Ich sehe es wie immer in dieser Debatt nicht schwarz-weiss. Zum einen rudert Heiermann zurück und
bestätigt, dass Zschocke im 5 Monate vor der Kündigung bei ihm war. Das las sich direkt nach der Kündigung nch anders.
Zitat
SPORT BILD: Die Spielerin Mia Zschocke sagt aus, Sie im April 2022 gebeten zu haben, Fuhr zu bremsen.
Heiermann: „Am 5. April war Mia bei mir, um über ihr Wohlbefinden bei Borussia Dortmund zu sprechen. Ich hatte sie zu dem Gespräch eingeladen, weil ich es als Wertschätzung empfinde, mit Spielerinnen zu sprechen. Sie teilte mir mit, dass der Trainer mit einigen in der Mannschaft nicht gut umgehe. Dabei sprach sie auch die vorhin erwähnte WhatsApp an. Sie selbst wiederum sagte, sie persönlich würde ordentlich behandelt.“
Dass er hier zum ersten Mal erfahren hat, dass mit dem Umgangston was nicht stimmt ist nicht glaubhaft.
ABER: Es gibt diesen Spiegelartikel
Im übrigen in meinen Augen auch ein erneuter Beleg für die in meinen Augen nicht seröse Arbeitsweise des Spiegels/Eggers.
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Anmerkung der Redaktion: Der Text wurde nachträglich um eine spätere Stellungnahme von Andreas Heiermann ergänzt und leicht geändert.
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Dieser wurde also (vermutlich) auf Intervention von Heiermann nachträglich korrigiert. Er verneint, dass er schon 2020 Kenntnis hatte, bzw. Spielerinnen auf ihn zugekommen warn.
Andererseits wird er auch wichtigere Ansprechpartnern als Zschocke zur Beurteilung der Situation gehabt haben, namentlich Grijseels oder Woltering, welche ja davon nichts mitbekommen hatten (es gibt hierzu ein Grijseels-statement.
Zum anderen gibt es viele augenscheinlich recht wahre Punkte..
Zitat
SPORT BILD: Nachdem sich Fuhr und der BVB getrennt hatten, gab es keine Aufarbeitung, obwohl es der Verein angekündigt hatte?
Heiermann: „Nach meinem Kenntnisstand nicht. In Dortmund war man offenbar froh, dass man Ruhe hat. Es gab kein Interesse, das Thema noch einmal aufzukochen, aus Angst, da könnte noch etwas kommen. Ich habe mittlerweile das Gefühl: Der Einzige, der an Aufklärung interessiert war und ist, das bin ich. Das Ganze tut mir weh. Ich wollte ursprünglich bis 2024 im Amt bleiben. Aus gesundheitlichen Gründen ging das nicht. Bei mir wurde eine lebensbedrohliche neuromuskuläre Krankheit diagnostiziert, weshalb ich am 27. Oktober 2022 zurückgetreten bin.“
Ein Rauball hat sich doch nach dem Aufhebungsvertrag keinen Schiss mehr gekümmert. Der war froh, dass Fuhr unterschrieben hatte und der BVB aus den Schlagzeilen raus ist.
Die Entlassung von Fuhr in Essen hat gezeigt, dass er mit einem faktischen Berufsverbot leben muss. Ich verstehe, dass Heiermann für ihn in die Bresche spring.
"Ich finde es schrecklich für alle Betroffenen, ich finde es schrecklich für den Frauensport – und ich finde es schrecklich für Fuhr, dass man Vorwürfe gegen ihn im Raum stehen lässt und in keinster Form belegt oder konkretisiert. Das erinnert mich ans Mittelalter. "