Beiträge von alter Sack

    Niemand redet von 3000€ die Woche für einen D-Jugend Trainer, eher von intelligenten Zuschüssen, sachleistungs- und projektbezogen. Das Trainerhonorar kommt dann mit besserer Struktur von ganz alleine, das regelt dann der Markt.

    ok. ich lass dir deine Meinung. Nur eine Richtigstellung.
    ich habe als Beispiel 3000 Eur/Jahr in den Raum geworfen.

    Zitat

    Die Fördergelder werden vollständig in die Breite gesteckt mit dem einzigen Ziel, möglichst viele Handballer zu generieren.


    Wieviel Fördergelder fließen vom DHB an die Leistungszentren? wird nicht viel sein. Alle Sportarten wollen letztlich mehr Sportler ihrer Gattung generieren. Warum sollte der Handball im deutschen Sportsystem den goldenen Königsweg finden und damit beispielsweise mehr Hallenzeiten beanspruchen. Ich darf bemerken, dass Handball den meisten Platz in der Halle unter den Mannschaftssportarten wegnimmt.

    Dann hat man automatisch mehr Trainer in der Breite, und auch mehr gute Trainer, und es finden sich sicherlich immer leistungssportlich ausgerichtete Kinder und Jugendliche, die dann eben nicht in Mitläufer Teams spielen.


    Halte ich für Utopie. Ein engagierter bindet Trainer schon ab der D-Jugend mehr als 8 h pro Woche ans Bein. Da ist Geld noch der kleinste Anreiz. Der DHB soll also per Gießkanne sagen wir mal 3000 Euro je Trainer verteilen in der Hoffnung, dass sich dann in der Breite mehr Vereine entwickeln? Das geht an der Realität vorbei. Dafür ist der Zulauf von unten (mangelnde Verankerung im Schulsport) auch zu klein. Man kann das auch Bezirksebene sehr gut beobachten. Oft hängt es an ein oder zwei Verrückten die ein gutes Vereinsumfeld haben. Wenn es gut läuft hast du in einem großen Bezirk (Metropolregion) maximal 3 Leistungsvereine. Die ziehen dann die wenigen Begabten ab der D-Jugend an. Auf dem Land hast du dann mit Glück einen Leistungsverein.

    Deine Beispiele der genannten Spieler ist ja nun auch wieder sehr eindimensional. Einzig Knorr taugt hier als Gegenbeispiel, letzter hat ja auch auch mit dem Schritt zum FCB ein Beispiel gesetzt. Die "young guns", die gerade zünden und nicht enttäuschen wie Golla und Kastening kommen aus den Akademien. Weber genauso.

    Ich sehe auch jeden Tag, wie bereits in der E-Jugend die besten Spieler und Spielerinnen zu Leuchtturm-Vereinen gelotst werden, um dann dort in einer konkurrenzlosen Mannschaft zu spielen, die nur sich selbst als Gegner hat und wo es die komplette Saison nur um die Höhe der Siege geht.


    Das ist ja nun mal ne recht eindimensionale Sicht der Dinge. Es gibt in den meisten Bezirken halte nur 1 (wenn überhaupt) bis 3 Vereine, die in der Lage sind bzw. den Anspruch haben leistungsorientiert Handball anzubieten und dann ab der C Jugend auf dreimal Training zu gehen evt. auch mehr. Was ist die Alternative? Sollen die Talente bis zum Alter von 12 Jahren mit bei 2 mal Training sich an ihren zweistelligen Torerfolgen ergötzen? Zumal i.d.R auch nur die Leistungsvereine überhaupt Trainer haben die einen Plan haben. Welcher Wald- und Wiesenverein hat denn überhaupt Trainer mit nem C-Schein?

    Es gab bei Kreisab mal nen interessanten Beitrag von einem, der sich die Ausbildung in Skandinavien angeschaut hat. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe spielen da die Talente parallel in mehreren Teams. Beim Thema Nachwuchs ist doch eines in Vergleich zu fast allen Nationen auffällig: Der Schritt von Juniorenalter zu den Herren, verbunden mit der dazu gehörigen Robustheit, erfolgt sehr spät, d.h. mit 18-19. A-Jugendbundesliga schön und gut aber vielen Talenten wäre mit einem Verzicht auf A-Jugend-BL und dafür Start mit 17 in Liga 3 wohl mehr geholfen. Doch spielen hier halt auch viele andere Faktoren eine Rolle.
    Ich richte persönlich die Augen auf den Oktober. Wenn ich das richtig verstanden habe, stehen dann DHB Wahlen an. Wäre Zeit für einen Nachfolger des DHB Präsidenten. Auch BHs Nachfolge ist ja vakant.

    Wenn man sich die genannten Vergleiche zu Skandinavien oder auch Portugal (wie kriegen die aus ihrer Mini-Playerbase auf einmal so eine Talentepipeline her?) anschaut, stellt sich auch die Frage ob man nicht mal einen spanischen oder skandinavischen Fachmann auf die Stelle des Sportdirektoren setzt. Eines ist ja nun mal auch auffällig: Die deutsche Trainergilde kann sich international gesehen auch nicht gerade viele Erfolge ans Revers kleben. Der letzte Trainer im Ausland war meines Wissens Lommel bei den Damen Chinas.
    Wobei man hier auch im Detail kleine Entwicklungen sieht. Stuttgart hat einen noch recht unbekannten Spanier geholt. Gummersbach lässt einen jungen Portugiesen an seine 2 Mannschaft.

    Vielleicht ist es einen eigenen Thread wert. Man sollte mal die 2013/14 getätigte Zielsetzung von BH beleuchten. Welche Spieler sind seither dazu gekommen und haben Eindruck hinterlassen?
    2016 war letztlich das Jahr, in dem ein ganzer Pool von Hoffnungsträgern dazugekommen ist bzw. die Durchbruch schafften. Häfner, Kühn, Wolff, Reichmann, Kohlbacher. Lemke. Seither? Golla und Kastening. Ist ja auch nicht so, dass die Truppe heillos überaltert ist.
    Ist halt die Frage, warum es die Truppe danach nie mehr in der Kombination so hinbekommen hat (2016 Rio vielleicht noch).
    Ich sehe da bei schon zu einem großen Teil die Belastung, mit welcher andere Nationen aber teilweise noch mehr zurecht kommen müssen (Norwegen als Beispiel, auch die Schweden spielen zum größten Teil in der Buli).
    Auch wenn hier viele jetzt hämisch AG mit CP vergleichen. Für mich war der Wechsel von DS zu CP der entscheidende Fehler. ALF hat hier dessen verkorksten Start beschrieben. Am Ende war das 3 verschenkte Jahre und bei jedem Turnier gab es Knatsch. Die Trennung hätte früher kommen müssen.

    Mein Eindruck ist, dass der Akku endgültig leer ist. Die HBLer hatten 5 Tage Pause nach Ende der Liga. Dass Ägypten kein Fallobst ist, hätte man auch nach der Niederlage Schwedens erkennen können.


    Sicherlich auch ein Grund. Die Rückraumspieler von Ägypten sind richtig gut trainierte Athleten. Die standen doch etwas besser im Saft.

    unfassbar, dass Hendawy in Bitola sein Geld verdient. Keine Diskussion um den Sieger dieses Spiels.

    Zitat

    Sehen wir es positiv, unsere Sportart geht weiter den Weg aus Europa in den Rest der Welt.

    Sehe ich auch so. Zumal Ägypten im Vergleich zur WM noch ein zwei Spieler von der Bank gebracht hat. Von daher der Verschleiss dann auch nicht ganz so hoch.

    Ich fand die Schiedsrichter gut. Mit zwei drei Szenen pro Seite war ich nicht einverstanden,


    das trifft es. Hab nur HZ2 gesehen und da auf jeder Seite ca. 3 doch auffälligere fragwürdige Entscheidungen. Damit ist man auch dem Niveau auch nicht mehr gut und wie ich schrieb können sie das besser. Aber darum geht es ja auch überhaupt nicht. Letztlich kam es zu einer fairen und ausgewogenen Spielleitung. Letztlich hat Dushebajew das Ding umgebogen und hinten hatte der TW die seltene Gabe sich aus dem Nichts wieder aus dem Tief zu holen. Dazu dann zwei verworfene Strafwürfe und schon ist die nach 45 Minuten sicher geglaubte HF-Teilnahme dahin. Bei Spanien wieder auffällig wie limitiert doch die Auswahl im Rückraum ist. Dass Antonio Garcia mit seinen 37 noch ins Aufgebot gerutscht ist - sehr bezeichnend. Der lässt seine Karriere mittlerweile in Granollers ausklingen. Auch Maqueda von der Rolle. Keine der Top-Mannschaften mit derartigen Kaderschwächen und doch haben sie es ins HF geschafft.

    Karl ist doch völlig unrealistisch für Wettbewerbe ohne deutsche Beteiligung bei ÖR streams zu fordern. Genauso könnte ja Damenbasketball argumentieren. Ich sehe auch nicht, dass man gerade bei Olympia Handball dem Laien näher bringen will. Da hat man als allgemein interessierte Zuschauer vermutlich eher das Interesse überall mal rein zu schauen. Ich fand z.B. Skateboard und BMX interessant. Dass man bei Eurosport für 7 Euro wirklich alles schauen kann, auch in der Mediathek, ist ein Quantensprung.

    Das Frauenturnier ist in der Tat sehr viel überraschender als das Herrenturnier. Allein die Rolle der Schwedinnen. Wird aber nichts an der Popularität hierzulande etwas ändern.

    Semrau. Bin auch erstaunt über soviel Blindheit. Zumal die SR jetzt auch noch gleich nachlegen mit pro-D Entscheidungen und er das Stürmfoul auch noch schönredet.
    Edit: alles was recht ist. ich sehe pro D Entscheidungen. keine gute Leistung der beiden Schweizer.

    Letztes Jahr in Coburg ging allgemein im Team recht wenig, das sollte nicht als Maßstab gelten.


    Natürlich muss das der Maßstab sein. Mit seiner Spielweise ist er nun mal einer, der in jeder Mannschaft im Angriff voran gehen muss. Coburg war für ihn ein dramatischer Abwärtstrend. Dort allerdings auch oft verletzt.