Beiträge von nozdormu

    Göppingen hat eigentlich genügend Spielerinnen. Insb., da man wohl mit Abstieg/Relegation wenig zu tun hat und mit Top 4 auch nichts.

    Wenn LB Leute wie Degenhardt an Göppingen verliert, dann wird es auch kaum einen Neuanfang geben.

    Sehe ich auch so. Würde die Team-Chemie evtl. auch stören. Sina Ehmann z.B. ist gut genug für die Ziele von FAG und hat sicherlich auch noch Potential.

    Nur, weil es nicht in Dein Weltbild passt...

    Ob jemand wegen Hobby "für Deutschland im Sand spielen" mit vertraglicher Zusicherung oder wegen anderer Ursachen ("private Gründe") nicht in der Vorbereitung dabei ist, ist beim Wettkampfmodus der HBF letztendlich egal. Finde Dich einfach damit ab.

    Weniger ist oftmals mehr. Ich bin mal gespannt, wie der Kreuzband-Monat Oktober dieses Jahr bei den Teams mit "gelungener" (harter) Vorbereitung ausfällt...

    Das kann viele Gründe haben, aber einen ganz sicher nicht, und der heißt Pavol Streicher. Aus seiner Zeit als BHV Auswahltrainer wurde mir einmal berichtet, dass er bei einer der wenigen Gelegenheiten, bei denen er beim Training seines Teams vorbeigeschaut hatte, auf der Bank eingeschlafen ist.

    :)

    Ja, er war üblicherweise nicht sehr aufgeregt Hat er bei dieser EM wirklich als Chefcoach auf der Bank gesessen und _aktiv_ gecoacht?

    Wenn man sieht so der beach Handball vor 15 Jahren National Stand (von International rede ich erst gar nicht) und wo er jetzt steht kann man schon von Professionalisierung reden.

    Vor 20 Jahren wurde der deutsche Meister im beach Handball mit 3 Promille Sieger. Heute spielen dort teilweise Profis aus der Halle. Ist aber zu kurz um alles aufzuzählen.

    Medilar Strukturen brauchen immer ihre Zeit und sollten auch ans junge Publikum angepasst werden (YouTube oder Twitch)

    Das hat aber nur wenig mit dem DHB zu tun. Die Vereine sind es, die den Sport professionalisieren und auch in schwierigen Zeiten hochgehalten haben. Im Abschöpfen waren Sportverbände schon immer gut. Beachhandball wäre sicherlich weiter, wenn sie mit der GBO-Serie auch gleich einen eigenen Verband ohne Altlasten gegründet hätten. Dann hätten wir vielleicht auch schon Teams in Deutschlaand, die das ganze Jahr über nur Beach spielen und Lucie Kretzschmar würde hier nicht sinnlos angegangen werden.

    Beim Trainer konnte ich keine Konzeption für das Angriffsspiel erkennen und seine Wechselei fand ich teilweise recht verwirrend. Z.B. bei der relativ guten Trefferquote von 9m über längere Zeit im Rückraum nur mir Durchbruchsspielerinnen zu spielen, fand ich schon bemerkenswert. Bleibt zu hoffen, dass für die WM im nächsten Jahr (sind wir mit Platz 11 überhaupt qualifiziert?) die richtigen Schlüsse gezogen werden. Was für eine Entwicklung binnen eines Jahres möglich ist, hat die Slowakei gezeigt - das war schon erstaunlich. Hoffen wir das Beste!

    Wie hat Pavol Streicher das geschafft? Als er noch beim BHV unterwegs war, hatte ich immer den Eindruck, dass er im Laufe der Zeit komplett den Anschluss an moderne strategische Konzepte verloren hat. Hatte dann vielleicht doch mehr mit dem Niedergang seines Verbandes zu tun als mit fachlicher Expertise.

    Ich kann nur bestätigen, dass das Vorgehen keine Ausnahme und nichts Neues ist.

    Ich kann da nur warnen vor und man solte sich gut überlegen, ob man sich bzw. seinen Kindern das antun will:

    Ich hatte auch schon mehrfach solche "Förder"-Verträge verschiedener olympischer Sportarten in den Händen und habe sie befreundeten Juristen zwecks Beurteilung gegeben. Bester Kommentar war: "Die Sklaverei wurde in Deutschland 1871 abgeschafft."

    Auffällig bei diesen Verträgen ist oft das Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung, insbesondere (unzumutbare) Rückzahlungsklauseln und (unvernünftig) lange Bindungen.

    Turnen ist mir da sehr negativ aufgefallen (8000,- Rückzahlung und 5 Jahre Bindung), aber auch so manche "Akademie" in Ballsportarten...

    Burnout, Belastungsstörungen, usw. treten bei solchen "Fördermodellen" überdurchschnittlich oft auf.

    Interessant wie wenig Ahnung manche Menschen von der Professionalität des beach Handballs haben. Der DHB betreibt seit Jahren die Professionalisierung vorran und erntet auch seit Jahren die Erfolge. Eine "Kirmesveranstaltung" oder andere Ausdrucke wie hier ein User schreibt sind lächerlich und fernab der Realität.

    Kretschmar ist nicht die einzige aus der Bundesliga, die Brachhandball spielt.

    DHB und Professionalisierung? ;(

    Die Wahrheit ist, dass sie zwar von Olympia träumen, aber die Übertragungen der Deutschen Meisterschaften Cuxhaven auf youtube in der Spitze ca. 500 Live-Zuschauer hatten.
    Ich halte den DHB für nicht in der Lage, sein Produkt angemessen weiter zu entwickeln, die Veranstaltung tritt seit Jahren auf der Stelle. Treiber des Beachhandballs sind im wesentlichen die Vereine und nicht der DHB.

    Zur deutschen Beach-Jugendmeisterschaft in Hannover hat der DHB drei Offizielle geschickt und zwei davon waren Praktikanten...


    "Brachhandball" passt allerdings ganz gut, finde ich.

    Ich glaube nicht, dass dies für Beachhandball gilt. Siehe § 75 DHB-SpO.

    Das ist nach meiner Auffassung genau der Paragraph, der dafür spricht. Dadurch wird Beachhandball einfach "einverleibt" und somit braucht man keinen Unterschied zwischen Halle und Beach beim Kaderstatus. - Die SpO in der Neufassung geht darauf auch nicht näher ein, was einen DHB-Kaderspieler ausmacht.

    Wenn Du NK1-Status im Beach hast, dann bist Du DHB-Kaderspieler.

    Eine noch nicht weiter thematisierte Neuerung der überarbeiteten SpO ist übrigens auch noch, dass das Erwachsenenspielrecht für Kaderspieler eingeschränkt wurde. Bisher war das allgemein auf Kaderspieler bezogen, jetzt wurde es auf DHB-Kaderspieler begrenzt. Da damit alle Verbandskaderspieler rausfallen, ist das eine deutliche Einengung. Für talentierte Spieler, die es nach dem Landeskader nicht in die Nati geschafft haben, fällt damit eine wichtige Fördermöglichkeit weg, die im Einzelfall Türen öffnen kann. Wie schon öfter angemerkt, sollten diesen Spielern Möglichkeiten geboten werden, sich weiterzuentwickeln. Das hier geht genau in die andere Richtung, statt sie zu fördern, werden sie noch mehr ausgebremst und im schlimmsten Fall demotiviert. Schade.

    Interessanterweise sind die Spieler der Jugend-Beachnationalmannschaften im Sinne der SpO DHB-Kaderspieler, obwohl es eine andere Sportart ist...

    Folgender Fall:

    Spieler (noch nicht 18 Jahre alt) hat Spielrecht 1 bei A-Jugend Verein 1
    Spielrecht 2 ist bei Verein 2, 3. Liga (Spieler hat schon bei Testspiel für Verein 2 teilgenommen)
    Spieler kann dann laut Auskunft vom DHB nicht bei Testspielen in Verein 1, 2. Liga teilnehmen
    Spieler könnte aber bei Pflichtspielen in Verein 1, 2. Liga/DHB-Pokal unter Anwendung des Spielrecht 3 teilnehmen

    Ist das in der SpO so festgelegt, oder ein Software-Problem beim Verband, bei dem man nichts machen kann?

    Dazu fallen mir auch x Stories ein, vermutlich gibt es da Überschneidungen zu deinen Fällen. Es ist mitunter so offensichtlich, dass es mich wundert, dass sich die Entscheider nicht schämen. Ne, führt zu nichts, das lassen wir jetzt lieber.

    Beim Beach-Handball auf DHB-Ebene ist es auch ganz schlimm mit den Seilschafften, da wird das Ganze IMHO auf die Spitze getrieben. Aber ja, lassen wir das, es ist, wie es ist...

    Danke. Du hast den Kern getroffen.

    Wobei hier die Landesverbände gefordert sind, diejenigen, die es nicht mit 16 in das DHB-Team schaffen, adäquat weiterzuförfern. Und das ganze Problem beginnt ja schon nach der Sichtung auf Landesebene. Auch da gibt es dann keinen Blick mehr nach recht und links, sondern nur noch Scheuklappen. Es wurde bislang schlicht ignoriert, dass sich viele Kinder sowohl geistig und körperlich erst 1-2 Jahre später entwickeln.

    Wobei ich anerkennen muss, dass der DHB gerade beim aktuellen U17 Jahrgang breiter zu Lehrgängen, auch regional, eingeladen hat. Aber aus einem Kreis an Spielerinnen rekrutiert, bei denen das Kind schon in den Brunnen gefallen war, sprichwörtlich.

    Ich habe tatsächlich mehrere Landesverbände im süddeutschen Raum kennengelernt. Der Hang zu ausgeprägten Seilschafften war überall spürbar, die waren immer nur an neuen Lieblingen interessiert, die vom letzten Jahrgang waren Geschichte...

    Man könnte es ja auf Corona schieben. Jahrgang 2008 hat, was das angeht sehr stark gelitten. Die Wahrheit ist aber wohl eher, dass es vorher auch nicht anders war. Frauenhandball ist schon immer sehr speziell gewesen, was Förderungskriterien angeht.

    Hier wird gemeckert, dass einige Frauen fallen gelassen werden etc , jetzt wurden in diesem Sommer alle ! Damen berücksichtigt und es ist auch wieder nicht richtig 😄

    Die Ergebnisse bei solchen Turnieren sind Bananenegal, es geht um die individuelle Entwicklung!

    Die, die jetzt dabei sind, sind gar nicht gemeint. Es geht um die ca. 200 Spielerinnen jedes Jahrgangs, die nach der Sichtung "fallen gelassen" werden, weil sie eben nicht zu den Auserwählten gehören. Von den "Aufhörerinnen" nach dem Deutschland-Cup ganz zu schweigen. Da tauchen Spielerinnen auf, von denen hörst Du später nie wieder was....


    Die Ergebnisse sind nicht bananenegal, man spielt Europameisterschaften um zu gewinnen. Der Anspruch muss einfach da sein. sonst könnte man es ja auch direkt bleiben lassen und Geld sparen.

    Individuelle Entwicklung ist doch oftmals nur ein Trendbegriff,, hinter dem nicht immer eine konsequente Umsetzung steckt.


    Was Gino Smits sagt, überzeugt mich in keiner Weise. Die Belastung bzw. Erholung im Nachgang zu den internationalen Meisterschaften kann man steuern, indem eine Trainings- bzw. Spielpause verordnet wird. Manche Vereine machen das von sich aus und lassen Auswahlspielerinnen erst später ins Training einsteigen. Und ist es nicht absurd, mit der offensichtlich schwächeren Mannschaft das höherwertige Turnier zu spielen?

    Das frage ich mich jetzt auch! Wem ist mit der getroffenen Verfahrensweise geholfen? Den Spielerinnen bestimmt nicht. Die einen sind sauer, weil sie als die leistungsstärkere Mannschaft nicht für die EM nominiert wurden (erst recht, nachdem jetzt die Ergebnisse vorliegen) und die anderen sind enttäuscht, weil sie es bei der EM nicht gepackt haben. Und für den deutschen Frauenhandball hat es auch nix gebracht. So darf es nicht weitergehen.

    Mich überzeugt das auch überhaupt nicht und besonders glaubhaft klingt es auch nicht.

    Es gibt ein Video-Interview mit Gino Smits (ich meine vom Deutschland-Cup Jahrgang 2007), bei dem er sinngemäß sagt, dass Training 50 Wochen im Jahr ist und man im Sommer zwei Wochen Pause machen kann. - Das hat er mindestens noch einmal bei der DhB-Sichtung (Jahrgang 2008) vor versammelter Runde wiederholt, das ist ihm also nicht einfach so eingefallen.

    Man muss bereit sein die Extrameile zu gehen, wenn man nach oben kommen will, keine Frage... aber diese Ansichten, die da kundgetan wurden, sprechen nicht dafür, dass ihm das Thema Belastungssteuerung jemals wichtig war, würde mich wundern, wenn es jetzt anders ist.