Begeisternd, souverän und leidenschaftlich sind die U21-Handballer zum Weltmeistertitel gestürmt. Der Nachwuchs des Deutschen Handball-Bundes (DHB) ist seiner Favoritenrolle absolut gerecht geworden und hat sich auch vom Hype um ihn herum nicht anstecken lassen. Das Team hat sich tragen und nicht hemmen lassen.
Die Auftritte haben gezeigt, dass Handball-Deutschland in den kommenden Jahren fantastisch aufgestellt ist und auch die A-Nationalmannschaft in diesem Jahrzehnt wieder ein gewichtiges Wörtchen bei allen Titeln, sei es Europameisterschaft, Weltmeisterschaft oder Olympia, mitspielen wird. Bundestrainer Alfred Gislason wird schon für die Heim-EM im eigenen Land einigen Youngstern eine Chance geben können. Die Nachwuchsarbeit des DHB und die enge Verzahnung mit der Handball-Bundesliga machen sich bezahlt.
Deutsche Talente bekommen in der besten Handball-Liga der Welt regelmäßig die Chance, sich zu beweisen und mit den besten Spielern zu messen.
Von dieser Fülle an Top-Nachwuchsleuten ist der Fußball hingegen weit entfernt. In der Bundesliga verpflichten die Clubs lieber junge Talente aus Frankreich, England oder den Niederlanden statt deutsche Spieler.
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Ein Eingeständnis dafür, dass die eigene Nachwuchsarbeit nicht gut genug ist. Letztes trauriges Beispiel war die U21-Europameisterschaft, wo das deutsche Team als Titelverteidiger sang- und klanglos mit einem Pünktchen in der Vorrunde ausgeschieden ist.
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Nicht immer ist es nur das eigene überragende Können, was den Erfolg bringt, sondern auch Wille, Kampf und ein guter Teamspirit, der Flügel verleihen kann. Das haben die deutschen Basketballer bei der Heim-EM vergangenes Jahr mit der Bronzemedaille gezeigt. Oder die deutschen Eishockeyspieler, die bei der WM in Finnland und Lettland sensationell Silber gewannen. Dem deutschen Fußball fehlen im Moment Talente und Leidenschaft. Der deutsche Handball hat beides.