Bin immer noch etwas schockiert von der Szene...
Meiner Ansicht nach handelt es sich hier um eine schwere vorsätzliche Tätlichkeit – ein derartiges Verhalten habe ich in höheren Klassen im Handball seit langer Zeit nicht mehr gesehen. Mir fällt da spontan nur der Fall von Torsten "Toto" Jansen vor ein paar Jahren in der ersten Liga ein, bei dem ein Kopfstoß zu einer 10-Spiele-Sperre und 15.000 € Strafe führte.
Früher, zu meiner Zeit (in den 90ern, bin ein alter Knochen) wurden vergleichbare Vorfälle mit Sperren von bis zu sechs Monaten geahndet; die aktuelle Spruchpraxis im baden-württembergischen Verband (BWHV) ist mir nicht genau bekannt, sieht aber, glaube ich, ähnliche Strafen wie persönliche Sperren bis sogar 30 Monate vor. Da die Schiedsrichter die Aktion offenbar nicht wahrgenommen haben, ist eine nachträgliche Ahndung durch Video, Berichte und Zeugenaussagen durchaus möglich.
Aus Vereinssicht Albstadt wäre es konsequent, mindestens eine langfristige interne Suspendierung zu verhängen oder den Spieler gar aus dem Verein auszuschließen.
Bei Verletzungen mit Behandlungskosten – etwa lockere Zähne oder Ähnliches – sollte man zudem rechtliche Schritte prüfen, da reicht keine einfache Entschudigung und Übergang zur Tagesordnung mehr.