Abwehr arbeitet schlecht - Angriff vergibt zu viele Chancen
HANDBALL: Zu Hause hui, auswärts pfui: Frauen-Bundesligist TSG Ketsch verliert 30:36 (14:19) in Blomberg-Lippe
Zu Hause hui, auswärts pfui. Das Handball-Bundesliga-Team der TSG Ketsch konnte in der Fremde erneut nicht überzeugen und unterlag gestern Nachmittag bei der HSG Blomberg-Lippe mit 30:36 (14:19).
Die Blombergerinnen verließen dadurch den letzten Tabellenplatz, die Bären hingegen kommen mit jetzt 5:11 Punkten den Abstiegsrängen immer näher. Ketsch führte nur in der Anfangsphase mit 1:0 und 2:1, bis zur Mitte der ersten Halbzeit nahm Blomberg das Heft in die Hand und zog auf 12:6 davon. Die Roten vom Altrhein kamen nur noch einmal auf 11:14 (20.) heran, hatten aber nach der Halbzeitpause endgültig das Nachsehen. Beste Spielerin auf Ketscher Seite war Svenja Huber, die 15 Treffer erzielte und darunter acht Siebenmeter sicher versenkte.
"An unsere zu Hause gezeigten Leistungen konnten wir hier zu keinem Zeitpunkt anknüpfen", meinte eine ob der schlechten Auswärtsleistung ratlose Bären-Trainerin Karin Euler: "Unsere Abwehr hat schlecht gearbeitet, unser Sturm zu viele Chancen vergeben." Blombergs Kreisläuferin Tessa Cocx hingegen war nicht zu halten und schenkte der Bären-Truppe allein zwölf Treffer ein, Mirja Mißling war acht Mal erfolgreich. Die Ketscher Werferinnen scheiterten ein ums andere Mal an den starken Blomberger Torhüterinnen Natalie Hagel und Melanie Herrmann.
Im Hinblick auf die nächste Begegnung der Bären, wieder auswärts und diesmal beim Thüringer HC, beschleicht Karin Euler deshalb auch schon ein mulmiges Gefühl: "Wenn ich an unsere verlorenen Auswärtsspiele denke, hätte ich die Erfurterinnen lieber zu Hause gehabt." Zudem der Thüringer HC am letzten Spieltag dem Buxtehuder SV nur knapp mit 23:24 unterlag und jetzt als Tabellenachter mit 6:10 Zählern am nächsten Samstag unbedingt punkten muss.
Doch damit nicht genug der Unwägbarkeiten bei den Bundesliga-Bären: Sechs Minuten nach dem Seitenwechsel musste Franziska Garcia Almendaris verletzt und mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch aus der Partie gegen Blomberg ausscheiden. Eine endgültige Diagnose soll allerdings erst heute klären, was mit der Bären-Kreisläuferin ist, hofft Karin Euler, dass doch nicht der schlimmste Fall eintritt. vw
TSG Ketsch: Arndt, Burrekers, Treinzen; Huber (15/8), Elisabeth Garcia-Almendaris (4), Bosshardt (3), Lipszka, Schalke, Trunk, Franziska Garcia-Almendaris (1), Gubernatis (2), Wörner (1), Brückmann (3), Zapf (1).
Schwetzinger Zeitung