Tolle Beiträge! Ich finde eine Diskussion über das THW-Scouting total spannend und lohnenswert (und da finde ich es durchaus legitim, den SCM, wo das Scouting eben zuletzt sehr gut gepasst hat, als Vergleichsgröße heranzuziehen). Ich würde drei Aspekte benennen:
- Zeitpunkt: Es ist nicht einfach, den perfekten Zeitpunkt für die Verpflichtung eines Rückraumspielers auszumachen. Hier lag der THW in der Vergangenheit häufig nicht im Soll, etwa bei Spielern wie Nilsson oder Kristanjsson, hat aber mE hier deutliche Fortschritte gemacht, Köster oder auch Johansson spiegeln das in meinen Augen wider.
- große Namen: Vielleicht ist in Kiel der Druck auf die Geschäftsführung zu hoch, jedenfalls scheint mir immer noch über Gebühr der Wunsch vorhanden, große Namen zu verpflichten. Beispiel Perez de Vargas. Ist der wirklich der beste(!) Spieler ab Vertragsbeginn 2025 für die vakante Position oder stellt man damit in erster Linie die Erwartungshaltung einer Öffentlichkeit zufrieden? (Bei der laangen Vorlaufzeit wären selbst Spieler wie Nielsen oder Hernandez auf dem Markt gewesen).
- zu hoher Fokus Bundesliga: Imre oder Nacinovic (unabhängig davon, ob die nun eingeschlagen sind oder nicht) waren mE mal etwas unerwartete Verpflichtungen. Solche kreativen Scouting-Entscheidungen würde ich mich häufiger wünschen. Makuc bin ich gespannt: Imho fehlt ihm (noch) die Effizienz in entscheidenden Situationen (hier sind Gisli, Claar und Gidsel natürlich die absolute Benchmark), vor allem aber bleibt abzuwarten, wie und ob sich das mit Skipagötü gut ergänzt? Manche Entscheidungen sind wiederum kaum nachvollziehbar: Warum empfiehlt die Scouting-Abteilung Spieler wie Spieler wie Wallinius, Reinkind, Quenstedt, Överby, Büchner oder Gerard?
Servus in die Runde!