Beiträge von Kacid

    Ich finde ja die Personalie Matthias Obinger total spannend. Entweder haben es die Erlangen (mal wieder) geschafft sportliche Kompetenz ins Boot zu holen und profitieren davon oder sie begehen das tausendste Mal ihren Kardinalsfehler und stellen einen Schattentrainer ein und schwächen dadurch ihren Cheftrainer.

    Aus der Ferne halte ich viel von dem was M. Obinger im Handball bisher bewegt hat, sind denn noch Rimparer hier im Forum, die etwas über seine langfristigen Ambitionen wissen?

    Der von Dir geschilderte Fall mit dem Doping für die Muskulatur hat was.

    Im Gegensatz zu Deinem „Muskelbeispiel“, hilft dieser Stoff aber immer nur gerade 1-2 Stunden und ist danach unwiederbringlich weg.

    Der nachgewiesene Wert war zudem so gering, dass er in keinem der Spiele vor der Doping-Probe, eine Leistungssteigerung zur Folge gehabt hat.

    Ich würde noch zwei Sachen gerne ergänzen:

    1) Nicht jeder, der Dopingmittel einnimmt, kennt sich vorher ausreichend mit ihrer Pharmakokinetik aus.

    2) Vorstellbar wäre doch auch eine Wurfbild-Session à la Matthias Andersson wenige Tage vor dem Spiel, hier wird dann die Konzentration durch unerlaubte Mittel gesteigert und im Spiel freut man sich, weil man nicht nur die Wurfbilder von den drei Hauptschützen gemerkt hat, sondern die ganze Mannschaft kennt. Das wäre die Analogie zum Beispiel der Muskelsteigerung. Einfach mal Ritalin+Studium+Lernen googeln.

    3) Und als positive Nachricht für die Magdeburger, hier ein Beispiel zum Umgang der WADA mit dem Thema Kontamination. Damit dürfte sich keiner mehr Sorgen machen müssen, egal was tatsächlich passiert ist.

    Doping in China: Vertrauen in die Wada geht verloren
    Berlin: (hib/HAU) Der Umgang der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) mit den positiven Tests von 23 chinesischen Schwimmern Anfang 2021 stieß bei einer Sitzung des…
    www.bundestag.de

    Ja --- aber das hab ich hier schon ein paar mal gemacht... möchte auch nicht immer darauf herumreiten.

    Fakt: Vereinspräsident = Bissel sen.

    Aufsichtsratvorsitzender = Bissel sen.

    Spieler LA = Christopher Bissel

    Den Rest kann man hier noch mal nachlesen.

    Das ist doch Blödsinn.

    Ich meine mich an viele solche oder ähnliche Konstellationen zu erinnern. Gab es nicht bei Friesenheim einen Spieler, der Sohn des Hauptsponsors (Südzücker?) war? Und bei Nordhorn nicht auch (das Speditionsunternehmen?)? Und bei Essen die beiden Handschkes? Oder bei Kielce (😀😀😀).

    Ein glaubwürdiger Beleg wäre, wenn jemand bestätigen könnte, dass Bissel sen. sich ins handballerische Tagesgeschäft eingemischt hätte.

    Vielleicht ist ja auch Bissel jun. das eigentliche Mastermind und jeder Trainer muss ihn um Einverständnis bei der Aufstellung bitten. :irony:

    Das ist der Aufsichtsrat:

    https://www.rhein-neckar-loewen.de/ueber-uns/aufsichtsrat

    Viel wirtschaftlicher Sachverstand. Damit sollte sich tatsächlich die Ursache des Finanzskandals klären lassen. Ob man dann aber die richtigen Konsequenzen zieht?

    Sportliche Kompetenz ist auf den ersten Blick nur mit André Bechtold erkennbar.

    Bechtold und Hohenberg sind ehemalige Handballprofis. Erstgenannter hat auch mal die 2. Mannschaft in der dritten Liga trainiert, wenn ich mich richtig erinnere. Rolf Bechtold hat Kronau in der zweiten Liga trainiert, später ist die SG K/Ö mit ihm und Michael Roth in die erste Liga aufgestiegen. Dann hat er nochmal lange die 2. Mannschaft trainiert. Ich denke seine sportliche Kompetenz dürfte außer Frage sein. Wieviel Zeit sie investieren können, weiß ich nicht, das könnte eine Achillesferse sein, desweiteren stellt sich die Frage, wer wirklich für die Kaderzusammenstellung zuständig ist.

    Ich bin sehr skeptisch, ob das Prinzip „Ich befördere meinen Ex-Spieler mit den meisten Länderspielen ohne relevante Erfahrung zum Cheftrainer“ funktioniert. Das ist ein Konzept für die Landesliga aber nicht für den Leistungshandball, besonders nicht bei einem Verein wie dem HC Erlangen.

    Mir (und wohl fast allen hier) fallen jedoch auch kaum positive Dinge ein. Man hat in dieser Saison zwei junge Talente eingebaut, ok. Das gab es sehr lange nicht.

    Die Zuschauerresonanz ist schon gut, insbesondere auch das Einzugsgebiet ist bemerkenswert. Diese Saison war sogar ein Spiel gegen den Tabellenzwölften ausverkauft und alle Ränge waren dabei geöffnet. Die A-Jugend ist denkbar knapp im HF gegen den späteren deutschen Meister ausgeschieden.

    Und dann habe ich noch eine Frage, an die Juristen, vielleicht können Helge und ZeeBee sie beantworten.

    Meines Wissens nach ist das übliche Procedere der Sportgerichtsbarkeit Positivprobe-Beschuldigter kann nicht belegen, wie die Substanz akzidentiell aufgenommen wurde-Sperre.

    Offensichtlich divergiert das Procedere bei der ordentlichen Gerichtsbarkeit davon, sonst hätte die Staatsanwaltschaft (welche eigentlich?) das Verfahren nicht eingestellt. Wie ist denn in diesem Fall das Procedere?

    Der Sörgel ist schon populistisch unterwegs.

    Wo ist der wissenschaftliche Beleg, dass Meth nen Torwart besser macht?

    Den Ethikantrag für die Studie „Effekte von Crystal Meth auf die Leistung von Torhütern“ würde ich gerne sehen. 😉

    Natürlich gibt es wissenschaftliche Belege:

    ADHD Prescription Medications and Their Effect on Athletic Performance: A Systematic Review and Meta-analysis - PubMed
    Dopaminergic/noradrenergic agonist medications appear to have a positive effect on athletic performance, as well as effects on physiological parameters.…
    pubmed.ncbi.nlm.nih.gov

    Manche vielleicht indirekt:

    Hier eine Studie zur Performance von Helikopterpiloten.

    Caldwell JA, Caldwell JL: An in-flight investigation of the efficacy of dextroamphetamine for sustaining helicopter pilot performance; Aviat Space Environ Med 68:1073;

    1997.

    Und irgendeine Studie mit Low Dosing Meth kenne ich auch, finde ich aber nicht mehr. Da ist aber die untersuchte Gruppe Meth-abhängige Menschen, die in Leistungstests schlecht performen. Da gab‘s offensichtlich kein Ethikproblem.

    Schön, dass Helge etwas Hintergrundwissen beisteuert. Man muss aber bemerken, dass jeder Test eine spezifische Aufgabe hat.

    Die Frage an den Polizeischnelltest ist: Hat dieser offensichtlich intoxiert wirkende Mensch soviel Drogen im Urin, dass der Strafttatbestand des Fahrens unter Drogeneinfluss mit hinreichender Sicherheit angenommen werden kann, um den Menschen mit aufs Revier zu nehmen.

    Die Frage an den Dopingtest ist: Hat dieser Mensch auch nur irgendwann irgendwie leistungssteigernde Substanzen aufgenommen?

    Ergo sind diese Tests ganz anders gebaut.

    Zu Coronazeiten haben wir ja alle genug über Testmethoden gelernt. Es gibt den Schnelltest für hustende Menschen mit Fieber, der relativ viel Virusantigen braucht, und die PCR z. B. für asymptomatische Menschen, dem kleinste Mengen Viruserbgut reicht. Und der eine ist eben dazu da bei einer höheren Prä-Test-Wahrscheinlichkeit schnell eine Diagnose zu stellen, der andere ist dazu da sicherzustellen, dass jemand mit niedriger Prä-Test-Wahrscheinlichkeit jedoch kleinster Menge Virus sich z.B. von Menschen mit geschwächtem Immunsystem fernhält.

    Das ist schon wie mit Äpfel und Birnen.

    Fakt scheint ja zu sein, dass in der Urinprobe eine sehr geringe Menge Amphetamine gefunden wurde, wie auch immer die da hingekommen ist. Mich hätte jetzt interessiert, was die Juristen auf dem Fachkongress an potentiellen Entlastungsstrategien sehen oder wie man den Weg in die Urinprobe am besten aufspüren kann.

    nein, das kann in diesem Fall nicht sein, in Deutschland gibt es Meth seit vielen Jahren nicht mehr als Medikament, nur in den USA gibt es noch ein ADHS-Mittel, das es enthält - hier nimmt man eher Ritalin (Methylphenidat) oder Lisdexamphetamin, die unterscheiden sich sehr deutlich vom Meth...

    Spannend wäre noch die Zulassungssituation in der Schweiz. Afaik gibt es in USA auch ein (L)-Methamphetamin- haltiges Nasenspray.

    Welches Isomer gefunden wurde, weiß man aber nicht, oder?

    Die seriöse Schweizer NZZ bewertet denn Fall als nebulös. … Auch weiss man von ihm, dass er auf Alkohol verzichtet.

    Ist die Zeit eigentlich schon reif für Witze?

    Wie schätzt es denn die Magdeburger Fanseele in diesem Zusammenhang ein, dass jemand sogar vor solch extremen Methoden zur Leistungssteigerung nicht zurückschreckt?

    :irony:

    @ Schwiizer: Die Höhe ist abhängig vom Einnahmezeitpunkt und wird mit Abstand zu diesem immer geringer. Den kennt die Dopingbehörde (logischerweise!) nicht. Die Aussage bzgl. der Höhe ist imho daher - wie schon häufiger geschrieben - zum aktuellen Stand sinnlos. Ich denke (!), dass der Beweis einer Verunreinigung nur durch Analyse der verunreinigten Substanz erfolgen kann. Die müsste halt Portner jetzt finden.

    @ JakeBlues: Danke für die Information.

    Angenommen du hast deinen Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer abgeben müssen und musst jetzt leider regelmäßige Alkoholtests machen, um deine Abstinenz zu beweisen um diesen wieder zu erlangen. Am Wochenende gewinnt der SCM das Finale und du feierst das mit 18 Köstritzer. Blöderweise hast du vergessen, dass du Montag aufs Amt musst. Hier werden 0,1 Promille festgestellt und die Augenbrauen hochgezogen. Dann wird festgestellt, dass nach aktuellem Kenntnisstand die gemessene Konzentrationshöhe einen Bruchteil der typischen Einnahme dieser Substanz beträgt.

    Das ist der Wert der SCM-Meldung.

    Und nochmal konkreter: Im biochemischen Nachweisverfahren für Amphetamine bin ich nicht drin, bei einem unbekannten Zeitpunkt beträgt die mögliche Konzentrationshöhe jedoch immer einen (mathematischen!) Bruchteil/Anteil einer maximalen Dosis irgendwann nach Einnahme, der mit der Zeit geringer wird. Da wir den Einnahmezeitpunkt nicht kennen, lässt sich hieraus wenig ableiten. Wenn der SCM oder deren Anwalt eine Verunreinigung konkret andeuten will, hätte er auch die Möglichkeit gehabt von einer „auffällig niedrigen Konzentrationshöhe“ zu schreiben. Hat aber keiner.

    Ich würde es Portner und dem SCM wünschen, dass sich in seinen Nahrungsergänzungsmitteln Spuren von Amphetaminen nachweisen lassen oder die B-Probe negativ ist, allein der Glaube fehlt.