Beiträge von Elias

    Mein Gott Walter, hier spielen sich die großen Moralapostel auf.

    Ich dröhne mich auch vor jedem Training zu und bin trotzdem bei meinen Jungs der Größte und Vorbild.

    Hört endlich auf zu diesem Thema irgendwelche Kommentare rauszuballern.

    Ich versteh Dich gut: Die Wahrheit ist eben schwer zu ertragen!

    Du hast es ja selber geschrieben - dies ist ein noch laufendes Verfahren, und ein abschließendes, eventuell auch anfechtbares Urteil ist noch nicht ausgesprochen worden. Die positive A-Probe liefert einen Verdacht, und NUR einen Verdacht. Solang dies der Fall ist, gilt die Unschuldsvermutung und alles andere käme einer Vorverurteilung gleich.

    Am 11. April hat das HBL-Präsidium im Rahmen des sportrechtlichen Ergebnismanagementverfahrens der NADA eine vorläufige Suspendierung beschlossen. Daran anschließend kann (und Portner hat dies offensichtlich getan) ein Disziplinarverfahren beantragt werden, das dann vor Sportgerichten verhandelt wird. Soweit ich weiß, verschiebt sich die Beweislast zu Lasten des Beschuldigten, sobald der Sanktionsbescheid nach Art. 5 SfED eingegangen ist. Wenn jemand Zeit hat, kann er auch gerne das dazu passende Zitat raussuchen, wie gesagt dahingehend kann ich mich irren.

    Generisch die Unschuldsvermutung zu zitieren, ohne Bezug auf Verfahren der dafür zuständigen Organe ist nicht ganz sinnvoll, die Unschuldsvermutung als solches ist mir ein Begriff.

    ´[...] Du kannst ja mal anfragen, wie oft bei Feststellungen von Drogenkonsum im Straßenverkehr Hausdurchsuchungen bei den Deliquenten erfolgten.

    Schwere der Tat - da leg ich mich nieder. [...]

    Aber hier scheint es mir so, dass sich da wieder einige auf Kosten von bekannten Persönlichkeiten profilieren wollen.

    Zur Schwere der Tat: Nicht nur ist die Einnahme ein Verstoß gegen das BtMG - darum geht es mir nicht primär -, sondern vor allem ein Verstoß gegen die Fairness. Angenommen die Vorwürfe bewahrheiten sich: Was ist das für ein Vorbild für Kinder und Jugendliche? Wenn es sportlich nicht ganz reicht, wird man schon Mittel und Wege finden? Wer dopt, ist ein Lügner und Betrüger, solche Leute haben im Sport nichts zu suchen. Damit leistet er auch seiner Mannschaft einen Bärendienst.

    Zum Thema Hausdurchsuchung: Schwerpunkt des Verdachtsfalls ist wie gesagt, eben nicht der Verstoß gegen das BtMG, worauf deine Argumentation aufbaut, sondern der Verstoß gegen geltendes Recht bzgl. Doping. Mit dem AntiDopG soll die Chancengleichheit für Athleten gesichert und die Integrität des Sports gewährleistet werden, der Verstoß dagegen wiegt schwer. Übrigens auch zum Schutz der Gesundheit der Athleten. Das AntiDopG verweist in seinen Konsequenzen auf das StGB, Doping hat strafrechtliche Konsequenzen. Daher ergibt sich die besondere Schwere des Falls im Vergleich zu "herkömmlichen" Drogenkonsumenten.

    Vorwürfe der Profilierung weise ich zurück. Mir geht es um die Fairness im Sport und hier geäußerte völlig abwegige Anschuldigungen Dritter.

    Dass es "grober Unfug" ist, sich in der Kabine des Gegners aufzuhalten, habe ich nie bestritten, aber hier so zu tun als würde ein Bezug zum Fall Portner bestehen oder ein Rechtsverstoß vorliegen, ist vermessen. Bei ihm schließt Du ein Versehen kategorisch aus, bei Portner im selben Atemzug nicht (obwohl es dort einen begründeten Verdacht gibt), das sind zwei sehr unterschiedliche Maßstäbe, denen Du Geltung beimisst.

    Für ihn gilt unmissverständlich erstmal die Unschuldsvermutung!

    Das Rechtsverständnis, das hier im Forum vertreten wird, ist echt bedenklich. Natürlich gilt für Portner momentan nicht die Unschuldsvermutung, denn es gibt den begründeten Anfangsverdacht, die A-Probe, dass er Substanzen in Mengen im Blut hatte, die nicht erlaubt sind. Die Beweislast liegt nun bei ihm, zu beweisen, dass er eben nicht schulhaft gehandelt hat, sei es über die Beantragung der Öffnung der B-Probe oder eine glaubhafte Erklärung, wie die Substanz in seinen Körper gelangt ist.

    Sich über das folgende Prozedere zu beschweren, ist ebenfalls vermessen, denn es handelt sich schlicht und ergreifend um ein Standardprozedere, was der Schwere der Tat angemessen scheint und auch dazu beitragen kann, seine Unschuld zu belegen. Man möge sich nur an den Radsport erinnern. Auf die Konzentration abzustellen halte ich hierbei für nicht zielführend und reine Spekulation, denn diese kann sowohl Indiz für eine unbeabsichtigte Einnahme als auch für einen weiter zurückliegenden Konsum sein.

    Um zur Unschuldsvermutung zurückzukommen: Diese gilt selbstredend für den Herren von den Füchsen. Die Aktion in Köln, die selbstredend nicht in Ordnung ist (unabhängig davon, was schlussendlich wirklich dort passiert ist), mit dem Fall Portner in Verbindung zu bringen, ist deutlich gravierender. Es gibt keinen Zusammenhang mit dem Fall Portner, an besagtem Spieltag war der Herr - sofern ich den Artikel richtig verstanden habe - gar nicht anwesend und selbst wenn, jede Anschuldigung in diese Richtung führt ins Leere.

    Abschließend gilt es natürlich zu hoffen, dass sich dieser Fall im Sinne Portners auflöst und er möglichst bald wieder spielen kann. So wie ich ihn erlebt habe, würde ich ihn nicht als unfairen Spieler einschätzen. Eine Rückkehr würde nicht nur aus sportlicher Sicht eine Bereicherung für die HBL sein, sondern auch den Handballsport eines Generalverdachtes entziehen. Die Reaktion einzelner hier, halte ich für übertrieben und emotional aufgeladen, zumal sie teilweise dazu führt, anderen handelnden Personen anlasslos schuldhaftes Handeln nachzusagen. Wäre es ein Spieler meines Vereins, würde ich wahrscheinlich auch anders denken, aber es gilt momentan, (die B-Probe) abzuwarten und zu hoffen, dass möglichst bald die Unschuld Portners belegt werden kann.

    Ich gehe allerdings mit, dass möglichst schon zur nächsten Saison etwas im Innenblock passieren müsste. Mal ein kleiner Traum: Vielleicht kann man nochmal bei Carlsbogard anklopfen. Vorne reicht es am Kreis noch, es müsste also nicht zwingend ein Innenblock-Spieler sein, der auch am Kreis spielt, hinten ist aufgrund der Beweglichkeit eher das Problem derzeit und da ist der Schwede hervorragend.

    Der ganz andere Ansatz wäre, doch noch einmal zu versuchen, PdV vorzuziehen [...].

    Carlbogard wäre natürlich eine überaus charmante Lösung, auch weil mir Rückraumspieler, die Innenblock decken, grundsätzlich sympathisch sind.

    Momentan fehlt, so gerne ich Bellahcene auch mag, etwas Klasse im Tor. Seit der EM hat die Torhüterleistung merklich nachgelassen und gerade Paraden, um das Momentum des Gegners zu brechen, sind selten geworden. Das ist auch ein Punkt, in dem Landin niemand das Wasser reichen konnte: Immer dann, wenn der Gegner nochmal aufgemuckt hat oder man selbst die Chance hatte, wieder ranzukommen, war Landin (zumindest oft) da, auch wenn ich das hier natürlich nicht an Zahlen festmachen kann. Bei Spielen wie in Flensburg in der Hinrunde oder Freitag gegen Hamburg ist das nochmal deutlich geworden, wo wir kurz vor Schluss mit 4/5 Toren führen und eine Parade den Fluss des Gegners endgültig unterbunden hätte.

    Man hätte mit ihm, wie man es bei Johansson gemacht hat, eine dreijährige Vertragslaufzeit vereinbaren sollen und dann bei Bedarf verlängern können. Dann hätte er im Sommer noch ein Jahr Restvertragslaufzeit gehabt.

    Oder man wollte ihn lange binden, weil viel Ablöse fällig war.

    Was kann der THW? :lol:

    Nimm's mir heute wirklich nicht übel, aber wenn ich mich mental darauf vorbereiten müsste, zum dritten Mal in Folge Handballgroßmächte wie Benidorm oder Cetinje anzusteuern, dann würde ich mich heute nicht ganz so weit aus dem Fenster lehnen ;)

    Bzgl. des planvollen Handels: Vielleicht wusste man nicht, ob Johansson oder Wallinius die Lücke füllen können und hat dann einfach auf beide gesetzt. Keine Ahnung, ob das sinnvoll war, zumal ja noch mehr Halblinke im Kader standen.

    Findet ihr, dass er seine Chance bekommen hat und sie nicht genutzt hat (oder eben gar nicht)? An seiner Stelle hätte ich mich schon länger gefragt, ob Trainer und Verantwortliche mich wirklich im Kader wollen.

    Warum hat man Wallinius eigentlich nochmal geholt? Um den Ausfall von Sagosen zu kompensieren in der Voraussicht, dass Sagosen dann im nächsten Sommer weg ist? Oder gabs andere Gründe?

    Im Gegensatz zu 2018/2019 sind die Kieler aber nicht mehr der fast einzige große Player. Der SCM wird nicht mehr allzuweit im Etat entfernt sein und Flensburg und eventuell auch Berlin sind auch nicht weit entfernt. Dazu kommen noch Mannschaften aus Polen und Ungarn.

    Schaun wir mal, das macht ja die Sache interessant.

    Na ja, vor ein paar Jahren waren Barca und Paris noch aktiver auf dem Markt, ich glaube, dass sich das ungefähr in der Waage hält. Auch wenn ich dir Recht geben würde, dass diese Entwicklung nicht unbedingt im Sinne des THW ist.

    Zu Gummersbach: Großen Respekt dafür, was sich da in den letzten Jahren entwickelt hat. Schlussendlich wäre für mich (wenn ich ein junger Spieler wäre, was schon länger nicht mehr der Fall ist) aber eine langfristige Perspektive wichtig und ob die Gummersbach bieten kann, wage ich zu bezweifeln, denn dazu gehört mehr als für eine oder zwei Saisons einen ambitionierten Kader zu haben. Zudem ich auch glaube, dass internationale Wettbewerbe wichtig sind für die sportliche Entwicklung und ich denke nicht, dass sich Gummersbach nächste Saison für einen solchen Wettbewerb qualifizieren wird. Der THW hingegen kann perspektivisch eine Champions-League-Teilnahme bieten (und auch ein besseres Gehalt).

    Einer eurer "Oberen" hat doch neulich gesagt, daß man nach hoch einem Jahr ohne CL (was ja möglich ist) bei Neuverpflichtungen nicht mehr ins obere Regal fassen kann.

    Ich denke auch mal, dass das Budget dann geringer ist. Aber in einer Situation, in der es sportlich mutmaßlich nicht so gut läuft (keine Champions League) macht es meiner Meinung nach nur Sinn, den Kader „aufzurüsten“.

    Das hat man auch 18/19 so gemacht, Reinkind, Pekeler und Landin sind gekommen, die die Abwehr stabilisiert haben und - glaube ich - die Grundlage für den Erfolg der kommenden Saisons waren. Auch dieses Mal finde ich, dass die Abwehr das Problem ist und würde entschieden dafür plädieren, Köster zu holen. Man muss sich nur anschauen, wie viele Tore der THW mehr fängt als in den letzten Spielzeiten.

    Eigentlich müsste der Kader seit mindestens drei Jahren günstiger geworden sein und dementsprechend sollte auch die Kasse gut gefüllt sein.

    Bellahcenne wird weniger verdienen als Landin, das Gehalt von Sagosen und Zarabec wurde gespart, dazu bald das von Ekberg und (wahrscheinlich) Weinhold.

    Imre und Madsen werden weniger verdienen werden und Johansson und Skippy als (mehr oder weniger) Ersatz auch.

    Kohle sollte also eigentlich da sein.

    Ich würde mal behaupten, dass man in Timbuktu leben könnte und immer noch merkt, dass sowohl die politischen Umstände als auch die Lebensqualität in Deutschland deutlich besser ist als in Ungarn.

    Aber zurück zum Thema: Ich werde es auch nie verstehen, warum die EHF keine zusätzlichen Startplätze nach Deutschland vergibt, was für die Attraktivität des Wettbewerbs und auch für die erzielbaren TV-Einnahmen zuträglich wäre.

    Sehe ich auch so. Ich könnte mir vorstellen, dass es auch um die Laufzeit einer Verlängerung ging. Drei Jahre wie bei Ystads IF hätte er in Kiel wohl eher nicht bekommen.

    Na ja, hätte er einen neuen Ein- oder Zweijahresvertrag in Kiel unterschrieben, hätte er danach immer noch in die Heimat gehen können und dort die restliche Zeit spielen können. Ich denke mal in Kiel wird er mehr verdienen als in Ystad.

    Apropos Budget: Mit den Abgängen von Landin und Sagosen müsste ja einiges an Gehalt wieder frei geworden sein, da die beiden wahrscheinlich nicht zu Mindestlohn gearbeitet und die Zugängen eher kleinere Verträge bekommen haben, oder?

    Ich finde, dass die Kieler Kaderplanung insgesamt überhastet und langwierig zugleich ist: Auf der einen Seite handelt man eigentlich zu früh mit der Verpflichtung von Zerbe (niemand wusste zu dem Zeitpunkt als Zerbe verpflichtet wurde, wie er, Ehrig oder gar Faust sich entwickeln). Vielleicht mag das jetzt aus einer neunmalklugen Perspektive aus der "Zukunft" sein, aber ich hatte auch damals nicht das Gefühl, dass Zerbe der Weltklasseaußen wird - wobei ich mich in dieser Hinsicht gerne täuschen würde. Zumal man ja auch mit den beiden "Eigenen" vorerst hätte planen können und dann wenn es sich ergibt (oder Ekberg gehen will) einen neuen Weltklassemann hätte holen können.

    Das was mich aber viel mehr stört ist, warum man Wallinius einen 5-Jahres-Vertrag gegeben hat. War er damals so begehrt, dass man ihn nur so überzeugen konnte? Eine dreijährige Laufzeit hätte ich für sinnvoller erachtet, weil man erstmal hätte gucken können, wie er sich entwickelt, um dann ggf. den Vertrag zu verlängern. In diesem Fall hätte man dann immer noch eine gute Verhandlungsposition für eine Verlängerung gehabt als "erster Ansprechpartner". Andererseits muss ich dann auch zugeben, dass ich die Lage ganz anders beurteilen würde, wäre er voll eingeschlagen. Nichtsdestotrotz hätte ich die Verträge so wie bei Johansson gestaltet. Allgemein weiß ich auch nicht, was ich von Wallinius halten soll. Er hat ja schon aufblitzen lassen, dass er einen Hammer-Wurf hat, allerdings viel zu selten in den fast anderthalb Jahren (auch wenn er natürlich nicht viel gespielt hat). Mir fehlt aber auch die Zuversicht, dass er irgendwie ein neues Element ins THW-Spiel bringt: Ich finde er agiert sehr statisch und nimmt Tempo aus dem Spiel, was vielleicht auch daran liegt, dass er immer nur dann spielt, wenn der THW schon gewonnen hat oder definitiv nicht mehr gewinnen wird. Glaubt ihr, dass da was im Sommer passiert? Wie sieht es eigentlich mit Köster aus, glaubt ihr, dass er trotz der Vertragsverlängerung bis 2026 kommen könnte?