Beiträge von Florian_Bsn

    Wäre: "Du Idiot" besser gewesen?

    Ja. Wäre es. Beides trotzdem nicht akzeptabel.

    Eine rassistische Beleidigung greift nicht nur eine Person an, sondern zusätzlich die Herkunft, Hautfarbe oder auch ethnische Zugehörigkeit. Sie wertet nicht nur die einzelne Person ab, sondern auch die Gruppe, der diese Person zugerechnet wird. Das ist ein Unterschied, der die Beleidigung nochmal schwerwiegender macht.

    Abgesehen davon, ich glaube nicht, dass das Forum hier ein Ort ist, um solche Themen zu diskutieren. Leider gibt es diese Vorfälle, ziemlich sicher auch in vielfacher Anzahl als publiziert. Da bringt ein Beitrag hier einen nicht weiter.

    Beim Spiel von Gummersbach gegen Pelister wehrt der GM Torwart einen Ball ab und schlägt ihn dann ins aus. Aber er verlässt den 7 m Raum also beim rausschlagen ist er außerhalb.

    Es gab Tor ab.
    Ist er nicht außerhalb des Raumes wie ein Feldspieler zu betrachten ?

    Es zählt der Raum, in dem er zuletzt vor dem Ball Rausschlagen Bodenkontakt hatte. Also springt er aus dem 6m heraus und spielt den Ball vor dem aufkommen ins Toraus ist es Torab, spielt er den Ball nach dem aufkommen außerhalb ins Toraus ist es ein Einwurf.

    Es sind "lediglich" Anweisungen an die Spieler.

    Ich gehe trotzdem davon aus, dass 90% der Zuschauer genervt waren und bei jedem Spiel genervt sind. Aber mir fehlt die Idee einer Handhabung. Wie ist es mit der Argumentation, dass die Spieler des Gegners irriterit sind? Und die beiden Trainer auf ein angemessenes Maß runtergehen sollen?

    Solchen Trainer rutscht neben den Anweisungen schon meist auch eine Reaktion auf eine Entscheidung heraus, und sei es nur ein "och neeeein". Das muss man dann halt nutzen wenn man das Verhalten nicht gut findet. 😉

    Ich kenne das so, dass der disqualifizierte Trainer weiter auf der Bank verbleibt, damit das Spiel zu Ende gespielt wird. Dies wird im Spielbericht erwähnt, ebenso, wenn er sich weiter daneben verhält.

    Nur weil der sich nicht im Griff hat, müssen so andere Kinder oder Jugendlich nicht darunter leiden.

    Wenn ich einem Trainer rot gebe, dann möchte ich ihn nicht mehr als Ansprechpartner neben dem Feld haben. Da geht's auch im den Schutz von mir. Wenn sich niemand findet, dann sollte der Trainer beim nächsten Mal sein Verhalten reflektieren, bevor er die rote bekommt. Da bin ich dann egoistisch, das ist nicht mehr meine Verantwortung.

    Einen noch. :)

    Diesesmal nur als Zuschauer wurde ich angesprochen, weil die beiden Gästetrainer unglaublich lautstark, penetrant und ausdauernd aufs Feld riefen. Ich war der Meinung, dass man das nicht unterbinden kann. Hatte höchstens überlegt, Fangesänge anzustimmen, um einen stimmlichen Gegenwall zu bilden.^^

    Gibt es eine Grenze ab der jemand (wer?) berechtigt ist, die Trainer einzubremsen?

    Liegt am Schiedsrichter. Letztlich alles wovon er sagt, es fällt unter 8.7.a: [Protest gegen Schiedsrichterentscheidungen sowie] verbale oder nonverbale Aktionen, um eine bestimmte Entscheidung der Schiedsrichter herbeizuführen;

    Solange es nur Anweisungen an die Mannschaft sind, aber eher weniger.

    Weil es mehrfach hier genannt wurde. Bitte sprich du die Zuschauer (noch) nicht direkt an. Das kann man machen wenn man ein gewisses Standing mitbringt, Reife, Selbstsicherheit und Erfahrung ausstrahlt und vielleicht auch ein paar Leute im Verein kennt.

    Wenn du eine Ansprache halten würdest und dann auf Widerworte stößt und damit nicht souverän umgehst, dann wird es danach nicht einfacher.

    Geh den Umweg: Timeout, Heimtrainer ansprechen, der hat (ggf. über einen Dritten) für Ruhe zu sorgen.

    Nein. Wenn sie sagen würden, das in Göppingen war 7-Meter, war es in Leipzig erst recht einer. Von daher nehm ich während des laufenden Verfahrens alles, was diesbezüglich vom Schiedsrichterwesen kommt, nicht ernst.

    Es war eben KEINER in Göppingen, das sagt der DHB hier in Person von Frank Böllhoff. Ich sehe beim ersten Foul in Leipzig auch KEINEN 7m.

    Bei Bombac sehe ich allerdings anschliessend eine Behinderung in den letzten 30 Sekunden und damit rot plus 7m.

    Ich frag mich halt, was sie falsch oder nicht gesehen haben könnten (was eine Tatsachenentscheidung wäre).

    Dass das Tor leer war?


    Denn wie gesagt: Das Regelwerk setzt noch nicht mal einen Wurfversuch voraus, sondern nur eine klare Gelegenheit. Das ist bei leerem Tor (unabhängig von der Schwere des Fouls!) 7-Meter.

    Ob sie das in dem Moment regeltechnisch auf dem Schirm hatten, wird man sehen.

    kommt zwar etwas spät, aber doch, es wird ein Wurfversuch vorausgesetzt.

    Abschnitt „Guidelines und Interpretationen“ unter der Überschrift „7-Meter-Entscheidungen bei leerem Tor (Regel 14:1, Erläuterung 6 c)“:

    Dort wird die Definition weiter konkretisiert: "Die in Erläuterung 6 c beschriebene klare Torgelegenheit bei einer klaren und ungehinderten Gelegenheit zum Wurf des Balls ins leere Tor setzt voraus, dass der Spieler in Ballbesitz ist und klar versucht, direkt auf das leere Tor zu werfen."

    Die Szene der RNL gg FAG wird im Schiedsrichterportal gut auseinandergenommen. Der 7m war nicht korrekt.

    Szene vom 5. Spieltag sorgte für Diskussionen: Wir analysieren und bewerten
    Viele haben die Szene vom 5. Spieltag bereits bei Dyn oder in den sozialen Medien gesehen. Doch wie ist die Situation aus regeltechnischer Sicht tatsächlich zu…
    www.dhb-schiedsrichterportal.de

    Der Mannschaftsverantwortliche A ist halt für die Mannschaft und die anderen Offiziellen verantwortlich. Deshalb kannst du ihm die Gelbe geben und ggf. begründen, dass der Spruch halt von der Bank (seinem Verantwortungsbereich) kam.

    Besser sieht es aus, wenn du den Betreffenden direkt benennen kannst.

    Der Spruch wäre bei mir aber auch keine gelbe. Das ist ja schon persönlich und ein "provokatives Verhalten", für mich direkt 2min.

    Bei einem Spiel letzte Woche (wJD) wollte ein Trainer unbedingt im Spielbericht vermerkt haben, dass seine Spielerin verletzt wurde und deswegen nicht weiterspielen konnte.

    Sowas also auch?

    Ich würde bei sowas nie nein sagen. Wenn er was eintragen will, dann soll er das machen. Die Diskussion darum um es nicht eintragen zu lassen würde dich am Ende mehr Zeit und Nerven kosten als es einfach einzutragen.

    So die pragmatische Herangehensweise.

    Wenn es der Verwaltung nicht passt, kann sie ja mit dem Trainer in Kontakt treten.

    In den Richtlinien heißt es: »Das Vorwarnzeichen sollte generell nicht unmittelbar nach der Ausführung eines Freiwurfs angezeigt werden.«

    Direkt im Zusammenhang mit einem Freiwurf finde ich das Vorwarnzeichen insbesondere dann in Ordnung, wenn sich die Angreifer immer wieder festmachen lassen, um so über ständige Freiwürfe Zeit zu schinden. Das soll auch explizit in die Bewertung mit einbezogen werden. Dann würde ich mit dem Freiwurf-Pfiff den Arm heben.

    Das sieht der DHB anders.

    Siehe: https://www.dhb-schiedsrichterportal.de/online-magazin…1956184e677&L=0

    "Fazit:

    Das Handzeichen 17 nach einer Freiwurfentscheidung und noch vor der Ausführung anzuzeigen, ist nicht korrekt.

    [...]

    Besser wäre es gewesen, das Handzeichen noch kurz vor dem Freiwurf anzuzeigen. Wurde der Zeitpunkt allerdings verpasst, sollten die Schiedsrichter nach der Freiwurfausführung noch zwei bis drei Pässe warten, um dann das Vorwarnzeichen anzuzeigen (auch nicht unmittelbar nach einer Freiwurfausführung [...])."

    Das Gleiche gilt übrigens, wenn bei bei Anwurf auf Passives Spiel entscheiden möchte. Es soll erst mind. ein Pass nach Anwurf abgewartet werden und nicht schon bei Anwurf direkt der Arm hochgehen. Hier ist noch erwähnenswert, dass das alte pauschale Vorgehen mit erster Warnung und danach Passiv veraltet ist.

    Richtig, denn nur wenn der Pass gefangen wird, ist es ein vollendeter Pass.

    Ich habe immer versucht das Passiv direkt nach einem Freiwurfpfiff aber vor der Ausführung zu zeigen. Dann kann man schön an den Ausführungsort hingehen, zeigen wo ausgeführt wird und die Spieler sehen dass der Arm oben ist. Außerdem ist dann ganz klar dass der Freiwurf der erste Pass ist. Geht natürlich nicht immer, aber hat mir oft geholfen.

    Das ist gemäß DHB Anweisung leider falsch. Passiv soll nicht vor Ausführung des Freiwurf gezeigt werden. Hier soll man 2-3 Pässe warten nach dem Freiwurf.

    Kannst im dhb-schiedsrichterportal.de mal nach passiv Anzeige suchen.

    Okay, um ehrlich zu sein bin ich nichtmal auf die Idee gekommen. Was ist die Faustformel, nachder man etwas einträgt?

    Die Uhr erscheint im Nachhinein logisch. Ich kann Dir Folgen, dass bei der Häufung eine Erwähnung im Bericht sinnvoll erscheint. Trotzdem, ab wann fängt man an die Besonderheiten einzutragen?

    P.S. Danke :)

    Alles was im Spielverlauf an unregelmäßigen Dingen auftritt, das nicht auftreten sollte, gehört in den Spielbericht. Und alles, was nicht regelgerecht das Spiel beeinflusst.

    In dem Standbild bei Sportbild ist, als der Abwehrspieler (von vorn) klammert, keine Wurfbewegung zu erkennen. Der Angreifer steht bei 12-13m. An der 6m-Linie stehen zudem noch 2 Abwehrspieler, ein weiterer bei ca. 10m. Für eine klare Torgelegenheit ist das ein bisschen wenig.

    Wie gesagt, einzig eine Wurfabsicht wäre relevant. Alle anderen Verteidiger die sich irgendwo dazwischen befänden sind nicht relevant. Die Definition ist, leeres Tor und Wurfabsicht = klare Torchance. Irrelevant, wer da noch dazwischen irgendwo steht. Aber das war es dann auch zur Regelkunde.

    Das Klammern (von vorn) passierte aus dem Spiel heraus und war ein stinknormaler Freiwurf. Keine Ahnung, wie man da 7-Meter und Rot fordern kann.

    Anders sieht's beim anschließenden Freiwurf aus. Da kann man schon recht deutlich sehen, dass Bombac die Freiwurfausführung behindert. Nur ist auch hier nicht wirklich klar, ob es sich um einen Regelverstoß handelt. Es hängt alles daran, wie die Schiedsrichter das wahrgenommen haben und nicht, wie sie es hätten wahrnehmen sollen.

    Ein vergleichbarer Fall: https://www.dhb.de/sites/default/…%202%202024.pdf

    Sofern es überhaupt zu einer Verhandlung kommt, wird der Ausgang primär davon abhängen, wie die Schiedrichter ihre Wahrnehmung schildern. Die Kamerabilder haben da keinen Einfluss drauf.

    Bei leerem Tor und wenn der geklammerte Spieler werfen wollte, hätte es auch ein 7m sein müssen. Denn leeres Tor+Wurfversuch=klare Torchance. (Habe die Szene selbst nicht gesehen, nur das Bild)

    Aber sehe trotzdem nicht, wie ein Protest hier erfolgreich sein soll.

    Weil es in der Vollständigkeit noch nicht geschrieben wurde: richtig wäre es, nach dem 4. Pass die Pfeife schon Richtung Mund zu bewegen und sobald der 5. Pass angenommen (!) wird sofort zu pfeifen. Kommt es danach in der Bewegung zu einem Foul, das 2min oder rot nach sich zieht, dann gibt es diese Sanktion trotzdem. Es bleibt aber bei Freiwurf der verteidigenden Mannschaft. Selbiges gilt für in den Arm greifen und nach hinten ziehen bei zu vielen Schritten im Kontakt.

    Aber: wenn du im Kontakt zu viele Schritte nicht früh genug abpfeifst und genau deswegen ein Verteidiger etwas hinten dran hängt, lässt man die Strafe stecken.

    Das sind so Situationen, die durchaus häufiger vorkommen.