn sie das neue System begriffen haben.
Sehr komische Regelung. Wenn das so kommt, wäre das echt ärgerlich. Ich find die aktuelle Regelung für den Jugendbereich gut und sollte beibehalten werden.
1. 2x hintereinander höhere Mannschaft = festgespielt
2. Freiwerden nach 2x aussetzen oder 6 Wochen
3. max. 2 Spiele innerhalb 48 Stunden
Da konnte man sich gut darauf einstellen und eine gute Jugendausbildung gewähren, weil man Spielerinnen in der höheren Mannschaft z.B. auf Außen Erfahrungen sammeln lassen und in der niedrigeren Mannschaft Verantwortung im Rückraum übertragen konnte.
Das einzige wo man meiner Meinung nach rangehen könnte ist vor allem in der Rückrunde im Seniorenbereich, das man hier ggf. noch eine größere Hürde einbaut, um die niedrigeren Mannschaften wieder bisschen zu Schwächen. Hier findet die meiste Wettbewerbsverzerrung statt.