07.05.2006 - 17:29: Relegation zur BWOL : TV Flein gegen TuS Altenheim 1 32:23 (11:11)
Spielbericht Relegation zur BWOL TV Flein : TuS Altenheim 32:23 (11:11):
Flein/Heilbronn. Weit unter Wert verkaufte sich der TuS Altenheim im ersten
Spiel der Relegationsrunde zur BWOL beim württembergischen Vizemeister TV
Flein. Nachdem der TuS in der ersten Halbzeit lange Zeit die
spielbestimmende Mannschaft war und eigentlich zur Pause in Führung hätte
liegen können, war die Darbietung der Gäste im zweiten Spielabschnitt alles
andere als releagtionswürdig, denn innerhalb von zehn Minuten ab dem
Wiederanpfiff gab der TuS alle Chancen auf einen durchaus möglichen
Auswärtssieg fahrlässig aus der Hand. Betrachtet man die Vorstellung der
Mannschaft im zweiten Spielabschnitt, als auf Seiten des TuS bis auf Patrick
Ganter und Gunther Zölle kein Spieler ernsthaft Gegenwehr zu leisten schien,
so muss man leider zu dem Fazit kommen, dass der vermeindliche
Saisonhöhepunkt für den Vizemeister der Südbadenliga ein Tiefpunkt in puncto
Moral, Einsatz und Kampfbereitschaft war.
Der TuS startete mit erheblichen Handicaps in dieses Spiel. Abwehrspezialist
Thomas Heuken fehlte, da er am Freitag Vater eines Sohnes wurde, und
Torjäger Mario Batt entschied nach dem Aufwärmen, dass ein
Einsatz in dieser Partie keinen Sinn macht, da er sich morgens eine
Rückenverletzung zuzog.
Trotz dieser negativen Vorzeichen startete der TuS hervorragend in die
Partie. Schnell konnte der TuS eine 1:3-Führung herauswerfen, die besonders
durch ein gutes Spiel über den Kreis zustande kam. Überhaupt machten bereits
die ersten zehn Minuten der Partie ganz deutlich, dass die Gastgeber nicht
die erwartete Übermannschaft waren und die Mannschaft von Trainer Markus
Eggs mehr als nur Außenseiterchancen hatte-ein Grund mehr, dieser
vermeidbaren Niederlage hinterherzutrauern. Trotz guter Voraussetzungen, die
Abwehr stand ziemlich sicher und hatte den nicht unbedingt variabel
spielenden Fleiner Angriff gut im Griff, ließ die Mannschaft von Trainer
Markus Eggs leider zu oft die nötige Cleverness vermissen, um die Chancen zu
nutzen und so die immer wieder vorhandenen Führungen auszubauen.
Dementsprechend konnten die Gastgeber den anfänglichen Rückstand wett machen
und nach 17 Minuten wieder zum 7:7-Unentschieden ausgleichen. Beide
Mannschaften hielten sich nun bis zur Halbzeit in einer auf nicht sehr hohem
Niveau stehenden Partie gegenseitig in Schach, da Altenheim leider
gegen Ende der Partie mehr und mehr technische und leichtsinnsbedingte
Fehler produzierte, die den TV Flein im Spiel hielten und somit als Resultat
den 11:11-Pausenstand hervorbrachten.
In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit erlebte die Mannschaft von Trainer
Markus Eggs bis zur 40. Minute ihr ganz persönliches Waterloo. Obwohl die
Mannschaft gewillt war, den weitgehend erfolgreichen Auftritt der ersten
Halbzeit fortzusetzen, wurde die Partie von Minute zu Minute zu einem halben
Debakel. Krunoslav Jelinic, der Jugoslwae im linken Rückraum der Hausherren,
drehte nach einer mäßigen ersten Halbzeit in dieser Anfangsphase von
Durchgang zwei mächtig auf. Der Deckungsverband der Gäste fand im zweiten
Durchgang keine wirksamen Mittel, ihn zu stoppen und so glänzte dieser
sowohl als Torschütze und Anspieler zu Kreisläufer Gucanin, der nun
ebenfalls zu Höchstform auflief. Beim TuS hingegen lief im Angriff
fast gar nichts zusammen, denn eine merkwürdige Ideen- und Konzeptlosigkeit
war zu erkennen. Die Folge dieses kollektiven Einbruchs war der
18:12-Zwischenstand nach 40 Minuten, der den TuS zu lähmen schien. Die
Gastgeber schwammen nun weiter auf der Welle der Euphorie, während bei den
Gästen die Gegenwehr schwand und auch die Körpersprache entsprechend negativ
war. Immer wieder fand der Ball den Weg in die Hände des zweitligaerfahrenen
Kreisläufers Gucanin, dessen Wirkungskreis vom TuS nie eingeschränkt werden
konnte. Die Vorentscheidung der Partie fiel in der 46. Minute beim Stand vo
26:19, da nun endgültig die Resignaqtion bei den Gästen die Oberhand gewann.
So konnten die Gäste, getragen von einer nun euphorisch werdenden
zuschauermenge, über die Zwischenstände von 28:20 und 30:21 die Partie
letztlich hochverdient mit 32:23 zu ihren Gunsten entscheiden. Die langen
Gesichter der TuS-Akteure nach Anpfiff machten klar, dass den Spielern
deutlich wurde, welch große Chance von ihnen achtlos weggeworfen wurde.
Tore für Altenheim: Zölle (Tor), Holz (bei zwei 7-m), Ritter, Batt (n.e.),
Luick, Ganter 8, Grothmann 4/2, Müller 4/2, Junker 1, Stoll 5, Schöttler 1
Tore für Flein: Hoffmann (Tor), Rieck (Tor), Brenner 1, Cartos 4, Jelinic
8/4, Müller, S. Wagner 5/2, Gucanin 8, M. Wagner 1, Denscheilmann 2,
Schaible 3, Ortmann , Kübler