Roth hat höchstwahrscheinlich Recht. Die bisherigen Kommentatoren in diesem Thread scheinen Handball nur vom Sofa aus zu betrachten.
Trainer sind Vollzeit mit Handball beschäftigt, höchst professionell und müssen minütlich das Regelwerk auslegen, anwenden und auch beurteilen.
Schiedsrichter gehen einem normalen Job nach und machen das ganze ehrenamtlich. Da KANN gar nicht das gleiche Level an Kompetenz für den Sport rauskommen.
Und wer meint, dass Trainer nicht mit Drucksituationen umgehen können: Wer denn sonst?
Also zuerst habe ich gedacht, deinem Beitrag fehlt der Ironie- oder ein sonstiger Smiley, deine spätere Äußerung hat mich eines besseren belehrt.
Als ich heute Mittag den Artikel zur Schorles Aussagen gelesen habe, war ich schon sehr verwundert und habe eigentlich nur auf vehementen Gegenwind aus der Schiedsrichterabteilung gewartet. In meinen Augen war das Respektlos - und ohne das "Fingerspitzengefühl", war Trainer ja oft von Unparteiischen einfordern.
Auch der Hinweis, das solche Coaches jahrelang im Training an der Pfeife gefordert sind, entbehrt in meinen Augen jeglicher Grundlage. Ich verfolge dies seit Jahrzehnten als Außenlinien -Beobachter zwischen 1. / 2. / 3. Liga / JBLH und Schlagmichtot-Klasse. In jedem Training tendieren die Coaches dazu, Übertritte zu negieren, Schritte durchgehen zulassen, Fouls anders als die gängige Auslegung ist zu tolerieren (aktuell auf Außen) und weiteres, Spielfluss ist da eher wichtiger.
Wir (HG O/S) haben deshalb schon öfter in der Vorbereitung TR-Einheiten mit "echten" Schiedsrichtern eingelegt, um alle wieder auf den Boden der Realität zu holen.
Fazit: "Meine" Trainer, auch jene der Zweitbundesligazeit, hatten niemals (vielleicht später mit Fortbildung?) auch nur annähernd das Niveau, ein Spiel im oberen Männerbereich zu pfeifen.