Bei der ehemaligen IAAF auf worldathletics.org/ gibt es eine Auswertung (neben dem - in meinen Augen - unsäglichen Medaillenspiegel) nach Finalplatzierungen, also der Ränge 1 bis 8. Dort liegt Deutschland in so genannten "Placingtable" auf Position 12 nach 16 in Eugene, Oregon letztes Jahr mit einer leichten Punktesteigerung. Insgesamt 70 Nationen sind hier vermeldet (von ich glaube 202). Ich weiß, nur Edelmetall zählt, aber auch diese Art der Auswertung sagt einiges aus.
Geht man noch ein bisschen weiter zurück, fällt zum Beispiel auf, dass China zuvor immer/meist unter den Top 3 bis 6 zu finden war, jetzt trotz zweier Medaillen auf Platz 13 hinter Norwegen, vor Polen und Frankreich angesiedelt ist.
Es gibt also für beide Betrachtungsweisen, "Schande" oder "Beschwichtigung" gute Gründe. Einzelne Ausfälle, wie der von in meinem Verein angesiedelten Maleika Mihambo sollten vielleicht nicht angeführt werden, denn auch bei anderen Nationen gab es sicherlich Substanzverluste. Dann stellt sich noch die Frage, was ist "Weltspitze" oder "Weltklasse"? nur die ersten drei. Oder alle Finalteilnehmer? Für mich sind es eigentlich alle, die die hohen Qualifikationsnormen überhaupt schaffen, denn es gibt ein große Anzahl an Sportlern, die nie so weit kommen, auch wenn die Basis in vielen etlichen westlichen Ländern immer schmäler wird, die finanziellen Aussichten nicht gerade rosig erscheinen, anders als zum Beispiel in den USA oder auch Kenia. aber wie viele kommen auf die, die es schaffen, und dabei gnadenlos durchs Raster fallen?