Beiträge von Kacid

    [quote='Lord Vader','index.php?page=Thread&postID=832815#post832815']Solche Statistiken bevorzugen daher die Spieler welche sich nur die glasklaren Chancen nehmen. Abwehrverhalten, Spielintelligenz für den Aufbau/Pässe etc geht komplett unter.


    Welche Chancen sie sich nehmen: Habe ich mit Wurfvolumen oben benannt und lässt sich sehr wohl statistisch überprüfen (wie viele Würfe nimmt sich ein Spieler insgesamt? Bei Spieler mit gleichem Volumen gleicht sich der Durchschnittswinkel sowieso aus).
    Abwehrverhalten: Hast du Recht, das kann im Handball statistisch noch nicht erfasst werden. Aber keiner wird denke ich Gensheimer als überragend einstufen, weil er so gut in der Abwehr steht).
    Spielintelligenz: Gespielte Assists und Ballverluste sind hier ein gutes, wenn auch nicht komplett ausreichendes Kriterium. Ballverluste halten sich aber bei den Außen generell in Grenzen.

    Zu 1) Wieso soll sich bei steigender Zahl der Würfe der Durchschnittswinkel AUSgleichen. Gerne ANgleichen, für ersteres wäre es doch sehr interessant eine Statistik oder einen Beleg zu sehen. Ich glaube das nicht, der Durchschnittswinkel hängt nicht wesentlich vom n sondern von der Qualität der eigenen Mannschaft und der gegnerischen Abwehr ab. Bring doch bitte hier einen Beleg, wenn möglich.

    Zu 2) Hier bist du ungenau. Wahrscheinlich hat ein Außen weniger Ballverluste als ein RR-Spieler (ich hab diesbezüglich keine Daten), da wir hier aber Äpfel mit Äpfeln vergleichen ist das durchaus ein probates Kriterium. Die von dir gewählte Formulierung "komplett ausreichend" ist Augenwischerei.

    Wenn schon Statistik, dann eine vernünftige. In der NBA, das weißt du bestimmt, gibt es eine Statistik, die aussagt, wieviel Punkte deine Mannschaft macht, während du auf der Platte stehst. Diese würde zwar auch nur deinen individuellen Wert für die Mannschaft darlegen, wäre aber sicher näher dran, als über Wurfquoten zu fabulieren.

    Also allein aus den Diskussionen hier und auch gestern aus den Reaktionen des Kommentatorenteams und der Melsungener, bin ich mir nicht so sicher ob die Existenz der Regel bzw. ihre Anwendung in diesem Fall "generell bekannt" war. Ich glaube dann doch die allermeisten haben das so verstanden wie es formuliert ist, grobes Foul/an der Mitte halten/Verhinderung einer Torchance usw.

    Von 5 Sekunden Abwurf am eigenen Kreis auf 3 Sekunden zu verzögern, scheint mir wirklich etwas anderes zu sein. Wie hier angesprochen wurde, ist das zustandekommen einer Torchance in so kurzer Zeit fragwürdig. Nimmt man das konsequent und wörtlich, bedeutet das für mich dann zukünftig das es in den letzten 30 Sekunden ein körperloses Spiel geben muss, denn auch ein einfaches Foul aus einer 6-0 heraus verzögert dann ja das Spiel entscheidend.

    Ich dachte die Regel war so gedacht wie ich sie beschrieben habe. Gestern habe ich dann neues dazu erfahren und in dieser Interpretation halte ich es für fragwürdig. Es ist für mich nicht die Intention der neuen Regel unabhängig davon ob sie sonst sinnvoll ist oder nicht. Es liegt dann nämlich im Ermessen der Schiedsrichter ein Spiel komplett zu entscheiden. Daran wird man sich auch kaum gewöhnen bei solchen 1-Tore Spielen, weil eine Mannschaft sich dabei immer um den Erfolg gebracht sehen wird.

    Es geht doch hier um eine klar definierte Situation (Ball NICHT im Spiel) mit klar definierter Konsequenz. Verhinderst oder verzögerst du in den letzten dreißig Sekunden einen FORMELLEN Wurf bedeutet das eine persönliche Strafe für dich und Spielfortsetzung mit 7-Meter-Wurf.
    Da gibt es kein Ermessen.


    Klar: Die Regel gilt (eventuell) und ich kann auch nicht sagen das ich die Löwenfans und neutralen die das als ganz richtig sehen nicht verstehen kann, aber wo ich mal die Möglichkeit habe etwas neutral zu bewerten, kommt es mir schlicht nicht richtig vor. Das negiert in meinen Augen auch nicht die Unsportlichkeit von Schneider, denn rot kann man ihm immer noch geben. Davon hat die geschädigte Mannschaft nichts...ja die Argumentation kann man verstehen, aber der 7m ist im Umkehrschluss dann auch der geschenkte Sieg und das ist schon ein gigantischer Vorteil für besagte geschädigte Mannschaft.

    Da bin ich bei dir, aber pädagogisch ist das doch toll und auch im Sinne des Fair Plays. Bisher konntest du mit einer cleveren groben Unsportlichkeit deiner Mannschaft den Sieg sichern, jetzt kannst du mit einer groben Unsportlichkeit in den letzten 30 Sekunden alles verlieren. Das kapiert jeder.

    Ich muss sagen das ich diese Regel in dieser Form problematisch finde. Es ist für mich etwas anderes einen Wurf oder einen laufenden Gegenstoß zu unterbinden und das was Schneider gemacht hat. Ja ich weiß: Innerhalb der Regel hätten die Schiedsrichter richtig gehandelt und das muss Schneider bewusst sein...daher war der Ablauf wenn die Regel gilt absolut folgerichtig.

    Aber dann finde ich die Regel in ihrer Gänze eben nicht gut. Die eventuelle Chance (also kein tatsächlicher Gegenangriff) auf einen schnellen Gegenangriff ist etwas anderes als ein 7m. Ich sehe das als etwas an, was sich für mich als neutraler Zuschauer dann nur schwer erschließt. Es kommt mir nicht fair vor. Ja, ich weiß das einige die Regel in dieser Gänze Klasse finden, aber ich tue das bei Auslegungen wie gestern jedenfalls nicht. Das macht kein Unrecht gut sondern schenkt einer Mannschaft einen Sieg.

    (abermals...das hätte ich auch bei anderen Mannschaften gesagt...ist ja nicht so das Melsungen ein angenehmer Gegner aus meiner SG-Sicht wäre im Final4 ;) )


    Der Gedanke der Regel ist es ja eine grobe Unsportlichkeit so zu bestrafen, dass es auch weh tut und sich daraus kein Vorteil ergeben kann. In Folge dessen ist es für mich dann auch egal ob es eine schlaue oder wie im Falle von Schneider ziemlich dämliche Unsportlichkeit ist.
    Ich denke schon, dass der Sport von so etwas profitieren kann, Handball ist ja doch ein Sport bei dem eine clevere Überschreitung der Regeln unheimliche Vorteile bringt, mit dieser Regel wird das dann ganz objektiv eingegrenzt.

    :irony:


    Mal ganz abgesehen von dieser unsäglichen Entscheidung auf Siebenmeter war ich regelrecht entsetzt über die unglaubliche Unsportlichkeit des Hallensprechers der Rhein-Neckar Löwen. Ich habe alles Verständnis, wenn beim entscheidenden Siebenmeter selbst nach so einer fragwürdigen Entscheidung "Business as usual" vollzogen und die entsprechende Musik gespielt wird. Dass aber der Herr am Mikrofon mit marktschreierischen "Uwe-Uwe"-Rufen in voller Lautstärke über die Lautsprecheranlage den Edelfan spielt und die Zuschauer unmittelbar vor der Ausführung des Strafwurfes bis in die Konzentrationsphase des Torhüters hinein auf diese Weise richtig anheizt (zweimal geschehen!), ist unglaublich.

    Sorry, Löwen, aber mit sowas disqualifiziert man sich als fairer "Sport"verein, denn der Sprecher repräsentiert den Club und trägt sehr wohl zur Außendarstellung bei. Und die war heute, bedingt durch den Herren am Megaphon und vor allem in den Schlusssekunden, unter aller Sau.[/i]

    Nein, nein, du missverstehst da etwas. Badische Hallen/Stadionssprecher sind bekannt für ihre Sportlichkeit und hier offensichtlich auch Regelkompetenz. Wie seinerzeit beim Spiel KSC gegen Bayer Leverkusen als ein Nicht-EU-Ausländer zu viel eingewechselt wurde ("Winnie, zähl deine Ausländer"), war auch hier der Hallensprecher der einzige der regeltechnisch auf dem Laufenden war und durch seine Rufe eine sportliche Entscheidung ermöglichen wollte.
    Leider hat keiner verstanden, dass seine Rufe nicht Uwe Gensheimer sondern selbstverständlich diesem Uwe galten. Chapeau! :D

    Interessante Diskussion, die auch immer wieder die Kompetenz hier und interessanterweise bei Profis und Ex-Profis dokumentiert.
    Ich denke die Sachlage ist klar, Schneider nimmt den Ball mit und lässt ihn dann wegrollen und verhindert/verzögert somit den Abwurf und folglich eine fairerweise sehr fragliche Torchance der RNL.
    Soweit so gut, jemand bisher Einwände?
    Wie das nun bewertet wird (Verhinderung eines formellen Wurfs ist für meine Interpretation schon okay) ergibt sich ja aus dem Link, somit dann auch korrekte Entscheidung.
    Neu war mir, dass diese Regel nicht für den Pokal gelten soll, hat da jemand Kompetenz oder einen Link?


    Und noch ne Frage an die neutralen - hatte Müller die konsequenten Pfiffe verdient? In der Halle sage ich natürlich ja, aber objektiv ist ja anders... ;)

    Pfiffe hätte MM gestern mMn allenfalls von Melsunger Seite für seine Fehlpässe und überhasteten Kreisanspiele verdient.
    Bei der ersten Aktion von Dissinger wird er klar im Gesicht getroffen, die letzte Aktion zwischen beiden halte ich für eher unglücklich. Kann man 50:50 pfeifen, Müller geht mit Druck nach dem Anspiel rein und sieht nur den Ball, Dissinger steht eigentlich, dreht aber ein bisschen die Hüfte rein und dann knallen halt 200kg aufeinander und ärgern sich, dass es weh tut und fühlen sich beide gefoult. Was ich nicht gesehen habe war der Zweikampf zwischen Müller und Dissinger in der MT-Abwehr, nach welchem Dissinger liegen bleibt.

    Starkes Spiel mMn auch von Dahmke, hinten ist der Junge manchmal noch zu überhastet, aber vorne hat der wirklich Qualität und bringt diese auch auf die Platte. Respekt!
    Ohne Polemik: Wer war das letzte Kieler Eigengewächs in Liga 1? Wessig? Klockmann?


    Naja, aber so schließt sich ganz einfach der Kreis. Jicha war damals für alle Löwenfans (und solche, die bestreiten, solche zu sein, es aber offenkundig sind) die persona non grata, weil er es gewagt hat, St. Uwe an den Pranger zu stellen. Jetzt ist Jicha weg, taugt somit nicht mehr als Zielscheibe. Was ist also näherliegender, seinen Hass auf die am ehesten beteiligte Person zu projezieren. Dazu ein paar Journalisten (und Podcaster ;) ), die das Bild des grundüblen Spielers mantraartig wiederholen, bis es auf dem fruchtbaren Boden des Forumspöbels Wurzeln geschlagen hat. Und schon reicht schon jede Kleinigkeit, die bei jedem 2. Spieler mindestens genauso oft passiert, um hochstilisiert zu werden.

    Hier wird kein Hass projiziert. Der THW hat seinen Kapitän einen Pranger bauen lassen, wie du so schön sagst, und ihn darlegen lassen, wann dieser benutzt werden soll. Jetzt steht er da und wird benutzt und man ärgert sich schon wieder auf Kieler Seite. :nein:
    Wichtig ist aber auch hier in der Einordnung wer ihn wo benutzt, einmal war es ein Spieler in seiner Funktion als Mannschaftskapitän via FB, das andere Mal sind es Fans in einem Diskussionsforum.

    Jetzt ist es halt wie beim Zauberlehrling und seinen Geistern.

    Was genau zieht einen Ruhrpottler wie Michael Haaß zum Karriereausklang ausgerechnet nach Mittelfranken? 8o

    Ich denke Erlangen hat in ein, zwei Punkten einen Standortvorteil. Der Punkt geographische Nähe dürfte vor allem für tschechische oder slowakische Spieler zählen, es gibt auch mittelklassig einige osteuropäische Spieler in Bayerns Ligen, die entweder pendeln oder einen Job vermittelt bekommen.
    Letzteres scheint wohl auch für Haaß interessant zu sein, die Kooperation Uni/HC ist gar nicht so schlecht, zusätzlich hat Erlangen einige relativ gut funktionierende Mittelständler in ihrer Sponsorenlandschaft, sodass in puncto Ausbildung/Übertritt ins Berufsleben die ein oder andere Weichenstellung angeboten werden kann.

    Das Problem sind doch gar nicht die Aktionen an sich (Gensheimer, RTH), sondern dass man offensichtlich in einem Verein meint seinen Kapitän anklagende Posts auf FB schreiben zu lassen und somit suggeriert moralische Überlegenheit zu haben und der Bedarf bestünde, dass der Kapitän solche Dinge einordnet.

    Wer ist nochmal Kapitän der HSG?


    Bin kein Mediziner. Aber ein gebrochener Wirbel und Profisport klingt für mich gesundheitsgefährdend. 6 Monate Sportverbot bei konservativer Behandlung und nicht spontane Entscheidung nach dem Training. Aber mit Voltaren geht anscheinend alles. ;)


    Hab ich das behauptet?

    Ich schein wohl der einzige zu sein, der zusammenzuckt, wenn er hört, daß jemand mit einem gebrochenen Halswirbel (also Nähe zum Rückenmarkskanal) eine Vollkontaktsportart während dieser Diagnose ausübt. Von Vereinszugehörigkeit abgesehen und isoliert betrachtet, eigentlich unverantwortlich.

    Sei es drum, das Spiel dürften die Kätzchen heute auch mit einem einbeinigen Schmid gewinnen. :D

    Wo genau ist die Frage?
    RT ist der andere, lustigerweise auch hier zitierte, Vielposter des Forums.

    Nein, du kommentierst und wertest die fachliche Beurteilung von jemanden, der ein paar Jahre studiert hat, um seinen Beruf auszuüben und in seiner vorherigen Einschätzung einer Situation eher vorsichtig/zurückhaltend was zu frühe Belastung angeht zu sein scheint.
    Fehlt nur noch, dass RT um die Ecke kommt und erklärt, wie Pekeler, sollte dies schief gehen, den Arzt juristisch belangen kann. :wall:

    So, liest man die aktuellere Krankheitsgeschichte von Pekeler nach, fällt einem auf, dass der/die RNL-Arzt/Ärzte als erstes nach Sichtung der in Lemgo angefertigten MRT-Bilder ihm zur Pause und OP geraten haben. In Lemgo sei ihm wohl gesagt worden, dass er damit spielen könne. Ich kann nicht einschätzen wer oder ob evtl. beide Ärzte Recht haben, diese Tatsache spricht aber nicht unbedingt dafür, dass Pekeler in Mannheim ärztlicherseits verheizt wird.

    Wie sehr die Herrschaften mit den gelben Logos (von dem fast einzig objektiven Krösti-Bull einmal abgesehen) doch auf einmal ihre Schutzreflexe hochfahren und ihren Waisenknaben am Kreis verteidigen. Wie kann man nur den der ihrigen angreifen, der einzig unfaire Kreisläufer ist schließlich RTH. Jawoll, Prost, Amen!

    Ach Borah, der einzige Beißreflex kommt doch von dir. Baena hat ein sehr aktives Kreisläuferspiel, welches wohl falsches Sperren beinhaltet. Toft-Hanses hat ein sehr aktives Kreisläuferspiel, welches Theatralik beinhaltet. Über die Abwehr braucht man gar nicht zu reden, da einer von beiden das gar nicht kann.
    Merkste selbst, oder?