Die lokale Sportpresse bei uns im Siegerland weist exakt keinen klassischen Handball-Experten im Sinne eines gestandenen Ex-Spielers von gehobenem Niveau, eines (ehemaligen) Trainers oder wenigstens einer Person auf, die den Sport auf einer tiefgreifenden Ebene verstanden hat. Soweit so gut, ist eigentlich nicht schlimm - wenn man einfach nur berichtet, was man sieht, reicht das meistens. Allerdings ist genau das gestern offenkundig nicht gelungen:
Ich empfinde die Bildunterschrift in einem Westfalenpost-Artikel von gestern zu Jonas Wilde als eine Frechheit. Dort zu sehen ist ein Foto vom Moment nach dem Aufstieg 2024 mit Wilde, J. Michel, Puhl und einer vierten Person - ja wer ist denn das? In der Bildunterschrift wird er "ein Fan" genannt - dabei handelt es sich um Tim Hottgenroth; seines Zeichens Ferndorfer Urgestein, ehemaliger Spieler der 1. Mannschaft, aktueller Torwart des Verbandsligateams, ehemaliger Jugend-Nationalspieler und Akademie-Absolvent in Dormagen. Ihn "einen Fan" zu nennen... Das ist ein Level von Inkompetenz, das mich sprachlos zurücklässt. Tim hat größten Respekt verdient, er ist ein "Ferndorfer Junge" und ein hervorragender Torhüter. Er hat in der letzten Saison (!) noch Spiele im Zweitligakader bestritten.
Wer einen solchen verdienten TuS-Spieler nicht erkennt, der sollte vielleicht mal darüber nachdenken, ob er der richtige ist, wenn es darum geht über den TuS zu berichten.
Hier der Artikel: https://www.wp.de/sport/lokalspo…ausbremsen.html
Tim Hottgenroth ist aktueller Torwart des Oberligateams!![]()